The Power Of Metal, Rock And Gothic

Grace.Will.Fall - Second Album

Ätsch

  1. The Assassination Of Peggy Sue
  2. New Song
  3. Celebration
  4. Heroine
  5. Mother Said
  6. Dead To Me
  7. (So)
  8. Bittersweet
  9. Pa Tiden
  10. 07:53
  11. Freedom Pt. 2
  12. La Fine
  13. (Della Famiglia)
  14. Apply Resistance
  15. ...By The Way

Mehr über Grace.Will.Fall



Review

Review von Markus Sievers

Ein Monster von einem waschechten und passionierten Hardcore-Album! GRACE.WILL.FALL klingen authentisch, ungezügelt und knochenhart.

Endlich! Geil! Endlich fühle ich mal wieder den pornographisch gefärbten Nervenkitzel bei einer waschechten New-School-Harcore-Platte. Obgleich diese Musik nicht im Geringsten zu tränenreichem Wimmern verleitet, muss ich doch zugeben zutiefst gerührt zu sein – glückselig beschwipst vor lauter Freudentaumel und Erleichterung. Ein derart tolles, Gänsehaut-Feeling erzeugendes, direkt in die Magengegend einschlagendes, proletarisch unprätentiöses, leidenschaftlich-hingebungsvolles Album bloß "Second Album" zu nennen, erscheint in  diesem Lichte deshalb schon fast als Witz. Aber vielleicht ist das ja auch gerade ein mehr als eklatanter Beleg für die Ursprungsmentalität des Punk Rock, die sich GRACE.WILL.FALL live wie produktionstechnisch verpflichtet fühlen. Es erwartet einem der vielleicht Ton gewordene Anarchoindividualismus von Max Stirner, eine biedermännisch nicht aufhaltbare Chaosattacke, eine Antiperfektionswalze wie ich sie lange nicht mehr gehört habe. Vergesst die ganzen amerikanischen Bands aus Bosten, New York oder Chicago, liebe Freunde! Werft einen Blick nach Schweden! Die legeren und munter performten Songs dieser shoutenden und ihre Instrumente misshandelnden Elchjäger-Meute sind offenherzig, schmucklos und ungekünstelt direkt am Loshüpfen und gerade deswegen so grandios. Nebenbei sei noch erwähnt, dass GRACE.WILL.FALL gegründet wurde, weil man sich im Glauben befand, es herrsche irgendwo ein Mangel an echtem Hardcore und genau das macht die Band aufs Fetteste wett – mit ganz diskreten Anlehnungen zu Knüppelmetall und melodischem Punk. Sowohl für die neuere als auch für die ältere Generation ein Augenöffner – auch klangmäßig. Fiat lux!


Note: 9.0 / 10
Markus Sievers, 29.4.2009

 
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