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BATTLECREEK: Interview mit Berne

26.02.2018 | 13:01

Vor einem guten Weilchen veröffentlichten die jungen Wilden von BATTLECREEK mit "Hate Injection" ein formidables Thrash-Album. Rotzfrech, unbekümmert, knackig und frisch von der Leber weg - die Jungs haben deutsche Urgewalt mit der Muttermilch aufgesogen. Obwohl das folgende Interview auch schon ein paar Monate auf dem Buckel hat, möchten wir euch den kleinen Plausch mit Frontmann Berne nicht vorenthalten.

Seit eurem Debüt sind schon einige Jährchen ins Land gezogen. Könnt ihr mir ein kleines Update geben, was zwischen "Wake The Plague" und "Hate Injection" bei euch so passiert ist?

Nach unserem Debüt haben wir natürlich erst mal einige Shows im In- und Ausland gespielt, u.a. in der Schweiz, Luxemburg, Österreich, Tschechien usw. Außerdem haben wir natürlich die Songs für unser neues Album geschrieben und diese im S&C Studio aufgenommen. Des Weiteren nahmen wir noch das Video zum Song 'Psycho Torture' auf, was sich im Nachhinein doch als recht aufwendig entpuppte.

Wenn ich mir eure neue Scheibe "Hate Injection" anhöre, kommen mir direkt Einflüsse aus der Bay Area und New York in den Sinn. EXODUS und VIO-LENCE hier, ANTHRAX und OVERKILL dort. Welche Bands haben euch und euren Sound am meisten beeinflusst?

Nun, an Bands wie SLAYER, JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder SAXON kommt man natürlich nicht vorbei. Spontan würden uns da noch DEATH, KREATOR, TANKARD, MEGADETH oder PANTERA einfallen.

Worin liegt  eurer Meinung nach musikalisch der Hauptunterschied zwischen eurem Debüt und "Hate Injection"?

Im Gegensatz zu "Wake The Plague" haben wir auf "Hate Injection" versucht, die Songs etwas kompakter und knackiger zu halten. Außerdem ist auch das Soundspektrum auf "Hate Injection" etwas breiter, so haben wir einige klassische Heavy-Metal-Riffs, Midtempo-Parts, und vertrackte, technische Parts mit Death-Metal-Elementen eingebaut. Außerdem haben die Vocals noch an Power und Aggressivität zugelegt, wie wir finden.

Ein Song heißt 'Blood For The President'. Hand aufs Herz, wäre die Platte anders ausgefallen, wenn ihr schon im Vorfeld gewusst hättet, wie die Präsidentschaftswahl in den Staaten abläuft?

Der Song 'Blood For The President' bezieht sich ja nicht nur unbedingt auf die USA und deren Präsident, sondern generell auf das Ausnutzen von Macht in den höheren Positionen. Ob die Protagonisten jetzt Trump, Bush, Putin oder Schiess-mich-tot heißen, ändert nichts an der Botschaft des Songs und schon gar nichts an der Platte, hehe.

Ein weiterer Song heißt 'Dädldi Dädldi Dä'. Freunde, ich bitte um Aufklärung.

'Dädldi Dädldi Dä' war am Anfang der Arbeitstitel dieses Instrumental-Stücks. Dieser hielt sich allerdings ungewöhnlich lange und stand auch so auf der Setlist, da ich ja keinen Text schreiben musste und wir somit auch keinen Titel hatten. Irgendetwas zu erfinden schien uns dann auch nicht angemessen, da der Song ja keinen Text hat. Also beschlossen wir, den Song einfach weiterhin so zu benennen. Zur eigentlichen Frage: 'Dädldi Dädli Dä' leitet sich vom Hauptriff ab, einfach mal anhören und mitsingen, dann kommt man wie von selbst drauf, hehe.

Es gibt bekanntlich Thrash in verschiedensten Varianten - von humoristischen Texten über gesellschaftskritischen bis zu historischem Kontext deckt die Sparte alles ab. Welche Sparte deckt ihr ab und warum?

Ich denke, wir decken so ziemlich alle Sparten ab. Von Spaßtexten bis zu Krieg und gesellschaftskritischen Lyrics ist eigentlich alles dabei. Wir sehen uns selbst eigentlich als lustige Band und verstehen dann oft selbst nicht, warum wir doch so viele ernste Texte haben. Allerdings passen die ernsten Texte auch optimal zum Sound. Gerade Songs wie 'Hate Injection' oder 'Dealing Death' würden mit lustigen Skate-Party-Crossover-Lyrics nicht funktionieren.

Berne, damit wäre ich auch mit meinen Fragen am Ende und möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei dir bedanken. Hast du an eure Fans und unsere Leser noch ein letztes Wort?

Der Dank gilt ganz unsererseits, Marcel. Ansonsten: Support the Underground! Kauft unsere CDs und kommt zu unseren Gigs, wir sind nie einem gemütlichen Bier gegenüber abgeneigt (oder 10). Cheers!

Redakteur:
Marcel Rapp

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