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U.D.O.: Interview mit Udo Dirkschneider

01.01.1970 | 01:00

Das neue U.D.O.-Album "Thunderball" ist am 29. März erschienen. Vor der Veröffentlichung ergab sich für uns die Möglichkeit mit Udo Dirkschneider ein Gespräch über sein neues Album und die Vergangenheit zu führen. Ein etwas müder Udo empfängt um 20.30 Uhr meine Fragen.

Frank:
Hallo Udo! Wie geht es dir?

Udo:
Hallo! Mir geht es gut.

Frank:
Wahrscheinlich ein wenig stressig heute? Ich hoffe, wir haben ein wenig Zeit für einander?

Udo:
Och ja, wir haben genau eine halbe Stunde, dann kommt der Nächste.

Frank:
Dann lass uns doch gleich loslegen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal "Restless And Wild" bzw. "Balls To The Wall" gehört habe. Da war ich dreizehn Jahre alt, das muss so 1984 gewesen sein. ACCEPT war damals der Einstieg in den Metal. Wie alt bist du eigentlich?

Udo:
Ich werde jetzt 52.

Frank:
Du bist ja jetzt auch schon seit über 30 Jahren im Geschäft. Wie bist du zur Musik gekommen?

Udo:
Puh, wie bin ich damals zur Musik gekommen? Ich habe - wie die meisten zu der damaligen Zeit -BEATLES und ROLLING STONES gehört. Irgendwann fing ich dann mal an Keyboard zu spielen, so "just for fun". Wenig später habe ich dann angefangen zu singen. Als Keyboarder fand ich mich aber zu schlecht und es machte mir auch nicht so richtig Spaß, so dass ich mich letztendlich auf das Singen konzentriert habe. Wobei ich niemals daran gedacht habe diesen Job einmal professionell zu betreiben. Für mich war das mehr ein Hobby.

Frank:
Was waren damals so deine musikalischen Einflüsse?

Udo:
Oh Gott, was hat man damals so alles gehört? JIMI HENDRIX, THE SWEET, URIAH HEEP, LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH und auch DEEP PURPLE. Solche Geschichten halt. TEN YEARS AFTER sollte man noch erwähnen, die habe ich auch immer sehr gerne gehört.

Frank:
Du nanntest ja gerade auch noch die BEATLES und STONES. Wolltest du jemals eine andere Musik als Hard Rock/Metal machen, da du ja auch anfangs Keyboard gespielt hast?

Udo:
Nö, das Keyboard war für mich nur damals ein Instrument, das für mich als Anfänger am Interessantesten war. Was sich dann aber als Fehleinschätzung herausstellte.

Frank:
Glücklicherweise. Lass uns doch mal einen kurzen Rückblick auf deine Karriere werfen. Was waren für dich so richtige Highlights in den letzten 30 Jahren?

Udo:
Oh Gott, da gibt es viele, hahaha. Mit Sicherheit kann man die Tour als Support von JUDAS PRIEST im Jahre 1981 dazu zählen. Wir hatten gerade das Album "Breaker" veröffentlicht und diese Tour war für uns der Durchbruch in Deutschland. Dann die erste Tour mit KISS zusammen in den USA. Die "Monsters Of Rock"-Festivals im Jahre 1984. Mit U.D.O. war ein Highlight mit GUNS'N'ROSES in Amerika zu touren. Die Europa-Tournee mit OZZY OSBOURNE und man muss dann auch noch die "Man And Machine"-Tour hinzu zählen.

Frank:
Fein. Natürlich frage ich dich jetzt auch nach den Tiefpunkten, wenn es die gegeben hat.

Udo:
Joahhh, da hat es auch so ein paar gegeben! Ein Tiefpunkt war mit Sicherheit - wobei ich mich damals nicht gleich erhängen wollte, hahaha - natürlich der erste Split mit ACCEPT, was für mich sehr unverständlich war. Ich konnte die Entscheidung der Jungs nicht verstehen, warum man jetzt plötzlich aus kommerziellen Gründen "amerikanisch" werden will, obwohl wir bis dato auch schon 2,5 Millionen Alben verkauft hatten. Da weiß ich bis heute nicht, was man damals unbedingt verkehrt gemacht hatte, aber egal. Da war ich eigentlich auch wieder schnell drüber hinweg. Einen weiteren direkten Tiefpunkt hatte ich dann als wir zum zweiten Mal wieder mit U.D.O. angefangen hatten. Zu der Zeit war Metal nicht mehr so angesagt, als wir "Solid" oder "Limits" herausgebracht haben. Viele Leute hofften, dass es wieder zu einer ACCEPT-Reunion kommen würde. Da kamen viele Sachen zusammen. Es war schon eine stressige Zeit, würde ich jetzt mal so sagen. Da gab es meinerseits auch große Überlegungen wie es weitergehen sollte.

