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Metalbreed-Special: Interview mit RE-ARMED

03.10.2010 | 18:33

Ein Gespräch mit RE-ARMED-Sänger Jouni über Finnen, Hamburg und das dort stattfindende "Metalbreed-Festival" am 24.Oktober in der Markthalle.

Jakob: Hallo Jouni, ich habe ein paar Fragen bezüglich deiner Band RE-ARMED und dem "Metalbreed-Festival" in Hamburg am 24.Oktober 2010. Bitte beschreib mal den Sound von RE-ARMED.

Jouni: Wir spielen eine Kombination aus groovigem, technischem Death Metal mit Thrash- und Grind-Einflüssen, gewürzt mit melodischen Linien hier und dort.

Eure neuste Veröffentlichung heißt "Stop This Evolution". Kritisiert ihr die Evolution der Menschheit?


Ja, tatsächlich. Der nächste Schritt der Evolution wird gegenläufig zu dem sein wie sie sich entwickelte, wenn wir weiterhin diesen frustrierten, materialistischen und faulen Lebensstil zutage legen. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich bald sogar nicht mehr zu bewegen braucht, man bestellt sich einfach alles nach Hause und bleibt in seinem Loch, ohne Kontakt zur echten Welt. Wir werden unser Debüt-Album im kommenden Herbst aufnehmen. An alle Labels und Leute mit Kontakten: Haltet eure Augen und Ohren weit geöffnet!

Es gibt aktuell viele Bands, die von Finnland aus die Welt übernehmen. Denkst du, dass Finnland gute Konditionen für aufstrebende Bands bietet, mehr als andere Länder? Warum (nicht)?


Es ist sehr offensichtlich, dass es außerhalb von Finnland so etwas wie einen "Finnland-Boom" gibt und ich finde es gut. Zu jeder Zeit sind gute finnische Bands auf Tour. Ich denke jedoch, dass schwedische Bands größere Schritte gehen als wir.
Aber auf ein Wort: Finnland gibt dir keine Garantie darauf, dass es eine ausgezeichnete Band hervorbringt. Letztenendes ist es Musik. Vielleicht sind wir Finnen so abgefucked, dass wir weltweit so einen Lärm machen, aber das Land ist klein wie Scheiße, wir haben gerade mal über fünf Millionen Bewohner, hehehehe...
Wie immer, wenn etwas anfängt, sich gut zu verkaufen, wird es Bands geben, die von den "Nebenwirkungen" profitieren. Deshalb musst du wegen dieser Trendnachläufer heutzutage im Musikgeschäft wie ein Wahnsinniger arbeiten, um deinen Namen bekannt zu machen.

Mit was verbindest du Hamburg? Erinnerst du dich an dein erstes Konzert in Hamburg, sowohl als Band als auch als Gast?


Für das Metalbreed fahre ich das erste Mal nach Hamburg und ich bin total offen für alles. Ich mag es, zu reisen und neue Orte auf der Welt kennen zu lernen... Ich denke, dass Hamburg eine große Stadt ist, in der immer viele große Bands spielen.

Was erwartest du vom Festival, der Stadt und dem Publikum?


Ich kenne die Organisatoren und glaube, dass sie ein tolles Indoor-Festival für Metalfans anbieten werden. Bezüglich des Publikums: Es wird unser zweiter Gig in Deutschland, wir wollen also ordentlich Action sehen wenn wir die Bühne rocken, hehehe...

Veranstaltet ihr hinterher eine große Tour über den Kiez?

Wir haben noch nicht geplant, irgendwo hinzugehen. Aber ich glaube, wir werden das Nachtleben der Stadt während des Tages sehen.

Was denkst du über die anderen Bands? Welche davon hast du schon mal live gesehen? Wie waren deine Eindrücke?

Ich habe ARCH ENEMY häufig gesehen und sie haben immer Arsch getreten.
Mit AGATHODAIMON haben wir eine kleine Tour hier in Finnland gespielt und die Leute sind wirklich nett. Ich freue mich darauf, sie wieder zu sehen.

Welche der anderen Bands wirst du dir ansehen?


Ich habe KEEP OF KALESSIN oder GORTHAUR'S WRATH noch nicht spielen sehen, die möchte ich mir mindestens ansehen! Ich werde versuchen, jede Show zu sehen oder zumindest ein paar Songs pro Band.

Was denkst du über Festival-Tourneen wie zum Beispiel die Pagan-Fest-Tour? Findest du es schade, dass das Metalbreed nur in Hamburg stattfindet oder findest du, dass große Bandaufgebote eher auf Festivals gehören?


Festival-Touren sind mehr als eine großartige Idee. Bands müssen sich verändern, um mehr Publikum anzusprechen, und die Fans müssen sich verändern, um mehr ihrer Lieblingsbands zu sehen.

Spielst du lieber in Hallen oder auf Open-Air-Bühnen?


Indoor-Shows sind aufgrund ihrer Intensität mehr nach meinem Geschmack. Wir spielten mit DIABLO in Nosturi/Finnland und es waren ungefähr 750 Leute im Publikum. Während wir spielten, ging fast über die gesamte Zeit ein Circle-Pit nach dem anderen ab. Es war eine unvergessliche Show für unsere Band, wir hoffen, sowas auch in Hamburg sehen. Also Leute: Seid da and let the music blow your mind!

Vielen Dank für das Interview! Cheers!

http://www.myspace.com/rearmed

Redakteur:
Jakob Ehmke

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