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MISSION IN BLACK: Interview mit Steffi Stuber und Andy Black

10.10.2019 | 12:00

MISSION IN BLACK veröffentlichte dieser Tage mit "Oceans Of Blood" eine limitierte Vinyl-Single, welche die beiden bereits bekannten Titel 'Oceans Of Blood' und 'Judgement Day' vom Debütalbum enthält. Die Besonderheit dieser Veröffentlichung liegt jedoch darin, dass die beiden Stücke von der neuen Frontdame Steffi Stuber komplett neu eingesungen wurden und dadurch eine deutliche Aufwertung erfuhren. Lest im folgenden Interview selbst, welche Intention dahinter steckt und was meine beiden äußerst sympathischen Gegenüber, Steffi Stuber und Andy Black, sonst noch zu erzählen haben.

Hallo Steffi und Andy, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit zur Beantwortung meiner Fragen nehmt. Anlass unseres Interviews ist das Erscheinen eurer aktuellen Vinyl-Single "Oceans Of Blood", welche die beiden bereits bekannten Titel 'Oceans Of Blood' und 'Judgement Day' von eurem Debütalbum enthält, die nun aber mit Steffi Stubers Vocals nochmals deutlich aufgewertet wurden. Was war eure Intention hinter der Veröffentlichung?

Steffi: Da ich nun etwas mehr als ein Jahr feste Frontfrau bei MISSION IN BLACK bin, war die Idee auf alle Fälle, etwas in der neuen Besetzung an den Start zu bekommen, damit nicht zu viel Zeit vergeht, bis das zweite Album fertig wird. Erst war die Überlegung einen arrangierten Coversong aufzunehmen, jedoch waren wir uns alle recht schnell einig, dass es wohl interessanter wäre, ein paar Songs vom Album neu aufzunehmen. Einige Fans hatten uns auch schon darauf angesprochen, wann man mich denn auf einer Platte mit den Songs hören könne. Gleichzeitig konnten wir dann auch endlich offiziell bekannt geben, dass ich nun feste Frontfrau bin und Fabi vom Bass zur zweiten Gitarre wechselt.

Andy: Wie Steffi bereits angemerkt hat, wollten wir auf keinen Fall zu viel Zeit vergehen lassen, um Steffi und auch Fabian als feste Bestandteile von MISSION IN BLACK zu etablieren. Wir haben mit unserem Label gesprochen, was sinnvoll und für uns vor allem umsetzbar ist. Für uns war es wichtig, dazu auch zeitnah ein neues Video nachzuschieben und so war recht schnell klar, dass wir mit 'Oceans Of Blood' eine tolle Möglichkeit haben, um auch inhaltlich ein Statement abzugeben. Es ist ja mittlerweile bekannt, dass ich in meiner eh schon knappen Freizeit noch irgendwie die Zeit gefunden habe, mich auch etwas aktiver bei der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd einzubringen und da lag es nahe, bei der Organisation nachzufragen, ob wir für den Clip eventuell exklusives Bildmaterial verwenden dürfen, was uns auch genehmigt wurde und worüber ich sehr stolz bin.

Andy, gut, dass du gerade Sea Shepherd erwähnst, da du die Organisation schon einige Jahre aktiv unterstützt. Kläre unsere Leser doch zumindest ein bisschen über Sea Shepherd und deine eigene Intention dahinter auf.

