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PERTNESS: Interview mit den beiden Toms

22.11.2018 | 22:11

PERTNESS aus dem schönen Berner Oberland steht seit jeher für Swiss Highland Metal at its best: Miteißender, forscher Power Metal mit hoher Melodie- und Frische-Schlagseite. Sechs Jahre hat es gedauert, doch nun steht mit "Metamorphosis" das nunmehr vierte Album der Jungs in den Startlöchern. Wir sprachen mit den beiden Toms über die Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft sowie über die Schweizer Metal-Szene im Allgemeinen.

Schön, dass es mit dem Interview klappt - herzlichen Dank dafür. Zunächst: Wie geht es euch? Wie ist die Stimmung bei PERTNESS?
Tom Zurbrügg: Hallo Marcel, herzlichen Dank, dass wir wieder ein Interview für dich und POWERMETAL.de machen dürfen, ist uns eine Ehre! Uns geht es sehr gut, die Zeit ist bei uns halt immer ein wenig knapp, aber das soll so sein, hehe. Die Stimmung ist bei PERTNESS gut, etwas angespannt, da wir doch sehr gespannt sind, wie das neue Album von den Leuten aufgenommen wird.

Eure letzte Duftmarke hat stolze sechs Jahre auf dem Buckel. Was ist in der Zwischenzeit bei PERTNESS so passiert und warum hat es bis zur neuen Scheibe verhältnismäßig lange gedauert?
Tom Zurbrügg: Tja, die Zeit vergeht einfach zu schnell... Nein, Spaß beiseite, bei uns ist halt auch familiär sehr viel gelaufen. So wurden wir beiden Toms stolze Väter, auch jobmäßig sind wir immer alle voll auf Achse. Ebenso hat uns Chris an den Drums aus zeitlichen Gründen verlassen, obwohl wir mit Toby sehr schnell einen würdigen Ersatz gefunden haben. So ist auch hier wieder ein halbes Jahr verstrichen usw.

Doch gut Ding will Weile haben, "Metamorphosis" ist euer viertes Studioalbum. Steckt ein spezielles Konzept hinter der neuen Scheibe? Gibt es irgendwelche näheren Geschichten, die von den Songs erzählt werden?
Tom Schluchter: Das Album handelt von körperlicher und psychologischer Manipulation von Menschen. Die Liedthemen sind: Biotechnologie, gezielte öffentliche Einflussnahme, Gehirnwäsche, Selbstmordattentäter, Propaganda... Zum Beispiel 'I'm A Slave': Das Lied handelt von einem illegalen, geheimen CIA-Forschungsprogramm, das zahlreiche Methoden zur Manipulation der mentalen Zustände von Menschen, und zur Veränderung der Gehirnfunktionen verwendet. Dies unter Verwendung von Drogen und anderen Chemikalien, Hypnose, sexuellem Missbrauch und anderen Formen der Folter.

Im direkten Vergleich: Worin liegen die musikalischen Unterschiede zwischen der neuen Scheibe und "Frozen Time", eurem dritten Album?
Tom Zurbrügg: Ich denke, musikalisch gibt es nicht allzu viele gravierende Unterschiede, "Metamorphosis" tönt immer noch nach PERTNESS, einfach nach PERTNESS 2018. Wir sind der Meinung, dass wir unseren relativ eigenständigen Style mit verschiedenen Einflüssen beibehalten haben, auch wenn diesmal die Folk-Abteilung etwas weniger vertreten ist und dafür vielleicht der Gesang etwas härter daherkommt - dies eventuell zugunsten der Thrash-Abteilung.

Absolute Dosenöffner sind für mich 'Fortress' und 'Firestorm', die mindestens auf eine Stufe mit 'Farewell To The Past' zu setzen sind. Was sind eure Lieblinge auf der Platte oder - besser gefragt - welche Songs kann man künftig in eurer Live-Setliste erwarten?
Tom Zurbrügg: Für mich zählen die beiden von dir genannten Songs auf alle Fälle zu den Highlights, ich würde die Liste gerne noch mit 'Metamorphosis', 'I'm A Slave', 'Words Of Lies' und 'There's A Storm In My Mind' ergänzen. Im Moment werden sicher vier der genannten Songs im Live-Set vertreten sein. Was dann live funktioniert und was weniger, werden wir dann sehen und allenfalls die nötigen Anpassungen vornehmen.

Wer war für das Artwork zuständig und in welcher Verbindung steht es zu den Songs auf "Metamorphosis"?
Tom Zurbrügg: Als wir uns für das Thema Verwandlung entschieden haben, haben wir wiederum Georg Huber vom Atelier Georg Huber (georg-huber.com) kontaktiert. Georg war ja bereits für die letzten drei Artworks verantwortlich. Wir haben ihm den Titel "Metamorphosis" um die Ohren gehauen, mit der Bitte, Vorschläge für ein Coverbild zu erstellen. Diesmal hat sich nun auch sein Sohn Jeremias Huber (jerry_tengu.artstation.com) eingeschaltet und mehrheitlich das Cover entworfen und schließlich ausgearbeitet. Wir sind wieder sehr glücklich mit dem Resultat, die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit haben wir sehr geschätzt.

Wie sehen die nächsten Monate im Hause PERTNESS aus? Welche Ziele habt ihr euch mit der neuen Scheibe gesetzt?
Tom Zurbrügg: Im Moment läuft die ganze Promo für das neue Album und natürlich auch die Proben für das neue Live-Programm, welches ab Dezember am Start sein wird. Am 1.12. feiern wir in unserer Heimat am Metal Marmot Festival eine große Release Party mit befreundeten, mehrheitlich lokalen Bands. Im Frühling kommen dann diverse Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu und im Sommer hoffen wir noch auf dem einen oder anderen Festival vertreten zu sein.

Eine letzte Frage: Wie bewertet ihr als Teil der Schweizer Metalszene selbige? Also wie seht ihr den Nachwuchs in der Schweiz in Sachen Heavy Metal?
Tom Zurbrügg: Wir haben in der Schweiz eine Menge talentierter und guter Bands und Musiker im Metal-Bereich, welche eine lebendige Underground-Szene bilden (EXCELSIS, GONOREAS, BURNING WITCHES, EMERALS, MIND PATROL, CONSTRAINT, MEDUSAS CHILD, HELLVETICA, LOTRIFY, INFINITAS usw.). Neben dem Greenfield Festival gibt es eine ganze Menge kleiner Metal-Festivals, welche mehrheitlich von Bands organisiert werden oder von Bands ins Leben gerufen wurden. Persönlich finde ich dies sehr cool, dass die Bands miteinander versuchen weiterzukommen.

Jungs, ich wäre mit meinen Fragen soweit durch und möchte mich vielmals für Zeit und Geduld bedanken. Ich wünsche euch viel Erfolg mit der neuen Scheibe. Was möchtet ihr unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?
Tom Zurbrügg: Danke dir und euch für eure immer tolle und wichtige Arbeit für unsere Szene! Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Metalheads und Leuten, welche uns in den letzten Jahren so großartig unterstützt haben, ganz herzlich bedanken!

Redakteur:
Marcel Rapp

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