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Headbangers Night - Nanzdietschweiler

26.04.2005 | 12:45

16.04.2005, Kurpfalzhalle

Die Region lebt! Die METALHEADS REMIGIUSLAND hatten die Schnauze voll, denn für ein Metal-Konzert einer größeren Band muss man von der Westpfalz aus mindestens 1,5 bis 2 Stunden Autofahrt in Kauf nehmen. So gründete man im Dezember einen Verein und rief die HEADBANGERS NIGHT ins Leben. Schon im Vorfeld hatte sich abgezeichnet, dass dieses Vorhaben ein Erfolg werden würde, denn die Nachfrage für das Event war groß und überstieg noch die kühnsten Erwartungen. Der Veranstaltung wohnten letztlich nicht 100 oder 200 Besucher bei, sondern es wurden über 600 (!) Leute gezählt. Das dürfte die beste Bestätigung für eine erstklassige und professionelle Arbeit der Veranstalter gewesen sein.

Daher war es nicht verwunderlich, dass so mancher Metaller sich an diesem Abend die Augen rieb und nicht schlecht über diesen Erfolg staunte. Das große Publikum setzte sich wie folgt zusammen: Von der bangenden Hausfrau über die leicht ergraute Fraktion hin zu den Klischee-Metallern, Kurzhaar-Moshern, vielen Jungspunden - und für die unverheirateten hatten sich außerdem nicht gerade wenige Bräute zurecht gemacht. Und das alles in der Kurpfalzhalle Nanzdietschweiler! Soviel Einleitung muss sein, denn wer hätte so etwas noch vor wenigen Wochen für möglich gehalten?
Damit das Metal-Paradies perfekt war, wurden die Bier-Preise auf 1,50 € (0,33 l) festgesetzt und aufgrund dieser Rahmenbedingungen war nicht mehr festzustellen, wer das breiteste Grinsen im Gesicht trug: Veranstalter, Bands oder das Publikum?

Von dem bestens aufgelegten Publikum profitierten auch die Lauterer IVORY NIGHT, denn die meisten Fans waren bereits zum Einlass in der Halle erschienen. Die Meute war gleich vor der Bühne präsent und so war es für den perfekten Opener ein Leichtes, den Bangern mächtig einzuheizen. Patrick Fuchs bot eine sehr gute Gesangesleistung, und die Musiker waren ständig auf der Bühne unterwegs. Im Großen und Ganzen zeichnete diese Bewegungsfreude und ein außergewöhnlich guter Sänger jede Band des Abends aus. Was bei IVORY NIGHT außerdem noch stimmte, war die gute Songauswahl, denn sie enthielt sogar neues Material: 'Keeping The Lie' ist eine rifflastige und abwechslungsreiche Nummer geworden, die live eigentlich nicht schief gehen kann und für die Weiterentwicklung von IVORY NIGHT, nach der vor kurzem erschienenen CD '7 – Dawn Of The Night', steht. Man muss IVORY NIGHT dafür loben, denn anhand dieses Songs ist das Engagement, mit dem IVORY NIGHT zu Werke gehen, spürbar. Weitere Highlights waren an diesem Abend 'Edge Of Thorns' (SAVATAGE) und 'Never Be My Friend'.

Mighty Wings
And I Fly
Charon Of Styx (neu)
We Won't Change Our Name (neu)
Edge Of Thorns (SAVATAGE)
Never Be My Friend
Keeping The Lie (brandneu)
Salvation Is an Honest Man


Weiter ging's mit EVOLUTION. Die Jungs genießen den Ruf, dort weiter zu machen, wo METALLICA nach dem schwarzen Album aufgehört haben. Dies unterstrich die Band an diesem Abend, das Publikum dankte es ihnen und die Stimmung blieb erstklassig, wobei 'Sad But True' den absoluten Höhepunkt darstellte und die Halle zum kochen brachte. Auch wenn die Songs sich nicht allzu sehr unterschieden (zumindest beim ersten Hören), konnten EVOLUTION diesen Auftritt zweifellos als Erfolg verbuchen. Die Band passte richtig gut an diesem Abend und so hat der Veranstalter auch bei der Zusammenstellung der Bands ein glückliches Händchen bewiesen.

