Hundertundeins minus eins Meisterwerke

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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 10:34

Platz 77 - Devastation - Idolatry / US 1991

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Jetzt gibts en paar aufs Maul!
Ich liebe Thrash (ganz was Neues...), meine vielleicht liebste Geschmacksrichtung stammt zwar aus USA, es ist aber weder das, was weithin als typischer Bay Area Thrash verstanden wird (TESTAMENT, HEATHEN), noch der gute alte New York Thrash, sondern die heftige Variante namens Brutal Thrash, die vor allem im Texas der späten 80er Jahre praktiziert wurde. Beeinflusst durch EXODUS, POSSESSED, DARK ANGEL und SLAYER entwickelten sich RIGOR MORTIS und GAMMACIDE zu den bekanntesten texanischen Vertretern (neben DEMOLITION HAMMER aus NY und MORBID SAINT aus Wisconsin).

DEVASTATION starteten 1987 mit einem unglaublich grottigen Debut, konnten aber bereits auf dem Zweitwerk "Signs of life" voll überzeugen, bevor "Idolatry" dann zum Referenzwerk der zweiten Thrash-Welle wurde. Riffs, die härter, brutaler und heavier nicht sein können, Rodney Dunsmores heisere, deathy Vocals und das unglaubliche Geknüppel der Rhythmus-Abteilung verbreiten eine beklemmend-bedrohliche Atmosphäre, dass einem die Luft wegbleiben kann. Dabei passiert hier nicht alles auf High-Speed Niveau, sondern Devastation variieren das Tempo durchaus. Eine Thrash-Wand, die auch jede Menge Death Metal Fans hat.

Deliver the suffering - http://www.youtube.com/watch?v=jSDqOAkCTYg

Freewill - http://www.youtube.com/watch?v=YC_Id5tjVLk

Legacy of faith - http://www.youtube.com/watch?v=Hs47pV0_IRM

Souls of sacrifice - http://www.youtube.com/watch?v=udgTMzWvQc8

Idolatry - http://www.youtube.com/watch?v=jK9CSsl4CfI
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 21. August 2010, 11:00

oh ja, da gibt es wirklich auf die Fresse. Der Gesang läuft mir nicht so gut rein, aber ansonsten ist das ein schönes Brett.
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 21. August 2010, 13:41

GOLEM gefällt mir. Schön auf der Kante zwischen Death Metal und Thrash Metal und rifftechnisch und gesanglich hin und wieder gar nicht so weit von späten Carcass (Heartwork) weg. Könnte man sich bei Gelegenheit mal überlegen, hier zuzuschlagen.

In Sachen MALMSTEEN übertreibt es mir der Gute oft mit zu viel neoklassischem Gedudel und zu wenig gutem Songwriting, aber die RISING FORCE-Dinger sind teilweise schon tolle Alben. Und Joe Lynn Turner ist - wenn ich mir das im Moment wieder anhöre - von mir deutlich unterbewertet. Liegt wohl daran, dass ich bei ihm immer "singt hier, singt da..." im Kopf habe und keinen prägnanten Bandsound mit ihm verbinde. Das ist bei mir ähnlich wie mit Jorn, Glenn Hughes usw... Alles tolle Sänger, mit denen ich mich nie so richtig musikalisch identifizieren konnte, weil ich nicht in der Lage war, sie richtig zu verorten. Seltsam, oder?

BRYAN ADAMS höre ich immer gerne, wenn er irgendwo gedudelt wird. Sogar "Summer Of 69", auch wenn es einer der totgenudeltsten Songs der Musikgeschichte sein dürfte. Ich mag seine Stimme. Zum Albumkauf hat es aber bisher noch nie gereicht. Vielleicht ein Fehler, wenn gerade 'Run To You' läuft. Ich glaube, da werde ich mal nach Cheapos Ausschau halten.

