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AXEL RUDI PELL, THE UNITY - Memmingen

03.11.2018 | 14:47

26.10.2018, Kaminwerk

Die "Knights Call" Tour des blonden Gitarren-Virtuosen AXEL RUDI PELL um Weltklasse Sänger Johnny Gioeli geht in die zweite Runde und rockt das Kaminwerk zu Memmingen.

Die bisher äußerst erfolgreiche "Knights Call"-Tour geht bereits in seine zweite Runde und legt am heutigen Abend einen Zwischenstopp im schönen Kaminwerk zu Memmingen ein. Hier war und ist der blonde Gitarrist schon immer ein gerne gesehener Gast. Meterlange Schlangen bereits lange vor Konzertbeginn und ein "Sold Out"-Plakat direkt beim Einlass unterstreichen diese These nur noch zusätzlich. Mit den deutschen THE UNITY konnte zudem ein hochklassiger Opener verpflichtet werden, der bereits im vergangenen Jahr als Support-Act von EDGUY auf derer "Monuments"-Tour hier an gleicher Stelle restlos zu begeistern wusste.

THE UNITY nimmt die Einladung von Herrn Pell, als Anheizer fungieren zu dürfen, natürlich dankend an, bietet sich ihnen dadurch doch die Möglichkeit, hier und heute nochmals vor großem Publikum kräftig die Werbetrommel für ihr zweites, überaus erfolgreiches Album rühren zu können. Punkt 20 Uhr erlischt das Licht im Saal, bevor ihr knapp 50-minütiger Auftritt von einem atmosphärischen Intro stilvoll eingeläutet wird. THE UNITY um die beiden GAMMA RAY-Mitglieder Henjo Richter (Gitarre) und Michael Ehre (Schlagzeug) feuert mit 'Last Betrayal' direkt einen bestens gewählten Opener ins Publikum und zeigt sich dabei von Beginn an gut gelaunt und blendend in Form. Der italienische Sänger Jan Manenti ist nicht nur Blickfang, Aktivposten und ein hervorragender Animateur, sondern glänzt zudem mit einer herausragenden Gesangsleistung. Stolze sechs Songs ihres formidablen Zweitlings "Rise" finden am heutigen Abend den Weg in die Setliste und überzeugen durch eine wesentlich härtere Vortragsweise als auf Konserve. Doch auch trotz der Zuhilfenahme des ausgezeichneten GAMMA RAY-Coversongs in Form von 'Send Me A Sign' will der letzte Funke, wie dies letztjährig noch bei ihrem überwältigenden Auftritt mit EDGUY der Fall war, einfach nicht so recht aufs Publikum überspringen. Gründe hierfür zu finden fällt mir äußerst schwer, da es weder an der agilen Performance der Musiker noch am starken Songmaterial liegen kann. Sei es drum, die ersten paar Reihen und mich mit eingeschlossen, haben sichtlich ihren Spaß und sind bestens auf den bevorstehenden Auftritt des blonden Bochumers eingestimmt.

Setliste THE UNITY
: Intro Revenge; Last Betrayal; No Hero; No More Lies; Welcome Home; The Storm; The Willow Tree; You Got Me Wrong; Send Me a Sign (GAMMA RAY-Cover); Never Forget

Als AXEL RUDI PELL nach relativ kurzer Umbaupause die Bühne im rappelvollen Kaminwerk betritt, um seine treue Anhängerschaft für die nächsten knapp zwei Stunden auf eine gemeinsame Reise mit ins Land "Mystica" zu nehmen, brechen sogleich alle Dämme und es wird mächtig laut im Auditorium. Axel und seine Mitstreiter werden fast schon überschwänglich wie die sogenannten verlorenen Söhne in Empfang genommen und der Auftritt gleicht einem einzigen Triumphzug. Dabei scheint es niemanden auch nur im Geringsten zu stören, dass die heutige Setliste exakt jener vom ersten Teil seiner "Knights Call"-Tour gleicht und dies, obwohl heute Abend einige seiner Fans hier vor Ort sind, die dem Blackmore-Jünger bereits vor einigen Monaten bei Teil eins zur Seite standen. Das nenne ich mal eine treue Fangemeinde. Sound und Licht sind, wie nicht anders zu erwarten, vorzüglich und der Band gelingt mühelos der Spagat zwischen neueren Titeln wie 'The Wild And The Young' und Etabliertem wie beispielsweise 'Warrior'. Die Rythmus-Fraktion um den bestens aufgelegten Volker Krawczak, welcher dem Maestro schon seit seligen STEELER-Tagen treu zur Seite steht, und Weltklasse-Schlagzeuger Bobby Rondinelli schaffen ein perfekt harmonierendes Fundament, auf dem sich der Rest der Band nach Belieben austoben darf. Keyboarder Ferdy Doernberg hat im überlangen Medley bestehend aus 'Game Of Sins' und 'Tower Of Babylon' in Form eines Keyboard-Solos seinen großen Auftritt, während Bobby Rondinelli zu den Klängen von 'Mystica' mit einem unterhaltsamen Schlagzeugsolo, in dessen Verlauf er seine Drumsticks zur Seite wirft und kurzzeitig mit seinen bloßen Händen weitertrommelt, das Publikum in Verzückung setzt.

Namensgeber und Gitarren-Virtuose AXEL RUDI PELL nutzt jede ihm sich nur bietende Gelegenheit, um das Publikum mit seinem außergewöhnlichen Talent in helle Begeisterung zu versetzen. Sein gefühlvolles Gitarrenspiel trifft nicht nur mich mitten ins Herz und ist reinster Balsam für die gestresste Seele. Hätte Obersympathikus und Goldkehlchen Johnny Gioneli nicht explizit darauf hingewiesen, dass er sich am heutigen Abend krank fühlt, wäre dies wohl keinem der anwesenden Zuschauer ernsthaft aufgefallen. Er beackert wie gewohnt jeden Quadratzentimeter der Bühne und bedankt sich nach fast jedem Song schon überschwänglich für die nicht selbstverständliche Möglichkeit, vor so großer Kulisse auftreten zu dürfen, und singt nebenher einfach nur göttlich. Beim Übersong 'The Line' begeistert Herr Gioneli mit seinem unglaublich vielseitigen und emotionalen Stimmrepertoire, als er laute und leise Töne traumwandlerisch balanciert. Nach gut anderthalb schweißtreibenden Stunden verlässt die Band dann für kurze Zeit die Bühne, um im Anschluss nochmals lautstark vom Publikum wieder auf selbige zurückbeordert zu werden. Mit einem anschließenden Medley, bestehend aus 'The Masquerade Ball', 'Casbah' und dem krönenden Konzertabschluss in Form von 'Rock The Nation' endet ein großartiger Konzertabend auf beeindruckende Art und Weise. Nach diesem überwältigenden Auftritt bin sicher nicht nur ich beim nächsten Mal mit hundertprozentiger Sicherheit wieder dabei, um mit Axel auf gemeinsame Reise zu gehen. Großartig!

Setliste AXEL RUDI PELL: The Medieval Overture; The Wild and the Young; Wildest Dreams; Fool Fool; Oceans of Time; Only the Strong Will Survive; Mystica (incl. Drum solo); Long Live Rock; Game of Sins/Tower of Babylon (incl. Keyboard Solo); The Line; Warrior; Edge of the World; Truth and Lies; Carousel; The Masquerade Ball/Casbah; Rock the Nation


Mein Dank für die Bereitstellung des Bildmaterials geht an "The One And Only" Ralf Lizzy.

Redakteur:
Mahoni Ledl

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