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MISSION IN BLACK: Interview mit Andy Black

19.09.2018 | 12:32

MISSION IN BLACK-Schlagzeuger Andy "Black" Flache ist wahrlich ein echter Typ, der zweifelsohne was zu erzählen hat. Dabei nimmt der Sympathikus kein Blatt vor den Mund. Selbst wenn es sich um durchaus sozialkritische Themen wie beispielsweise aktiven Umweltschutz handelt, bezieht der Schwabe dazu klar Stellung. Zudem verrät uns der redselige Allrounder im folgenden Interview und in aller Ausführlichkeit, was sich seit der Veröffentlichung des Debütalbums "Anthems Of A Dying Breed" im Mai dieses Jahres in doch relativ kurzer Zeit so alles im Bandlager veränderte und bringt uns auf den neuesten Stand. Zudem verrät uns Andy, wie er eigentlich völlig ungeplant an den Job eines Radiomoderators kam, dass eine Geburtstagsfeier ihm schlussendlich seine Tätigkeit als Drum-Roadie bei BRAINSTORM bescherte und noch so viel Interessantes mehr, aber am besten lest ihr selbst.

Hallo Andy, bevor wir ans Eingemachte gehen, stell dich doch bitte kurz unserer Leserschaft etwas genauer vor. Meines Wissens bist du nicht nur Schlagzeuger von MISSION IN BLACK, sondern auch langjähriger Drum-Roadie von Dieter Bernert (BRAINSTORM), Radiomoderator und aktiver Umweltaktivist für Sea Shepherd Deutschland. Habe ich eventuell das ein oder andere interessante Detail über dich vergessen und wärst du so nett, zu den genannten Aktivitäten ein paar Auskünfte zu geben?