Andy: Na ja, meine Intention ist eigentlich ziemlich simpel: Alles Leben entstand und entsteht aus den Ozeanen und mich faszinieren Haie und Wale eigentlich seit meiner Kindheit. Ich liebe es einfach, mich am Meer aufzuhalten und einfach nur auf die Wellen rauszuschauen und wenn grad kein Meer in der Nähe ist, tut es natürlich auch unser Schwäbisches Meer, der Bodensee. Auch da gibt's wunderschöne Orte. Umso mehr schmerzt es dann, wenn man sieht, wie wenig Respekt die Menschheit der Umwelt und den Tieren entgegenbringt. Die Bilder von den Waltötungen auf den Färöern oder das Abschlachten der Delphine in Japan sind inzwischen sicher bekannt, aber auch im Kleinen sieht es nicht besser aus. Bei fast jedem Beach CleanUp [eine Aktion, bei der Freiwillige und Mitglieder der Organisation unachtsam weggeworfenen Müll einsammeln - Anm. d. Verf.] am Bodensee fanden wir bisher tote Jungschwäne, die sich in achtlos weggeworfenem Plastikmüll verhedderten und qualvoll erstickten. Ich bin vor ca. 15 Jahren auf die Organisation aufmerksam geworden. Ich finde und fand das gut, dass Sea Shepherd aktiver zu Werke geht als vergleichbare Organisationen und habe begonnen, regelmäßig zu spenden und mir dann auch ab und an Shirts und anderes Merch zu kaufen, um die Organisation auch finanziell zu unterstützen (Merchandise gibt es auf der Homepage der Organisation und bei EMP). Mit der Zeit kam dann der Wunsch, mehr fürs Meer und alle anderen Gewässer zu machen. Bei den eingangs erwähnten Strandsäuberungsaktionen bei uns am Bodensee bin ich dann mit den Aktiven in Kontakt gekommen und seit rund zwei Jahren dabei. Sea Shepherd ist in den vergangenen Jahren immens gewachsen, die Flotte hat über 12 Schiffe, welche weltweit unterwegs sind und sich mit verschiedensten Problemen auseinandersetzen. Zum Beispiel der illegale Fischfang, die Beifänge, die Verschmutzung durch Plastikmüll und so weiter. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen und würde den Rahmen hier deutlich sprengen. Natürlich weiß ich, dass das nicht alle gut finden was wir machen, aber damit kann ich sehr gut leben. Womit ich mich einfach schwer tue, ist die nach wie vor große Gleichgültigkeit, die in unserer Gesellschaft noch immer vorherrscht. Wenn unser Video oder die Lyrics von 'Oceans Of Blood' einige unserer Fans dazu bringen, sich mit den Umweltproblemen und dem Leiden der Tiere auseinanderzusetzen, freut mich das sehr. Wir sind in Süddeutschland regelmäßig auf Infoständen, oder bei verschiedenen Events wie z.B. Tattoo-Conventions, Festivals oder aber auch bei Konzerten von anderen Bands, die Sea Shepherd unterstützen, vertreten. Sprecht mich oder einen meiner Kolleginnen oder Kollegen doch einfach mal an, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt! Wir freuen uns jedenfalls immer über interessante Gespräche.

Wieso habt ihr gerade diese beiden Stücke ausgewählt?

Steffi: Wir wollten zwei unterschiedliche Songs, die aber die ganzen Facetten unserer Band zeigen, und dafür eigneten sich die zwei Songs besonders. 'Oceans Of Blood' liegt uns allen sehr am Herzen. Es ist ein Song, der viele Gefühle wie Trauer, Aggression und Wut beinhaltet. Gerade ich als Sängerin kann bei diesem Song auch zeigen, dass Metal leise sein kann und zudem der cleane Gesang bei unserer Band eine große Rolle spielt. 'Judgment Day' war ursprünglich nicht für die 7-inch geplant. Es ist einer meiner Lieblingssongs, der auch live ganz schön einheizt. Im Studio war für die B-Seite eigentlich erst der Song 'Mission In Black' [welcher exklusiv auf unserem kommenden METALLIANCE Sampler Volume 3 vertreten sein wird - Anm. d. Verf.] geplant, aber da wir nach der Aufnahme noch Zeit hatten, habe ich noch 'Judgment Day' eingesungen. Nachdem dann alle drei Songs standen, waren wir eigentlich recht schnell der Meinung, dass 'Judgment Day' der Song für die B-Seite wird und darüber freue ich mich wirklich sehr! Er zeigt die andere Seite von mir und hebt den gutturalen Gesang hervor. Ich selber finde es eine sehr kontrastreiche Single, die das perfekte Verhältnis von Gefühl und Härte hat.


Das Artwork von Manfred Smietana ist wieder einmal schlichtweg phänomenal ausgefallen. Was gibt es darüber an Wissenswertem zu berichten?

