Bereaved, The - Daylight Deception

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ab EUR 4,56
- 8.00 / 10
-
- 17. 4.2009
- Vic Records/ Plastic Head
- Melodic Death Metal
- http://www.thebereaved.tk
- Zero Of The Day
- Parasitic Sleep
- Alter The Image
- Freezing The Blood
- Shelter Through Severance
- Heartlight Signal
- Cold December Night
- Skeleteen
- Imprint Of A Star
- An Inconvenient Lie
Mehr über Bereaved, The
Review
Review von Chris Staubach
Die Musik der Schweden ist ein moderner Thrashbrocken, der stark an ihre Landsmänner von SOILWORK oder auch KILLSWITCH ENGAGE erinnert, im gesanglichen Bereich aber auch immer wieder Parallelen zu PANTERA aufkommen lässt. Die Herrschaften verstehen es, geschickt das Tempo anzuziehen, nur um wenig später wieder mächtig zu grooven oder melodische Hymnen vorzutragen. Das hört sich jetzt ein wenig nach einer Achterbahnfahrt der Geschwindigkeiten an, ist aber insgesamt sehr locker miteinander verbunden und wirkt kaum gestückelt und konstruiert. Das macht alles sehr viel Spaß, drückt wie die Hölle, schiebt unaufhaltsam und kracht an allen Ecken und Enden. THE BEREAVED werden zwar keinen Innovationspreis gewinnen, denn dafür stecken sie zu sehr mit beiden Füßen in der Trendschublade, machen aber ihre Sache durchgehend recht ordentlich. 'Imprint Of A Star', 'Zero Of The Day', 'Heartlight Signal', 'Skeleteen' oder die Thrashgranaten 'Freezing The Blood' und 'The Inconveniment Lie' sind besonders starkes Kraftfutter für alle Genrefans. Das darf dann auch gerne öfter mal rotieren.
Absolut bemerkenswert ist die Soloarbeit der beiden Gitarristen Henrik Tranemyr und Per Bergquist, die das Ganze noch mit einer weiteren unerwarteten Facette bereichern. Die Soli dürften nämlich einige selbst ernannte Gitarrenhelden ziemlich blass aussehen lassen. Das ist Qualität auf ganz hohem Niveau, was ich bisher in dieser Musikrichtung so noch nicht gehört habe. Hier freut man sich sogar auf jedes neue Solo, kann es kaum erwarten und ist trotzdem immer wieder aufs Neue positiv überrascht. Respekt, meine Herren. Auch der Gesang von Travis Neal passt wunderbar in die musikalische Ausrichtung. Er schreit mit viel Kraft, bewegt sich dabei ständig am Limit und weiß trotzdem mit zuckersüßen Melodien zu überzeugen. Das ist kein plattes Metalcore-Schema, sondern punktgenau im Modern-Metal-Bereich angesiedelt.
Somit bleibt festzuhalten, dass "Daylight Deception" eine der besseren Genreveröffentlichungen ist, die ich allen Fans von SOILWORK und KILLSWITCH ENGAGE nur wärmstens ans Herz legen darf. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie lange es der Amerikaner Travis Neal noch bei den Schweden aushält, da solche Fernbeziehungen nicht selten nach nur einem heißen leidenschaftlichen Sommer in die Brüche gehen. Würde zur Vita passen, wir wollen es aber mal nicht hoffen.
Anspieltipps: Zero Of The Day, Imprint Of A Star, Freezing The Blood
Note: 8.0 / 10
Chris Staubach, 16.5.2009



















