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Sodom, Tankard - Ludwigsburg

28.10.2000 | 09:01

29.12.1999, Rockfabrik

Fuck The Millenium Tour

Mit fast einstündiger Verspätung also gegen 19.50 begann der Abend vor ca. 700 Metalheads. Goddes of Desire hatten unterwegs einen Bruch der Anhängerkupplung, so daß man wartete bis sie eintrafen.

SACRED STEEL läuteten den Abend mit dem Song \"Metal is War\" ein. Einen besseren Titel hätte man für diesen Abend auch nicht finden können. SACRED STEEL gefiel mit viel Power, Pyros und Doublebass und konnte den Vorteil als Lokalmatador auch gleich nutzen und eine gute Stimmung in der Halle erzeugen. Bei dem Song Metal Head tobte dann die Masse. Der charismatische Frontman Gerrit überzeugte nicht nur durch extrem hohe Töne und einer Schwertshow sondern auch bei \"Zombi Ritual\" von Death mit Röchelkünsten. Als Zugabe gab es dann noch Heavy Metal to the End und Sacred Steele.

Nun kam die sagenumwobene Show von GODDESS OF DESIRE. Totenköpfe und viel Feuer sorgten für eine gewisse mystische Atmosphäre. Als die Band dann mit Lack, Leder, Nieten, Fellbesätzen und zu Henkersmasken umgearbeiteten Weihnachtszipfelmützen auf die Bühne kam, konnte man schon erahnen was einen erwartete - Bombastischer bis brachialer ThrashMetal. Von GODDESS OF DESIRE war dem Publikum nicht ganz soviel bekannt, so daß sich die meisten nur die Show ansahen. Was sie dann bei den Tanz und Stripeinlagen von \"Lady Dracula\" und ihren Mithelferinnen nicht ganz bereuten. Allerdings war mehr als ein nackter Oberkörper nicht zu sehen, so daß es nach dem Auftritt einige enttäuschte Mienen gab.

Plötzlich ertönten ganz ungewohnte und ungewünschte Töne in der Halle. DJ BOBO - Pray. Doch dieses Lied wurde schnell durch einen Brechreiz von Gerre beendet und es konnte losgehen. Ganz im Zeichen der Fans präsentierten sich Tankard. Wie bei den vorhergehenden Bands war Stagedivin erlaubt. Doch bei TANKARD ging das Stagedivin schon so weit, daß die Jungs auf der Bühne zeitweise keinen Platz mehr hatten. Dennoch rasten sie rastlos auf der Bühne umher und gefielen durch ihre Showeinlagen. Andi Gutjahr überzeugte das Publikum durch ultraschnelle Gitrarrensoli, Donnergott Olaf knüppelte drauf los und Sänger Gerre wollte den Ladies von Goddes of Desire in nichts nachstehen und zeigte auch gleich seine Titten - wobei hier dem Publikum wohl eher sein Bäuchlein auffiel. Überhaupt überzeugten die Frankfurter durch super Stimmungsmache. Gerre wagte sogar einen Purzelbaum. Hits wie Freibier für alle, Space Beer und Alien wurden begeistert angenommen. Insgesamt war es wohl die melodischte Band des Abends und die Jungs wurden richtig gefeiert.

SODOM waren die einzige Band des Abends bei denen es verboten war auf die Bühne zu kommen. Das lag aber weniger daran, daß sie es nicht wollten, sondern daß es einen Haufen Pyros gab und man vermeiden wollte, daß sich ein Fan verletzte. Code Red, Sodomized, Aber bitte mit Sahne und Sodomie - SODOM knüppelte gleich richtig los um jeden Zweifler zu überzeugen, daß sie die härteste Band des Abends waren. Wachturm wurde mit bis dato nie gekannter Härte gespielt - so daß das Mitgröhlen schwer fiel. Ace of Spades, Stalinorgel und noch viele andere Hits gaben dem schon etwas erschöpften Publikum den Rest. Sonst hat Onkel Tom ja die Angewohnheit Dosenbier (Diebels) in die Menge zu werfen, hier war wohl die Berufsgenossenschaft anwesend und deshalb hat er nur ein paar Bierflaschen von der Bühne gereicht.

Insgesamt ein gelungener Abend. Der Sound war während des ganzes Abends in Ordnung und das Publikum war super drauf, so daß es den Bands nicht schwer fiel es zu begeistern.

Und da sage noch einmal jemand: Metal sei tot.

Sven und

Redakteur:
Georg Weihrauch

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