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GRAVE DIGGER: Listening Session zu "Healed By Metal"

27.12.2016 | 21:17

Es ist mal wieder soweit, GRAVE DIGGER kündigt ein neues Album an und lädt einige Redakteure zum gemütlichen Beisammensein, leckeren Speisen und kühlen Getränken ein, um mit leichter Vorfreude "Healed By Metal" zu hören. Hierbei ist der Name Programm, denn völlig losgelöst von irgendeinem historischen, kulturellen oder mythologischen Konzept macht die Band genau das, was sie am besten kann: Heavy Metal.

Nach der Begrüßung und dem einen oder anderen Bierchen wird in Senden bei Münster erst einmal für das leibliche Wohl gesorgt. Nicht nur Axel Ritt als Veganer, sondern auch alle anderen werden bestens verköstigt. Würstchen, diverse Fleisch- und Salatsorten und ein ausgesprochen leckerer Nachtisch ließen nicht nur bei uns keine Wünsche mehr offen. Die Band hält Plaudereien, gibt fleißig Autogramme und nachdem wirklich Jeder angemessen satt wurde, geht es in die Aufnahmestudios, in denen GRAVE DIGGER "Healed By Metal" zum Leben erweckt hat und uns nun die neuen Songs präsentiert. Here we go...

Healed By Metal: Kein Intro, kein Tamtam, kein bedrohlicher Beginn. Der Chor legt sofort mit dem Refrain los, ehe das massive Riff einsetzt und sich der eingängige Refrain festsetzt. Sicherlich ist das nicht der erwartete Einstieg, ebensowenig kann man sich vorstellen, dass GRAVE DIGGER damit die kommenden Shows einleiten wird. Und trotzdem wird der Opening-Titeltrack live für Furore sorgen und sehr viel Spaß machen.

When Night Falls: Es geht schnell weiter, sehr schnell, denn Axel rifft sich beim kommenden Song die Finger wund. Up-Tempo mit tollem Refrain, so stellt man sich eine GRAVE DIGGER-Paradenummer vor, die keine Wünsche offenlässt.

Lawbreaker: Auch wenn JUDAS PRIEST-Assoziationen nicht zufällig aufkommen, drücken die Grabschaufler diesem Song ihren ganz eigenen Stempel auf. Das eingängige Riff und ein Boltendahl, der sich, wie auf dem gesamten Album, wieder in stimmlicher Topform zeigt, sorgen für das I-Tüpfelchen.

Free Forever: Eine etwas untypische, aber nicht minder tolle Nummer, bei der abermals das Ritt'sche Riff im Vordergrund steht. Eine leichte Akustikpassage sorgt für Auflockerung einer Nummer, die ein ums andere Mal an die schwedischen Stahlvertreter von HAMMERFALL erinnert.

Call For War: Die faustdicke Überraschung wird durch ein flinkes, unvorhergesehenes Riff begleitet. "We all call for war" bleibt auch Stunden später noch im Kopf hängen und dank des 'Wasted Years'/'The Trooper'-Gedächtnisriffs schauen sich alle Anwesenden erfreut und überrascht in die Augen. Eine tolle Nummer.

Ten Commandments Of Metal: Danach folgt ein Headbanger vor dem Herrn, der sich, wenn er sich auf der Setliste der Grabschaufler durchsetzen wird, definitiv live etablieren wird. Eine mächtige Bühnennummer, die Lust und Laune macht.

The Hangman's Eye: Es wird wieder schneller, Axel rifft sich wieder die Finger wund, Stefan und Jens begleiten das rasante Unterfangen und Chris krönt es mit seiner Stimme. Eingängige Strophen, geiler Refrain, GRAVE DIGGER-Herz, was willst du mehr?

Kill Ritual: Ein Song, der ein paar Durchgänge braucht, bis er zündet. Die verzerrten Gitarren hier, Zugkraft dort und wenn sich der Refrain einmal festgesetzt hat, dann richtig. 'Kill Ritual' entwickelt sich zur typischen Bandnummer und wird hoffentlich auch live zu bewundern sein.

Hallelujah: Die vorletzte "Healed By Metal"-Nummer kommt mit einem dreckigen Riff daher, speziell Refrain und die Chöre setzen sich hier wieder einmal in den Vordergrund und lassen nicht los. "Hallelujah, Hallelujah" kann man auch live gut brüllen.

Laughing With The Dead: ...und ehe man es sich versieht, stimmen Chris, Jens, Stefan und Axel schon zum "Healed By Metal"-Grande Finale an. Ein bedrohlicher Beginn, die Ruhe vor dem Sturm? Vielleicht, denn lacht man dem Tod ins Gesicht, entwickelt er sich zu einem Stampfer erster Güte. Wir dürfen ihm mit Chris ins Gesicht lachen und so abrupt das Album begann, so endet es auch. Kein schnörkeliges Outro, kein harmonischer Ausklang.

Fazit: So wie "Healed By Metal" begann, so endet das 18. Studioalbum von GRAVE DIGGER auch. Keine Schnörkel, kein Tamtam, hier gibt man in mundgerechten zehn Häppchen den puren Teutonen-Heavy-Metal. Zeitlos, klassisch und auf das Wesentliche fokussiert, ohne dabei auch die eine oder andere Überraschung auszulassen. GRAVE DIGGER verwendet kein Konzept, agiert vielleicht auch aus diesem Grunde enorm spielfreudig. Axel rifft und soliert sich ein ums andere Mal in den Mittelpunkt ohne jedoch die Anderen außen vor zu lassen.

"Healed By Metal" ist ein tolles Album, um das Tourjahr 2017 im Hause GRAVE DIGGER einzuleiten. Aktuell finden sich etliche Songs, die darauf brennen, auf den Bühnen dieser Republik und der Welt live präsentiert zu werden; etliche Refrains, die darauf warten, mit voller Kraft hinausgegrölt zu werden; etliche Riffs, die sich danach sehnen, auf der Luftgitarre nachgeahmt zu werden und etliche Bier, die man bei den GRAVE DIGGER-Shows in den kommenden Wochen und Monaten gerne zu sich nehmen würde. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß mit "Healed By Metal".

Redakteur:
Marcel Rapp

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