Frank:
Du hattest gerade erwähnt, der erste Split von ACCEPT war für dich so ein Tiefpunkt. Ab wann war es für dich klar, dass es besser ist die Sache zu beenden?

Udo:
Ich habe ja ACCEPT im Jahre 1986 nicht verlassen. Wir haben uns mehr oder weniger zusammengesetzt und darüber geredet wie es weitergehen soll. Die Jungs wollten eine kommerziellere Ausrichtung und ich wollte das fortführen, womit wir erfolgreich waren. Da kann man jetzt nicht sagen, dass ich die verlassen habe, sondern die haben mir dann nahe gelegt eine eigene Band zu gründen und ACCEPT würden dann mit einem anderen Sänger weitermachen.

Frank:
Aha. Gibt es ein Song, den du nie mehr singen möchtest bzw. wo du bereust, diesen jemals geschrieben zu haben?

Udo:
Bereuen würde ich mal nicht sagen. Es gibt da natürlich schon so ein paar Dinge. Einen Song den ich nicht gerade zu meinen persönlichen Favoriten zähle, stammt vom zweiten ACCEPT-Album 'I Wanna Be No Hero'. Ein fürchterlicher Song, haha.

Frank:
Um das Thema "Rückblick" abschließen zu können, hätte ich noch eine Frage an dich. Würdest du heute irgendetwas anders machen?

Udo:
Nee, glaube ich nicht. Auch wenn ich sagen wir mal die Erfahrung von jetzt hätte, wollte ich die damals gar nicht gehabt haben. Da ich es gut finde, all die Erfahrungen die ich gemacht habe, auch gemacht zu haben.

Frank:
Gut. Der traditionelle Metal aus den Achtzigern ist ja auch wieder schwer angesagt. JUDAS PRIEST verbünden sich wieder mit Rob Halford und auch TWISTED SISTER lärmen wieder vereint. Wie gefällt dir diese Entwicklung momentan?

Udo:
Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass Metal - trotz allem "Metal ist tot"-Geschrei - seit gut zwei Jahren wieder mächtig im Kommen und angesagter denn je ist. Ich glaube, da wird noch einiges kommen. Nun ja, die Reunions-Geschichten kann man immer von zweiten Seiten betrachten. Sind sie nur für Geld oder sind sie wirklich, hahaha. Ich weiß das ja selber. Wir kriegen jedes Jahr ein Angebot mit ACCEPT eine Reunion zu machen, aber das wird wohl nicht passieren. Wenn andere das tun wollen, dann sollen die das tun.

Frank:
Was hältst du von der Entwicklung der deutschen Musiklandschaft? Sendungen wie "DSDS" oder "Star Search" flimmern ja fast täglich über den Bildschirm.

Udo:
Das liegt daran, dass die Plattenfirmen händeringend versuchen Geld zu verdienen. So würde ich das mal betiteln. Mir tun die Leute leid, die da mitmachen. Und ich weiß, dass die da in Verträge eingebunden sind, wo andere Leute viel Geld mit verdienen.

Frank:
Letztendlich nur Marionetten, die sich für einen Monatslohn zum Affen machen und anderen die Kasse füllen.

Udo:
So ungefähr kann man das sagen.

Frank:
Welche Musik läuft bei dir derzeit im Auto oder Wohnzimmer?

Udo:
Radio!

Frank:
Oh je, nur Radio?

Udo:
Bei mir läuft eigentlich immer das Radio, zumindest wenn ich zu Hause bin. Natürlich kriege ich auch immer viele Sachen von anderen Leuten zugesteckt, die meine Meinung zu ihrer Musik hören möchten. Das höre ich mir dann auch meistens an, weil da auch manchmal ein paar ganz gute Sachen dabei sind.