Steffi: Für unser Cover haben wir alle gemeinsam in der Band Ideen gesammelt und etwas rumgebastelt, bis wir die ersten paar Grundentwürfe hatten. Wir wollten alle die Thematik der Lyrics von 'Oceans Of Blood' aufgreifen, wodurch wir schon einige Möglichkeiten hatten. Zudem wollten wir ein ausdrucksstarkes, finsteres und zugleich für sich sprechendes Cover. Manfred hat nach ein paar kleineren Änderungen und Versionen schnell unsere Vorstellung getroffen und wir sind alle extrem glücklich mit diesem starken Artwork.

Andy: Wir hatten innerhalb der Band schon sehr unterschiedliche Ideen. Ich zum Beispiel wollte zunächst ein sehr extremes Foto verwenden, das dir unmissverständlich und direkt zeigt, um was es geht. Daniel zum Beispiel kam mit einem weitaus künstlerischeren Ansatz um die Ecke. Schlussendlich hat es Manfred aber mit diesem Artwork geschafft, alle Wünsche von uns perfekt in einem Bild einzufangen, was definitiv keine leichte Aufgabe für ihn war.

Wie wichtig sind Vinyl-Veröffentlichungen für euch persönlich?

Steffi: Sehr wichtig! Es ist einfach ein wahnsinnig tolles Gefühl, endlich was in der Hand halten zu können, wo auch ich drauf zu hören bin. Gerade bei unseren Liveshows, wenn die Fans an unseren Merchandise-Stand kommen und mich um ein Autogramm bitten, ist es total schön, auf etwas zu unterschreiben, auf dem man auch wirklich mich hört. Auf dem Debütalbum zu unterschreiben, auf dem noch die alte Sängerin zu hören ist, war schon immer ein etwas komisches Gefühl.

Andy: Ich mache ja schon ziemlich lange Musik und vor zig Jahren war es etwas ganz Besonderes, eine gepresste CD mit der eigenen Musik zu haben, aber eine Veröffentlichung auf Vinyl, das war und ist für mich immer noch das "I-Tüpfelchen". Dass das Ganze dann auch noch in dem seltenen Format einer klassischen Single erscheint, ist ein sehr geiles Gefühl. Bei allen Vorzügen der digitalen Formate gibt es so ergänzend einfach auch die Möglichkeit, Musik auch anfassen und darin eintauchen zu können.

Seid ihr auch selbst Vinyl-Sammler?

Steffi: Um ganz ehrlich zu sein, bisher nicht. Ich besitze leider noch gar keinen Plattenspieler, was vermutlich damit zusammenhängt, dass ich ein Kind der Neuzeit bin [Steffi ist 23 Jahre alt - Anm. d. Verf.], hahaha. Aber wenn ich mir das jetzt so anschaue, finde ich das schon sehr cool.

Andy: Selbstverständlich, nur nicht mehr so viel wie früher, da ich der Einfachheit halber irgendwann auf CDs umgestiegen bin. In letzter Zeit kaufe ich aber statt der CD dann doch ab und an wieder die Vinylausgabe eines Albums. Bei der ein oder anderen Band dann auch beides und bei sehr wenigen Bands dann noch zig Vinylfarben und Boxsets. Leider sehr zum Leidwesen meiner Frau, hahaha.

Andy, wenn ich Vinyl-Schatzsucher wäre, welche Schätze gäbe es in deiner Sammlung zu bergen?

Andy: Je nachdem, wie man Schätze definiert. Mich persönlich interessiert der materielle Wert einer Platte eigentlich eher weniger. Es sind persönliche Erinnerungen, die ich mit vielen meiner Schallplatten verbinde. Ich kann dir zu fast jeder Scheibe irgendeine Story erzählen, warum ich mir diese oder jene Scheibe damals gekauft habe. Einer meiner emotionalen Schätze ist sicher das Doppelvinyl von IRON MAIDENs "Live After Death" und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass es meine allererste Schallplatte war und die musste ich mir durch harte Arbeit bei der Hopfenernte auf einem Bauernhof erstmal erarbeiten. Ansonsten denke ich, dass das ein oder andere SLAYER- und METALLICA-Bootleg sicher auch einen guten Preis bei irgendwelchen Börsen erzielen würde.