Hahaha, da musste ich jetzt selber einen Augenblick überlegen, ob du da noch was vergessen hast, aber das ist im Moment glaub ich alles, womit ich meinen Freizeitstress am Leben halte. Langweilig wird es mir also definitiv nicht! Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich länger als zwei Tage irgendwo faul auf die Haut legen kann, da werde ich dann schon wieder unruhig und muss irgendwas machen. Aktuell überlege ich, ob ich noch den Tauchschein machen soll, aber nun zu deiner Frage zu meinen bisherigen Aktivitäten. Ich hoffe, du hast genug Platz auf der Seite!
Fangen wir mit dem Radio an. Ich bin seit 1999 bei Radio Free FM in Ulm dabei und habe zunächst in der Redaktion beim "Hartwurst Massaker" angefangen. Mein damaliger Kollege Elmar Kaufer hat die Sendung moderiert und hatte irgendwann das Bedürfnis, für den ganzen "Metalkram" jemanden zusätzlich zu haben, da er eher aus der Rock- und Punk-Ecke kommt. Ich habe dann irgendwann mitmoderiert und schlussendlich, nach dem Ausscheiden von Elmar aus dem aktiven Radioalltag, die Sendung komplett übernommen. Das war so eigentlich nie geplant, aber da ich eine recht große Klappe habe und mir das auch noch Spaß macht, blieb ich einfach dabei. Mittlerweile sind wir eine der dienstältesten Metal-Sendungen im süddeutschen Raum und wir senden nach wie vor über UKW, also klassisches Radio, aber im Web gibt es uns natürlich auch.
Dann kam irgendwann die Backliner-/Roadie-Geschichte dazu, die so auch nie geplant war. Andy B. Franck, der Sänger von BRAINSTORM, hatte ja mal mit SYMPHORCE eine weitere Band am Start (die ich im Übrigen für eine der unterbewertesten Bands in Deutschland halte, aber das nur am Rande!). Ihn habe ich mal auf einer Geburtstagsfeier von einem gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Irgendwann kam dann ein Anruf und ich wurde gefragt, ob ich mit SYMPHORCE mit auf Tour kommen möchte, um den damaligen Drummer etwas zu unterstützen. Was übersetzt bedeutete: "Zahlen können wir zwar nix, das wird aber sicher ein Mordsspaß." Das war damals mit GRAVE DIGGER irgendwann 2005 oder 2006. Dabei habe ich mir dann von den Profis in deren Crew viel abgeschaut und so war dann die nächste Tour wieder mit SYMPHORCE schon eine wesentlich professionellere Geschichte. Mit meinem neuen Kollegen Michael "Hinki" Brink, der auch aus dem Bandumfeld kam, sind wir dann mit SONATA ARCTICA und MACHINE MEN quer durch Europa getingelt. Danach ging es dann ganz fix. BRAINSTORM war auf der Suche nach einer neuen Crew und Herr B. Franck hatte nichts besseres zu tun, als uns zu empfehlen. Der Rest ist Geschichte. Todde (Gitarrist von BRAINSTORM) kenne ich eigentlich noch länger als Andy und so hat man sich mal zusammengesetzt, ein paar Shows gemacht und mittlerweile sind die Jungs einfach sehr gute Freunde von mir. Ich sehe das auch nicht als herkömmlichen "Job" im eigentlichen Sinne, sondern mir macht das, was ich da mache, im Regelfall auch Spaß. In den letzten Jahren hatte ich echt viele Angebote von anderen Bands um mit ihnen auf Tour zu gehen, aber das gibt dann meine Zeit doch nicht her.
So, was haben wir noch? Ach ja, mein Engagement bei Sea Shepherd. Ich unterstütze die Organisation schon seit vielen Jahren durch Spenden und wollte dann irgendwann etwas mehr machen und aktiver werden. So habe ich dann bei uns am Bodensee immer mal wieder bei sogenannten "BeachCleanUps", also Strandsäuberungsaktionen, mitgeholfen und bin so in Kontakt mit den Aktiven gekommen. Ich habe mich dann beworben und nutze jetzt seit 2017 die Gelegenheit, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten. Ich bin hier als freiwilliger Volunteer auf Infoständen präsent und hatte so schon viele interessante Gespräche und lerne gerade auch echt viele tolle Menschen außerhalb der Metal-Szene kennen. Irgendwann, wenn es die Zeit zulässt, möchte ich dann auch wirklich mit raus auf eines der Schiffe. Die Schattenseite des Ganzen ist natürlich, dass du, je mehr du dich mit der Thematik beschäftigst, immer mehr den Respekt vor der Spezies Mensch verlierst. Es ist einfach unglaublich, was wir unserer Natur aus reiner Profitgier antun! Ich finde es wichtig, in der heutigen Zeit für eine Sache eine Position einzunehmen und sich aktiv zu beteiligen! Ob das nun, wie in meinem Falle, der Meeres- und Umweltschutz ist, oder irgendein anderes soziales Engagement, ist dabei egal. Mir geht die Gleichgültigkeit vieler Leute diesbezüglich unglaublich auf den Sack. Immer sollen nur andere was tun, aber man selbst ist nicht bereit, die eigene Komfortzone auch nur einen Millimeter zu verlassen. Ich wurde auch schon mal gefragt, ob ich nicht Angst hätte, dass aus diesem Engagement für MISSION IN BLACK eventuell Nachteile entstehen könnten, wenn ich mich da so öffentlich dazu bekenne, weil das ja nicht jeder gut findet, was wir machen. Definitiv nein! Also erstens ist MISSION IN BLACK eine Band mit vier unterschiedlichen Charakteren und ich bin nur einer davon und zweitens denke ich, dass unsere Fans sehr wohl zwischen mir als Person und der Band als solches unterscheiden können.
Dann bin ich natürlich noch Schlagzeuger bei MISSION IN BLACK. Natürlich meine größte Leidenschaft! Ich habe zusammen mit Daniel (Gitarrist) bei SPELLBOUND gespielt, nach deren Split MISSION IN BLACK hervorging. Mit dem Trommeln habe ich schon vor langer Zeit angefangen. Vor SPELLBOUND gab es noch einige weitere Bands. Begonnen habe ich eigentlich mit reinem Death Metal mit der Band EXCRUCIATOR Ende der 80er und dann waren es später noch Bands wie VARIX und ENTENTE, die eher im Thrash Metal verwurzelt waren. Eine Zeitlang hatte ich das Trommeln auch ganz aufgegeben, aber das ist eine andere Geschichte.

