Apeiron - The Cruel Crime
- Scavenging Thoughts
- The Crossing
- Clutches Of Despair
- The Chant (2008)
Mehr über Apeiron
Review
Review von Walter Scheurer
Death. Thrash. Progressive. Die Italiener fahren alles auf.
Mit "The Cruel Crime" gibt es nun aber endlich Nachschub und dieser beweist, dass wir es im Falle von APEIRON sehr wohl mit bereits recht routinierten Musikern zu tun haben. Das Quartett scheint die lange Pause nämlich in erster Linie intensiv dazu genutzt zu haben, um an den aktuellen Tracks zu feilen. Besagtes, aktuelles Silberscheibchen zeichnet sich nämlich durch Ideenreichtum und zugleich perfekte Umsetzung dieser in einem mannigfaltigen Soundgewand aus und ist zu einem Fressen für den Heftig-Metal-Gourmet geworden.
Zu bestechen wissen APEIRON vor allem durch genreübergreifende Klänge, die vom melodischen Death Metal, über melodiösen Thrash, bis zum Progressive Metal reichen. Abgefahrene Rhythmen wurden in teilweise sehr ohrwurmstichige Up-Tempo-Schnittchen integriert und kommen deshalb als essentielle Bestandteile einer stimmigen Mixtur aus den Boxen. Dieses Gebräu wird zwar erst nach mehreren Durchläufen richtig gut verträglich, doch dafür erfährt der Interessent, was man gemeinhin unter einem Knalleffekt versteht. Zusätzlich darf man sich auch an sehr genialen Flitzefinger-Soli ergötzen, denen man die alte Schule der Gitarrenhelden anhören kann, aber auch verzwickte, frickelige Riff-Passagen kommen immer wieder zum Vorschein, so dass hier man von einem rundum gelungenen Brett für Gitarrenfreaks sprechen kann.
Trotz dieser opulenten, teilweise regelrecht verqueren Melange ist es den Italienern aber mühelos gelungen, den "roten Faden" beizubehalten. Viel eher laden die Tracks förmlich dazu ein, in die musikalische Welt von APEIRON einzutauchen. In dieser wird man dann aber auch mit der aggressiven Seite dieser Band konfrontiert, die meiner Meinung nach in erster Linie vom Gesang repräsentiert wird. Zwar wechseln sich Gitarrist Filippo Dendena und Bassist Alessio Massara dabei geradezu brüderlich ab - während Filippo eher den Schreihals mimt, gibt sein Kumpane den Brüllwürfel – aber dennoch ist den beiden Burschen eine ungemein aggressive Vortragsweise anzumerken, wodurch die an sich eher dezenten Töne des Gesamtklangbildes noch besser zur Geltung kommen.
Jetzt aber bitte nicht den Anschluss verlieren, meine Herren. Noch so eine derart lange Schaffenspause könnte sich fatal auswirken.
Anspieltipps: Scavenging Thoughts, Clutches Of Despair
Note: -
Walter Scheurer, 11.11.2008




















