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EDGUY und THE UNITY - Frankfurt

16.10.2017 | 20:58

19.09.2017, Batschkapp

Monumental. Punkt.

25 Jahre EDGUY, man mag es kaum glauben. Und so sind 1500 Leute in die Batschkapp gepilgert, um diesem Jubiläum beizuwohnen. Irgendwie habe ich zwar eher den Eindruck, dass da 2500 reingequetscht worden sind, aber nun gut, so kann man wenigstens nicht umfallen.

Als Support hat sich EDGUY die Band THE UNITY mit ins Boot geholt, die eine Mischung aus Hardrock und Power-Metal spielt und mit den beiden GAMMA RAY-Mitgliedern Henjo Richter an der Gitarre und Michael Ehré am Schlagzeug zwei nicht gerade unbekannte Musiker in der Truppe hat. Als das Intro einsetzt, stehe ich ein wenig in mich hineinkichernd vor der Bühne, unsicher, ob das, was ich da höre, das ist, was ich glaube, zu hören: 'Der lachende Vagabund'... Ich kann das zwar nicht wirklich einordnen, aber irgendeinen Grund wird es schon haben. Sieben Songs lang können wir uns von der Qualität von THE UNITY und Sänger Gianba Manenti überzeugen, auch das GAMMA RAY Cover 'Send Me A Sign' steht auf der Setliste und als die Band nach 'Never Forget' die Bühne verlässt, gibt es auch einen verdienten ordentlichen Applaus. Sehr schön, mal wieder eine Supportband, die man gerne wiedersehn und -hören möchte.

Setliste: Rise And Fall, Firesign, No more Lies, God Of Temptation, Close To Crazy, Send Me A Sign (GAMMA RAY Cover), Never Forget

Umbaupause und gespanntes Warten auf EDGUY und was sich die Herren zu ihrem Jubiläum so alles für ihre Setliste und auch sonst so ausgedacht haben. Um es etwas abzukürzen: Tobias ist redselig wie immer und lässt die eine oder andere Geschichte vom Stapel, hat Angst, dass wir Fotografen seine "Geheimratsecken" ablichten (tja, Herr Sammet, das Leben ist schon hart), repariert gleich zu Anfang seinen Mikrofonständer, freut sich darüber, wieder in Frankfurt zu sein, lästert auch ein wenig über Fußball und möchte vor allem, dass das Publikum jedesmal ausrastet, wenn das Wort "Frankfurt" fällt. Nun ja, das lässt sich natürlich nicht lange bitten und erfüllt ihm diesen Wunsch gnadenlos auch dann, wenn er offensichtlich nicht daran denkt – also beispielsweise mitten in einem Satz während irgendeiner netten Geschichte. Aber so sind die Fans halt... wenn schon ausrasten, dann richtig.

Grundsätzlich gibt es über die Songs, die an diesem Abend gespielt werden, nichts zu meckern und allgemeines Mitsingen ist sowieso angesagt. 'The Piper Never Dies' wird in voller Länge gespielt (ist jetzt nicht unbedingt mein Favorit, aber nun gut), dafür freue ich mich tierisch über ein schönes langes Drumsolo von Felix. Etwas später wird 'Save Me' angespielt, aber zu Gunsten von 'Out Of Control' abgebrochen. Sehr gute Entscheidung! Irgendwie gerät Tobi anschließend ein wenig mit der Setliste durcheinander und lässt schon mal die 'Superheroes' los, anstatt in 'Babylon' aufzuschlagen. Das ist natürlich kein wirkliches Problem, er erntet nur ein paar Lacher. Aber auch eine tolle Jubiläumsshow mit einer strahlenden, ausgesprochen spielfreudigen Band geht mal zu Ende, in diesem Fall mit dem Ohrwurm-Rausschmeißer 'King Of Fools'. Weiter so, Jungs! Dann nehmt euch mal den einen oder anderen alten Bühnen-Hasen zum Vorbild und bereitet euch auf die nächsten 25 Jahre vor.

Setliste: Love Tyger, Vain Glory Opera, Mysteria, Land Of The Miracle, Lavatory Lovemachine, The Piper Never Dies, Tears Of A Mandrake, Drum Solo, Ministry Of Saints, Out Of Control, Superheroes, Babylon, Zugabe: King Of Fools

 

 

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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