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UNISONIC: Interview mit Michael Kiske und Dennis Ward

26.07.2014 | 10:00

Wir schreiben den 2. Juni 2014. Die Sonne scheint, der Sommer rückt näher und auch in der Nähe der Kölner Innenstadt ist die Laune prächtig. Mit "For The Kingdom" haben die Herrschaften von UNISONIC vor kurzem einen tollen Appetizer zu ihrem kommenden Album "Light Of Dawn" veröffentlicht und halten sich nun den sonnigen Juni für einige Promo-Termine bereit. Dies ließen wir uns nicht zweimal sagen und sprachen mit ihnen nicht nur über das kommende Album und die darauf folgende Tour, sondern auch über sehr persönliche Dinge und sie vermittelten mir den einen oder anderen wichtigen Denkanstoß auch über die Musikindustrie per se. Doch lest einfach selbst. Ladies and gentlemen, Dennis Ward und Michael Kiske.

 

Ihr beide, wir sitzen hier in Köln, die Sonne lacht und mir gehts gut. Euch auch?

Michi: Perfekt, also mir gehts richtig gut.

Dennis: Gut, aber etwas ausgepowert. Du hast ja auch keine Kinder, haha.

Michi: Ne, das stimmt. Aber ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich gerne welche hätte. Alle beschweren sich immer, dass sie Familie haben, haha. Aber eigentlich ist das doch toll. Ich finde, dass Kinder Im Alter von 3-4 noch sehr viel Aufmerksamkeit brauchen, danach wollen sie auch mal in Ruhe spielen und dann wird es etwas leichter für die Eltern.

 

Ihr seid momentan auf der Durchreise oder?

Michi: Richtig, heute stehen einige Promo-Termine an und morgen geht es nach Karlsruhe zum Videodreh, auf den ich mich ja schon so wahnsinnig freue.(ironischer Unterton – MR)

 

Zu welchem Song dreht ihr den Clip?

Dennis: Das wird 'Exceptional'.

Michi: Das wird eine Art Studio-Session, nehmen den Clip also im Studio auf. Wir werden dabei auch grillen und zeigen, wie es bei uns in Wahrheit so abläuft. Es wird also kein Angebervideo, hehe.

 

Ich hatte im Vorfeld die Gelegenheit, in euren Appetizer "For The Kingdom" zu hören. Mit dem Titelstück und 'You've Came Undone' gab es bekanntlich brandneue Songs zu hören. Warum hat es Zweitgenannter nicht auf das Album geschafft?

Michi: Ich hätte den Song auch gerne auf dem Album gehabt.

Dennis: Wir wollten für diese EP eine exklusive Nummer haben.

Michi: Das ist schon ein sehr starker Song, der der Platte sicherlich nicht schlecht getan hätte. Aber die ist auch so geil, wir haben wirklich gutes Material am Start. Letztendlich muss es sich ja auch ein wenig lohnen, wenn du dir solch eine EP holst. Ich meine, vier Live-Songs sind schon nicht schlecht, obwohl ich auch gerne noch 'We Rise' draufgepackt hätte.

Dennis: Ich weiß, aber das war ein Long-Track, der wäre zu lang gewesen, haha.

 

Kommen wir einmal zu eurem neuen Album. Neben üblichen Rockern und einigen Melodic-Metal-Nummern hat sich auch eine ziemlich schöne Ballade auf das Album geschlichen...

