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Freedom Call - Köln

20.03.2017 | 18:33

07.02.2017, Underground

Let the gute Laune begin!

Bei der neusten Herzilein-Aktion unserer Guten-Laune-Fraktion aus Süddeutschland kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Und trotzdem darf man bei FREEDOM CALL das Wesentliche, das eigentlich Wichtige der letzten Wochen und Monate, nicht aus dem Auge verlieren: Chris Bay und Co. sind mit einem neuen Album am Start. Das mit einem etwas ungewöhnlichen Artwork ausgestattete "Masters Of Light" hält Happy Metal par excellence parat, hierfür ist FREEDOM CALL ein absoluter Garant. Und erneut lassen es sich die Mannen nicht nehmen, einige Städte in Deutschland zu besuchen, um das bereits neunte Bandalbum standesgemäß zu promoten und – in diesem Fall – den Kölnern ein großes Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

So kommt das schnuckelige Underground an diesem Februartag in den Genuss der guten Laune. Doch bevor die Meister des Lichtes auf die Bühne kommen, stürmt mit EDEN'S CURSE der erste Appetizer auf selbige.

Der äußerst coole Melodic Metal der Schotten wird ebenfalls mit einem neuen Album und jeder Menge Elan unterstützt. Mit dem Opener 'Prophets Of Doom' und dem ausgesprochen coolen 'The Great Pretender' wird ihr neuster Gassenhauer "Cardinal" auch entsprechend angespielt, ehe mit 'Evil & Devine' und 'Angels & Demons' eher altbekannte Songs der Jungs dargeboten werden.

Sichtlich interessiert blickt das Underground-Publikum Richtung Bühne, mancher Fuß wippt, manche Köpfe nicken im Takt, EDEN'S CURSE erledigt die aufgetragenen Aufgaben mit Bravour.

Danach folgt mit etwas Verzögerung die nächste Truppe: VEONITY und damit eine deftige Prise Power Metal aus Schweden. Zwar haben die vier Gladiatoren erst zwei Alben auf der Habenseite, präsentieren sich aber heute dennoch nicht allzu grün hinter den Ohren. Oder sollte ich besser sagen "blau"? Wie dem auch sei, 'When Humanity Is Gone', 'Warriors Of Time' sowie 'In The Void' kommen ganz gut an im Publikum und den einen oder anderen Fan dürfte VEONITY in der Zwischenzeit auch hinzugewonnen haben.

So richtig will der Schalter dennoch nicht umgelegt werden. Doch sei's drum, zumindest konnte sich VEONITY auf meiner musikalischen Landkarte dezent verewigen. Auch wenn es nur für ein schüchternes "Ach, die kenn' ich doch?" am Ende reicht.

Doch kommen wir endlich zum eigentlichen Act des heutigen Abends. Die Stimmung ist toll, die Kehlen geölt, die Vorfreude groß: FREEDOM CALL ist endlich wieder da. Und die Laune ist bei allen Anwesenden sogar so gut, dass es stetige Interaktionen zwischen Band und Publikum gibt. FREEDOM CALL gibt sich heute unheimlich fannah und untermalt mit Hymnen die prächtige Stimmung. Das eröffnende 'Tears Of Babylon' und das wiedererstarke 'United Alliance' sind ebenso ein gefundenes Fressen wie die gleichnamige Bandhymne und 'Mr. Evil'. Dass dabei der neueste Streich nicht außer Acht gelassen wird, versteht sich von selbst. Doch Songs wie 'Hammer Of The Gods' und das tolle Titelstück fügen sich brillant in das bisherige Gute-Laune-Arsenal der Nürnberger ein.

Es wird gestrahlt, geschunkelt, gegrölt und gesungen, man kann sich gar nicht dagegen wehren. So überrascht es auch nicht, dass beispielsweise 'Metal Is For Everyone' mit einem zwinkernden Auge vorgetragen wird. FREEDOM CALL ist einfach hier um Spaß zu haben und um diesen auch nach außen zu präsentieren. Und dass gelingt Chris Bay und Co. auch vollends. So geht auch der schönste Gig irgendwann einmal zu Ende. Doch FREEDOM CALL wäre nicht FREEDOM CALL, wenn das Quartett das Kölner Publikum nicht noch mit erstklassigen Ohrwürmern wie 'Warriors' und 'Land Of Light' in die Kälte entlassen würde.

So verfliegt langsam aber sicher das Dauergrinsen, wenn klar wird, dass draußen der triste und kalte Februarabend auf die Anwesenden wartet. Doch erhellt von den letzten Stündchen dürfte die Heimfahrt nicht allzu finster aussehen.

FREEDOM CALL hat exzellente Arbeit geleistet und mit EDEN'S CURSE und VEONITY Supportbands an Bord gehabt, die ihrer Aufgabe zumindest zum großen Teil gerecht wurden. So bescherten uns die Lichtmeister einen tollen, herzlichen und durch und durch fannahen Abend und schenkten uns die Gewissheit, dass man sich eben auf seine Pappenheimer immer verlassen kann.

Redakteur:
Marcel Rapp

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