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PINK CREAM 69: Interview mit Alfred Koffler

10.04.2007 | 18:20

Ein neues Label UND eine Verstärkung des seit rund einer Dekade beständigen Vierer-Line-Ups bedeuten im Hause PINK CREAM 69 eigentlich schon eine unglaubliche Veränderung. Trotzdem liefert das in Karlruhe ansässige, amerikanisch-deutsch-englisch-griechische Quintett mit dem passenderweise "In10Sity" getauften zehnten Studio-Album im nunmehr zwanzigsten Jahr des Bestehens eine gewohnt starke Melodic-Metal-Scheibe ab, die keinen bisherigen Fan enttäuschen dürfte. Gitarrist Alfred Koffler vermittelt im Gespräch auch glücklicherweise nicht den Eindruck, dass er inzwischen den Spaß an der Sache verloren hätte, so dass man sich vermutlich schon jetzt auf Album Nummer 15 im dreißigsten PINK CREAM-Jahr freuen darf.

Elke:
Ihr feiert dieses Jahr das zwanzigjährige Bestehen von PINK CREAM 69 und gleichzeitig mit "In10Sity" das zehnte Studio-Album. Ist das für dich ein Anlass zum Rückblick auf eure bisherige Karriere, oder eigentlich auch nur ein Jahr bzw. Album wie jedes andere auch?

Alfred:
Ein Album wie jedes andere ist es allein schon deswegen nicht, weil Uwe als zweiter Gitarrist in die Band gekommen ist. Das bedeutet für uns eine Umstellung und ein neues PINK CREAM-Kapitel. Aber man kuckt natürlich auch mal zurück und lässt die ganzen Jahre Revue passieren. Darunter waren viele positive, aber auch viele negative Erlebnisse, wie zum Beispiel meine Erkrankung an der Spielhand [Alfred leidet unter Fokaler Dystonie, was die Koordination seiner linken Hand beeinträchtigt - die Verfasserin], die nach wie vor besteht und letztendlich auch der Grund dafür war, warum Uwe in die Band geholt wurde. Auch die Trennung von Andi Derris gehört sozusagen zu den negativen Höhepunkten. Aber gleichzeitig war jedes Album und jede Tour irgendwie etwas Besonders und immer wieder eine neue Herausforderung, so dass die positiven Erlebnisse überwiegen. Letztes Jahr zum Beispiel waren wir live nicht besonders aktiv, aber die wenigen Konzerte waren dafür phantastisch. Wir waren zum ersten Mal in Griechenland, was natürlich für Kosta etwas Besonders war. Außerdem haben wir in England ein geiles Festival gespielt, praktisch bei David vor der Haustür, dort wo er aufgewachsen ist. Es gab so viele Mini-Höhepunkte in der ganzen Zeit, dass es unmöglich ist, sie alle aufzuzählen.

Elke:
Du hast eben kurz deine Krankheit angesprochen. Wie geht es dir heute?

Alfred:
Eigentlich unverändert. Es wird nicht besser, aber Gott sei Dank auch nicht schlechter. Ich habe mein Spiel entsprechend umgestellt und es funktioniert eigentlich ganz gut. Und jetzt mit Uwe ist es vor allem live wesentlich leichter für mich geworden. Parts, die ich selbst nicht mehr so richtig spielen kann, übernimmt er, und auch bei den Aufnahmen hat die Zusammenarbeit mit ihm total gut funktioniert. Wir als Band haben uns mit der Situation arrangiert, und ich persönlich eigentlich auch.

Elke:
Somit könnte man fast sagen, dass deine Krankheit immerhin den positiven Nebeneffekt hatte, dass ihr jetzt zwei Gitarristen in der Band habt. Das wäre ohne sie vermutlich nicht geschehen, oder?

Alfred:
Das stimmt. Zunächst sollte Uwe uns auch nur live verstärken, aber dann hat es einfach so gut geklappt, dass es ein logischer Schritt war, ihn fest in die Band zu holen. Uwe ist ein super Gitarrist und passt auch menschlich total gut zu uns. Auch wir als Gitarristen ergänzen uns perfekt, es gibt überhaupt keine Ego-Probleme.