Und zu guter Letzt DEVASTATION: Waren mir bisher eigentlich nur vom prägnanten Logo her ein Begriff. Im Kopf immer unter "Thrash" abgelegt, ohne näheres Interesse oder weitergehende Assoziationen zu wecken. Es läuft gerade "Deliver...". Tolles mystisches Intro, die Riffwand danach ist ebenfalls beeindruckend. Die Stimme erinnert mich an jemanden. Mensch, an wen bloß? Don Doty? Der Sänger von Revenant? Keine Ahnung, aber das ist richtig, richtig genial und wird definitiv auf die Einkaufsliste wandern. Holy shite, was für Riffs!
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. August 2010, 14:40

Devastation klingen wie typyischer früh-90er-Thrash, und das meine ich durchweg positiv.
Ich hatte mal eine ganz frühe Living Sacrifice, bevor sie zu Vorreitern des Metalcore wurden haben die sehr ähnlich gelärmt.
Klingt cool!
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 16:09

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und Joe Lynn Turner ist - wenn ich mir das im Moment wieder anhöre - von mir deutlich unterbewertet. Liegt wohl daran, dass ich bei ihm immer "singt hier, singt da..." im Kopf habe und keinen prägnanten Bandsound mit ihm verbinde. Das ist bei mir ähnlich wie mit Jorn, Glenn Hughes usw... Alles tolle Sänger, mit denen ich mich nie so richtig musikalisch identifizieren konnte, weil ich nicht in der Lage war, sie richtig zu verorten. Seltsam, oder?


Nö, finde ich überhaupt nicht komisch, da, wie wir ja im TOP 100-Thread immer wieder lernen, dass der Kontext, in dem wir bestimmte Musik kennen gelernt haben, sehr entscheidend für unsere späteren Assoziationen und unsere emotionale Bindung ist. Ich habe den Turner halt damals in meiner prägensten Phase, was Musik betrifft, als Sänger meiner ersten Single "I surrender" und dann der kompletten "Difficult to cure" kennen gelernt, das saß! Selbst Dio konnte als RAINBOW Sänger nie an "meinen" Joe Lynn herenreichen. Hätte ich ihn, wie du, als immer mal wieder rekrutierter Sänger verschiedener Projekte erlebt, würde ich ihn wahrscheinlich ähnlich wahrnehmen. Rein objektiv betrachtet hat der Kerl allerdings eine der besten Kopfstimmen ever, im Bereich hardnheavy.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und zu guter Letzt DEVASTATION: Waren mir bisher eigentlich nur vom prägnanten Logo her ein Begriff. Im Kopf immer unter "Thrash" abgelegt, ohne näheres Interesse oder weitergehende Assoziationen zu wecken. Es läuft gerade "Deliver...". Tolles mystisches Intro, die Riffwand danach ist ebenfalls beeindruckend. Die Stimme erinnert mich an jemanden. Mensch, an wen bloß? Don Doty? Der Sänger von Revenant? Keine Ahnung, aber das ist richtig, richtig genial und wird definitiv auf die Einkaufsliste wandern. Holy shite, was für Riffs!


Ich hab gerade beschlossen, nach dem "Retro-Thrash"-Thread mal was über Brutal Thrash zu machen. :)
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 16:12

Jhonny hat geschrieben:Ich hatte mal eine ganz frühe Living Sacrifice, bevor sie zu Vorreitern des Metalcore wurden haben die sehr ähnlich gelärmt.


Du meinst sicher die hier:

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Die ist aber längst nicht so heftig, wie DEVASTATION.
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 21. August 2010, 21:57

Meine Assoziation mit Richard Marx ist leider sehr subjektiv eingefärbt. Toller Song, keine Frage, aber mein Kopfkino lässt sich hier leider nicht ausschalten ...

Ich höre jetzt zum ersten Mal bewusst Devastation ...
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 22:44

Holger Andrae hat geschrieben:Ich höre jetzt zum ersten Mal bewusst Devastation ...


und? sach an!
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 21. August 2010, 22:46

Das knattert natürlich gealtig im Gebälk und hat eine ziemliche Dark ANgel Breitseite. Beim Gesang hakt es für mich etwas und ein bisschen mehr Schnuffigkeit im Riffing wäre auch nett. Insgesamt aber Schmackofatz.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Hundertundeins minus eins Meisterwerke

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 22:49

Holger Andrae hat geschrieben:Schnuffigkeit im Riffing


*gröööööööhl
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