Frank:
Kommen wir mal zu deinem neuen Album "Thunderball". Es ist ja dein neuntes Studio-Album. Wie verliefen die Aufnahmen?

Udo:
Die verliefen eigentlich sehr relaxt, kann ich so sagen. Wir hatten zwar vorab ein wenig Bammel, denn der Vorgänger "Man And Machine" war ein sehr gutes und hoch gelobtes Album. Da hat man sich natürlich im Vorfeld schon so seine Gedanken gemacht, wie man das Ganze noch toppen könnte. Dann haben wir uns einfach gesagt, nicht mehr groß nachdenken, sondern einfach drauf loslegen. Was wir dann auch gemacht haben. Ich glaube, dabei ist ein sehr gutes Album herausgekommen, mit das Beste, was wir bislang mit U.D.O. gemacht haben.

Frank:
Da kann ich dir nur zustimmen!

Udo:
Danke! Auf dem Album hört man, dass da eine Band zugange ist, die seit fünf Jahren zusammengewachsen ist. Es ist schwer zu beschreiben. Ich finde, man spürt das einfach, wenn man "Thunderball" hört. Die Produktion war letztendlich gar nicht schwierig.

Frank:
Wie entstehen bei euch die Stücke? Schreibst du die Texte?

Udo:
Ja, aber mit Stefan Schwarzmann (g) zusammen. Wobei die restlichen Bandmitglieder dieses Mal auch sehr stark beteiligt waren, gerade was die Arrangements betrifft. Gerade Igor hat sich sehr stark eingebracht. Wir haben dieses Mal auch anders gearbeitet. Erstmals haben wir mit Texten begonnen und haben dann die Musik dazu komponiert. Seit ewigen Zeiten haben wir das immer andersrum gemacht. Wir haben festgestellt, dass dies eigentlich der bessere Weg für uns ist. Man lernt ja immer wieder dazu. Ansonsten haben wir nichts großartig geändert, wir haben wie immer versucht gute Songs zu schreiben. "Man And Machine" ist ja jetzt auch schon zwei Jahre her. Wir sind derzeit natürlich auch in einer anderen Stimmung. Die neue Scheibe ist etwas aggressiver, hat unheimlich verschiedene Atmosphären, wie z.B. bei 'Blind Eyes' die Cellos. Wobei die Basis mit Sicherheit immer da sein wird. Was dann oben drauf passiert, ist letztendlich doch immer von der Stimmung abhängig.

Frank:
Was inspiriert dich beim Songwriting? Was sind so deine Lieblingsthemen?

Udo:
Dieses Mal war es das Thema Lügen, Krieg, Waffen. Sicher ist der Irak-Krieg nicht unberührt an uns vorbeigezogen und was auch immer in Sachen Terrorismus auf dieser schönen Welt so täglich passiert. Das war die Thematik, die wir uns dieses Mal herausgepickt haben. Die amerikanischen Waffengesetzte waren auch ein Thema. Bei "Man And Machine" war es halt die Cyberworld.

Frank:
Was wolltet Ihr mit dem Coverartwork zu "Thunderball" aussagen? Steht die Erde kurz vor der Explosion?

Udo:
Ja, mehr oder weniger. Wir wollten damit zum Ausdruck bringen, dass die Welt "on fire" ist und zu explodieren droht. Es ist momentan schon ganz schön gefährlich!

Frank:
Welchen Aggressionen lässt du bei 'Fistful Of Anger' einen freien Lauf?

Udo:
'Fistful Of Anger' ist eigentlich eine Geschichte, die mit dem Waffengesetz in Amerika zusammenhängt. Diese Gesetzt ermöglicht fast jeden eine Waffe zu kaufen, was zur Folge hat, dass immer wieder Leute sinnlos erschossen werden. Der Song ist gegen dieses Gesetz.

Frank:
Welche Stücke liegen dir am Herzen bzw. was sind deine Favoriten?

Udo:
Hm, da ist auf jeden Fall 'Thunderball', 'The Bullet And The Bomb', 'Blind Eyes' und was mir persönlich am meisten am Herzen liegt ist 'Land Of The Midnight Sun'.