Nachdem ihr mit "Anthems Of A Dying Breed" einen wahrlich starken Albumeinstand feiern konntet, der zudem überwiegend gut von der internationalen Presse aufgenommen wurde, hat sich innerhalb kürzester Zeit einiges in eurem Line-up verändert. Von den fünf noch auf der Scheibe zu hörenden Musikern sind bei der aktuellen Besetzung nur noch du und Gitarrist Daniel Tschoepe übrig geblieben. Wie kam es dazu, was ist passiert?

Zum Zeitpunkt der Albumaufnahmen war MISSION IN BLACK ja schon unfreiwillig zum Studioprojekt mutiert. Daniel und ich hatten über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Musikern gearbeitet und stellten irgendwann fest, dass wir uns immer mehr von unseren musikalischen Wurzeln entfernt haben. Wir haben dann die Notbremse gezogen und wollten eigentlich hinwerfen, doch durch den Einstieg von Becky (Sängerin) mit ihren enormen gesanglichen Qualitäten haben wir nochmals einen richtigen Motivationsschub bekommen und uns dann entschlossen, unsere Songs doch noch professionell aufzunehmen. Die Bandmitglieder der Ur-Besetzung, Hannes Jäger und Martin Grimm, waren dann auch für die Recordings wieder involviert. Daniel und ich fanden es einfach wichtig, die beiden da mitzunehmen, da sie auch bei vielen Songs kreativ beteiligt waren. Es war aber im Falle von Martin und Hannes von vornherein klar, dass sie aufgrund ihrer privaten Umstände nicht mehr mit uns auf die Bühne gehen werden. Wir hatten zu dem Zeitpunkt auch nicht damit gerechnet, dass wir in absehbarer Zeit einen Label-Deal bekommen beziehungsweise damit verbunden, recht schnell Liveshows spielen können. Als wir dann mit El Puerto Records einig wurden, war klar, dass wir schnellstmöglich wieder auf die Bretter müssen, um die Platte zu promoten. Für mich war die längere Bühnen-Abstinenz ja eh schlimm, aber wie gesagt war das nicht ganz freiwillig. Wie auch immer, wir haben dann mit Fabian Guist, der mittlerweile zum festen Line-up gehört, und Yannick Hartlieb zwei junge und motivierte Burschen gefunden, die es uns ermöglichen, das Album live zu präsentieren.

Mit dem Abgang von Sängerin Becky Gaber ist euch ja quasi eure prägende Stimme abhanden gekommen, die ich in meinem Review explizit aufgrund ihrer vielseitigen gesanglichen Fähigkeiten herausgehoben habe. Wie schwer war es für euch, gerade auf dieser wichtigen Schlüsselposition eine geeignete Nachfolgerin, die sowohl klaren als auch gutturalen Gesang (Kehlgesang) beherrscht, zu finden?

Also der Begriff "Super-Gau" ist wohl noch untertrieben, wenn ich dir umschreiben müsste, wie wir die Nachricht, dass Becky aus persönlichen Gründen ebenfalls nicht mit uns auf die Bühne kann, aufgenommen haben. Wir hatten das fertige Album, ein Label, das an uns glaubt und uns unterstützt, wir hatten Angebote für Shows und dann sowas! Das war auch der Grund, warum wir den Release erneut verschieben mussten. Es erschien uns fast unmöglich, auf die Schnelle jemanden zu finden, der die gesangliche Bandbreite von Becky auch nur ansatzweise umsetzen kann. Wir setzten uns daraufhin mit unserem Label zusammen und berieten gemeinsam, wer da in Frage kommen könnte. Zeitgleich habe ich auch meine Kontakte genutzt und fast parallel wurde mir ein Name genannt: "Frag mal die Steffi Stuber, die kann growlen, hat eine tolle Clean-Stimme und sie kommt sogar aus eurer Gegend!" Ich muss gestehen, dass ich sie mit ihrer Band ENSLAVE THE CHAIN zu dem Zeitpunkt noch nie gehört hatte, aber Daniel und ich fuhren dann zu einem ihrer Gigs und haben sie dort gefragt, ob sie uns zunächst aushelfen könnte. Zu dem Zeitpunkt haben wir ja fest damit gerechnet, dass Becky nur temporär aussetzt. Steffi hat dann zunächst die Songs bekommen und wir haben uns mal im Proberaum getroffen, um zu sehen wie sich das für uns alle anfühlt. Was soll ich dir sagen, wir hatten echt eine Menge Spaß und sowohl menschlich als auch musikalisch war das von Beginn an der Hammer! Da sich die Situation bei Becky nicht wirklich zum Besseren für uns entwickelte, hat sie uns schlussendlich selbst nahegelegt, eine geeignete Nachfolgerin für sie zu suchen. Somit haben wir dann Steffi bereits vor den Release-Shows angeboten, fest bei uns einzusteigen. Umso mehr hat es mich dann natürlich gefreut, als sie uns zugesagt hat. Sie hat echt ein Riesentalent und ist zudem als Person einfach grundsympathisch!