Michi: Ja, die Ballade heißt 'Blood' und ist mir ziemlich wichtig. Sie behandelt ein sehr wichtiges Thema unserer Zeit. Wenn man in die Vergangenheit guckt, viele Jahrhunderte zurück, sieht man viele Blutbanden. Beispielsweise haben sich die einzelnen Stämme der Germanen als ein Ich identifiziert. Dementsprechend gab es auch die Blutrache, dass sich also der gesamte Clan verletzt gefühlt hat, falls einer aus dem eigenen Kreis verletzt wurde. Und diese Bande hat auch die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern getragen. Und im Laufe der Zeit lösen sich diese Banden, diese Vereinigungen immer mehr. Das entwickelt sich immer mehr zur geistigen Bande, dass also Menschen, die nicht blutsverwandt sind, im Geiste doch verbunden sein können. Und wir leben im Moment in solch einer Übergangsphase. Wenn man es also versäumt, keine spirituelle Liebe mehr zu erfahren, droht einem, überhaupt keine Liebe zu bekommen. Heutzutage hat man ganz schreckliche Erfahrungen, dass man sich beispielsweise innerhalb einer Familie nicht mehr liebt und sich diese Menschen nicht mehr geborgen fühlen, da auch keine spirituelle Geborgenheit mehr erfahren werden kann. Und davon handelt dieser Song. Ich habe ihn geschrieben, als ich mich mit meinem Bruder gefetzt habe. Das ist zwar nicht das Thema dieses Liedes, aber dies hat mir gezeigt, dass in ihm das Blut gewirkt hat. Und in diesem Streit wirkte dann mein Vater in ihm und das war nichts Gutes. Nachher war zwar alles wieder super, aber dennoch war es ein ziemlich heftiger Crash. Mein Bruder und ich sind echte Brüder, also auch auf geistiger Ebene. Es ist also ein sehr zeitgemäßes Thema. Die Blutsliebe kann zwar eine Basis sein, aber du wirst es eventuell auch gemerkt haben, dass man im Erwachsenenalter immernoch ein sehr starkes Verhältnis zur Mutter oder zum Vater hat, in dem die Mutter als beste Freundin fungiert. Diese Blutsbande, in der also die Mutter die Tochter oder den Sohn aufzieht, ist also schon längst vorbei und dennoch fühlt man sich immer noch fest verbunden. Aus dieser Blutsbande ist also eine geistige geworden, die dann auch Ewigkeitswert hat.

 

Und wenn man dieses enge Verhältnis nicht hat...

Michi: ...dann hat man ständig dieses Gefühl der Unsicherheit. Das kannst du im Erwachsenenalter auch nur ganz schwer reparieren. Im Grunde müssen Eltern für ihre Kinder Supermänner sein, die alles können, zu denen man als Kind hinaufblicken kann. Man muss seinen Kindern Sicherheit vermitteln, frei nach dem Motto: "Wir sind Mama und Papa und egal, was ist, du kannst immer zu uns kommen, wir wissen schon, was richtig ist." Und das gibt ein Fundament des Vertrauens. Du kannst dann mit schlechten Erfahrungen viel besser umgehen, als wenn du dieses Fundament nicht hast. In meinem Elternhaus, speziell von meinem Vater aus, gab es nicht viel Liebe. Mein Vater war schwerer Alkoholiker und du kannst dir dann sicherlich vorstellen, wie das war. Er war meiner Mutter gegenüber auch hin und wieder gewalttätig und das war alles andere als schön. Darum habe ich auch sehr schnell das Väterliche an anderen Stellen gesucht, um das zu kompensieren: In Philosophen, in Denkern, im Geistigen also. Das funktioniert dann auch. Wenn man das dann nicht kann, sind die profilen Neurosen vorprogrammiert.

 

Du hast noch keine Kinder?

Michi: Nee, leider nicht. Ich habe bisher noch nicht das passende Gegenstück gefunden. Ich habe zwar ca. 20 Jahre mit einer Frau zusammengelebt, aber das hat sich dann zu einer Art schwesterlichen Beziehung entwickelt. Ich bin also noch auf dem Markt verfügbar, hehe.

 

Und deine Tochter, Dennis, sieht dich als eine Art Superheld an?

Dennis: Nun, meine älteste Tochter wird nun 21. Da muss dann das freundschaftliche Verhältnis fest bestehen. Meine andere Tochter ist nun zehn, lebt zwar bei ihrer Mutter, aber da ist das Verhältnis richtig gut, und mein Jüngster ist fünf, da passt auch alles.

Sehr schön. Nun, wir haben eben den Song 'Blood' angesprochen, eine wirklich starke Power-Ballade. Was beim neuen Album auffällt, dass der Hardrock der ersten Scheibe ein wenig zurückgegangen ist und wieder Platz für Melodic Metal machte. Songs wie 'Your Time Has Come', 'For The Kingdom' und mein Liebling 'Throne Of The Dawn' sprechen eine eindeutige Sprache, oder?

Michi: Ja, 'Throne Of The Dawn' ist auch wirklich sehr geil geworden. Und witzigerweise waren wir beide überrascht, wie gut er am Ende geworden ist.

Dennis: Ja, das war auch solch ein Wackelkandidat.

