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PRO-PAIN: Interview mit Gary Meskil

10.06.2015 | 22:49

Die unermüdliche Hardcore-Mannschaft von PRO-PAIN rollt auch 2015 mit einem neuen Album über die Hörerschaft. "Voice Of Rebellion" heißt das gute Stück, hat wieder ordentlich Zunder und jeder Menge Energie zu bieten. Wir sprachen mit dem stets bestens aufgelegten Front-Gary über die Entstehung, die kommenden Wochen und auch seinem ehemaligen Weggefährten Tom Klimchuck.

Hey Gary, erneut ist es mir eine große Freude, mit dir sprechen zu können. Vielen Dank dafür. Wie ist denn die Stimmung momentan bei dir und dem Rest der PRO-PAIN-Band?

Hi Marcel, mir geht es gut und ich mache mich momentan fertig für die CRUMBSUCKERS-Reunion an diesem Wochenende im Black'n'Blue-Bowl in New York City. Die Stimmung innerhalb der PRO-PAIN-Band ist auch ziemlich gut und wir blicken mit Freude auf die Veröffentlichung unseres neuen Albums im Juni via SPV und die Festival-Aktivitäten im Anschluss.

Bevor wir über die neue Scheibe reden, müsstest du mir ein kleines Update geben. Was geschah bei PRO-PAIN nach unserem letzten Gespräch im Dezember 2013?

Wir haben uns einige Wochen Ruhe gegönnt und uns danach direkt an das Songwriting für das neue Album "Voice Of Rebellion" gesetzt. Es dauerte ein klein wenig, bis wir die gewünschte Richtung für das neue Material gefunden hatten, aber nachdem das abgeklärt war, gab es kein Halten mehr und das Material floss in Strömen. Darum können wir den Fans auch 14 neue Stücke und sogar 17 auf der Digipack-Version präsentieren.

2011 stieg Gründungsmitglied Tom Klimchuck aus. Hast du noch Kontakt zu ihm? Wie geht es Tom?

Ja, von Zeit zu Zeit habe ich immer mal wieder Kontakt mit Tom. Ihm gehört ja auch zum Teil das Aufnahmestudio in Osprey, Florida, und der Kampf mit seiner Crohn-Krankheit ist auch unter Kontrolle. Dennoch ist es leider eine chronische und progressive Störung. Normalerweise wünschen wir uns nichts, aber für unseren Bruder und seine Familie wünschen wir alles Gute!

Dem schließe ich mich an. Euer letztes Album "The Final Revolution" war ein kleines Meisterstück für mich und hat immer noch einen festen Platz in meiner Playliste. V.O. Pulver produzierte es in seinem "Little Creek"-Studio, oder? So, Gary, neues Album – gleiche Prozedur? Was kannst du uns über die Produktion des neuen Hammers sagen?

Vielen Dank für deine Worte! In der Tat, "The Final Revolution" wurde von dem einzig wahren V.O. Pulver produziert. Dort haben wir unsere letzten drei Album gemacht, hatten jedoch das Gefühl, dass man eventuell wieder etwas anders machen könnte. Also hab ich mich nach Jahren mal wieder selbst um die Produktion gekümmert. Entwickelt und mit-produziert wurde "Voice Of Rebellion" von Corey Williams im Sound Lounge in Venice, Florida. Corey ist mit 21 zwar noch recht jung, aber verdammt talentiert. Zusammen produzierten wir auch "Resurrect The Tradition" von SALVATION im vergangenen Jahr, so ergab sich eine gewisse Chemie zwischen uns, mit der wir dann die Produktion der neuen PRO-PAIN-Scheibe angehen konnten. Wir waren ziemlich gespannt auf das Resultat und hoffen, dass es den Fans genauso gefällt wie uns!

Davon gehe ich doch aus. Steckt den eine Art Konzept hinter dem Titel oder der gesamten Scheibe?

Der Ausruf "Voice Of Rebellion" steht sprichwörtlich für die gesamte Karriere von PRO-PAIN. Seit der Gründung der Band 1991 zeigten wir stets mit unseren Fingern auf die Geschehnisse. Unsere Musik, unsere Texte waren schon immer eine Art Punktzahl von vernichtenden, gesellschaftspolitischen Kommentaren. "Voice Of Rebellion" ist kein Konzeptalbum in dem Sinne, die Geschichten und Stories variieren. In den Songs geht es um Freiheit, Glaube, Liebe, Hass, Trauer, Verrat, Leidenschaft und das Streben nach Glück in einer Welt, die von Minute zu Minute kälter wird.

