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![]() | Regisseur: Val Guest Jahr: 1956 Land: Großbritannien Genre: Science-Fiction |
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"Feinde aus dem Nichts" ist der mittlere Teil der Reihe um den ambitionierten Professor Quatermass und war seinerzeit die erste Kinoproduktion, die als offizieller Nachfolger eines vorangegangenen Filmes durchging. Nicht nur deswegen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass "Feinde aus dem Nichts" in Deutschland ausschließlich in den Kinos und danach nie wieder in der Originalsynchronisation zu sehen war, ist "Quatermass 2", so der Originaltitel, auch aus heutiger Sicht noch ein sehr wichtiges cineastisches Dokument. Dies resultiert aber auch aus der spannenden Geschichten, die zusammen mit "Die Dämonischen" noch heute als Vorfahre der sogenannten Paranoia-Science-Fiction gehandelt wird.
Story:
Professor Quatermass hat soeben von der britischen Regierung eine Absage für sein Pilotprojekt zur Kolonialisierung des Mondes erhalten, führt seine Forschungen jedoch weiterhin fort. Dabei stößt er eines Tages auf einige außergewöhnliche Erscheinungen am Radarschirm, die er zunächst für Meteoriten hält. Bei einem Besuch des Einschlagsortes trifft Quatermass auf ein zerstörtes Dorf, in dessen Nähe eine mysteriöse Fabrik steht, in der laut Angaben der Führungsbrigade synthetische Lebensmittel hergestellt werden. Seltsamerweise ähnelt diese Fabrik sehr stark dem Modell von Quatermass' Mondkolonie, weshalb der Wissenschaftler auch weiter in der Nähe der Fabrik herumschnüffelt. Dabei wird sein Assistent bei der Untersuchung eines unbekannten Objektes von einem austretenden Gas infiziert, welches Quatermass' Vermutung, dass hier etwas nicht stimmt, noch bekräftigt. Als dann auch noch die Regierung mit allen Mitteln verhindern will, dass er die Kelleretagen der Fabrik betritt, wird ihm klar, dass die Verschwörung weitaus größere Ausmaße angenommen hat, als er es vermutet hätte.
Kritik:
Für damalige Verhältnisse ist dieser Film sicherlich ein Meilenstein der Science-Fiction-Geschichte, da er auf ganz simple Art und Weise und ohne jegliche Effekte eine sehr bedrückende, angstauslösende Atmosphäre kreiert, in deren Folge damals garantiert der eine oder andere Kinobesucher an eine Verschwörung der Regierung im Bezug auf die Weltraumforschung geglaubt hat. Regisseur Val Guest hat den Balanceakt zwischen Kitsch und Anspruch wirklich prima hinbekommen, ganz ohne die "Feinde aus dem Nichts" als seltsame Monster oder dergleichen herzustellen. Stattdessen konzentriert er sich auf die von Feinden kontrollierten Menschen und deren blindes Vergehen an ihresgleichen. Eine Kontrolle von außerhalb mit der Toleranz der Regierung, das ist das Thema dieses Filmes, der insofern auch einige sozialkritische Standpunkte auffährt. Andererseits sind es aber gerade diese subtilen Schockeffekte, verbunden mit dem manchmal schon genialen, weil einfachen Sound, die das Besondere an diesem Streifen ausmachen. Und mal im Ernst: welcher Science-Fiction-Film kann schon von sich behaupten, eine Endzeitstimmung zu kreieren, ohne dabei auf massive Spezialeffekte zurückugreifen? In dieser Hinsicht und auch aufgrund des packenden Inhalts war "Feinde aus dem Nichts" schon im Jahre 1956 innovativ und ist es in dieser Form trotz vieler ähnlicher Nachahmer immer noch geblieben. Inwieweit die Paranoia-Science-Fiction damit Einfluss auf die Wahrnehmung der Menschen genommen hat, ist mir nicht bekannt, doch wie gesagt: Eine Beeinträchtigung des logischen Denkens und ein nachhaltiges Misstrauen Regierungsaktivitäten gegenüber wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.
"Feinde aus dem Nichts" ist noch in schwarz/weiß gehalten, jedoch für diese Verhältnisse in bestechend scharfer Bildqualität. Sieht man in derartigen Produktionen schon einmal Flimmern und kleine Aussetzer, so ist "Feinde aus dem Nichts" beinahe komplett frei davon. Die Hammer Studios haben auf jeden Fall gute Arbeit geleistet. Das gilt übrigens auch für den Ton, der zwar in Mono gehalten ist, aber dennoch weder durch Rauschen noch durch nervige Laut/Leise-Spielchen auffällt.
Als Bonus gibt es auf der DVD noch einen Audiokommentar des Regisseurs sowie Kommentare von Drehbuchautor Nigel Keane sowie die üblichen Trailer und Bildergalerien.












