Fiendish Gloom - Only Death Is Forever
- Break
- Fight
- Look
- Death Longing
- Sell
- Life Lessons
- Cruel
- Don't Care
- Soulcry
Mehr über Fiendish Gloom
Review
Review von Walter Scheurer
Vorliegende Scheibe wurde in der aktuellen Besetzung Erich, Niko, Michael Rust (B) und Marcel Kitz (V) im Proberaum der befreundeten Band THE LEECHES, bei der Basser Michael ebenfalls mit von der Partie ist, eingespielt und auch aufgenommen. In der Zwischenzeit vervollständigt mit Mirko Jahns übrigens ein zweiter Gitarrist die Band, um "Only Death Is Forever" auch live - wie beispielsweise in Kürze beim "Dark Embrace Open Air" in Pulheim - amtlich präsentieren zu können.
FIENDISH GLOOM orientieren sich hörbar an der guten alten Schule des Death Metals, lassen aber rifftechnisch mitunter auch eine gewisse Vorliebe für Thrash Metal erkennen. Hinsichtlich der Geschwindigkeit muss gesagt werden, dass die Jungs sehr abwechslungsreich zu Werke gehen, Tempowechsel sehr gekonnt innerhalb der Songs zur Geltung bringen können und zudem auch ein gewisses Gefühl für zwingende Grooves mitbringen. Stimmungsmäßig haben sich FIENDISH GLOOM offenbar für die etwas dunklere Seite entschieden, soll heißen, der Großteil der Songs kommt dementsprechend düster aus den Boxen. Viele der Gitarrenpassagen von Niko, der ja hier noch als "Einzeltäter" aktiv war, lassen einen Hang zur schwedischen Schule der ersten Generation erkennen, haben aber auch eine nicht zu verachtende Affinität zum technisch anspruchsvollen Todesmetall, wie wir ihn aus Florida kennen, aufzuweisen.
Die im Schnitt um die vier Minuten Spielzeit andauernden Songs haben allesamt mächtig abwechselungsreiche Elemente zu bieten, lassen aber dennoch gewisse Gemeinsamkeiten erkennen. Anstelle sich in Gefrickel zu verlaufen, kommen FIENDISH GLOOM auch in anspruchsvollen Passagen immer auf den Punkt, im Gegenzug laufen die Jungs auch niemals Gefahr, zu dumpf vorzutragen, sondern gehen sehr geschickt mit ihren Stimmungs- und Tempowechseln um. Deswegen verfehlen die Songs auch ihre Wirkung nicht.
Es wäre dieser Formation wirklich von Herzen zu gönnen, dass ihnen ein Label finanziell unter die Arme greift, um ihre nächsten Veröffentlichungen auch mit gebührendem Sound anbieten zu können. Nicht, dass diese Eigenproduktion schlecht gemacht worden wäre, aber vor allem hinsichtlich des Drucks und der Durchschlagskraft wäre aus "Only Death Is Forever" noch viel mehr herauszuholen gewesen.
Anspieltipps: Break, Cruel, Soulcry
Note: -
Walter Scheurer, 30.8.2007




















