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ROME - Frankfurt

21.03.2018 | 19:20

08.03.2018, Nachtleben

Zum Träumen schön!

Tiefgründige Texte und eine sanfte Bassstimme sind die Markenzeichen des luxemburgischen Sängers von ROME, die seit vielen Jahren die Herzen der Menschen verzaubern. Im Rahmen des neuen Studioalbums tourt die Band derzeit quer durch Europa und macht heute Abend im Nachtleben halt. Das asiatisch angehauchte Konzept aus "Halls Of Thatch" scheint bei der Gestaltung der Bühne eine wichtige Grundlage zu sein. Es hängen mit chinesischen Schriftzeichen bedruckte Banner und Klangspiele herum, aber auch die Band selbst wirft sich in eine einfache Garderobe, die stark an die Kleidung von buddhistischen Mönchen erinnert. Ganz herrlich unspektakulär laufen die Herren ein und greifen zu ihren Instrumenten, ohne dabei viel Aufsehen zu erregen. Wer hier eine große Show mit viel Schnickschnack, bunten Lichtern und Nebel erwartet, wird schnell enttäuscht – es steht eindeutig die Musik im Vordergrund. Die Ansagen sind eher knapp gehalten, aber Jerome schafft es die Masse auch ohne viel Gestik in den Bann zu ziehen. Er ist auch die zentrale Figur, die polarisiert, während der andere Gitarrist und der Drummer eher im Abseits die Stellung halten. Wenn man sich im Saal umschaut, wird schnell klar, wie heterogen die Zuschauer sind. Von jung bis alt, über Hipster hin zu Altrockern ist die ganze Vielfalt an Menschen hier anzutreffen. Obwohl es kaum Interaktion mit dem Publikum gibt und die meisten nur durch rhythmisches Wippen oder Nicken ihren Zuspruch ausdrücken, spürt man die Begeisterung im Saal. Musikalisch bin ich erstaunt, wie wenig das neue Album zu Wort kommt, stattdessen macht "The Hyperion Machine" einen Großteil des Sets aus. Da ich zum Lager gehöre, welches tendenzielll mehr Schwierigkeiten hatte, der neuen Scheibe etwas abzugewinnen, ist die Zufriedenheit bei der Songauswahl sehr groß. Trotzdem dürfen natürlich 'Slaver' und 'Blighter' dann nicht fehlen. Allerdings fällt die Resonanz der Leute allgemein positiver aus, wenn sie ältere Stücke, wie zum Beispiel 'One Lion´s Roar' oder 'Seeds Of Liberation', anstimmen. Nach knapp 80 Minuten neigt sich der Abend dem Ende zu und man sieht nur glückliche Gesichter. Ich bin von meiner ersten Begegnung mit ROME restlos begeistert.

Setliste: Clemency, Like Lovers, Secret Germany, Celine in Jerusalem, Blighter, Hope Dies Painless, Families of Eden, Spanish Drummer, Slaver, Sons of Aeeth, One Lion's Roar, The Torture Detachement, Seeds of Liberation, Skirmishes, Farewell to Europe, One Fire, Neue Erinnerung

Redakteur:
Hang Mai Le

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