Elke:
Bis auf dem Wechsel hinterm Mikro vor über zehn Jahren und dem aktuellen Neuzugang seid ihr immer noch in der gleichen Besetzung wie 1987 aktiv. Gibt es ein Geheimnis für diesen Zusammenhalt?

Alfred:
Ein richtiges Geheimnis steckt eigentlich nicht dahinter - es funktioniert einfach, wie in einer guten Ehe, wo alles eingespielt ist. Aber trotzdem wird es nie langweilig. Wir kennen die Stärken eines jedes Einzelnen und wissen daher, was er beitragen kann. Über die Jahre ist jeder in seine Rolle hineingewachsen, wir ergänzen uns gegenseitig, und jeder hat seinen Aufgabenbereich. Das ist glaube ich nicht so alltäglich, wenn man unsere Situation mit anderen Bands vergleicht, wo doch öfters mal ein wenig die Fetzen fliegen.

Elke:
Wie groß war eigentlich Uwes Beitrag zur neuen Platte?

Alfred:
Er hat logischerweise bei den Gitarrenparts mitgearbeitet, aber insgesamt zum Songwriting noch nicht sehr viel beigesteuert. Es ist nicht so, dass wir ihn irgendwie ausgebremst hätten. Es braucht einfach etwas Zeit, bis er sich 100%ig in seine Rolle hineingefunden hat, und in Zukunft wird bestimmt mehr von ihm kommen.

Elke:
Empfindet man nach zwanzig Jahren beim zehnten Album noch einen großen Druck beim Songwriting, oder muss man sich irgendwann nichts mehr beweisen?

Alfred:
Es ist schon immer noch eine Herausforderung. Gerade das letzte Album lief sehr gut und wir haben überall positive Kritiken bekommen, auch seitens der Fans. Da ist es schon noch eine riesen Herausforderung, einen würdigen Nachfolger zu schreiben. Bei mir persönlich ist es so, dass ich mich hinterher, wenn die besten Songs für das Album ausgewählt wurden, frage, ob ich das noch mal hinkriege, Stücke auf diesem Level zu schreiben. Man macht halt doch nach jedem neuen Werk einen gewissen Schnitt. Aber dann kommt es irgendwie doch wieder, man hat gute Ideen, die sich zu geilen Songs entwickeln, auf die man wieder stolz sein kann. Es ist jedes Mal wieder spannend.

Elke:
Ein Kreativitäts-Tief gab es demzufolge noch nie?

Alfred:
Eigentlich nicht. Gut, es lag auch ein recht langer Zeitraum zwischen "Thunderdome" und dem aktuellen Album, in dem sich viele Songs angesammelt haben, aus denen man dann die weniger starken aussortieren konnte, um nur die besten zu nehmen. Wenn wir innerhalb von drei Monaten ein Album schreiben müssten, wäre es schwieriger. Deshalb haben wir uns auch so lange Zeit gelassen, weil wir einen würdigen Nachfolger schreiben wollten, da "Thunderdome" relativ hoch gehandelt wurde.

Elke:
Habt ihr bewusst eingeplant, das Album in eurem "Jubiläumsjahr" zu veröffentlichen?

Alfred:
Nein, eigentlich nicht. Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre die Platte früher erschienen, denn es ist fast schon zu viel Zeit vergangen seit "Thunderdome". Doch Dennis war als Produzent sehr eingespannt, und David hat an seinem Solo-Album gearbeitet. Das wird zwar erst nach PINK CREAM 69 veröffentlicht, aber er hat es vorher schon fast fertig gestellt. Zwischendurch hat Kosta noch HELLOWEEN als Tourmanager begleitet. Dadurch hat sich das alles immer weiter hinausgezögert. Ich persönlich hätte die Fans nicht so lange warten lassen wollen.

Elke:
Zumal live bei euch in der Zwischenzeit auch nicht so viel passiert ist.

Alfred:
Wir haben schon einige Auftritte gehabt, nur bekommt das hier niemand mit, wenn wir z. B. irgendwo in England oder Griechenland spielen. Darunter waren auch größere Festivals wie das Sweden Rock oder das Masters Of Rock in der Tschechei.