Steffi, du bist für mich die Sängerin der Stunde im Bereich Metal. Ich kenne tatsächlich keine mit dir vergleichbare Frontdame, die sowohl klaren als auch gutturalen Gesang (Kehlgesang) so perfekt beherrscht wie du. Wann hast du zum ersten Mal dieses besondere Talent für dich entdeckt?

Steffi: Vielen lieben Dank! Ich singe schon seit ich denken kann, von klein auf. Zum gutturalen Inhaling bin ich durch nicht so schöne private Umstände gelangt: Es gab eine Zeit, wo mir emotional einfach der normale Gesang nicht mehr gereicht hat. Dadurch hab ich angefangen das gutturale Singen zu erlernen. Dazu bin ich schon immer ein sehr lernbegieriger Mensch und lebe nach der Devise learning by doing. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass ich es nur beibehalte, wenn es meiner cleanen Gesangsstimme nicht schadet. Einige Menschen behaupten, dass Inhaling die Stimme kaputt macht, aber mit der richtigen Technik ist das keineswegs der Fall. Ich habe es mir selbst angeeignet und mache es jetzt bereits seit über fünf Jahren ohne stimmliche Probleme. Im Gegenteil, bei unseren Songs ist das Inhaling sogar um einiges praktischer.

Nimmst oder nahmst du Gesangstunden?

Steffi: Ja, ich hatte eine Zeitlang Gesangsunterricht und wollte bestimmte Atemtechniken lernen, jedoch habe ich es recht schnell wieder sein lassen, da die Lehrer beim Unterricht eigentlich nur meine englische Aussprache verbessert haben. Tonale Treffsicherheit, Aufwärmübungen sowie Atemtechniken habe ich mir selbst erlernt und mache sie auch heute noch in Begleitung meines Klaviers.

Wie liefen die Aufnahmen bei Andy Classen im Studio?

Steffi: Wahnsinnig entspannt und fix! Ich habe ja Andy Classen erstmals bei den Aufnahmen kennenlernen dürfen. Ein supernetter und äußerst professioneller Typ.
Es hat mächtig Spaß gemacht und wir hatten alle drei Songs schneller als geplant im Kasten. Es war mir wichtig, dass am Ende nicht nur der Sound super wird, sondern vor allem auch, dass es menschlich harmoniert. Denn nur wenn die Chemie stimmt, kann man im Studio alles aus sich rauslassen, was zu 100% der Fall war. Es war ein super Wochenende und mein wohl mit Abstand bester Geburtstag. Was gibt es denn Geileres, als am eigenen Geburtstag im Studio Songs einsingen zu dürfen? Eben, nichts. Haha.

Andy: Daniel und ich haben mit Andy Classen ja bereits mit unserer Vorgängerband SPELLBOUND zusammengearbeitet und haben dann ja auch unser Debut "Anthems Of A Dying Breed" zum großen Teil mit ihm produziert. Da war es naheliegend, die Neuaufnahmen der Songs auch mit ihm zu machen. Zudem war ich mir fast sicher, dass er durch seine sehr fokussierte und entspannte Art auch für Steffi eine gute Atmosphäre für die Recordings bietet. Wir hatten ein enges Zeitfenster und ursprünglich waren ja nur zwei Titel geplant. Die Zusammenarbeit von Steffi und Andy Classen lief aber so klasse, dass die Beiden schon viel früher mit den Aufnahmen fertig waren und wir dann noch den dritten Song aufnehmen konnten. Somit ist es eigentlich Andy Classen und natürlich Steffis Leistung im Studio zu verdanken, dass wir euch von Powermetal.de überhaupt den zusätzlichen Song 'Mission In Black' für euren Sampler zur Verfügung stellen können.

Steffi, singst du lieber live oder im Studio?

