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Vorbericht zum ROCKAVARIA 2018

01.06.2018 | 10:47

Munich Rock City!

Nach einer Pause im letzten Jahr steigt am 9. und 10. Juni zum dritten Mal das ROCKAVARIA in München. Nachdem die ersten zwei Ausgaben im Olympiapark auf insgesamt drei Bühnen stattgefunden haben, entschlossen sich die Festivalmacher für die Neuauflage zu einem Umzug. Der Königsplatz ist, soweit mir bekannt, zum ersten Mal Austragungsort eines mehrtägigen Rockfestivals, allerdings haben in der Vergangenheit schon Bands wie AEROSMITH und BLACK SABBATH Open-Air-Shows in diesem wundervollen Ambiente gespielt. Auf zwei Bühnen, der King's Stage und der Green Stage, werden an beiden Tagen insgesamt 19 Bands auftreten.

Werfen wir einen Blick auf das Samstagsprogramm und hier erst einmal darauf, was uns auf der Green Stage, der etwas kleineren Nebenbühne, erwartet. Der erste Act ist MONUMENT, die neue Band um den ehemaligen WHITE WIZZARD-Sänger Peter Ellis, die mit ihrem von IRON MAIDEN und THIN LIZZY inspirierten Sound bei mir offene Türen einrennt. Als nächstes dürfen die Briten DRAGONFORCE ran, die mit ihrem Power Metal live immer eine Bank sind. Im Anschluss gibt es Folk Metal aus der Schweiz mit ELUVEITIE, bevor es von SALTATIO MORTIS Mittelalter-Rock vom Feinsten zu hören geben wird.

Auf der Hauptbühne, der sogenannten King's Stage, eröffnet JOHNNY GALLAGHER & THE BOXTIE BAND das Programm. Sagte mir bis jetzt gar nichts, aber nach erstem Anchecken auf Youtube erwartet uns gute Rockmusik der alten Schule mit einer Prise Blues. Ich bin gespannt. Alpencore wie ihn die Österreicher TUXEDOO spielen, ist zumindest auf Konserve nicht ganz meins, aber in der Live-Situation bin ich da durchaus offener. THE RAVEN AGE mit Steve Harris' Sohnemann George Harris an der Gitarre konnte mich bereits als Support auf der "The Book Of Souls Tour" der eisernen Jungfrauen mit modernem Melodic Metal überzeugen. Die US-amerikanische Hardcore-Institution KILLSWITCH ENGAGE wird im Anschluss ebenso wenig Gefangene machen wie ARCH ENEMY. Ein Abriss allererster Sahne ist vorprogrammiert. Dann ist es Zeit für den Samstags-Headliner. IRON MAIDEN macht im Rahmen der "Legacy Of The Beast Tour" in München halt. Wer sich so wie ich bereits informiert hat, wie die aktuelle Setlist und Show aussehen, der weiß bereits, was ihn erwartet. Allen anderen sei gesagt, dass im Vorfeld nicht zu viel versprochen wurde. Es wird geil!

 

Die Oldenburger Punk Rocker DRUNKEN SWALLOWS sind der Opener am zweiten Festivaltag auf der Green Stage, bevor mit den 1989 gegründeten Nordiren THERAPY? eine Band auf der Bühne stehen wird, auf die ich mich mit am meisten freue, da leider noch nie live gesehen. Mit ROSE TATTOO ist es dann an der Zeit für eine echte Hard-Rock-Legende. Warum man Angry Anderson und seine Mannen auf die Nebenbühne verfrachtet hat, kann ich leider nicht so ganz verstehen, aber dann feiern wir halt in etwas kleinerem Rahmen. Ob es die DONOTS schaffen, das Stimmungslevel zu halten, wird sich zeigen, an Hits dafür sollte es allerdings nicht fehlen. Die Schweden von ROYAL REPUBLIC gehören mit ihrem Schweinerock als letzter Act auf der Green Stage auch zu den Kapellen, die ich unbedingt mal live sehen wollte.

Auf der King's Stage hat am Sonntag die österreichische Truppe TURBOBIER die Ehre den zweiten Festivaltag zu eröffnen. Der mit Wiener Schmäh vorgetragen Punk Rock dürfte genau die richtige Mucke zum ersten Konterbier sein. Die Crossover-Legende DOG EAT DOG sollte mit Hits wie 'No Fronts' im Gepäck kein Problem haben, eventuell vorhandene Sonntagsmüdigkeit weiter zu vertreiben. Die Alternative-Metaller EMIL BULLS genießen im Anschluss Heimvorteil, den sie bestimmt auch für sich nutzen werden. Und die Nu-Metaller LIMP BIZKIT sind live sowieso eine Macht. DIE TOTEN HOSEN werden dann für einen krönenden Festivalabschluss sorgen, daran sollte kein Zweifel bestehen. Campino dürfte dabei sowieso bestens gelaunt sein, nachdem seine Fortuna wieder in die erste Bundesliga aufgestiegen ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass 'Bayern', die Hymne gegen den FC Bayern angestimmt wird.

Zu erwähnen ist noch, dass an beiden Festivaltagen sowohl in den Pausen, als auch im Biergarten BLAAS OF GLORY aus Holland mit ureigenen Versionen von Rock-Klassikern für zusätzliche Unterhaltung sorgen wird. Wie ich finde ist es den Machern vom Rockavaria bei aller teilweise vielleicht berechtigter und leider auch viel unberechtigter Kritik gelungen, wieder ein äußerst abwechslungsreiches Billing zusammenzustellen. Letztendlich wird sich am Zuschauerzuspruch ablesen lassen, wie das neue Konzept angenommen wird. Wir werden ausführlich berichten!

Redakteur:
Tommy Schmelz

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