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Vorschau: Break The Ground

20.05.2010 | 13:03

DIE APOKALYPTISCHEN REITER und EQUILIBRIUM sind die Headliner beim diesjährigen Break-The-Ground-Festival vom 17. bis 20. Juni in Ahnsbeck bei Celle. Doch auch junge Talente haben beim Newcomer Contest die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Powermetal.de sprach mit Veranstalter Thorben Gross.

Eines hat die ländliche Gegend der Stadt eindeutig voraus: Die weite grüne Landschaft eignet sich hervorragend für die Veranstaltung eines Festivals. Denn welche Stadt außer Leipzig würde nicht im Dreieck springen, würden riesige Zeltlandschaften die städtischen Parks bevölkern? Auf dem Lande hingegen ist die feiernde Meute weit genug von der Zivilisation entfernt und selbst wenn nicht: Es ist endlich mal was los im Dorf! Und auch Raum zum Wachsen ist gegeben. Vor allem darin sieht Break-The-Ground-Veranstalter Thorben Gross einen Vorteil: "Wir hätten nahezu undendliche Wachstumsmöglichkeiten vom jetzigen Platz ausgehend. Das ist natürlich eine Situation, für die wir sehr dankbar sein können. Die meisten anderen Veranstalter bekommen ja ab einer gewissen Größe Probleme und müssen dann oft Kompromisse eingehen, was den Platz und seine Qualität als Festivalgelände angeht."

Doch das primäre Ziel Thorbens und seines Partners Matthias Thies ist ein anderes: "Wir arbeiten zunächst darauf hinaus, solide wirtschaften zu können. Das ist in den ersten Jahren natürlich entsprechend schwierig. In der Mittelfrist möchten wir auf eine gesunde Größe von 2000 bis 3000 Besuchern wachsen. Was dann passiert, weiß niemand, allerdings braucht man sich ja nichts vormachen: Wenn man größer werden kann, dann wird man es auch. Alles andere wäre gelogen (da gibt es ja genügend Beispiele). Dimensionen wie Wacken oder ähnliches sind allerdings völlige Utopie." Die Verbundenheit des Festivals zur ländlichen Region spiegelt sich schon im Namen wieder: "Man sucht ja nach einem besonderen Namen für ein solches Festival und wir haben versucht, Assoziationen zum Provinzleben herzustellen. Da in unserem kleinen Dorf die Landwirtschaft noch einen großen Stellenwert hat, kamen wir irgendwann auf "Break The Ground", was so viel heißt wie den Boden pflügen / brechen / zerfurchen. Und das passt ja sowohl zur Musikrichtung als auch zum Dorfe."

Nicht nur die Verbundenheit zur Umgebung zeichnet das Break The Ground aus: "Besonders ist – und das soll keinesfalls arrogant klingen – die extrem gute Organisation für ein Festival, das ja eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt. Weiter versuchen wir, kleinen, unerfahrenen Bands die Möglichkeit zu geben, mit Szenegrößen auf der Bühne zu stehen und sich so einer breiteren Masse zu präsentieren. Oder halt einfach, um Erfahrung zu sammeln. Darüber hinaus sind Bands und Fans auf dem Festival deutlich näher beieinander, als auf den meisten anderen Festivals. Nicht zu vergessen ist das Preis-Leistungsverhältnis, das in unseren Augen wirklich auf einem sehr hohen Niveau ist." Damit spricht Thorben den Newcomer Contest an, der am Donnerstag veranstaltet wird. Der Erst- und Zweitplatzierte spielen Freitag beziehungsweise Samstag noch mal auf dem eigentlichen Festival. Jeweils 25 Minuten hat jede Band beim Contest Zeit, das Publikum von sich zu überzeugen. In diesem Jahr treten dort unter anderem CAPTIVITY, COLLATERAL DAMAGE und CRIMSON FROST an.

Um am Contest teilzunehmen, bewerben sich die Bands im Vorfeld bei den Veranstaltern. "Da das ein riesiger Haufen war, hatten wir genügend Möglichkeiten, uns die Talentiertesten raus zu suchen. Natürlich spielt da auch immer ein bisschen persönlicher Geschmack mit rein. Wir sind sehr gespannt, ob wir eine gute Nase hatten, und freuen uns auf einen tollen Wettbewerb", erzählt Thorben. Aber das Zugpferd eines Festivals sind natürlich die Headliner. Mit einem davon haben sich Thorben und Mathias einen großen Wunsch erfüllt: "DIE APOKALYPTISCHEN REITER sind eine unserer absoluten Lieblingsbands. Diese hier begrüßen zu dürfen und auch kennen zu lernen, ist einfach großartig. Aber auch auf SINISTER, DRONE und natürlich EQUILIBRIUM sind wir mehr als gespannt."

Thorben verrät, wen er sonst noch gern auf dem Break The Ground sehen würde: "Für die Zukunft - und da spreche ich jetzt mal für mich - würde ich mir folgende Bands wünschen: VOLBEAT, CANNIBAL CORPSE, VADER, KATAKLYSM und, um mal unrealistisch zu werden: SLAYER!" Er selbst wird leider nicht mit einer Band auf der Bühne zu sehen sein, obwohl er bis vor einem Jahr noch Sänger einer Combo war. Aus Zeitgründen musste er jedoch sein Mikro an den Nagel hängen. Auf einen Auftritt im vergangenen Jahr hat er bewusst verzichtet, weil es wahrscheinlich zu stressig gewesen wäre.

Wenn sie geradekein Break-The-Ground-Festival veranstalten, gehen Thorben und Mathias normalen Berufen nach. Thorben: "Ich bin geschäftsführender Gesellschafter einer Firma für die zerstörungsfreie Materialprüfung in Celle. Der Matthias ist Küchenleiter einer Großküche/Cateringservice in Celle (er möge mich hauen, wenn das jetzt nicht ganz richtig war)." Und wie sind die Beiden dazu gekommen, ein Festival zu veranstalten? "Das Ganze hat sich bei einem gemütlichen Abend bei dem einen oder anderen Bier ergeben. Wir haben ein bisschen vor uns hin gesponnen und so wuchs die Idee zunächst in unseren Köpfen und wenig später dann auch in der Realität. Einige Wochen später stand dann das Grundgerüst und der Point Of No Return war erreicht. Seitdem gilt es, alles an Herzblut in dieses Projekt zu stecken und das Ergebnis hat uns im ersten Jahr auch mehr als zufrieden gestellt."

Die letzten Worte gehören Thorben: "Besucht uns und holt euch einen Eindruck, ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen. Tickets sind nach wie vor für nur 25 Euro unter www.break-the-ground.de erhältlich. Wer das ganz besondere Erlebnis haben will, kann sich demnächst eines von streng limitierten VIP-Tickets sichern. Infos dazu ebenfalls auf der Homepage."

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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