Frank:
'Blind Eyes' ist ja mal wieder eine schöne Ballade von dir.

Udo:
Eher eine Halbballade.

Frank:
Ich finde den Song sehr gelungen und er zählt zu den Highlights. Gerade die Cello-Arrangements sind wunderschön und auch deine Stimme kommt in diesem ruhigen Stück sehr gut zur Geltung. Werdet Ihr 'Blind Eyes' auch live spielen?

Udo:
Wir werden diesen Song auch live spielen. Allerdings werden wir dann kein Cello dabeihaben, doch mit Sicherheit wird das Stück nicht an Atmosphäre verlieren. Da fällt uns schon was ein. Man kann ja auch mit der Gitarre einige Sounds machen.

Frank:
Du hast ja mit 'Trainride In Russia' ein Stück auf "Thunderball", das nicht gerade typisch für dich ist. Im Vordergrund steht ja das Akkordeon. Ist dieser Song eine Hommage an alle russischen Fans?

Udo:
In einer gewissen Form schon. Geplant war der Song eigentlich nicht. Durch das wir dieses Mal als erstes die Lyrics verfasst haben, dachten wir, dass wir mal einen Song über uns selbst schreiben könnten, was wir bisher so alles erlebt haben. Gerade in Russland haben wir ziemlich viele Sachen erlebt und als dann der Text fertig war, haben wir dann überlegt, was wir musikalisch dazu machen könnten. Natürlich musste dann eine russische Atmosphäre geschaffen haben. Daraufhin haben wir dann so allerlei Sachen ausprobiert, da war sogar eine Balalaika mit dabei, die aber so gar nicht dazu passte. Dann kam irgendwie heraus, dass Stefan Kaufmann knapp zehn Jahre lang Akkordeon-Unterricht hatte. Er musste dann halt ein wenig rumprobieren bis die richtige Mixtur gefunden wurde und das Stück immer noch rockig war. Als i-Tüpfelchen haben wir dann noch einige Passagen in Russisch gesungen.

Frank:
Ihr seid ja in Russland bzw. im Ostblock eine richtig große Nummer. Auch mit ACCEPT hattest du dort große Erfolge gefeiert. Zehrt ihr da noch davon und kann man den Ostblock als euren größten Absatzmarkt bezeichnen?

Udo:
Sagen wir mal so, der Ostblock öffnet sich für uns immer mehr. Wir spielen jetzt seit langer Zeit mal wieder in Bulgarien, da war ich das letzte Mal mit ACCEPT im Jahre 1993. Jetzt kommen auch noch Rumänien und die Türkei dazu. Wir haben sogar Angebote aus der Mongolei bekommen. Da geht natürlich immer mehr. Polen und die ganzen baltischen Staaten zeigen auch vermehrt Interesse an uns. Das Gebiet wird immer größer. Wir kommen jetzt gerade aus Südamerika, wo wir drei Shows in Brasilien gespielt haben. Wenn man spürt wie dort die Leute abgehen, sieht man da fast einen genauso großen Markt für die Musik von U.D.O. Zwischenzeitlich haben wir auch ein Angebot für zwei Festivals in den USA im Dezember bekommen, wo wir eigentlich dieses Jahr noch gar nicht hin wollten. Aber irgendwie ging alles wieder schneller als es geplant war.

Frank:
Wie war es in Brasilien?

Udo:
Sehr gut! Ich war ja noch nie zuvor dort. Auch nicht mit ACCEPT, da waren wir nur Argentinien und Chile. Was soll ich sagen? Ich war positiv überrascht und wir werden dieses Jahr mit Sicherheit dort noch einmal spielen.

Frank:
Was waren das für Shows? Festivals oder Clubgigs?

Udo:
Es waren zwar keine Festivals, aber schon so mittelgroße Sachen. In Sao Paulo haben wir vor ca. 2.500 Menschen gespielt und bei den anderen Gigs waren so ca. 1.000 Leute. Für uns war es erstmal wichtig zu sehen, was da überhaupt passiert. Wir haben viel Promotion gemacht um die Reaktionen zu testen.

Frank:
Die Entwicklung ist ja heutzutage eher so, dass Bands, die früher in großen Hallen gespielt haben, nun mit kleineren Locations oder Clubs vorlieb nehmen müssen. Wo spielst du lieber?

