Macbeth (D) - Macbeth
- Abendmahl
- Komm mit mir
- Lauf
- Der Fährmann
- April
- Der Sturm
- Bomber
- Der Wanderer
- Macbeth
Mehr über Macbeth (D)
Review
Review von Oliver Schneider
Nach zwanzig Jahren sind MACBETH nun mit dem ersten Album am Start (vorausgegangen war eine Comeback-Demo-CD im Jahr 2003). Geboten wird düsterer Midtempo-Metal, der mal in Richtung Doom, mal in Richtung Thrash (das Riffing) ausschlägt und leider etwas unausgereift ist – was dann doch verwundert. Bei dem Quintett gibt es Baustellen, die man normalerweise nur bei jungen Bands findet. Da ist beispielsweise der ziemlich ausdruckslose und monotone Gesang von Fronter Olli Hippauf (ex-MOSHQUITO), der wie eine rauere Ausgabe von SUBWAY TO SALLYs Eric Fish tönt und kaum Akzente setzen kann. Abgesehen von der sehr guten Dunkel-Ballade 'Der Fährmann' und dem abschließenden 'Macbeth' spendiert er viel zu selten prägnante Hooks, die sich wirklich im Ohr festsetzen. Man muss allerdings fairerweise sagen, dass der instrumentale Unterbau auch nicht gerade zu Höchstleistungen anspornt. Es rifft und groovt ganz nett, aber da das Tempo fast überhaupt nicht variiert wird und die immer gleiche gemächliche Gangart vorherrscht, macht sich sehr schnell große Langeweile breit. Der Sound hat einfach nicht die Intensität, die es brauchen würde, um auch bei Schrittgeschwindigkeit mitreißend zu sein.
Bei allem Respekt für die Geschichte und die Pionierarbeit der Band in Sachen Heavy Metal in der DDR der Achtziger: "Macbeth" ist nur Durchschnitt und wird es schwer haben, sich gegen die Konkurrenzprodukte auf dem total überlaufenen Langhaar-Sektor durchzusetzen.
Anspieltipps: Der Fährmann, Macbeth
Note: -
Oliver Schneider, 6.5.2006




