Mit der eben genannten Verpflichtung von Steffi Stuber habt ihr meiner Meinung nach ein mehr als glückliches Händchen bewiesen. Ich persönlich durfte mich bereits zwei Mal von Steffis außergewöhnlichen Livequalitäten überzeugen. Sie ist nicht nur mit jeder Menge Talent gesegnet, sondern besitzt zudem eine unglaublich positive Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Die junge Dame muss sich gesanglich zudem in keiner Weise hinter bekannten Kolleginnen wie beispielsweise Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) verstecken. Gibt es diesbezüglich schon Überlegungen, wie ihr diese neugewonnenen Qualitäten eventuell in neue Songs einarbeiten könnt oder stellt sich diese Frage in diesem frühen Stadium noch nicht?

Im Moment sind wir natürlich darauf bedacht, das Bandgefüge zu festigen und die Band auf dem Live-Sektor zu etablieren. Wir suchen ja aktuell noch nach einem festen Bassisten. Wer sich also berufen fühlt, darf sich gerne bei uns melden. Es hilft natürlich auch ungemein für die neue Besetzung, wenn wir vor den Songwriting-Sessions aufeinander eingespielt sind. Steffi und uns war es von Beginn an auch wichtig, dass sie die Möglichkeit bekommt, den Songs durch ihre Stimme ihren eigenen Charakter zu geben. Sie lässt jetzt schon in den bestehenden Songs ihre ganz persönliche Note mit einfließen und das inspiriert uns natürlich schon zu ersten neuen Ideen. Es ist aber in der Tat noch viel zu früh, da über Konkretes zu sprechen, da das Album ja erst seit Mai draußen ist. Mit den Fähigkeiten von Steffi, sowohl bei den Growls als auch bei den cleanen Gesängen werden wir da aber sicher bald mit den ersten Ideen in den Proberaum gehen.

Stichpunkt Songwriting, wie lief dies bisher bei euch ab, wer war wofür zuständig und mit welchen etwaigen musikalischen Veränderungen ist bezüglich der neuen Musiker in der Band zu rechnen?

In der Vergangenheit kamen Daniel und Martin mit Riffs oder teilweise fast fertigen Songs in den Proberaum und dort haben wir dann gemeinsam an den Ideen weitergearbeitet. Im ein oder anderen Falle hatte ich Ideen, wie wir einen Song aufbauen könnten oder ich habe nur mal einen Beat vorgelegt, der dann Martin wieder zu einem Riff inspirierte. Es kam auch vor, dass ich ein textliches Konzept hatte und den beiden dann erzählt habe, was ich mir musikalisch vorstellen kann. Nach ihrem Einstieg hat Becky dann die kompletten Melody Lines der Vocals und die Lyrics gemacht. Mit Steffi und Fabian kommen jetzt zwei junge Talente ins Songwriting-Team und ich persönlich freue mich echt schon wahnsinnig auf die ersten Ideen. Natürlich sind wir mit MISSION IN BLACK musikalisch sehr breit aufgestellt, aber dennoch wird es im einen oder anderen Falle neue Einflüsse geben. Das ist bei neuen Leuten in einer Band völlig normal und ich finde es sogar wichtig! Ich kann mir gut vorstellen, dass wir an Härte gewinnen und noch eine Schippe draufpacken werden. Die unglaublichen Growls von Steffi verlangen ja fast danach, hahaha.