Udo:
Auch wenn man mir das jetzt glaubt oder nicht! Ich spiele liebe in kleineren Clubs, weil dort die Atmosphäre intimer ist. In großen Hallen hast du erst einmal ein großes Loch, auch wenn die Arenen etwas für sich haben. Zudem das ganze Business, bis auf die Großen wie METALLICA, IRON MAIDEN oder AC/DC, eh im Keller ist und so manche Band spielt nur noch in kleinere Hallen. Die Leute haben eben nicht mehr soviel Geld wie früher und es kommen da viele Faktoren zusammen.

Frank:
Eine Rezession von der ihr augenblicklich nicht so viel merkt, wenn ich mir euren Tourkalender anschaue. Ihr seid ja erneut weltweit unterwegs!

Udo:
Kann sein. Zum Tourauftakt gehen wir jetzt in die Tschechei, dann machen wir Polen, Ukraine, Russland, dann geht es weiter mit Deutschland, Österreich und Schweiz, ehe wir Ungarn, Slowakei, Slowenien, Griechenland und letztendlich nach Japan gehen. Dann kommen wir zurück für die Festivals wie z.B. das "Summer Breeze" in Deutschland, "Narnia" in Spanien oder das "Sweden Rock". Ende September bereisen wir dann den zweiten Teil von Europa mit Spanien, Frankreich, Holland, Belgien, England und Skandinavien. Danach ist wieder Südamerika dran, bis es wohl für eine lange Zeit nach Amerika und Kanada geht.

Frank:
Schwer beschäftigt!

Udo:
Ja, das kann man wohl so sagen.

Frank:
Kannst du schon etwas über die Setliste verraten? Werdet ihr wieder zahlreiche ACCEPT-Klassiker mit ins Programm aufnehmen oder müssen dieses Mal einige neuem U.D.O.-Material weichen?

Udo:
Das ist natürlich immer der absolute Alptraum für mich, wenn ich die Setliste zusammenstelle. Die alten Klassiker kann ich nicht weglassen. Wir werden die ACCEPT-Songs reduzieren, auch wenn wir ein, zwei ACCEPT-Songs dabei haben werden, die schon lange nicht mehr live gespielt wurden. Da werden bestimmt einige Fans überrascht sein.

Frank:
Werden auch ein paar alte Sachen von U.D.O. gespielt? Ich denke da mal an die erste Scheibe "Animal House".

Udo:
Ja klar, wir werden auch von "Animal House" mehr spielen. Wir werden gucken, dass wir da eine gute Mixtur von den ganzen Alben hinbekommen. Auch wenn wir das Hauptaugenmerk auf das neue Album legen werden.

Frank:
Gibt es auch Veränderungen bei deinem Bühnen-Outfit? Wann wandert der Tarnanzug in die Altkleidersammlung?

Udo:
Haha, ich hatte ja schon einmal versucht den Anzug abzulegen. Aber das Teil ist ein Image von mir wie bei Angus Young die kurzen Hosen. Da werde ich wohl solange mit rumlaufen müssen, wie ich auf der Bühne bin.

Frank:
Wie wurde dieses Dress zu deinem Markenzeichen?

Udo:
Das war eigentlich ein dummer Zufall. In den Achtzigern haben wir angefangen die ersten Showelemente in das Programm mit einzuarbeiten. Da haben wir uns natürlich auch nach Kostümen umgeschaut. Wir sind dann in so einen N.A.T.O.-Laden reinmarschiert und haben uns mit dem Zeug eingedeckt. So wurde das Kind geboren.

Frank:
Wie lange möchtest du noch auf der Bühne stehen? Hast du hin und wieder schon einmal an das Aufhören gedacht?

Udo:
Nee, überhaupt nicht. Für mich ist ganz wichtig, dass mir die Sache Spaß macht. Solang ich den nicht verliere und solche Touren machen kann wie jetzt, verschwende ich keinerlei Gedanken an ein Ende meiner Karriere. So lange ich auch noch gesund bleibe, steht dem nichts im Wege.

Frank:
Ok, dann wünsche ich dir noch viel Erfolg und vor allem Gesundheit!

Udo:
Danke! Man sieht sich auf Tour!

Redakteur:
Frank Hameister

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