Golem (IT) - Black Era
- Ever Been To Hell
- Ezechiel 25:17
- Black Era
- The Dark Passenger
- Metal Holocaust
- Like A Cage
- World Of Lies
- Murder God
- Enemyself
- Indifference
- Oil Spirits
Mehr über Golem (IT)
Review
Review von Henri Kramer
Da sind Stücke wie der bärenstarke Titelsong, die mit endlosen Gitarrenspielereien verzaubern. Oder das folgende 'The Dark Passenger', das mit seinen schicken Bonbon-Keyboards regelrecht positiv klingt und ordentlich viel Mosh-Energie bereithält. Der Kampf gegen Langeweile fällt generell bei dieser Band aus dem schönen Bari auf: Sie klingen unheimlich abwechslungsreich und nutzen nahezu alle Stilmittel, die der melodische Death Metal so bietet. Ein Song wie 'Murder God' wird so mit seinem fetziger Refrain - HYPOCRISY lassen grüßen – zu einer wahren Mitwipporgie. Ja, dieses Quartett versteht sein Handwerk, besonders die Gitarrenduelle zwischen dem klampfenden Sänger Ottavio Marzo und Gitarrist Matteo De Bellis faszinieren immer wieder durch Details und ausgestrahlte Intensität. Daneben verfügt Marzo über ein richtig geiles Organ, das sich in seiner Schärfe und Direktheit unerbittlich ins Ohr frisst. Weiteres Highlight: das unvermittelt losprügelnde 'Oil Spirits' am Ende, das wie ein unerbittlich melodischer Hammer tiefe Spuren hinterlässt - und wie die restlichen Songs in perfektem Sound erstrahlt.
So ist GOLEM mit "Black Era" eine Platte geglückt, die auf bewundernswerte Weise altbekannte Elemente mischt und zu einem schicken neuen Mix vereint. Natürlich ist das jetzt nicht so sonderlich innovativ, aber dafür ist diese Scheibe auch nicht komponiert und eingespielt worden. Hier geht es um melodischen Death Metal skandinavischer Prägung, der einfach nur gute Laune erzeugt. Das haben GOLEM geschafft – auch wenn in keinem Ton zu erkennen ist, dass hier Italiener am Werk sind.
Anspieltipps: Oil Spirits, Black Era, The Dark Passenger
Note: -
Henri Kramer, 28.5.2006




