Elke:
Du hast vorhin erwähnt, dass "Thunderdome" sehr gute Kritiken bekommen hat. Wie fallen die Reviews zu "In10Sity" bisher aus?

Alfred:
Eigentlich noch besser. Wir waren zwar sehr überzeugt von "In10Sity", aber natürlich hat man immer ein mulmiges Gefühl im Magen, wie es in erster Linie von den Fans, aber natürlich auch von der Presse aufgenommen wird. Im Schnitt fallen die Reviews aber sehr gut aus, und auch die Reaktionen von Fans und Bekannten - soweit ich das bisher mitbekommen habe - sind super. Das macht uns schon happy. Auch nach zwanzig Jahren ist es nicht so, dass man völlig cool über so etwas steht, sondern man ist nach wie vor sehr gespannt und hofft natürlich, dass das Album gut ankommt.

Elke:
Ihr seid nach nur einer CD bei SPV jetzt zu Frontiers gewechselt. Gab es dafür besondere Gründe?

Alfred:
Eigentlich nicht. Wir haben den Deal bei SPV auch nicht verloren - das Angebot von Frontiers war in unseren Augen einfach ein wenig besser. Erstens finanziell, was natürlich immer ein wichtiges Argument ist, und zweitens hatten wir bei Frontiers ein sehr gutes Gefühl. Die Leute dort sind wirkliche Fans dieser Musikrichtung und stehen voll dahinter. Bei SPV waren wir nur eine Band unter vielen, bei Frontiers hingegen stehen wir in der Prioritätenliste weiter oben.

Elke:
"In10Sity" ist meiner Meinung nach wieder eine typische, aber natürlich sehr gute PINK CREAM 69-Platte, die all eure Stärken bündelt. Habt ihr kein Lust mehr auf Experimente?

Alfred:
Nein, wir bleiben unserem Stil heute im Wesentlichen treu. Wir hatten damals mit "Food For Thought" und "Change" unsere experimentelle Phase, was zu der Zeit auch sehr wichtig für die Band war, als eine Art Selbstfindung. Aber mit "Electrified" sind wir dann zu unseren Stärken zurückgekehrt, und das ist auch das, was PINK CREAM 69 ausmacht - diese Art von "Melodic Metal", eine Kombination von relativ gitarrenlastigen und stellenweise richtig harten Elementen, aber immer gepaart mit melodiösem Gesang. Das sind typische Trademarks von uns, und es wäre wohl auch dumm, wenn wir uns zu weit davon weg bewegen würden. Wobei das nicht heißt, dass wir uns nur noch zum zehntausendsten Mal selbst kopieren wollen. Wir versuchen schon, stets ein wenig frischen Wind hineinzubringen. Auch auf "In10Sity" gibt es Sachen, die nicht ganz so typisch für uns sind. 'Crossfire' fällt beispielsweise etwas aus dem Rahmen, und auch 'Desert Land' ist ein wenig experimentell angehaucht.

Elke:
Das neue Album fällt - vermutlich bedingt durch Uwes Einstieg - insgesamt etwas gitarrenlastiger aus. Wollt ihr dieses Stilelement in Zukunft beibehalten?

Alfred:
Natürlich ist der Faktor "Uwe" mit dafür verantwortlich, dass die Platte insgesamt gitarrenlastiger geworden sind, aber eigentlich haben die Songs das so vorgegeben. Dieses Mal hatten wir sehr rifforientierte Ideen. Ob das in Zukunft so bleibt? Ich denke schon. Es kann aber genauso gut sein, dass das nächste Album noch härter wird, aber vielleicht wird es im Gegenteil auch wieder melodiöser, mit mehr Keyboards. Wir folgen keiner sturen Richtlinie. Man kann sich natürlich vornehmen, in eine gewisse Richtung Songs zu schreiben, aber die Ideen, die dann tatsächlich aus einem heraussprudeln, muss man letztendlich umsetzen. Mal sind sie gitarrenlastiger, mal weniger, mal melodiöser, mal härter.

Elke:
Worum geht es dieses Mal in den Texten?