Michi: Das war erst klar, als die Vocals hinzukamen. Wenn ein Song fertig ist, singt mir Dennis die Guiding-Vocals, damit ich weiß, wie er sich das gedacht hat, und er singt ja vollkommen anders als ich. Häufig ist es dann so, dass der Song so klingt, wie wir es uns am Anfang auch vorgestellt haben, manchmal jedoch völlig verschieden und am Ende auch geiler, hehe. Das war bei der neuen Ballade 'You & I' so, die Dennis eigentlich schon als Bonustrack angedacht hat, und als ich das gesungen habe, waren die anderen auf Anhieb begeistert. Ich wusste nicht recht, ob die Vocals so gut ankommen würden, da sie ziemlich gerade, recht Halford-mäßig und schnörkellos gesungen habe. Und 'Throne Of The Dawn' war auch solch ein Kandidat, der am Ende noch einmal ordentlich nach vorne gegangen ist.

 

Auf jeden Fall. Nun hat es 'Judgement Day' als Bonustrack geschafft. Warum?

Michi: Stark ist der Song zwar, passt aber nicht so gut zum Rest. Der hat einen BON JOVI-ähnlichen Chorus und das mochte ich nicht so besonders. Die Strophen find ich hingegen ziemlich geil, aber irgendwie mischt der sich nicht so gut unter die restlichen Songs.

Dennis: Das hat also nichts mit der Qualität zu tun, im Gegenteil. Er passt einfach nicht so gut zum restlichen Material.

 

Den Einfluss vom Debüt kann man trotzdem an manchen Stellen heraushören, soll heißen, dass ihr auch ein paar klassische Hardrock-Nummern am Start habt, wie beispielsweise 'Not Gonna Take Anymore' oder 'Night Of The Long Knives', die auch gut auf "Unisonic" gepasst hätten. Ein paar Stücke sind aus dieser Zeit aber nicht übrig geblieben oder?

Michi: Nein, nein, außer 'Come Undone', aber der hat es ja nicht auf das neue Album geschafft.

Dennis: Die Ideen waren zwar da, aber die haben wir nie vollendet. Auf der Platte findet sich also ausschließlich neues Material.

Michi: Das finde ich auch sehr geil, da alles noch sehr frisch ist. Dennis wollte auch einige Sachen auf dem neuen Album sehen, bei denen ich noch ein bisschen mehr glänzen kann, wie beispielsweise bei epischen Melodien, und in diese Songs hat er sich songwritingmäßig hineingekniet und sie ganz bewusst mit meiner Stimme im Hinterkopf geschrieben. Ich fand ihn als Songwriter ja schon immer geil und das ist jetzt auch keine blöde Schleimerei, aber von dieser Platte bin ich hundertprozentig überzeugt. Seit dieser weiß ich einfach, dass er überall seinen Kopf hineinstecken und das alles auf hohem Niveau umsetzen kann. Das ist doch sehr beeindruckend.

Gab es denn im Vorfeld irgendwelche Veränderungen hinsichtlich der Produktion des Debüts?

Dennis: Nur, dass alles etwas entspannter, aber auch disziplinierter ablief. Wir wissen einfach, was wir haben wollen. Wir hatten ein genaueres Ziel als vorher. Zum Debüt haben wir alles mal versucht und geguckt, was am besten funktioniert hat. Und bei der neuen Scheibe wussten wir genau, wie sie zu klingen hat.

Michi: Da war auch noch nicht so viel Identität da, wir kannten uns noch nicht richtig. Klar, Kai kannte ich, aber der kam ja eh erst später dazu. Dennis und ich kannten uns über die Distanz und PLACE VENDROME auch, aber das ist dann auch wieder etwas anderes, wenn man wirklich die Köpfe zusammensteckt.

 

Habt ihr euch denn selbst beim Debüt einem gewissen Druck ausgesetzt?

Michi: Unter Druck stehst du immer. Das ist auch okay, denn als Musiker willst du immer besser werden. Jeder Musiker will das Beste geben und zeigen, was er kann. Das ist normal und auch guter Druck, der wichtig ist, um keine Scheiß-Platten zu machen. Man macht Musik ja auch nicht primär für irgendwelche Märkte, denn zu aller erst musst du dich selbst überzeugen, das ist das Wichtigste. Wenn du dann selbst mit dem Song zufrieden bist, bist du schon verdammt glücklich. Wenn dann auch deine Musikerkollegen den Song geil finden, bist du noch glücklicher und wenn am Ende auch noch die Fans den Song mögen, bist du erst recht glücklich. Aber als erstes musst du immer deine eigenen Maßstäbe erfüllen und das Gefühl erhalten, dass man einen guten Song geschrieben hat.

 

Und dieses Gefühl hattest du in der Vorbereitung, Dennis?