Wie wichtig sind dir dabei eure Texte und wovon handeln diese hauptsächlich?

Mir persönlich sind die Texte immens wichtig und mich haben schon einige Fans auf zum Beispiel 'Oceans Of Blood' angesprochen, der von den ganzen Sauereien handelt, die aktuell in unseren Meeren stattfinden und das zeigt mir, dass sich nach wie vor viele unserer Anhänger schon mit unseren Texten auseinandersetzen. Ich verstehe aber auch, wenn die Metalheads einfach nur abmoshen und eine gute Zeit haben wollen und darauf jetzt nicht so viel Wert legen - das ist völlig ok so! Im Endeffekt hatte bis auf besagten Song Becky völlig freie Hand bei den Texten. Sie hat da wirklich zum Teil echt heftige Lyrics aus dem Hut gezaubert, die sich zusammengefasst mit den unterschiedlichsten Abgründen der Spezies Mensch beschäftigen. Es schwingt aber auch meist eine ordentliche Portion "Fuck Off Attitüde" mit, verbunden mit dem Aufruf, nicht klein beizugeben und die Hoffnung nicht aufzugeben.

Was genau steckt hinter eurem Albumtitel "Anthems Of A Dying Breed"?

Als das Album komplett aufgenommen war, stellte sich natürlich die Frage nach dem Titel. Wir haben uns da echt den Kopf zerbrochen um was Passendes zu finden. Ich habe mir dann mal abends bei einem Glas Whisky die Texte von Becky in Ruhe etwas genauer zu Gemüte geführt, wobei ich dann relativ viele extreme Bilder dazu im Kopf hatte und schon sehr betroffen war. Beiläufig habe ich dann zu meiner Frau gesagt, dass sich Beckys Texte so am Stück wie der "Abgesang auf die Menschheit" lesen. Daraus wurde dann "Anthems Of A Dying Breed". Ich denke, dass sich die Lyrics so ganz gut und treffend zusammenfassen lassen und sich textlich jeder Song in dem Albumtitel zumindest ein bisschen widerspiegelt. Im "Spoken Words Intro", in dem übrigens Andy B. Franck von BRAINSTORM als Erzähler zu hören ist, haben wir den Titel dann auch noch mit eingebaut. Das sind so kleine Details, die ich bei einer Albumproduktion immer ganz interessant finde.

In einer Pressemitteilung sprachst du davon, dass du dich auf die neuen Aufgaben mit neuer, hungriger Mannschaft schon sehr freust. Gibt es schon etwas Spruchreifes zu vermelden wie zum Beispiel Konzertdaten, Planungen für neue Songs oder ähnliches? Welche gemeinsamen Ziele wollt ihr erreichen?

Ja klar, es läuft gerade echt ganz gut und ich hätte das nie für möglich gehalten, bei der Menge an geilen Bands, die außer uns ja auch noch da sind! Live werden wir nach der Festivalsaison wieder am 28.09. im Riffelhof in Burgrieden zusammen mit REBELLION spielen. Am 30.09. wurden wir von BRAINSTORM eingeladen, bei ihrer Release-Show zu ihrem im Übrigen sehr geilen neuen Album in Heidenheim zu eröffnen. Außerdem spielen wir noch mit den NITROGODS und MAXXWELL in Offenbach und später noch mit unseren Label-Kollegen von BLOODLOST in der Schweiz. Wir werden dann noch in Kürze ein oder zwei Songs vom aktuellen Album mit Steffi neu aufnehmen und dazu noch einen neuen Clip drehen. Ich habe zwar noch keine Ahnung, wer das bezahlen soll, aber wird schon werden, hahaha. Als gemeinsames Ziel steht für uns sicherlich zunächst an, MISSION IN BLACK auf dem Live-Sektor zu etablieren. Danach geht's dann sicher mit den ersten neuen Songs los. Es bleibt also spannend!

Von welchen Musikern siehst du dich persönlich am meisten beeinflusst?