Steffi: Das ist schwierig zu beantworten, da ich beides sehr gerne mache. Live ist halt alles echt und man hat nur den einen Take, der gut klingen sollte. Dafür hat man da aber auch die Energie des Publikums, das mit einem in seine Welt taucht und die Musik feiert. Da erlebt man schon mal unvergessliche Momente. Im Studio dagegen kann man sich dafür noch mehr auf sich und seinen Gesang fokussieren, was mich meistens wie in einen positiven Wahnzustand versetzt. Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden, da ich beides brauche und es sich so gut das Gleichgewicht hält.

Welche Musik hörst du privat und von welchen Künstlern wurdest du beeinflusst?

Steffi: Das ist sehr verschieden. Meistens natürlich Metal, aber da gibt es in meiner CD-Sammlung wirklich alles Mögliche. Von Nu Metal über Progressiv Metal bis zu Doom und Black Metal. Dies ist ganz stimmungsabhängig. Beeinflusst bin ich beispielsweise von Corey Taylor von SLIPKNOT und STONE SOUR, Tatiana Shmaylyuk von JINJER, Amy Lee von EVANESCENCE, David Gun von KING810, Randy Blythe von LAMB OF GOD, Skald Draugir von HELRUNAR und Nergal von BEHEMOTH. Abseits vom Metal höre ich auch gerne RnB, Blues, Soul oder Pop/Rock. Dort beeinflussen mich Sängerinnen wie JESSIE J, RIHANNAH oder PINK.

Viele Bands ohne größeres Management in der Hinterhand jammern des Öfteren, dass es immer schwieriger wird, Liveauftritte an Land zu ziehen. Ihr hingegen seid relativ oft an der Livefront zu bestaunen. Wie wichtig sind für euch Liveauftritte und sind diese tatsächlich so schwer zu bekommen?

Steffi: Live zu spielen ist uns allen sehr wichtig! Es wird mit der Zeit aber leider immer schwieriger live zu spielen. Im vergangenen Jahr lief es wirklich sehr gut und wir haben auch ein paar spontane Gigs reinbekommen, was wiederum sehr cool war. Aber leider hast du mit deiner Aussage nicht unrecht – es wird immer schwieriger Gigs zu bekommen. Gründe sind einfach, dass es immer mehr Bands gibt und gleichzeitig viele Locations schließen. Wir bewerben uns so viel es geht und kommunizieren mit anderen Bands, aber dennoch ist es wirklich ein zäher Weg bis man ein paar Gigs zusammenbekommt. Umso mehr freuen wir uns, wenn dann wieder ein neuer im Kalender steht.

Andy: Live zu spielen war und ist für mich der eigentliche Grund, Musik zu machen. Es gibt nichts Tolleres, als gemeinsam mit den Fans eine gute Zeit zu verbringen. Alle Probleme des Alltags sind so für jeden von uns für eine gewisse Zeit einfach mal im Off-Modus. Was die Schwierigkeit anbelangt, überhaupt an Gigs zu kommen, da hast du schon recht: Es sind unzählige Bands da draußen und jede will auf die Bühne. Im Gegensatz dazu machen immer mehr kleinere Venues dicht, weil schlicht und einfach die Besucher wegbleiben. Wenn du heute als junge Band anfängst, hast du es schon verdammt schwer, überhaupt an einen Gig zu kommen, das stimmt wohl. Ich habe zwar ein paar Kontakte und ab und an kommt auch mal 'ne Anfrage rein, aber alles in allem ist es einfach mit sehr viel Arbeit verbunden: telefonieren, mailen, wieder telefonieren. Einfach nur warten, dass ein Veranstalter anruft, funktioniert definitiv nicht.

Als ganz besonderes Schmankerl stellt ihr uns von Powermetal.de mit dem Titel 'Mission In Black' ein weiteres Stück eurer Debütscheibe, welches abermals durch Steffis Gesang besondere Aufwertung erfährt, für unseren Metalliance-Sampler 3 exklusiv zur Verfügung. Dafür bedanken wir uns bei euch natürlich sehr. Was könnt ihr uns über den Titel sagen?

Steffi: Dieser Song beschreibt unsere persönliche Mission in der Musikszene. Es kommen immer wieder Stürme und Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Es ist ein turbulenter Weg und kein leichter, aber unsere "Schwarze Mission" ist es, unseren Weg dennoch zu bestreiten und uns durchzukämpfen.