Dark Dreams
Deep Inside
Despairing Thoughts
Empire Of Time
Remaining With Yourself
Sad But True (METALLICA)
Out Of Sight
Begin To See
Endless Pain
Till The End
Welcome To War
Just One Thing
In Death We Trust
Nyctophobia


Es folgten MESSENGER, und wer diese Band kennt, der weiß, dass sie dem Metalherz das bieten, wonach es sich sehnt: Hoher bis sehr hoher Gesang, viele Gitarren-Soli und eine typische Metal-Show. Dazu gehören Klischee-Ansagen die manche peinlich finden, andere mit Enthusiasmus begegnen und selbst MAJESTY nicht mehr toppen könnten und konnten. Im Vorfeld war bekannt, dass MESSENGER diesen Abend für eine DVD-Aufnahme nutzen wollten und so waren die Erwartungen hoch, aber die Band konnte sie locker erfüllen. Wer als Coversongs 'Heart Of Steel' (MANOWAR) und 'Dr. Stein' (HELLOWEEN) im Gepäck hat und überzeugend rüberbringen kann, der kann auch nicht mehr verlieren. Interessant war das Gitarren-Duell, welches sich die beiden Axt-Männer lieferten und auch wenn es etwas in die Länge gezogen wurde, so ist dies auf einer Metal-Show entschuldbar. Witzig anzuschauen war vor allem Frank Kettenhofen, der mit seinen gefährlichen Kontaktlinsen und Grimassen die Menge unterhielt. MESSENGER sollten sich eingefleischte Metaller merken.

Intro
Feel The Fire
Revolution
Intruders
Heart Of Steel (MANOWAR)
Pharao
New Hope
Dr. Stein (HELLOWEEN)
Asylum
Guitar Solo
Make It Right
Titans
Broken Mirror
Metal Day


Über die beste Band des Abends würde ich nicht streiten, MAJESTY brachten aber erwartungsgemäß die meisten Fans vor die Bühne und dass sie so abgefeiert werden würden, hatten sie selbst auch nicht erwartet. Hinzu kam, dass sie als Opener 'Hail To Majesty' wählten und dies war eine sehr gute Entscheidung. Über die restliche MAJESTY-Show braucht es dann nicht mehr vieler Worte, denn jeder weiß, was hier geboten wird. Selbst die Tatsache, dass man die drei besten Songs allesamt an den Anfang des Sets stellte, tat der Stimmung keinen Abbruch. Wir dürfen gespannt sein, was das neue Album hervorbringen wird, denn die Band verkündete an diesem Abend, dass sie sich bald ins Studio verziehen wird.

Intro
Hail To Majesty
Reign In Glory
Heavy Metal Battlecry
Into The Stadiums
Epic War
Troopers Of Steel
Metal Law
Sword & Sorcery
Heroes
Fields Of War
Son Of Metal
KIT MH Medley


Nach MAJESTY war dann keinesfalls Schicht im Schacht, denn es folgte noch eine lange Metal-Nacht mit dem einzigen DJ, denn man laut MESSENGER nicht töten soll (um an dieser Stelle noch eine Kostprobe ihrer Botschaften zu geben).

Der Abend verlief insgesamt friedlich in einer gelösten Atmosphäre. Dabei sollte man die Tatsache besonders hervorheben, dass die Bands aus dem Underground verdientermaßen abgefeiert wurden. Die Stimmung hätte auch bei größeren Acts kaum besser sein können und so etwas ist heute leider eher selten der Fall.
Was die größeren Acts angeht, so ist dafür in Zukunft gesorgt: Die Veranstalter haben im Mai DARK HORIZON aus Italien auf dem Plan (zusammen mit IVORY NIGHT und PANDORA IN STYX am 21. Mai in Kusel und am 20. Mai mit LIGHTMARE und RA'S DAWN in Kaiserslautern) und sich für den Juli mit DORO und METAL CHURCH zwei ganz dicke Fische geangelt (8. Juli, Nanzdietschweiler). Auch die HEADBANGERS NIGHT II, am 22. Oktober, sollte sich jeder fett im Kalender notieren.


Fotos gibt's hier: http://www.powermetal.de/fotos/fotos-709.html

Redakteur:
Stefan Lang

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