Also der Grund, weshalb ich damals mit dem Schlagzeugspielen angefangen habe, war sicherlich Dave Lombardo von SLAYER. Als ich den das erste Mal gehört hab, war ich völlig von den Socken und wollte unbedingt trommeln. Ich sag da nur: "Reign In Blood". Schade, dass die sich für die letzte Tour nicht mehr zusammenraufen konnten, aber so isses halt. Ich habe aber inzwischen noch so viele geile Drummer live sehen dürfen, dass es eine echt lange Liste werden würde. Auf jeden Fall muss ich Daniel Erlandsson von ARCH ENEMY nennen, dann Chris Adler von LAMB OF GOD und Jason Bittner, der aktuell bei OVERKILL zockt. Hier in Deutschland sind natürlich Ventor von KREATOR oder Fredrick Ehmke von BLIND GUARDIAN auch Wahnsinnsdrummer! Was mir neben der musikalischen Inspiration als Schlagzeuger aber ebenfalls wichtig ist, sind beispielsweise Musiker wie die Jungs von HEAVEN SHALL BURN, Bruce Dickinson oder ein Phil Rind von SACRED REICH, weil die einfach Position beziehen und wirklich was zu sagen haben! Davon sollte es viel mehr geben in der heutigen Zeit.

Wenn du die Wahl einer Traum-Tournee für MISSION IN BLACK hättest, mit welchen anderen Bands würdest du am liebsten die Hallen unsicher machen?

Alle, die mich kennen, warten jetzt natürlich darauf, dass ich hier ARCH ENEMY nenne, aber das mach ich nicht, hahaha. Nein im Ernst, das würde noch mehr die üblichen Vergleiche befeuern und auch wenn mich das als Fan natürlich reizen würde, lassen wir das mal. Also spannend wäre es sicher mit einer Band wie LAMB OF GOD oder aktuell PARKWAY DRIVE auf Tour zu gehen, aber auch IN FLAMES wäre toll. Da gibt's echt viele Bands, die mir dazu einfallen. KREATOR oder HEAVEN SHALL BURN sind auch Wahnsinns-Livebands und das wären mit Sicherheit auch interessante Gespräche abseits der Bühne.

Nenne mir doch mal deine persönlich fünf wichtigsten Alben aller Zeiten.

Was, nur FÜNF? Unmöglich! Also normalerweise ändern sich meine Lieblingsalben immer mal wieder und auch wenn viele sagen, dass früher alles besser war, entdecke ich nach wie vor so viele neue tolle Bands und Alben! Fünf "All Time Faves", du machst mich wirklich fertig, aber ich versuche es trotzdem mal. Als erstes ganz klar, weil es zu meiner musikalische Früherziehung gehörte und im Thrash Metal bis heute absolut wegweisend war: SLAYERs "Reign In Blood". Als "All Time Classic-Metal-Highlight" nenne ich JUDAS PRIEST mit "Defenders Of The Faith". Im Death Metal hat mich damals "Leprosy" von DEATH schwer beeindruckt. So, und jetzt kommt natürlich noch "Fucking" ARCH ENEMY, von denen ich hier exemplarisch "Doomsday Machine", schon alleine wegen dem Track 'Nemesis', benenne. Auch hier könnte ich natürlich auch jedes andere Album der Schweden benennen. Zu guter Letzt kommt natürlich noch METALLICA mit "Master Of Puppets". Die Liste ließe sich noch endlos fortsetzen, aber diese fünf Platten treffen es ganz gut.

Welche Überschrift würdest du gerne in naher Zukunft über MISSION IN BLACK lesen?

Ganz pragmatisch: "MISSION IN BLACK geht auf Welttournee". Mit wem ist mir dabei ehrlich gesagt ganz egal, Hauptsache Welttournee, hahaha.

Gibt es noch etwas, das du unserer Leserschaft unbedingt mitteilen möchtest?

Also zunächst mal an alle, die uns bereits kennen und zu unseren Shows kommen oder sich unser Album gekauft haben: Vielen, vielen herzlichen Dank, dass ihr kleine Bands wie uns so unterstützt! Ich kann das gar nicht oft genug sagen. Für die, die uns noch nicht kennen, aber trotzdem bis hierher gelesen haben, auch euch vielen Dank für euer Interesse und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einer Show!

Vielen Dank für deine Zeit und bis hoffentlich bald bei einem eurer nächsten Liveauftritte.

Redakteur:
Mahoni Ledl

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