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Running Wild, Iron Savior - Hamburg

28.10.2000 | 09:15

06.03.2000, Docks

Ich muss es ehrlicherweise gestehen: Ich hatte eigentlich gar keine Lust, zu Running Wild zu fahren. Persönliche Probleme, so fit war ich auch nicht und das norddeutsche Schmuddelwetter hoben nicht gerade meine Vorfreude auf das Konzert. Trotzdem ins Auto gesetzt, an der Halle angekommen und dann spielen Iron Savior schon. Schöne Scheisse!! Naja, die Jungs hatten ein Backdrop mit dem Cover der ersten Scheibe dabei, dafür aber Kai Hansen zu Hause gelassen. Als ich kam spielten die Jungs gerade Eye To Eye und was sofort auffiel, war die relativ leere Halle und der dominante Bass von Jan Eckert. Klang zwar nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Naja, Jan und Piet waren jedenfalls gut drauf und hatten durch ihre sympathischen Ansagen und Stücke wie das Medley Iron Savior\\Watcher In The Sky, die Zugabe For The World und zwei Stücken von Interlude schnell auf ihrer Seite. Alles in allem ein cooler Gig, aber wieso wird‘ ich das Gefühl nicht los, mit Kai Hansen wäre es geiler gewesen. Naja, mittlerweile waren die Docks gut voll, ich schätze, so tausend Leute waren es und die ersten Running Wild Chöre waren auch schon zu vernehmen. Nach dem Intro der letzten Scheibe The Rivalry stiegen die Jungs dann mit dem Opener der aktuellen Scheibe, Fall Of Dorkas, in ihren Set ein und liessen erstmal ein paar Pyros krachen. Was sofort auffiel, war die Spielfreude der Band, die obligatorischen Kostüme, vor allem Rolf wechselte mehrmals während der Show Jacke und Helm, und die coole Bühnendekoration. Das Maskottchen Adrian auf den Amps und den Monitorboxen, das Schachbrettmuster der Bühne und das Drumkit, auf dem das Symbol des Guten zu sehen war, sorgten auch für optische Highlights. Aber die Fans und auch ich waren ja wegen der Mucke gekommen und davon gab es reichlich. Von der neuen Scheibe wurden noch When Time Runs Out, The Hussar, Victory, das Beatles Cover Revolution und Tsar, mit dem Intro von der Scheibe, gespielt. Ansonsten spielten Running Wild ein paar Klassiker wie Raise Your Fist, Kiss Of Death, Soulless und die begeistert mitgebrüllten Under Jolly Roger, Little Big Horn, Riding The Storm und natürlich Prisoner Of Our Time.

Nicht zu vergessen das coole Drumsolo von Efti. Irgendwann war dann Schluss, Running Wild wurden dann zur Zugabe zurückgebrüllt und packten gleich eine alten Klassiker aus:Conquistadores!!!! Die gesamte Halle brüllte den Refrain mit und ich selbst konnte es kaum fassen, diesen genialen Song nochmal live zu hören. Nach den beiden anderen Zugaben Phantom Of The Black Hand Hill und Bad To The Bone war dann Schicht im Sch...ähh in den Docks und alle machten sich zufrieden auf den Heimweg oder schauten nochmal kurz im Headbanger’s Ballroom bei der Aftershowparty vorbei, wo Piet und Jan von Iron Savior und Musiker von Gamma Ray und Paragon noch einen draufmachten. Ich war jedenfalls rundum zufrieden und bereute den Besuch des Konzerts auf keinen Fall!!!

Redakteur:
Herbert Chwalek

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