The Power Of Metal, Rock And Gothic

Mia Hope - We Are Just Satellites

Ätsch

  1. Pollyana
  2. (Filmed Like A) Modern Day Noir
  3. Great Danes With Wings
  4. Microbal Culture
  5. More Optimistic Days
  6. Nows Not A Good Time
  7. 50 Year Storm
  8. Eating Out Of Pandoras's Box
  9. Susseration: The Escape
  10. Last Stand Of The Unicorns
  11. Glass Buildings With Amazing Lights
  12. Writing In The Dark

Mehr über Mia Hope



Review

Review von Jakob Ehmke

Die Briten MIA HOPE präsentieren ein gewagtes, verstörendes Debut. Ganz nach meinem Gusto...

MIA HOPE veröffentlichen nach ihrer ersten EP "The Collapse Of Etymology" (2007) mit "We Are Just Satellites" ein Erstlingswerk, das alles andere als leicht zugänglich ist.

Das Intro 'Pollyana' verkörpert die Ruhe vor dem Sturm: Cleane Gitarren-Akkorde und leises Beckengeraschel ebnen den Weg in die ersten harten Töne. Eine Soundwand wird hier aufgebaut, die vergleichbar mit Klangteppichen von BURIED INSIDE oder ISIS ist, aber um einiges druckvoller. So viel Groove, Melodie und Melancholie wie hier geboten wird, soll es so schnell nicht wieder geben. Also: Am besten jetzt noch einmal durchatmen!

Was im Folgenden passiert lässt sich nur schwer in Worte fassen. Derbe Shouts thronen über vertracktem Riffing, unmenschlichem Drumming (bspw. die irre Double-Bass-Passage in 'Great Danes With Wings' oder das Intro zu 'More Optimistic Days'!) und wahnwitzigen, dynamischen Abenteuern. Hat man sämtliche musikalische Erwartungen über Bord geworfen, erzeugt die kreischende Stimme von Matt Wakefield auch kein Gesichtsverzerren mehr.


Die Songs bilden eine perfekte Symbiose aus Konsonanz und Dissonanz, aus chromatischem Riffing und melancholischen Soundwänden. Immer begleitet von plötzlich pulsierenden Mathcore-Schweinereien und wiederum standardisierten, kontinuierlich-auftretenden Breakdowns ('Great Danes With Wings', 'Nows Not A Good Time', '50 Year Storm', 'Last Stand Of The Unicorns', 'Writing In The Dark'). Das knapp 60-minütige Album gipfelt im Rauswerfer 'Writing In The Dark', wo über achteinhalb Minuten alle Trademarks von MIA HOPE zusammenkommen.

"We are Just Satellites" ist wunderschön verstörend und zugleich erfrischend anders. Gerade diese Schizophrenie macht die Scheibe zu einer herausragenden CD, die MIA HOPE zu vielen "Extremen" Bands abgrenzt und die viele Befürworter finden kann. Anhängern von THE DILLINGER ESCAPEPLAN, ARCHITECTS, DYSRHYTHMIA und auch THE PLOT TO BLOW UP THE EIFFEL TOWER empfehle ich dringend, reinzuhören!

Anspieltipps: More Optimistic Days, Nows Not A Good Time, Eating Out Of Pandora's Box, Glass Buildings With Amazing Lights


Note: 8.5 / 10
Jakob Ehmke, 4.2.2010

 
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