The Power Of Metal, Rock And Gothic

Random Hand - Seething Is Believing

Ätsch

  1. Tales Of Intervention
  2. Sons Of Robots
  3. Not A Number
  4. Three From Six
  5. Floating Ghosts
  6. Bones
  7. Due To Circumstance
  8. Start The Fains
  9. Find Whats Out There
  10. Henchmen
  11. 42 Days Off The Record

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Review

Review von Björn Backes

New British Punk-Sounds - really tasty!

Traurig aber wahr: Die Punk-Rock-Szene ist bei Weitem nicht mehr das, was sie Mitte der 90er war, nämlich ein florierender Zirkus voller (teils auch politisch) ambitionierter Bands, deren Releases im Händlerregal nie befürchten mussten, in irgendeiner Form Staub anzusetzen. Inzwischen hat sich das Business auf Minimalgröße reduziert, und selbst einst verlässliche Kapellen wie PROPAGANDHI und die VOODOO GLOW SKULLS sind nur noch Randerscheinungen einer weniger spektakulären Szene. Der Weg an die Spitze führt schließlich nur noch über die Bühnen, und diese haben RANDOM HAND in den vergangenen fünf Jahren ausreichend bepflügt. Doch reichen mehr als 1000 Shows aus, um sich hier fest zu etablieren? Oder ist die Zahl an sich bereits eine Garantie für gesonderte Qualitäten?

Nach einigen Testläufen des aktuellen Albums "Seething Is Believing" muss man wohl beide Fragen bejahen. RANDOM HAND strahlen eine Energie und Lebendigkeit aus, dass es eine wahre Freude ist. Irgendwo in der Schnittmenge von klassischem Punk Rock, Ska und leichter Metal-Attitüde feiern und rotzen sich die Briten durch ihr Material, lassen es mal fröhlich, mal ruppig zugehen und schwanken immer schön zwischen leicht verrohter Attitüde und Singalong-tauglichen Hymnen. Nummern wie 'Start The Fans' und 'Bones' lassen bereits erahnen, dass auf den Brettern im wahrsten Sinne des Worts der Punk abgeht, ein etwas ruhiger Song wie 'Floating Ghosts' beweist unterdessen, dass die Qualitäten von RANDOM HAND breit gefächert sind. Zwischenzeitlich darf man dann auch mal mitträllern, sei es nun im flotten 'Sons Of Robots' im melodischen Ska-Punker 'Not A Number' oder im schicken 'Henchman'. Hier werden nicht nur glorreiche Zeiten wiederbelebt, hier hat man zwischenzeitlich das Gefühl, eine neue Generation würde der alten den Rang ablaufen und das zurückerobern, was viele Jahre verschwunden schien.

Insofern kommen eingeschworene Punk-Rocker an einem Release wie "Seething Is Believing" absolut nicht vorbei; diese Platte ist vielleicht das, was man als ein Comeback des ursprünglichen 90er-Sounds bezeichnen darf, und das auf einem mehr als ansprechenden Niveau!

Anspieltipps: Sonss Of Robots, Not A Number, Start The Fans, Henchman


Note: 8.5 / 10
Björn Backes, 22.2.2012

 
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