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KATAKLYSM, KRISIUN und FLESHGOD APOCALYSPE - Frankfurt

25.03.2014 | 21:02

12.02.2014, Batschkapp

Genickstarre ahoi!

Es gibt selten eine Tour, bei der mich alle Bands interessieren, aber als ich von "Waiting For The End To Come" gehört habe, wusste ich sofort: Da musst du hin! Mit KATAKLYSM, KRISIUN und FLESHGOD APOCALYPSE zocken gleich drei namenhafte Gruppen auf der Bühne, die ich alle genial finde.

Optisch aufeinander abgestimmt, betritt FLESHGOD APOCALYPSE die Manege und ohne viele Worte wird direkt losgelegt. Aktuell promotet man die Scheibe "Labyrinth" und so haut man einen Nackenbrecher nach dem anderen raus. Die Leute sind noch nicht wirklich angetan von der Musik, aber sobald man Richtung "Agony" wechselt, fliegen hier und da einige Haare. Gerade in Songs wie 'The Deceit' bekommt Basser Paolo Rossi während der Klargesangspassagen Hilfe von einer Dame im Hintergrund. Wer genauer hinschaut, erkennt die nette Frau vom Merchandisestand wieder. Neben ihren Verkaufsfähigkeiten beweist sie mühelos, dass sie auch eine gute Sängerin ist. Während der ganzen Show muss ich immer wieder in Richtung Piano schielen, weil ich es einfach nicht fassen kann, dass die Band ernsthaft ein Klavier da oben stehen hat. Man ist es einfach gewohnt ein schnödes Keyboard zu sehen und die leisten sich ein echtes Klavier! Nicht nur das Instrument beeindruckt mich, sondern auch die Person davor, denn obwohl Francesco eher im Hintergrund steht, spielt er, als wäre er der Mittelpunkt der Show. In dem Gesicht kann man einfach nur Wahnsinn und Genialität lesen und das zeigt er besonders beim letzten Song 'The Forsaking'.

Es geht direkt weiter mit den brasilianischen Kollegen von KRISIUN. Statt orchestralen Bombast gibt es hier zwischenzeitlich lateinamerikanische Klänge mit modernen Death-Metal gemischt. Grundsätzlich erweist sich die gesamte Setlist als extrem oldschoollastig, da man vor allem die ersten Alben wie "Ageless Venomous" oder "Apocalyptic Revelation" ausschlachtet. Die Songs klingen schneller und knackiger, also gitarrentechnisch schon fast in Richtung Thrash-Metal, nur mit Growls eben vorne dran. Auch wenn sich die Herren nicht sonderlich viel bewegen, sind sie bereits nach dem ersten Song klitschnass. Gerade wenn Gitarrist Moyses beginnt, seine Haare zu schütteln, kriegt man in der vorderen Reihe den einen oder anderen Tropfen ab. Langsam scheint das Publikum aufzutauen und die Reihen werden zunehmend enger. Gegen Ende reicht es dann auch für den ersten Circle Pit des Abends.

KATAKLYSM gehört zu den meistgesehenen Bands auf meiner Liste und eigentlich "interessieren" sie mich heute am wenigsten. Schließlich sehe ich sie bereits seit acht Jahren regelmäßig und ich habe wirklich keinerlei Erwartungen an ihre Show. Vielleicht liegt es an dem Umstand, dass ich vor 12 Uhr noch schwitzend vor einer Klausur saß, aber als es mit 'Let Them Burn' losgeht, ist mir klar, dass dieser Abend ein großartiges Finale haben wird. Das gesamte Publikum geht sofort mit und man merkt, wie sich von allen Seiten die Energie entlädt. Eigentlich tut mir der Nacken von den ersten Bands bereits weh, aber wenn 'Push The Venom', 'As I Slither' oder 'At The Edge Of The World' aus den Boxen dröhnt, kann man einfach nicht still stehen bleiben.
In jeder Show gibt es heute ein Drumsolo, aber natürlich kann niemand so in die Pedale treten wie ein Drummer bei KATAKLYSM. Dazu eine lustige Geschichte: 2011 spielte die Band in der alten Batschkapp und an dieses Konzert kann sich Maurizio noch gut erinnern, denn mitten in der Show ist das Pedal kaputt gegangen. Tja, ich kann euch sagen, Northern Hyperblast ohne Blastbeats klingt ziemlich witzig und natürlich musste eine Anekdote dazu gebracht werden. Nach dem Solo geht es direkt weiter mit 'Blood On The Swans' und nun kommen auch einige neue Songs wie 'Iron Will', 'Elevate' und 'Kill The Elite'. Auf meinem Lieblingssong 'Reign Again' warte ich leider vergebens, aber dafür gibt es als letzte Zugabe 'Crippled And Broken'.

Seit Januar haben die Herren bis mit einer Ausnahme jeden Abend eine Show gegeben. Auch wenn es langsam Richtung Tourende geht, haben sie gezeigt, dass sie noch keine Ermüdungserscheinungen haben.

Redakteur:
Hang Mai Le
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