Dennis: Im Vorfeld zur neuen Platte hab ich auch weniger meinen Kopf als mehr meinen Bauch entscheiden lassen. Zu viele Gedanke sind Zeitverschwendung, wenn du überlegst, dass du noch dies oder jenes brauchst. Ich hab die Songs zur neuen Platte also mehr aus dem Bauch heraus geschrieben, sie dann den anderen gegeben und wartete auf Meinungen.

Michi: Ich bin da schon ein bisschen empfindlicher. Wenn ich einen Song, wie beispielsweise 'Blood', richtig geil finde, verletzt es mich richtig, wenn ihn irgendjemand schlecht findet. Darum lese ich mir auch keinerlei Kritiken durch, da ich sie zu persönlich nehme, als wenn jemand mein eigenes Kind anmachen würde. Ich kann damit nicht gut umgehen und werde sauer. Das ist zwar nicht mehr so schlimm wie vor ein paar Jahren, wo ich mir sogar einige Gefechte nur wegen schlechter Kritiken geleistet habe. Das mache ich jetzt nicht mehr und bin doch deutlich relaxter. Aber es verletzt mich, wenn ein Song, den ich geil finde, irgendwo kritisiert wird. Und da beneide ich Dennis: Er macht sich überhaupt keinen Stress, sondern schreibt einfach einen Song und wenn die Leute ihn scheiße finden, kommt er einfach weg.

 

Also du liest dann auch die ganzen Rezensionen, die in den Fachmedien kursieren?

Dennis: Immer. Es interessiert mich schon, welche Meinungen die Menschen haben. Klar, spiegeln sie nicht unbedingt meine Meinung wieder, aber das ist auch gut so. Wenn ich jetzt unter irgendeinem YouTube-Video viele Kommentare lese, dass der Song zu hoch, zu tief oder zu langsam ist, mache ich mir schon meine Gedanken, wie man ihn doch hätte besser machen können. Aber wenn man einen ganzen Haufen verschiedener Meinungen hat, finde ich es sehr schön und interessant zu lesen, wie sie diese begründen.

Michi: Das ist auch wichtig noch einmal festzuhalten: Jeden Musiker interessiert die Meinung anderer, sonst würde man ja keine Kunst veröffentlichen wollen. Jeder Künstler will auch unterhalten und es ist nicht so, dass es ihnen egal ist. Aber du darfst auch keine Marionette irgendwelcher Musikmärkte oder der Öffentlichkeit sein, sonst hast du irgendwann keine eigene Identität mehr. Du musst versuchen, mit dem, was du geil findest und machst, ein ähnlich gesinntes Publikum anzusprechen. So schaffst du dir mit dem, was du machst, einen Markt, wo du auch etwas verkaufen kannst. Wenn du dir jegliche Kritik zu Herzen nimmst und nach deren Wünschen arbeitest, kann das nicht funktionieren. Das ist auch keine Respektlosigkeit gegenüber dem Publikum, im Gegenteil. Ich finde es ihm eher respektlos gegenüber, wenn man mit Biegen und Brechen alles versucht, das Publikum auszurechnen, und ihm nicht ehrlich gegenübertritt. Wenn ich dir irgendeine Scheiße erzähle und dich belüge, nur um dir zu gefallen, ist das Respektlosigkeit. Respektvoll ist, wenn ich dir ehrlich gegenüber bin und sage, was ich denke. Und die Menschen können das auch fühlen. Darum wird jeder echte Musiker erst sich selbst mit dem, was er tut, überzeugen müssen und dann hoffen, dass die Leute das auch gut finden.

Von der Authentizität mal ganz zu schweigen...

Michi: Richtig. Ich könnte auch nie anders funktionieren wie jetzt. Ich für meinen Teil habe mir auch aus diesen Gründen vorgenommen, Kritk nicht mehr so zu Herzen zu nehmen wie damals. Eigentlich ist das auch eine Liebeserklärung von Menschen, die früher etwas so geil und klasse fanden und nun über einige Dinge durch die hohen Erwartungen enttäuscht sind.

 

Man geht bei dem Namen "Michael Kiske" oder "Dennis Ward" ja auch mit einer gewissen Erwartungshaltung heran.

