Stielas Storhett - Vandrer...

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- 17.11.2006
- Northern Silence / Twilight
- Black Metal
- http://www.northern-silence.de/files/stielas_storhett.htm
- Der letzt November
- Vandrer...
- Gräfin Dämmerlicht
- Schmerzerfüllter Zorn
- Unholy Black Metal (DARKTHRONE-Cover)
- Nymåne
- Stille weiße Wildnis
- Ihr Königreich
- Erblicket die Töchter des Firmaments (BURZUM-Cover)
- Dieses Eis wird niemals schmelzen
Mehr über Stielas Storhett
Review
Review von Rüdiger Stehle
Viel interessanter sind jedoch die Eigenkompositionen, die mit wahrhaft eisiger Atmosphäre glänzen. Schon der Einstieg mit dem bald zehnminütigen 'Der letzte November' bringt es auf den Punkt: Rasend vor ratterndem und schepperndem Schlagzeug stürmt STIELAS STORHETT durch den Schneesturm, immer wieder gebremst durch atmosphärische, eiskalte Einschübe und sogar mal durch ein wenig energische Dynamik mit Groove. Noch besser wird das Ganze jedoch, wenn die Gitarren wie bei 'Vandrer...' ihr wunderbar tristes, geisterhaftes Lamento die Kälte durchschneiden lassen (ganz groß bei 'Schmerzerfüllter Zorn'). Auch akustische Anklänge an die frühen ULVER finden wir in getrageneren und melodischeren Hymnen wie etwa 'Gräfin Dämmerlicht'. Ja, in manchen ruhigen, entrückten Passagen ruft es sogar Erinnerungen an AGALLOCH wach. So hat dieses Album trotz aller Wahrhaftigkeit und Traditionalismen doch auch hier und da progressive, spacige und doomige Elemente, welche die Scheibe umso interessanter machen. Dies würde auch das Instrumental 'Nymåne' unterstreichen, wäre es denn nur ein solches geblieben und hätte der Komponist und Arrangeur darauf verzichtet, es mit Stöhneinlagen der Marke Soft-Erotik zu hinterlegen. Das kam schon bei MANOWARs 'Pleasure Slave' nicht ganz so gut.
Bleibt die Frage, warum ein Russe aus Murmansk seine lyrischen Elaborate allesamt in feinstem Deutsch und Englisch, sowie ein wenig Norwegisch ergießt, warum noch niemand vom Murmansker Infernal Fields Studio gehört hat und warum auch sonst überhaupt gar nichts an dem Album auf die russische Herkunft der Band verweist. Doch egal, die Legende will es, also huldigen wir hier einer russischen Ein-Mann-Band, denn das hat sie zweifellos verdient, ist "Vandrer..." doch fraglos ein ziemlich beeindruckendes Debüt, dem man fast auch noch den platten Klischeespruch vom Menschenfeind verzeihen kann, der sich hinter der CD im Inlay verbirgt.
Anspieltipps: Vandrer..., Gräfin Dämmerlicht
Note: -
Rüdiger Stehle, 23.12.2006



















