Manowar - Gods Of War
- Overture To The Hymn Of The Immortal Warriors
- The Ascension
- King Of Kings
- Army Of The Dead, Part I
- Sleipnir
- Loki God Of Fire
- Blood Brothers
- Overture To Odin
- The Blood Of Odin
- Sons Of Odin
- Glory Majesty Unity
- Gods Of War
- Army Of The Dead, Part II
- Odin
- Hymn Of The Immortal Warriors
- Die For Metal (Bonus Track)
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Review
Review von Björn Backes
MANOWAR gehen heuer jedoch gleich zweimal als Verlierer hervor: Einmal, weil sie eben nicht die hohen Erwartungen erfüllt haben, und zweitens weil "Gods Of War" schlicht und einfach ein musikalischer Totalausfall ist - zumindest im Vergleich zum Backkatalog von Mr. DeMaio und Co. Das Quartett hat außerdem keine Gelegenheit ausgelassen, mit ellenlangen Intros und überflüssigen Erzähl-Parts die musikalischen Defizite des frischen Outputs zu überspielen.
Bereits das eröffnende 'Overture To The Hymn Of The Immortal Warriors', zweifellos ein starkes Instrumentalstück, zieht die Spannung derart in die Länge, dass eine Steigerung kaum noch möglich ist. Und mit dem eher durchschnittlichen 'King Of Kings' bricht man dann leider auch konsequent ein. Songs von jenem erschreckend niedrigen Standard gibt es auf "Gods Of War" dann auch in viel zu häufiger Ausführung. Wenn die Band nämlich nicht gerade damit beschäftigt ist, mit klischeehafter Lyrik und aufgeblasenem Pathos ihre Vorstellung des wahren Heavy Metals zu bekunden, schießt sie sich mangels instrumentaler Raffinesse - die Solopassagen sind nur selten herausragend - die fälligen Eigentore. Das schwächelnde 'Loki God Of Fire' sowie das schmalzige 'Blood Brothers' sind schließlich das Resultat einer meines Erachtens völlig verkorksten Aufnahmesession, die der zwischenzeitliche Tiefpunkt in der recht langen MANOWAR-History sind.
Zum Schluss gelingt Gott sei Dank zumindest noch ein kleiner Befreiungsschlag. 'Gods Of War' und das hymnische 'Odin' offenbaren die einstigen Kings Of Metal in bewährter Form. Aber dass ausgerechnet ein Party-Song wie das eingängige 'Die For Metal', welches zudem noch als Bonus-Track mit aufs Album gepackt wurde, eines der wenigen Highlights ist und ganz klar aufzeigt, woran es MANOWAR über weite Strecken mangelt - nämlich Spontaneität beim Songwriting -, beschreibt die Misere, in der sich die Band nun schon seit einiger Zeit befindet. Nach all den Enttäuschungen, die diese Band uns, den Fans, in den letzten Jahren zugestanden hat, und auch nach diesem wirklich schwachen neuen Album gebe ich langsam die Hoffnung auf, dass MANOWAR je wieder in kompositorischer und musikalischer Höchstform auflaufen werden. Würde Eric Adams nicht so ein meisterhafter Sänger sein, wäre die einzig logische Konsequenz dieser Rezension ein Totalverriss gewesen. Schwere Zeiten für eine sichtlich ideenlose Band.
Anspieltipps: Odin, Sleipnir
Note: -
Björn Backes, 14.3.2007




















