SLAVES TO FASHION: Interview mit Torfinn Sirnes

13.02.2011 | 14:37

SLAVES TO FASHION haben im Januar-Soundcheck für Furore gesorgt und sind auf einem starken dritten Platz eingelaufen. Wir sprachen mit Gitarrist Torfinn Sirnes.

Die Kunde von den guten Reaktionen innerhalb der POWERMETAL.de-Redaktion ist natürlich schon bis zu Torfinn und seiner Band durchgedrungen. "Ja, das war eine tolle Neuigkeit und ein toller Start für uns.", freut sich Torfinn, um dann kurz für euch die bisherige Geschichte der Band zu umreißen: "Die erste Version der Band wurde bereits vor zehn Jahren gegründet, als unser Sänger Johannes und ich ein Demo eingespielt haben, das "Counterparts" hieß. Wir haben dann unter dem Namen PEDESTRIANS OF BLUE begonnen, ein Konzeptalbum zu schreiben. Ein erstes Demo mit dem Namen "Circles Of Butterflies" und eine in Eigenregie veröffentlichte EP namens "The Second Monologue" folgten in 2005. Der Name wurde zu diesem Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen bereits auf P:O:B gekürzt und das mittlerweile fertiggestellte Konzeptalbum "Crossing Over" wurde dann 2007 in Norwegen auf unserem eigenen Label veröffentlicht. Bis dahin waren wir bloss ein Studioprojekt, aber die Idee auch live aufzutreten, hat uns mit Vidar Ingvaldsen (Schlagzeug) und John Lind (Bass) vervollständigt. Wir haben dann einige coole Gigs gespielt und angefangen an dem neuen Album zu arbeiten. In 2009 haben wir schließlich den Namen nach einigen Diskussionen noch einmal in SLAVES TO FASHION geändert und eine EP veröffentlicht. Während wir das neue Album aufgenommen haben, hat sich unser Freund Frank Jäger (unser geschätzter Kollege bei POWERMETAL.de - PK) entschlossen, ein eigenes Label zu gründen und unser Album zu veröffentlichen. Und hier sind wir nun mit unserem neuen Album "Artistic Differences", das auf einem jungen, ehrlichen deutschen Underground-Label veröffentlicht wurde, bereit ein paar Shows in Deutschland im März zu rocken."


Der Albumtitel "Artistic Differences" spielt auch auf die bandinterne Situation an: "Ja, der Titel soll den unterschiedlichen musikalischen Background, den jedes Bandmitglied hat, reflektiert. Wir hören innerhalb der Band Pop, Black Metal, Progressive Rock und Modern Rock und dennoch gibt es innerhalb der Band keinerlei Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung von SLAVES TO FASHION, da jeder in der Band die Musik, die wir machen, liebt. Von daher ist der Titel natürlich auch ein Stück weit ironisch zu sehen, denn ich glaube wirklich, dass wir ein Album mit einem durchgängig originellen Sound abgeliefert haben.", zeigt sich Torfinn selbstbewusst. Meine Schwierigkeiten, "Artistic Differences" stilistisch einzuordnen, sieht der sympathische Gitarrist sehr positiv: "Ich nehme das mal als Kompliment hin. Unser Hauptaugenmerk, wenn wir einen Song schreiben, ist eine gute Melodie (das ist die Pop-Referenz) und ein starkes Gitarrenriff (das ist die Metal-Referenz). Damit als Basis suchen wir immer nach Wegen, die Arrangements und den Song interessant zu halten, indem wir ein paar progressive Schlenker oder Überasschungen einbauen. Das wäre dann die Prog-Referenz. Und zu guter letzt ist die Produktion für uns sehr wichtig, da drei von uns auch als Produzenten arbeiten und wir alle toll klingende Alben lieben. Das ist dann schlußendlich unsere Modern-Rock-Referenz."


Die von den Kollegen Pia und Martin van der Laan geäußerten Vergleiche mit Phil Collins & GENESIS, sind der Band hingegen nicht neu, wie Torfinn zugibt: "Ja, das haben wir tatsächlich schon häufiger gehört und Phil Collins ist tatsächlich ein großer Einfluss für unseren Sänger Johannes, genau wie GENESIS ein großer Einfluss für uns als Band sind. Allerdings ist da der Einfluss von den Sachen mit Peter Gabriel größer als von den Alben mit Phil hinterm Mikro. Von daher ist natürlich auch das Solowerk von Peter Gabriel ein großer Einfluss für die Band." Wäre das auch geklärt.

Dass die Songs stellenweise ineinander übergehen, deutet zwar auf ein Konzeptalbum hin, dies ist aber nicht so. "Wir haben unser Konzeptalbum mit "Crossing Over" gehabt, das wollte ich nicht noch einmal haben. Aber einige Songs haben schon ähnliche textliche und musikalische Themen und das wollten wir das für den Hörer transparent machen, indem die Songs ineinander übergehen.", erklärt Torfinn und fügt auch gleich hinzu, welche Themen die Texte behandeln: "Ich würde sagen, dass es vier Arten von Texten gibt. Ich schreibe die Texte, in dem ich mich mit mir und meiner Umwelt beschäftige. Von daher gibt es sehr persönliche Texte wie 'Love You Back', wo es darum geht Liebe nicht erwidern zu können, oder 'Out Of Here', wo es darum geht, jemanden zu lieben, den man nicht haben kann. Dann gibt es Texte, die sich mit sozialpolitischen Themen auseinandersetzen wie 'Mrs. Hero', wo es darum geht, dass es kaum noch Leute gibt, die wirklich die Welt verändern wollen oder 'Empty Chairs', das von Einsamkeit in der modernen Gesellschaft handelt. Manche Texte haben auch gar keine spezielle Bedeutung für mich, wie 'Made To Meet The Eyes' oder 'Left Out In The Cold', aber natürlich können sie für unsere Hörer eine Bedeutung entwickeln. Und dann haben wir da noch 'Libido Ride'. Der Song ist etwas anders und man sollte ihn nicht zu ernst nehmen. Darin geht es um das Gefühl auf dem Gipfel der Welt zu stehen und unaufhaltbar zu sein."


Hoffen wir, dass auch SLAVES TO FASHION unaufhaltbar ihren Weg gehen werden. Verdient hätte es die talentierte Truppe. Erwerben könnt ihr das toll produzierte Album bei Hands Of Blue.

Redakteur:
Peter Kubaschk

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