Alfred:
Diese Frage beantworte ich in der Regel eher ungern. Einerseits weil ich die Texte nicht schreibe, das ist Sache von Dennis und David, weil sie sich als englische Muttersprachler viel besser ausdrücken können. Andererseits gibt es immer wieder Leute, die sich für die Texte gar nicht interessieren. Die Musik muss eine gute Hookline haben und fertig. Und diejenigen, die die Texte dann tatsächlich lesen, sollen sie selbst interpretieren. Ich halte es für eher schwierig, wenn der Texter sie auch noch erklärt, denn es soll immer Raum für Interpretationen bleiben. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Texte relativ düster geworden sind. In 'Children Of The Dawn' geht es um Kinder, die als Soldaten in einen Krieg hineingezogen werden. Niemand fragt sie, ob sie das wollen, sie werden einfach von der Erwachsenenwelt dazu gezwungen, um z. B. eine bestimmte Religion zu verteidigen. 'No Way Out' behandelt eine Situation, aus der man aus eigener Kraft nicht wieder herausfindet. 'Crossfire' - um noch ein Beispiel zu nennen - hat ebenfalls einen ernsten Hintergrund: Es geht um Muslime, die ihren Glauben leben, aber gleichzeitig die westliche Kultur annehmen wollen und dadurch von beiden Seiten - den fundamentalistischen Religionsführer einerseits und der westlichen Welt andererseits - unter Druck gesetzt werden.

Elke:
Ihr legt demzufolge schon Wert auf ein gewisses Niveau in den Texten und vermeidet belanglose Themen.

Alfred:
Das war eigentlich fast immer so. Am Anfang waren die Texte bestimmt etwas partytauglicher, aber über die Jahre hat es sich ergeben, dass sie ernsthafter wurden, ohne dabei zu politisch zu werden. Wobei wir auch heute noch mit Songs wie 'Wanna Hear You Rock' mehr oder weniger das volle Klischee bedienen.

Elke:
Dennis hat vor eineinhalb Jahren auf der zweiten KHYMERA-Scheibe bewiesen, dass er ein gar nicht mal so untalentierter Sänger ist. Habt ihr schon mal überlegt, ihn stärker in den Gesang einzubinden?

Alfred:
Dennis hat schon länger einen riesigen Anteil an den Chor-Geschichten. Der "PINK CREAM-Chor", das ist eigentlich Dennis, man faked da sozusagen diesen mehrstimmigen Sound. Und es gibt immer wieder Stellen, z. B. in 'Thunderdome' vom letzten Album, wo er ganze Textpassagen übernommen hat. Sollte es sich einmal anbieten, dass er einen kompletten Song einsingt, hat auch keiner ein Problem damit. Ich finde ihn auch als Sänger sehr stark, und er setzt einen guten Kontrast zu David.

Elke:
Du hast im letzten Interview mit meinem Kollegen Frank gesagt, dass ihr das Cover meistens auf den letzten Drücker gestalten würdet, weil es euch nicht so wichtig sei. Wann habt ihr dieses Mal das Cover in Angriff genommen, und wer kam auf die Idee mit der tätowierenden Lady?

Alfred:
Dieses Mal haben wir das ausnahmsweise nicht auf den letzten Drücker gemacht (lacht). In der Vergangenheit war es tatsächlich so, dass wir so beschäftigt waren mit dem Album und dem Mix, dass wir es immer auf die lange Bank geschoben haben. Bei "In10Sity" stand die Cover-Idee aber sogar ganz am Anfang, weil wir es ein wenig an unser erstes Cover anlehnen wollten. Ich denke, man sieht sehr deutlich, dass das Motiv hier weitergeführt wird.

Elke:
Fast jeder in der Band ist auch in Nebenprojekte bzw. andere Aktivitäten innerhalb der Musikbranche involviert. Braucht ihre diese Freiheiten, um dann wieder mit neuem Elan an einer PINK CREAM 69 Scheibe zu arbeiten?

Alfred:
Ich würde nicht sagen, dass wir das brauchen - jeder hat einfach die Freiheit dies zu tun. Aber so bald wir ein neues PINK CREAM-Album machen, ist jeder zu 100 Prozent mit voller Energie dabei, da spielen die anderen Projekte fast keine Rolle.

