Tool

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Beitragvon Regina Löwenstein » Sonntag 14. Februar 2010, 18:26

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Re: Tool

Beitragvon Jhonny » Sonntag 14. Februar 2010, 18:38

hmm, hab die 10,000 wie auch immer Scheibe, aber oft läuft die nicht.
Lateralus konnte mich auch nicht umhaun.
Finde diese Combo, v.a. im Vergleich zu geilen Bands wie Paradise Lost oder Opet, etwas überschätzt
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Re: Tool

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 14. Februar 2010, 19:02

Hm, mir käme es jetzt nicht in den Sinn Tool mit (einer grenzenlos überbewerteten Band wie) Paradise Lost oder Opeth zu vergleichen. Hast du sicherlich nicht musikalisch gemeint, oder?

Tool spielen so oder so in einem anderen Universum. Ob man das nun gut findet oder nicht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ich bin versucht hier von "perfekt" zu reden, ohne dass ich jetzt immer in der Stimmung bin, Tool hören zu wollen. Kaum eine andere Band ist so intensiv.
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Re: Tool

Beitragvon Havoc » Sonntag 14. Februar 2010, 19:26

Holger Andrae hat geschrieben:Tool spielen so oder so in einem anderen Universum. Ob man das nun gut findet oder nicht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ich bin versucht hier von "perfekt" zu reden, ohne dass ich jetzt immer in der Stimmung bin, Tool hören zu wollen. Kaum eine andere Band ist so intensiv.


So ist es. *zustimm*
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Re: Tool

Beitragvon 123_7 » Sonntag 14. Februar 2010, 19:34

Holger Andrae hat geschrieben:Tool spielen so oder so in einem anderen Universum. Ob man das nun gut findet oder nicht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ich bin versucht hier von "perfekt" zu reden, ohne dass ich jetzt immer in der Stimmung bin, Tool hören zu wollen. Kaum eine andere Band ist so intensiv.

Puh, dem mag ich dezent zu widersprechen. Beruht vielleicht auch nur auf einem Misverständnis.

Zumindest fallen mir auf Anhieb dutzende Bands ein, die ich als ähnlich intensiv einstufen würde. Aber ich denke du spielst auch bewusst auf den verstörenden Einfluss der Musik an. "Lateralus" lässt mich immer recht paralysiert zurück. Eine recht schwer zu greifende, nebulöse Kraft, die mein Gehirn in ein ewigen Mantra spult, aus dem man nur schwer herausbrechen kann. Unter diesem Gesichtspunkt kann man wohl von "perfekt" sprechen, aber das ist auch ein Attribut, bei dem ich mir schwer tue. Aber ich glaube zu verstehen, in welchem Kontext du das verstehst.

Ein Album das übrigens einen ganz ähnlichen Effekt auf mich hat, aber es durch komplett andere Mittel und auch einer ganz anderen Erfahrung erreicht, ist die "( )" von Sigur Rós. Allerdings empfinde ich diese Verstörtheit eher als positiv, bzw. "reinigend".
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Re: Tool

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 14. Februar 2010, 19:46

Ich wollte den Begriff nur aufgreifen, da er letztens hier irgendwo als beschreibendes Attribut verwendet wurde. Ich halte den auch für sehr ungeeignet überhaupt Musik zu deklarieren, das Musik auf Emotionen basieren sollte und diese sind halt nicht perfekt. Aber das ist jetzt vielleicht etwas abstrakt.

Mit sigur Ros habe ich es versucht. Das gibt mir leider wenig, auch wenn es interessant ist. Und "verstört" ist auch genau die richtige Beschreibung für den Zustand nach dem Genuss eines Tool-Albums. Die Herrschaften schaffen es eine Atmosphäre zu erzeugen, die schwer greifbar ist. Und genau das macht es ja so spannend. Man ahnt zu Anfang nur, was da abgeht, wird aber unwillkürlich von den Klangwelten erfasst.
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Re: Tool

Beitragvon 123_7 » Sonntag 14. Februar 2010, 19:56

Okay, d'accord. Wie schon erwartet ein Misverständis :-) Tool ist meines Erachtens pure Gefühlsmusik, die sich hinter einer sehr spröden und kalten Fassade verbirgt. Ich habe recht lange gebraucht, bis sich die Musik bei mir auf einer Gefühlsebene etabliert hat. Ich war zwar fasziniert, wie unkomplex die Musik harmonisch ist im Gegensatz zur sehr vertrackten Rhythmik, aber die Möglichkeit in die Kompositionen hineinzutauchen dauerte bei "Lateralus" einige Jahre. Ich habe das Album gerade wieder auf dem Kopfhörer und 'The Patient' raubt mir gerade den letzten Verstand. Ich muss mir mal "Ænima" besorgen.

Langer Rede, gar kein Sinn. Wenn einem die Geduld oder die Faszination für die Musik fehlt, gibt es an der Musik wohl wirklich nichts, was einen packen könnte. Aber für den Zugang empfehle ich immer die Videos mit zu betrachten.
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Re: Tool

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 14. Februar 2010, 20:06

Ich denke auch, die Videos sind zum Einstieg sehr geeignet.Ich kannte zuerst nur 'Sober' - den song - und fand den ziemlich toll, ohne zu ahnen, dass der natürlich sehr untypisch (eigentlich stimmt ja auch das nicht) für TOOL ist.
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Re: Tool

Beitragvon Eike » Montag 1. März 2010, 15:48

Tool kann man kaum nebenbei hören, da muss man sich schon komplett reinfallen lassen. Bei "Lateralus" zahlt sich's irgendwann aus, und mittlerweile konnte ich feststellen: "10,000 Days" hat auch seine Qualitäten. Mit dem Frühwerk bin ich weniger vertraut, aber ich schätze die psychedelischen Einflüsse auf den letzten beiden Alben.
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Re: Tool

Beitragvon Havoc » Montag 1. März 2010, 22:59

Wer "10.000 Days" und "Lateralus" liebt MUSS auch "Aenima" besitzen....und hören. Punkt. :smile:
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