Michi: Eben. Und ich habe damals viel zu viel Energie damit verbraten, mir mit irgendwelchen Kritikern Gefechte zu liefern. Ich war ja als Teenager genauso: Wenn beispielsweise etwas von IRON MAIDEN auf den Markt kam, was mir nicht so geschmeckt hat, war ich natürlich auch erst enttäuscht. Aber damit muss man umgehen können und den Künstler respektieren, da du sonst zu viel Energie verbrätst. Allerdings sollte und muss man über gewisse Dinge reden, um seiner Meinung natürlich Luft zu verschaffen.

 

Und obwohl ich persönlich euer neues Album besser finde als "Unisonic", hatte man vor zwei Jahren wirklich gutklassigen Hardrock auf der Platte.

Michi: Eben. Ich finde das neue Album aber auch viel besser.

 

Dann lasst uns noch einmal kurz über "Light Of Dawn" sprechen. Das Artwork beispielsweise ist sehr futuristisch ausgefallen und erinnert mich etwas an die Cover von IRON SAVIOR...

Michi: Die Idee zu dem Artwork hatte Kosta. Er wollte aus dem UNISONIC-"U" ein Raumschiff machen und das Artwork, was von Martin Haeusler direkt entworfen wurde, fanden wir auch auf Anhieb richtig gut. Da kannst du dich richtig tief drin verlieren, ist interessant und ich kann mich auch nicht daran erinnern, ein Cover von Anfang an so gut gefunden zu haben.

 

Hat das Artwork denn irgendetwas mit den Songs per se zu tun?

Dennis: Es geht halt um den Titel "Light Of Dawn": Mindestens vier von uns stehen total auf diese Sci-Fi-Nerd-Sachen und ich für meinen Teil wollte schon immer mal mein eigenes Ufo haben, hehe. Und als die Idee zu dem Ufo aufkam, musste ich auch sofort an BOSTON denken.

Michi: Wir müssen jetzt so viele Platten verkaufen, dass wir uns den Bau eines solchen Ufos leisten können und dieses dann als Bühnenset zu verwenden, stell dir das einmal vor!

 

Die Idee hat was, hehe. Dann müsstet ihr aber auch als Headliner fungieren. Wo wir schon einmal beim Thema sind: Ihr geht im Spätsommer zusammen mit EDGUY auf Tour. Inmitten dieser Tour werdet ihr aber auch durch MASTERPLAN ersetzt.

Michi: Ja, richtig. Wir haben dann auch unsere eigenen Shows und können nicht die gesamte Tour dabei sein. Ich für meinen Teil mag das neue Album wirklich sehr und habe auch hohe Erwartungen daran. Von daher hoffe und denke ich auch mal, dass wir vielleicht nächstes Jahr auch selbst als Headliner eine Tour bestreiten können. Wir gehen das aber sehr locker an, da das Album ja auch noch nicht veröffentlicht ist. Von daher ist diese Kombination mit EDGUY wirklich cool und bietet sich auch an, da sicherlich auch das richtige Publikum vor Ort sein wird.

 

Auf was kann man sich auch vorher auf einigen Festivals einstellen?

Dennis: Panik, hahaha.

Michi: Ich denke vor der VÖ wohl wenig neues Material und nach der VÖ versuchen wir dann auch wesentlich mehr vom neuen Album zu integrieren.

Dennis: Wieviel wir davon einbauen, hängt natürlich auch davon ab, wie die neuen Songs funktionieren und beim Publikum ankommen.

 

Man darf sich also freuen. Jungs, das Interview hat mir großen Spaß gemacht, aber leider ist unsere Zeit nun zum Ende gekommen. Ich möchte mich vielmals für eure Zeit und eure Worte bedanken, wünsche euch mit "Light Of Dawn" sehr viel Erfolg und natürlich auch Spaß bei den kommenden Live-Dates. Habt ihr an unsere Leser noch einige Worte zu richten?

Michi: Die Leute sollen auf jeden Fall den CD-Verkauf mehr unterstützen. Darunter leidet auch die Qualität. Wir können von Glück sagen, dass uns unsere Plattenfirma sehr gut unterstützt, aber die müssen ihr Geld auch wieder reinkriegen, d.h. wenn die CDs nicht gut genug verkauft werden, wird es schwierig. Die Leute sagen, dass sie die Musik lieben, aber einige bringen diese leider zu Grunde, indem sie die CDs nicht mehr unterstützen. CD-Produktionen sind es auch wert und so teuer ist ein Album nun auch wieder nicht. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass die CD-Kultur unterstützt wird, das darf aber nicht aushungern.

Dennis: Dem kann ich mich nur anschließen, hehe.

 

Redakteur:
Marcel Rapp

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