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CHILDREN OF BODOM - Leipzig

07.05.2011 | 09:25

30.04.2011, Werk 2

Teil 3 des Tourberichts der CHILDREN OF BODOM-Tour mit ihrem neuen Album "Relentless Reckless Forever".

Teil 1 aus Hamburg
Teil 2 aus London
Teil 4 aus Osnabrück

In Leipzig fällt vor allem auf: Es sind weitaus weniger Pagan-Metaller im Werk 2 als noch in der Großen Freiheit 36 in Hamburg. Der Opener MACHINAE SUPREMACY kommt beim Publikum in der zunächst halb gefüllten Halle besser an als noch beim Tourauftakt. Anscheinend haben sie hier ein paar Fans, denn zumindest im mittleren Teil werden die Haare schon mal warmgeschüttelt. Begeisterungsstürme lösen sie aber nach wie vor nicht aus, wirken aber eingespielter als noch zuvor und dadurch selbstsicherer.

Weniger Pagan-Fans bedeutet im Umkehrschluss auch weniger Stimmung bei ENSIFERUM? Die Rechnung geht auf. Kreisten in Hamburg noch die Köpfe im vorderen Teil der Location, ist bei den Finnen nicht viel mehr los als beim Opener. Ein paar Fans tanzen in der Mitte, machen Nackenübungen und feuern die Band an. Ein paar von ihnen grölen mit, die in die Halle strömenden CHILDREN OF BODOM-Fans sind von ENSIFERUM aber nicht so richtig überzeugt. Überhaupt ist das Publikum in Leipzig entweder etwas jünger oder deutlich älter als der Durchschnitt in der Großen Freiheit, kurze Haare sind Mode im Osten der Republik. Aber zumindest der Überhit 'Iron' wird abgefeiert und von fast allen kräftig mitgesungen. ENSIFERUM feiern auf der Bühne derweil ihre eigene Party und lassen sich nicht lumpen.

Doch dann kommt, worauf das mittlerweile gut volle Werk 2 sehnsüchtig wartet: Das Licht geht aus, auf der Bühne steht dieses Mal nur ein Keyboard, die ersten Töne von 'Not My Funeral' erklingen. Die Fans jubeln und klatschen, als CHILDREN OF BODOM auf die Bühne kommen, der Partyfaktor bleibt allerdings hinter Hamburg zurück: In der Mitte bildet sich ein gemütlicher, kleiner Pogo, bei dem auch gerne ein paar Frauen mehr als sonst mitmischen dürfen. Die Leipziger schubsen sich ein bisschen, singen aber lieber mit und sorgen mit ihren Haarmatten (zumindest diejenigen, die eine haben) für eine kühle Brise.

Die Finnen sind gut aufgelegt, Alexi redet allerdings immer noch kaum mit dem Publikum. Bei 'Hate Me!' steigt die Stimmung dann doch noch etwas, das Werk 2 springt munter auf und ab. Bassist Henkka T. Blacksmith und Gitarrist Roope Latvala wechseln häufig die Seiten und heizen die Rotoren in den ersten Reihen kräftig an. Auch in Leipzig setzen CoB auf altes und gänzlich neues Material. Nach dem obligatorischen 'Downfall' folgt auch hier der Zugabeblock mit 'Was It Worth It?' und natürlich 'Hate Crew Deathroll'. Die müden Geister werden noch einmal munter. Eine angenehme Party mit durchgehend guter Stimmung und bestens aufgelegten Bands.

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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