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The Crüxshadows - Jena

20.06.2002 | 04:15

13.06.2002, Kassablanca

Nachdem THE CRÜXSHADOWS beim diesjährigen WGT eine geniale, aber leider viel zu kurze Show hinlegten, konnte ich mir ein komplettes Konzert im Rahmen der laufenden Europatour nicht entgehen lassen.

Den Abend eröffnete die Leipziger Gothic-Band VIS MATRIX. Nach dem Intro folgte eine fast einstündige Show, während der die ehemalige Schulband zwischen einfühlsamen Balladen und packenden Rocksongs so ziemlich alles bot. Schade fand ich, dass außer Gesang und zwei Gitarren jegliche Musik vom DAT kam und somit viel Atmosphäre verloren ging. Stimmungsvoll war sicher auch einmal mehr der viele Nebel, der die Band aber mindestens über die Hälfte des Auftritts hinter einer weißen Wand verschwinden ließ. Dennoch hinterließen VIS MATRIX, die mit dem Titelsong ihres aktuellen Albums „Seelenwinter“ einen wirklich netten Auftritt beendeten, einen bleibenden Eindruck. Mehr als ein gequälter Höflichkeitsapplaus war unverständlicherweise trotzdem nicht drin.

Skeptische Blicke richteten sich dann zunächst auch auf THE CRÜXSHADOWS, den Hauptact des Abends. Wie gewohnt betrat Sänger Rogue erst nach einem Gang durch das Publikum die Bühne. Während des ganzen Konzerts wirkte seine Band, bestehend aus Keyboarder, Geigerin, Gitarristin und zwei Tänzerinnen, ziemlich verlassen, denn der Bandleader zog es vor, die Hälfte des Auftritts im Zuschauerraum zu verbringen, um mit seinen Fans zu tanzen. Der Jenaer Konzertbesucher an sich scheint so etwas nicht gewohnt zu sein, denn von skeptischen bis bösen Blicken schlug dem Frontman der Gothic-Formation so ziemlich alles entgegen. Nach einer Aufwärmphase wurden dann aber auch die hinteren Reihen zutraulicher: Songs wie „Eurydice“ oder „Tears“ wurden von den eingefleischten Fans mitgegrölt und erst gegen halb eins wurden die vier Amerikaner von der Bühne gelassen, selbstverständlich nicht ohne Zugabe, zu der die Band die ersten Reihen zum Tanzen auf die Bühne bat – da half auch das heftigste Sträuben nichts.

Wer sich während des Konzerts noch nicht ausgetobt hatte, konnte dies bei der folgenden Aftershowparty tun, bei der auch die Band zugegen war, noch eigenhändig Merchandise verkaufte und bereitwillig für Fotos und Autogramme zur Verfügung stand.

Es sei noch einmal gesagt: Wer weit entfernt von Techno und Trance wieder einmal zu klassischen Gothic-Rhythmen tanzen will, sollte sich ein Konzert der CRÜXSHADOWS auf keinen Fall entgehen lassen. Die Europatour läuft noch bis zum 15.07.2002.

Gothicparadise.de - Freya

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