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Rob Rock - Offenbach

28.03.2001 | 12:47

17.03.2001, Hafenbahn

Am 17.03. machten wir uns also auf in die Hafenbahn, um erneut ROB ROCK live zu bewundern, da er uns auf der CHRISTMAS ROCK NIGHT (http://www.powermetal.de/konzert/index.php?berichtid=92) ja schon soviel Spaß bereitet hatte. Wir waren sogar pünktlich und somit konnten wir gespannt dem Auftritt von POWERGOD lauschen. Erstaunlich, daß bereits zu diesem Zeitpunkt die Hafenbahn sehr gut gefüllt war, die besten Plätze waren längst vergeben.

Den Auftritt von POWERGOD würde ich als typisch für eine Vorband bezeichnen: Eine relativ unbekannte Band versucht auf sich aufmerksam zu machen. Bei dem gelungenen Auftritt half ihnen Bernd Aufermann von ANGEL DUST an der Gitarre aus und am besten bleibt der WARLOCK Coversong „Burning The Witches“ in Erinnerung. Die Leute klatschten auch höflich Beifall und somit konnte jeder zufrieden sein.

Dann nahm das Warten ein Ende und das Intro „In The Beginning“ von ROB ROCK dröhnte aus den Boxen. Mit „The Sun Will Rise Again“ und „One Way Out“ legte ROB wie auf dem Album mit 2 sehr geilen Metal Songs los und man wußte sofort, was einem die nächsten (etwa) 45 Minuten bescheren sollten: Eine geile Band mit einem herausragenden Sänger und dem unglaublichen Gitarristen Rick Renstrom. ROB ROCK steht dazu für hochwertigen Heavy Metal und somit bleiben bei einem solchen Auftritt keine Wünsche übrig!

Eine Überraschung hatte uns ROB auch mitgebracht und so kündigte er völlig unerwartet „Nations On Fire“ von dem 86er und sehr raren M.A.R.S. Album „Project Driver“ an. Eine fette Nummer und einer der vielen Höhepunkte im kurzen Set. Außerdem wurde auch „Warrior“ aus IMPELLITTERI Zeiten gezockt. Leider fehlte der hammergeile ABBA Coversong „Eagle“ im Set, dafür konnte ROB mit „Forever“ die Mengen an seine Stimme fesseln. Es war eine erstaunliche Atmosphäre während dieser Nummer: Das Publikum war sehr leise und sichtlich angetan von ROB´s Gesang. Nach dem Song erntete dieser jedenfalls Beifallstürme.

Bleibt festzuhalten, daß Rick Renstrom ( http://www.rickrenstrom.com ) selbst mit nur 3 Fingern viele Gitarristen in Grund und Boden spielen kann, daß ROB ROCK ein absolutes Highlight ist und live in der Regel noch mehr überzeugt als auf CD und daß Bassist Stephen Elder (sympathischer Poser im Cowboy Hut) mehr Backing Vocals übernommen hat. Hoffen wir, daß man von ROB ROCK in Zukunft mehr zu hören und sehen bekommt!!!

Nach einiger Umbauzeit betrat dann nach einem Intro und Lichteffekten AXEL RUDI PELL die Bühne. Ich gebe gleich offen und ehrlich zu, daß ich mich nicht gerade als Fan betrachte und im Bericht dürfte ja schon klar geworden sein, weswegen ich nach Offenbach gefahren bin. Keine Frage, es war eine musikalisch gute Show die einem geboten wurde und AXEL RUDI PELL Fans kamen auf ihre Kosten. Zudem zeigte Mike Terrana wieder, wie man ein Schlagzeug bearbeiten kann, wenn man das beherrscht. Solos waren auch sonst angesagt, den Anfang machte der Keyboarder bereits nach dem zweiten Song. Sein Spiel wurde dann vom Schlagzeug begleitet und ein Bass Solo sollte folgen. Das tat es auch rein optisch gesehen, aber es ist schon albern dabei zuzusehen, wenn sich ein Musiker auf der Bühne verausgabt und nix davon aus den Boxen dröhnt...

Enttäuschend war jedenfalls, das AXEL etwas müde wirkte. Vor allem jedoch, daß kein Song mit ROB ROCK zusammen gespielt wurde. Also wir hatten das wirklich alle erwartet, schließlich singt ROB ROCK auf dem „Nasty Reputation“ Album und was hätte sich an diesem Abend besser angeboten, als wenn ROB zu einem Song dieses Albums die Bühne geentert hätte??

Der Hauptkritikpunkt des Abends war jedoch der Sound! Wie schon beim Bass Solo angesprochen, war dies leider nicht der einzige schlechte Moment. Es war beispielsweise auch erschreckend anzusehen, als im Mittelteil von „Judgement Day“ (ROB ROCK) keine Gitarren zu hören waren! An dieser Stelle spielt normal die Rhythmus Gitarre ein fettes Riff...

Daß ROB ROCK keine Zugabe spielen durfte (anscheinend wegen der etwas längeren Umbaupause von ARP) war auch nicht gerade schön. Wenn eine Halle proppenvoll ist und man 35 DM Eintritt nimmt, dann muß man den Leuten auch etwas mehr bieten !!!

Redakteur:
Stefan Lang

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