BONAMASSA, JOE - Hamburg

21.07.2010 | 19:13

17.07.2010, Stadtpark

Die angehende Legende begeistert ihre Fans.

Ein sonniger Abend im Stadtpark, dazu passen Lagerfeuer und Gitarre. Das Lagerfeuer fehlt zwar, wenn der Gitarrist aber Joe Bonamassa heißt, ist das schnell vergessen. Vor sechs Jahren spielte der 33-jährige Amerikaner schon einmal in Hamburg, damals allerdings vor rund sechzig Zuschauern. Mittlerweile ist er sehr viel bekannter und zieht gut eintausend Gäste zum Stadtpark Open R.

Die Temperaturen sind an diesem Tag angenehm, ansonsten hielte Bonamassa es nur schwer durch, das Konzert – bis auf die Zugabe – in Anzug und Lackschuhen zu verbringen. Er lässt es sich auch nicht nehmen, seine Sonnenbrille den gesamten Abend lang aufzubehalten.

Die Fans anzusprechen, scheint Bonamassa anfangs schwerzufallen. Lange verliert er kein einziges Wort, sondern spielt einen Song nach dem anderen herunter. Das Publikum nimmt es ihm aber nicht übel und applaudiert nach jeder besonderen Gitarreneinlage, und davon bringt der Ami viele. Nach einiger Zeit taut er auf und bedankt sich fortan immer wieder bei seinen Gästen. Zuschauer aller Altersklassen haben sich im Stadtpark zusammengefunden. Altrocker stehen neben jungen Bluesfans, und ganze Familien nutzen das Konzert zu einem Tagesausflug.

Bonamassa kann aus einem Repertoire von acht Alben schöpfen. Die letzte Platte, "Black Rock", erschien erst dieses Jahr im März. Blues-Rock-Balladen wechseln sich ab mit Liedern härterer Gangart, das musikalische Niveau bleibt stets hoch. Dabei wechselt Joe Bonamassa häufig zwischen seinen verschiedenen Gitarren: Eine E-Gitarre, eine halbakustische Gitarre, eine akustische Gitarre und am Ende sogar eine Flying V holt er hervor und beherrscht jedes einzelne Instrument.

Bei dem Gesang spielt er häufig mit der Entfernung zum Mikrofon und erzielt so auf einfache Weise interessante Effekte. Seine Stimme erinnert manchmal an Joe Cocker, ebenso die langsamen, getragenen Balladen, doch Bonamassa drückt ihnen seinen Stempel auf.

Im Gitarrenspiel sind Einflüsse großer Gitarristen wie Jimi Hendrix, Eddie Van Halen und B.B. King auszumachen. Letzterer entdecke den zwölfjährigen Bonamassa einst und erkannte sein Talent.

Die Zuschauer sind ebenfalls von Joe Bonamassa begeistert und belohnen ihn mit viel Applaus. Abermals bedankt er sich bei seinen Fans, bevor er sich das erste Mal verabschiedet. Danach ist der Abend schon fast vorbei, aber für eine kurze Zugabe kommen die Musiker noch einmal auf die Bühne und werden anschließend gebührend mit viel Applaus verabschiedet.

Dank für die Fotos gebührt Olaf Malzahn (Fotoexperience)!

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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