Andy: 'Mission In Black' war zudem der allererste Song, den wir mit der Band komponierten. Die Ursprungsversion wurde damals noch von Daniel, Martin, Hannes und mir irgendwann 2010 geschrieben und ist somit fast schon ein Klassiker, hehe. Der Song wurde über die Jahre ein bisschen umarrangiert und jetzt, mit Steffis Vocals, ist die Nummer definitiv nicht mehr zu verbessern!

Welche Ziele verfolgt ihr noch mit MISSION IN BLACK?

Steffi: Wir haben natürlich immer noch das Ziel, bekannter zu werden und in der kommenden Zeit, auf immer größeren Events zu spielen. Auch eine Tour mit einer bekannten Band oder nochmals im Ausland zu spielen, ist eine Option. Wir hoffen natürlich auch, dass unser zweites Album euch umhaut. Aber alles step by step.

Was macht euer Songwriting für eine etwaige nächste Veröffentlichung?

Steffi: Wir starten jetzt langsam in die Songwriting-Phase, was sicher sehr spannend wird, da wir ja jetzt in einer halb-neuen Besetzung sind, wodurch auch andere Einflüsse mitspielen. Ich freue mich schon auf die neuen Ideen und kann es kaum erwarten, neue Songs zu schreiben bzw. diese dann auch zu gegebener Zeit zu performen.

Andy: Ein neuer Song ist fertig und Daniel arbeitet bereits mit Hochdruck an weiteren Ideen. Bei ihm laufen alle Fäden in kreativer Hinsicht zusammen und ich bin mir sicher, dass wir in dieser Besetzung einiges zu bieten haben. Wir wissen, dass wir 2020 mit einem neuen Album am Start sein sollten, um in der Szene im Gespräch zu bleiben, aber wir werden definitiv keinen Schnellschuss veröffentlichen, nur um irgendwelchen Marktanforderungen gerecht zu werden.

Mit El Puerto Records seid ihr bei einem noch eher kleineren, aber aufstrebenden Label unter Vertrag, welches sich kontinuierlich vergrößert. Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit El Puerto Records?

Andy: Ich kann mich bisher nicht beklagen, ganz im Gegenteil: Es gibt einen intensiven persönlichen Kontakt zu den beiden Chefs Torsten Ihlenfeld (BRAINSTORM) und Bernd Stelzer, was bei einem großen Label in der Form fast gar nicht mehr möglich ist. Zudem sind bei El Puerto sehr erfahrene Leute am Werk und wir haben mit Soulfood einen guten Vertrieb. Mehr braucht es eigentlich nicht. Natürlich sind bei einem kleineren Label die finanziellen Ressourcen sehr begrenzt; uns also auf eine größere Tour einzukaufen wird eher schwierig.

Andy, welche von mir nicht gestellte Frage würdest du hier an dieser Stelle noch gerne beantworten? Nur zu.

Andy: Ich geb bei den gestellten Fragen ja schon mitunter sehr lange Antworten, willst du wirklich, dass ich hier zu den ungestellten Fragen auch noch was sage? Dann wird es aber eine abendfüllende Lektüre, hahaha.

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Wir von Powermetal.de wünschen euch alles erdenklich Gute für die Zukunft. Das Schlusswort gehört wie immer unseren Gästen.

Steffi und Andy: MISSION IN BLACK bedankt sich bei allen Menschen da draußen, die unsere Musik unterstützen, auf welche Art und Weise auch immer! Auf Konzerte kommen, CDs und T-Shirts kaufen oder unsere Songs downloaden - legal natürlich, hahaha. Wir lieben, was wir tun und wenn wir damit Menschen auch noch eine Freude machen können, umso besser. Wir hoffen, euch auf unseren Konzerten begrüßen zu dürfen und bedanken uns hiermit auch bei Powermetal.de, dass ihr regelmäßig über uns berichtet. Es ist uns immer eine Freude. Stay METAL!

 

Bilder: Promo Band und FOTOMAZZOLI Tine & Paul

Redakteur:
Mahoni Ledl

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