Auch da muss ich dir zustimmen. Während "The Final Revolution" stark vom Thrash Metal beeinflusst war, geht "Voice Of Rebellion" wieder deutlicher in den Hardcore-Bereich. Würdest du das so unterschreiben? Worin liegen deiner Meinung nach die Unterschiede beider Scheiben?

PRO-PAIN war schon immer eine Crossover-Band, bis zu einem gewissen Grad variiert die Mixtur aus Hardcore und Metal immer ein wenig. Wir benutzen unsere Einflüsse sorgsam, geschmackvoll und sparsam, um unseren eigenen Sound verwenden zu können, der sich jedoch kontinuierlich weiterentwickeln kann. Der PRO-PAIN-Sound! "Voice Of Rebellion" ist ein wenig heavier als der Vorgänger, die Hauptunterschiede liegen jedoch in der Vielzahl der Songs, die aufgrund mehrerer Songwriter angeboten werden können, sowie in der Produktion der Aufnahmen.

Meine Güte, 15 (!!!) Studioalben und mit dem eröffnenden Titeltrack, 'Righteous Annihilation' mit seinem Mörder-Rhythmus, sowie 'Souls Of Fire' und 'Bella Morte' liegen meine Favoriten klar auf der Hand. Welche Stücke präsentieren denn PRO-PAIN anno 2015 am ehesten?

Eigentlich hast du schon alle Songs genannt, die "Voice Of Rebellion" gut repräsentieren, da alle das gesamte Klangspektrum, den lyrischen Inhalt und die Gedanken der Songwriter am deutlichsten ausnutzen.

Vor zwei Jahren gab es einen Videoclip zu 'Deathwish'. Ist für das neue Album auch ein Clip geplant?

Vielleicht. Wir würden schon gern ein weiteres Video machen, sodass wir momentan einige Ideen bezüglich Konzept, Location und potentiellen Regisseuren in den Raum schmeißen. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie sich die Dinge entwickeln werden.

PRO-PAIN ist doch sicherlich im Sommer auf irgendwelchen Festivals zu sehen, oder?

Natürlich, hier sind die Dates:

03.07. D - Roitzschjora - With Full Force Festival

04.07. B - Antwerpen - Antwerpen Metal Meeting

08.07. D - Pfarrkirchen - Bogaloo

11.07. F - Longwy - Rock N´Roll Train Festival

12.07. NL - Leiden - Werfpop

15.07  ESP - Viveiro - Resurrection Fest

09.08. GB - Derbyshire - Bloodstock Festival

20.08. D - Alsfeld - E&L Rocknacht

03.09. CZ - Cheska Lipa - Kulturni dum Crytsal

04.09. D - Fraureuth - O.A.

Mehr werden definitiv noch folgen.

Ende 2014 sah ich euch in Lünen. Obwohl ich die Show richtig klasse fand, habe ich mich gewundert, warum ihr lediglich 'Deathwish' vom damals aktuellen Album gespielt habt. Worin lagen die Gründe?

Im Zuge der Veröffentlichungen haben es 'Deathwish', 'Southbound' und 'Want Some?' in die Live-Setliste geschafft. Als die Tour dann 2014 langsam zu Ende ging, haben wir wieder ein paar von denen aussortiert und ältere PRO-PAIN-Klassiker integriert. Die Setliste wurde immer schwieriger, da wir immer mehr Songs und Alben haben, die wir auswählen müssen und von denen natürlich jeder seine eigenen Favoriten hat.

Dann wäre auch diese Frage geklärt, Gary, vielen Dank für das Interview und alles erdenklich Gute mit der neuen Abrissbirne. Die letzten Worte gebühren natürlich dir, was möchtest du unseren Lesern und euren Fans noch mit auf den Weg geben?

Dir auch vielen Dank. Den Fans möchte ich für den unermüdlichen Support danken und bitte checkt unser neues Album "Voice Of Rebellion" ab Juni an. Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht sein. Wir sehen uns auf Tour!

\m/ Gary Meskil \m/

Redakteur:
Marcel Rapp

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