Down In Shades - ...We Rise (EP)
- Eyes & Visions
- Beauty & Grace
- Dogs & Demons
- Fire & Blood
- Down In Shades
- Grief & Despair
Mehr über Down In Shades
Review
Review von Stefan Kayser
DOWN IN SHADES sind ihrem hypnotischen Stoner und Doom Rock treu geblieben, wobei sie aber auch in der Lage sind, ordentlich abzurocken oder mit Tempowechseln zu überraschen. Die Band nennt ihren Stil augenzwinkernd Heavy Doom 'n' Roll. Insgesamt fällt der etwas aggressivere Gesang auf, während der dumpfe Bass und die sägenden Gitarren in der bewährten Art spielen. Ich habe mich an dieser Stelle schon mehrfach beklagt, dass es heute - trotz des inflationären Gebrauchs des Schlagwortes - keinen wirklichen Gothic Rock mehr gibt. Das muss ich mittlerweile wohl einschränken, denn zumindest in Teilen haben Stoner und Doom das Erbe der morbid-romantischen Klangwelt des alten Gothics angetreten. Auf "...We Rise" macht dies gleich das einleitende, über achtminütige Instrumental 'Eyes & Visions' deutlich.
Nach dem härteren 'Beauty & Grace' wirkt 'Dogs & Demons' ein wenig richtungslos. Etwas mehr der Tagseite zugewandt ist das rifflastige 'Fire & Blood', das Verse des englischen Dichters und Malers William Blake enthält. Der späte Blake malte Bilder nach Anregungen von Dante und John Milton, die auch DOWN IN SHADES als Inspirationsquellen nennen, so dass "...We Rise" vermutlich von durchgängigen Grundideen geprägt ist. Das selbstbenannte 'Down In Shades' beginnt mit einem einsamen Bass und Growl Vocals, baut dann aber die charakteristischen Soundspiralen auf. 'Grief & Despair', bei dem vitaler Rock und düster-hypnotischer Doom zusammentreffen, macht einen würdigen Rausschmeißer.
Hoffen wir, dass wir bis zum nächsten Lebenszeichen von DOWN IN SHADES nicht wieder zwei Jahre warten müssen und dann ein vollständiges Album den Weg aus dem Studio findet.
Anspieltipps: Eyes & Visions, Grief & Despair
Note: -
Stefan Kayser, 24.12.2007













