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VAN CANTO, IN LEGEND und STIMMGEWALT - Frankfurt

06.01.2015 | 16:32

14.12.2014, Batschkapp

Ein stimmgewaltiges Vorweihnachtsgeschenk für alle Freunde des rockigen A Capella Gesangs.

Zum Jahresabschluss gibt es für mich noch einmal ein besonderes Schmankerl: Das Voicefest in der neuen Frankfurter Batschkapp. Mit dabei sind VAN CANTO, IN LEGEND und als Chor-Unterstützung STIMMGEWALT aus Berlin.

Die Stimmung in der Kapp ist schon vor Beginn gut und als IN LEGEND die Bühne betritt, ist der erste Hype vorprogrammiert. Bastian Emig, sonst Drummer bei VAN CANTO, gibt in seiner Zweitband den Leadsänger und überlässt die Drums Marcos Feminella. Zwei "Daniels" (Schmidle und Galmarini) sind für die Keyboards zuständig und Paul Perlejewski für den Bass. Wie der aufmerksame Leser bemerken wird, gibt es keine Gitarre in dieser Band, was den rockigen Auftritt allerdings nicht beeinträchtigt. Es gibt etliche Songs aus dem aktuellen Album "Ballads 'n' Bullets" auf die Ohren, wie unter anderem 'Pandemonium' und 'Heya'. Aber auch das neue Album "Stones At Goliath", das im Januar 2015 erscheint, ist mit einigen Liedern vertreten. Teilweise wird die Band von STIMMGEWALT unterstützt, was beim Publikum ziemlich gut ankommt.

IN LEGEND verlässt unter riesigem Applaus die Bühne und es ertönen auch schon die ersten Rakkatakka-Rufe. Allerdings wird die Bühne erst einmal für STIMMGEWALT, den "Hardchor" aus Berlin geräumt. Der Auftritt dauert zwar nur etwa 20 Minuten. Aber das liegt wohl daran, dass die Haupstädter bislang erst eine EP veröffentlicht haben. Eines der Stücke davon ist übrigens 'Last Night Of The Kings', was sie heute Abend natürlich nicht berücksichtigen. Ihr Set besteht aus irischen Liedern, Chorälen und mittelalterlichen Liedern, wie beispielsweise das 'Palästinalied'. Sehr beeindruckt hat mich auch ihre RAMMSTEIN-Coverversion von 'Engel'. Das Publikum zeigt sich ebenso begeistert von ihren Darbietungen und spart nicht mit Applaus.

Endlich ist es soweit. Nach diversen "Rakkatakka"-Rufen stürmt VAN CANTO die Bühne. Inga, Stef, Sly, Ross und Ike wirbeln über die Bühne und reißen das Publikum von Anfang an von den imaginären Sitzen. Inzwischen haben sie ein riesiges Repertoire und könnten locker vier oder fünf Stunden spielen. Trotzdem schaffen sie es, eine wunderbare Setliste zusammenzustellen. Wunderbar ist auch, dass sie, ähnlich wie beim Wacken-Auftritt, Unterstützung von STIMMGEWALT bekommen. A capella mit großem Chor im Hintergrund ist noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis. Ständig wird das Publikum aufgefordert, mitzusingen und mitzuklatschen, was natürlich bereitwillig getan wird. Das ist sowieso ein großer Pluspunkt der Band: Ihre Interaktion mit den Fans vor der Bühne. Immer wieder ertönen zwischendurch die "Rakkatakka"-Rufe, was von Ross mit breitem Grinsen und einem "Dankeschön" kommentiert wird und das Publikum natürlich zu einem "Bitteschön" veranlasst.

Egal, ob eigene Songs oder die bekannten Coverversionen: Das Publikum kennt und liebt sie alle und singt auch an diesem Abend wieder begeistert mit. Es ist, wie bei allen bisherigen VAN CANTO-Konzerten, die ich besucht habe, ein toller Abend, der natürlich wieder viel zu schnell vorbei ist. Und es ist einfach schön, zu sehen, dass eine Band, die inzwischen so erfolgreich ist, immer noch herzlichen Kontakt zu ihren Fans pflegt. Schon vor dem Auftritt kann man sie unter dem Publikum bei dem einen oder anderen Schwätzchen entdecken und auch nach dem Auftritt gibt sie Autogramme oder macht geduldig Fotoshootings mit eben diesen Fans. Genau das macht sie so sympathisch.

Dafür ein herzliches Dankeschön an die Band und ein erfolgreiches Jahr 2015!

Setliste: Intro; Fight For Your Life; Badaboom; Unholy; Carry On; My Voice; One To Ten; To Sing A Metal Song; Rebellion; To The Mountains; Last Night Of The Kings; Wishmaster; Neuer Wind; The Mission/Master Of Puppets; Zugabe: Fear Of The Dark.

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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