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Pre-Listening: STORMWARRIOR - "Thunder & Steele"

09.12.2013 | 08:18

Zugegeben, die ersten drei Alben unserer Hanseatenkrieger haben konsequent gepfeffert und auch "Heathen Warrior" hatte seine Höhepunkte. Doch seit ihrer Tour mit POWERWOLF wurde es in den letzten anderthalb Jahren etwas still um STORMWARRIOR.

Vor einigen Wochen hatte die Fangemeinde schließlich wieder Grund zur Freude: "Thunder & Steele" soll im Januar 2014 die Schwerter klirren und das Kriegerherz höher hüpfen lassen. Doch da sich die Tage wie Gummi ziehen können, hatten wir vorab bereits die einmalige Gelegenheit, in das neue Speed-Metal-Bollwerk der Jungs um Lars Ramcke und Yenz Leonhardt zu lauschen und jeden Song einzeln zu begutachten. Wird die "Heathen Warrior"-Linie fortgesetzt? Wie wird sich Jörg Uken, der neue Mann hinter der Schießbude, ins Bandgefüge einfinden und behaupten? Finden die Sturmkrieger wieder zur alten, barbarischen Mentalität? Was hat der Duracell-Hase mit "Thunder & Steele" zu tun? Die Antworten findet ihr hier:

 

1. Thunder & Steele

Gab es auf den vergangenen vier Referenzwerken noch höchst atmosphärische Intros, die das Speed-Metal-Szenario jeweils einleiteten, prescht das Titelstück ohne große Umschweife gleich munter und flott drauf los. Musikalisch pendelt sich 'Thunder & Steele' zwischen "Heading Northe" und "Heathen Warrior" ein, es geht also wieder schneller zur Werke, ohne dass die Melodien oder der Refrain darunter leiden müssen. Ein überraschender, wenngleich auch guter Beginn der Hanseaten.

2. Metal Avenger

Ein wieder schnelleres Stück, welches zwar erst nach dem zweiten, dritten Hören zündet, dafür aber starke Strophen, einen noch stärkeren Refrain und ein tolles Klampfensolo mitbringt. 'Metal Avenger' darf zukünftig hoffentlich live mitgegrölt werden. Überdies sitzt mit Jörg Uken jemand hinter der Schießbude, der in die großen Fußstapfen eines Falko Reshöfts tritt und das mehr als ordentliche Tempo des Stahlrächers halten kann.

3. Sacred Blade

Schwerter klirren, der Krieger wird erweckt. "Ancient steel, ancient fire, feel the sacred blade", da lacht das STORMWARRIOR-Herz. Bei diesem schwer rockenden, im Mittelteil auch leicht epischen Felsen widmen Alex und Lars den Flitzesoli wieder mehr Aufmerksamkeit, um sich danach wieder dem Ohrwurmrefrain hingeben zu können.

4. Ironborn

Im halsbrecherischen Tempo geht es weiter, es ist offiziell: Die Sturmkrieger besinnen sich wieder vollends auf ihre alten Stärken: Der Härte, der Schnelligkeit, dem Barbarischen. Davon macht auch 'Ironborn' keine Ausnahme, ein Song, bei dem man einfach die Fäuste in den Himmel strecken, auf der Luftgitarre mitspielen und den starken Refrain mitgrölen muss. Abermals lässt die Klampfenbrigade die Sau raus und ist auf Höchsttemperatur. Das Kriegerherz tanzt Tango.

5. Steelcrusader

Eingängiges Riffing, ein Refrain zum Niederknien, der innere Krieger wird zum fünften Mal binnen kürzester Zeit erweckt und duelliert sich mit dem stählenden Kreuzritter auf der Luftgitarre. 'Steelcrusader' brennt darauf, auf der Stücke zum Leben zu erwachen. Was soll ich sagen? Ich erhebe mein Trinkhorn auf euch, alles richtig gemacht.

