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FREAKINGS: Interview mit Simon Straumann

16.10.2019 | 12:48

Mit Schlagzeuger Simon darf ich einen Interviewpartner begrüßen, der mit seiner Band ein richtig heißes Eisen abgeliefert hat. FREAKINGS steht für Thrash der alten Schule und mit "Rise Of Violence" haben die vier Schweizer bereits ihr viertes Langeisen auf der Habenseite. Wie wichtig ist Abwechslung im Thrash? Was steckt hinter "Rise Of Violence"? Wie wird es mit der Band danach weitergehen? Das und noch mehr erfahrt ihr im folgenden Interview.

Schön, dass es mit dem Interview klappt, Simon. Wie geht es euch denn momentan?

Im Moment ist es etwas turbulent. Der Release steht vor der Tür [Am 27. September ist die Scheibe erschienen. - d. Red.], die ersten Gigs stehen an und die ersten Bestellungen via Pre-Order sind schon reingeflattert. Es wird uns gerade nicht langweilig, hehe.

Knapp zweieinhalb Jahre habt ihr für den "Toxic End"-Nachfolger gebraucht. Was ist in der Zwischenzeit im FREAKINGS-Bandcamp so passiert? Gebt mir doch mal bitte ein kleines Update.

Im Jahr, in dem "Toxic End" rausgekommen ist, hatten wir jede Menge Gigs in der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und eine kleine Tour in Tschechien und der Slowakei. Anfangs 2018 zogen wir uns mehr oder weniger zurück in unseren Proberaum, um an den neuen Songs zu arbeiten. Im Mai 2019 habe ich dann begonnen mit den Aufnahmen fürs "Rise Of Violence"-Album.

"Rise Of Violence" macht nicht nur seinem Namen alle Ehre, sondern ist auch euer bereits viertes Langeisen. Mit welcher Zielsetzung seid ihr an die Arbeiten herangetreten?

Das primäre und sicher auch das wichtigste Ziel war, zehn oder elf neue Songs zu schreiben, die uns voll und ganz überzeugen. Es sollte was Neues sein, jedoch wollten wir nicht Elemente einbauen müssen, die nicht zu uns passen, nur um anderen zu gefallen.

Ihr legt ein ungeheures Höllentempo auf der Platte vor. Worin liegen eurer Meinung nach die Hauptunterschiede zwischen der aktuellen Scheibe und "Toxic End"?

Wir wollten mit "Rise Of Violence" am "Toxic End"-Album anknüpfen, etwas ähnliches, aber nicht Identisches erschaffen. Für mich liegt der größte Unterschied darin, dass die neue Platte etwas technischer gespielt ist. Tatsächlich sind viele Songs vom Tempo her etwas langsamer, jedoch detaillierter.

Zackiges Riffing, coole Gangshouts und das schon erwähnte Höllentempo bestimmen die neue Platte. Wie wichtig ist für euch Abwechslung? Oder regiert einzig und allein die Geschwindigkeit bei FREAKINGS?

Wie schon erwähnt, ist unser oberstes Gebot, dass uns die Songs gefallen. Wenn es uns beim Spielen die Nackenhaare aufstellt, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Abwechslung hat für uns jeder Song in sich, weil wir ja wissen, was wir wie spielen und nichts gleich ist, wie bei einem anderen Song. Es sind vielleicht manchmal nur Details, die den Unterschied machen. Das ist wie beim Essen. Wenn man was mag, kocht man es auch immer in etwa gleich, aber vielleicht mit verschiedenen Gewürzen.

Gibt es einen konzeptionellen, roten Faden, der sich durch das Album schlängelt bzw. eine Story, die ihr mit "Rise Of Violence" verfolgt?

Nein, jeder Song hat in sich sein eigenes Thema. Die meisten Lyrics sind zwar themenähnlich wie der Titelsong, doch das war nicht so geplant.

Ich finde auch, dass die Platte euer bis dato bestes Artwork hat. Wer war dafür zuständig?

Wie beim "Toxic End"-Album haben wir wieder mit Timon Kokott von Timon Kokott Artwork zusammengearbeitet. Wir sind sehr froh, diesen Künstler kennengelernt zu haben. Er bringt jedes Mal genau das auf den Punkt, was wir uns vorgestellt haben.

Was wird nach der Veröffentlichung der Platte bei euch passieren? Habt ihr schon Songideen für Album Nummer fünf?

Jetzt kommen zuerst mal wieder Konzerte, wie beim letzten Mal. Niederlande, Belgien, Deutschland und später auch wieder Tschechien usw. An neue Songs haben wir bis jetzt noch keine Gedanken verloren. Das lassen wir auf uns zukommen.

Mit welcher Speed-/Thrash-Metal-Größe würdet ihr gerne mal die Bühne teilen und warum? Wo seht ihr persönlich den Thrash Metal in zehn, zwölf Jahren?

Da gibt es ein paar Bands. EXODUS zu begleiten wäre cool. Ich höre ihre Musik sehr gerne, das würde passen. Wenn es FREAKINGS dann noch gibt, wird's bei uns immer noch gleich tönen. Wir lieben, was wir tun. Wohin sich die Szene bewegen wird, kann ich nicht einschätzen. Aber ich hoffe, dass unser Song von "Toxic End" stimmt: 'Thrash Will Never Die!'

Simon, sodann wäre ich mit meinen brennenden Fragen auch am Ende und möchte mich vielmals bei dir bedanken. Was möchtet ihr allen Thrash-Metal-Maniacs noch mit auf den Weg geben?

Ich danke dir. Checkt doch unsere neue Platte, kauft und genießt sie. Unterstützt den Underground, geht auf Konzerte und bleibt ein Teil der Szene. Und wie ein Song auf "Rise Of Violence" so schön sagt: 'All Time Is Time To Thrash'!

Redakteur:
Marcel Rapp

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