Elke:
Du selbst machst neben PINK CREAM 69 eher wenig, oder?

Alfred:
Doch, ich habe auch ein paar Sachen gemacht, es kommt nur oft nicht so raus. Ich habe zum Beispiel für PLACE VENDOM Songs geschrieben, auch für MISSA MERCURIA und das Solo-Album von DC COOPER. Außerdem macht ein Freund von mir Meditations-Musik, wo ich an den Keyboard-Arrangements und Programmings mitgearbeitet habe. Das ist natürlich eine ganz andere Baustelle, von der im Rock-Bereich niemand etwas mitbekommt, aber es war eine gute Abwechslung zu dem ganzen Hard-Rock-Zeugs und auch recht entspannend. Es ist also nicht so, dass ich untätig bin.

Elke:
Ihr seid in Kürze mit FREEDOM CALL auf Tour, doch bisher gibt es eher wenige bestätigte Daten. Kommt da noch mehr?

Alfred:
Ich denke schon. Vieles ist noch in Planung, und ich hoffe, es werden noch einige Termine hinzukommen.

Elke:
Habt ihr anlässlich eures Jubiläums ein paar besondere Überraschungen geplant - Songs, die schon lange nicht mehr live gespielt wurden, eine spezielle Bühnenshow etc.?

Alfred:
Wir haben gerade erst angefangen, eine Auswahl der neuen Songs live zu proben, und werden uns in dem Zusammenhang natürlich auch Gedanken über die Show machen. Ich denke schon, dass sie etwas Besonderes wird.

Elke:
Ihr wart insgesamt selten im außereuropäischen Ausland unterwegs. Seid ihr dort nicht besonders erfolgreich?

Alfred:
Wir haben schon gelegentlich in Japan gespielt und hatten auch ein paar ausländische Festival-Auftritte. Vor zwei Jahren waren wir beispielsweise in Atlanta auf dem ProgPower USA. Aber die Kosten sind einfach enorm hoch, und wenn man dann die Hütte nicht voll bekommt, ist es schnell ein Verlustgeschäft. Deshalb ist es ein ständiges Abwägen, was auch finanziell machbar ist.

Elke:
Seit Jahren ist immer mal wieder die Rede von einer DVD, die ihr vielleicht einmal machen werdet. Ist das inzwischen etwas konkreter geworden?

Alfred:
Es ist auf jeden Fall angedacht, dass wir bei den kommenden Festivals und auf der anstehenden Tour ein paar Kameras mitlaufen lassen, um genügend Material zusammen zu bekommen.

Elke:
Was werden die nächsten 20 Jahre für PINK CREAM 69 bringen? Habt ihr noch Wünsche oder Pläne, die ihr verwirklichen wollt?

Alfred:
Ich habe mir eigentlich abgewöhnt, langfristige Pläne zu machen, weil es eh immer anders kommt, als man denkt. Wir planen daher nur von Album zu Album und von Tour zu Tour. Das ist schon spannend genug.

Elke:
Man merkt jedenfalls, dass ihr immer noch mit Spaß dabei seid und tolle Songs schreiben könnt, also wird es euch hoffentlich noch eine ganze Weile geben.

Alfred:
Ich denke schon. Wenn der Spaß nicht dabei wäre, würden wir das auch gar nicht mehr machen, denn das ist immer noch unser Hauptantrieb - auch wenn es natürlich immer ein gutes Stück Arbeit ist, ein Album zu schreiben, aufzunehmen und dann auf Tour zu gehen. Wenn wir irgendwann an einen Punkt kommen würden, wo wir das nur noch wegen der Kohle machen, würde es keinen Sinn mehr machen, auch wenn wir natürlich keine Millionen verdienen, die man sich nicht entgehen lassen dürfte. Das kleine finanzielle Plus ist eher die Sahne auf dem Kuchen. Aber es ist hauptsächlich der Spaß, der uns antreibt, zu sehen, wie die Songs entstehen und sie dann den Fans zu präsentieren. Das ist immer noch eine große Sache für uns, und wir werden vermutlich weiter machen, so lange uns die Fans hören wollen.

Redakteur:
Elke Huber

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