6. Fyres In The Nighte

Ein Song, der wohl am ehesten auf "Heathen Warrior" gepasst hätte. Dank des zwar kraftvollen, aber hochmelodischen und durch die stellenweise aufkommenden Chöre auch epischen Gemüts kann man im nächtlichen Feuer ein wenig durchschnaufen, ehe es zur zweiten Plattenhälfte geht.

7. Die By The Hammer

"Die by the hammer, die by the gods", anmutig, spielwitzig und mit einem abermals tollen Spagat zwischen Melodie und Härte schwingt Thor seinen mächtigen Hammer. Auch wenn man sich bei dem Titel mehr Aggressivität ausgemalt hätte, zeigt speziell Lars, dass er auch im gesanglichen Bereich zugelegt hat und hämmert zum wiederholten Male einen malträtierenden Ohrwurmrefrain in die hungrige Meute.

8. Child Of Fyre

Das Tempo wird wieder etwas gedrosselt, es geht äußerst schwermetallisch zu Werke. 'Child Of Fyre' lädt zum Headbangen ein, bei einem Refrain a la "proud we will stand, together we will fight, children of fire unite" wird gegrölt und die Faust gereckt.

9. One Will Survive

Aua, Nacken. Aber einer muss überleben und bei diesem schier endlos geilen Refrain springe ich als Duracell-Hase im Dreieck. Dieses höchst anmutige, wieder etwas schnellere, zielstrebige Gemüt treibt einem die Kampfestränen in die Augen und entwickelt sich gleich beim jungfräulichen Durchgang zum absoluten Dosenöffner. Hier setzt STORMWARRIOR seinem bisherigen "Thunder & Steele"-Unterfangen die Krone auf.

10. Servants Of Metal

Wehmütig und beinah schon traurig blickt man auf die Trackliste. Ja richtig, wer bisher aus dem Staunen nicht herausgekommen ist, muss sich langsam damit abfinden, dass mit 'Servants Of Metal' dieses immens starke Kriegerdenkmal langsam zum Ende kommt. Doch hier hauen Ramcke, Guth, Leonhardt und Uken noch einmal auf die Kac…ehm Pauke und lassen alle Trademarks in einem einzigen Songs aufblitzen. Der Refrain wird auch nach Tagen noch aus der Ohrmuschel winken, Melodie und Härte sind am richtigen Fleck, Lars und Alex liefern sich ein tolles, letztes Gitarrengefecht und in den ersten 15 Sekunden kommen auch die Intro-Fetischisten auf ihre Kosten. Ein mehr als würdiger Abschluss eines Albums, das die immens hohen Erwartungen bis auf kleinste Detail erfüllt hat.

 

Fazit:

Jetzt erst recht! Nachdem "Heathen Warrior" nach "Heading Northe" neue Wege eingeschlagen hat, besinnen sich die Hamburger Schnellmetaller heuer wieder auf ihre alten Stärken. "Thunder & Steele" ist ein absolutes Freudenfest für alle, die es zwar schnell, aber auch melodisch, mit viel Herzblut, barbarischem Charme und Hingabe wollen. Das grandiose Tempo wird bis auf wenige Ausnahmen durch die Bank weg durchgezogen, die Refrains sind abermals eine absolute Wonne. Die sturmkriegerische Magie wird nicht mit Maggi verwechselt, sondern portioniert auf den Punkt gebracht. Obgleich es in den vergangenen anderthalb Jahren etwas stiller um die Sturmkrieger aus dem Norden wurde, war dies wohl die berüchtige "Ruhe vor dem Sturm". STORMWARRIOR präsentiert sich als geschlossene, eingespielte Truppe, die zu jeder Zeit dieses mächtigen Elfers weiß, wohin der Hase läuft. Geiles Artwork, grandiose Songs und eine in sich stimmige Vierermannschaft lassen die Felsen der Erleichterung und puren Kriegerfreude reihenweise vom Herzen fallen.

Redakteur:
Marcel Rapp

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