1349 - Hellfire
- I Am Abomination
- Nathicana
- Sculptor of Flesh
- Celestial Deconstruction
- To Rottendom
- From The Deeps
- Slaves to Slaughter
- Hellfire
Mehr über 1349
Review
Review von Henri Kramer
Wahrlich, "Hellfire" ist keine Scheibe geworden, die jeder Metal-Head lieben wird - die acht nervenzerfetzenden Stücke sind ausschließlich für musikalische Extremisten erschaffen worden. Doch gerade die Liebhaber von kranken und höllisch-brutalen Klängen werden 1349 spätestens jetzt vergöttern und in die Riege ihrer Todes-Olympioniken stellen. Schon ein Song wie 'Nathicana' ist mit seinem grandios-bösartigen Riffing ein Klopper vor dem Gehörnten, Großtaten wie 'From The Deeps' und das abschließende, fest hymnische "Hellfire"-Titelstück bleiben als ähnlich geniale Hassbrocken im Hirn hängen. Solch glorreiche Stücke unterstützt SATYRICON-Drummer Frost mit einem Getrommel, das wohl nicht aus reinem Zufall an anhaltendes MG-Sperrfeuer erinnert - intensiv, intensiv, intensiv... Ebenso abwechslungsreich klingt der Gesang von Ravn, der natürlich die meiste Zeit über keift, aber in einem Track wie dem über lange Strecke hin schleppenden 'Celestial Deconstruction' auch mal zur elektronischen Verzerrung greift, was dem Album gut tut und ihm einen modernen Touch gibt, ohne die Wurzeln des Black Metals zu "verraten". So schaffen es 1349 mit "Hellfire" ohne Probleme, sich endgültig als die norwegische Hoffnung für den Black Metal der Zukunft zu etablieren - noch so ein Album und sie werden die dunklen Könige im DIMMU BORGIR-Kernland. Doch nix Zukunft, Gegenwart: "Hellfire" ist mit seiner fiesen Art, seiner reinen und rohen akustischen Gewalt und dem Sinn für frostig-böses Feeling die ideale Black-Metal-Platte für den hoffentlich bald einsetzenden Winter - Walkman auf dazu und ab in die verschneiten Berge. Up The Horns!
Anspieltipps: Nathicana, Celestial Deconstruction, From The Deeps
Note: -
Henri Kramer, 2.11.2005




















