The Power Of Metal, Rock And Gothic


Nippon Connection 2005

Konnichi wa! Pünktlich zum Kirschblütenfest in Japan öffnet das Film-Festival "Nippon-Connection" in Frankfurt in der Zeit vom 13. bis 17. April seine Pforten. Zum fünften Mal verwandelt sich das KoZ auf dem Uni-Campus für ein paar Tage zum japanischen Kino-Festival. In den vergangenen Jahren war dort schon manch großartiger oder abgedrehter Film zu bestaunen, wie etwa "Zatoichi", "Ichi - The Killer" oder "Perfect Blue". Inzwischen hat sich die Nippon-Connection zur größten Plattform für japanisches Kino außerhalb seines Heimatlandes entwickelt - und das völlig ehrenamtlich organisiert. Wie im vergangenen Jahr strömen wieder über 16.000 Zuschauer in die rund 150 Filme, darunter viele Deutschland-, Europa- oder gar Weltpremieren. Viele Regisseure, Produzenten und Schauspieler sind angereist, um den Premieren ihrer Werke beizuwohnen und diese zu kommentieren. Während die Kinofilme im Pupille-Kino - umgetauft in Nippon-Cinema - flimmern, werden im Stock darüber - im NIPPON-DIGITAL - digitale Produktionen gezeigt. Daneben gibt es Podiumsdiskussionen, viel japanische Kultur und im Café KoZ Partys sowie Konzerte. Außerhalb des Uni-Campus widmet sich das Deutsche Filmmuseum am Mainufer dem einflussreichen Altmeister Seijun Suzuki, der in den Sechzigern mit seinen außergewöhnlichen Gangsterfilmen von sich Reden machte. Im Filmtheater Valentin laufen Wiederholungen, hinzu kommen Ausstellungen in der Galerie Station und im Festivalzentrum.

Auf den nächsten Seiten erwarten euch unsere Festival- und Filmberichte, chronologisch sortiert nach NIPPON-CINEMA, NIPPON-DIGITAL und gegebenenfalls NIPPON-CULTURE und NIPPON-RETRO. Unter vielen Kurzreviews findet ihr einen Link zu den ausführlicheren Reviews. Und nun viel Spaß beim schmökern!
(Carsten Praeg)




MITTWOCH, 13. April

Der erste Festival-Abend und die Vorhut der POWERMETAL.de-Crew ist durch meine Wenigkeit am Start. Da heißt es erstmal ein paar Eindrücke sammeln: Da wäre zunächst die mit rosafarbenen Logos behangene Treppe hoch in den ersten Stock des Festivalzentrums, in dem sich neben dem Kino-Saal ein Gang mit Sitzmöglichkeiten und einer kleinen Bar erstreckt. An zwei Ständen können sich die Besucher mit dem Festival-Soundtrack oder mit den Highlights der vergangenen Jahre auf DVD eindecken. Ein Raum wurde zur Spielhölle umfunktioniert, wo mehrere Mädels die an große Monitore angeschlossene Tretmatten ausprobieren. Die Männer zocken derweil vergnügt Schlammcatchen (!) oder Beach-Volleyball (ebenfalls mit knackigen Computer-Figuren). Einen Stock höher, vorbei an einem tuntig rosafarbenen Godzilla, stehen weitere Konsolen bereit. Außerdem kann man sich eine Shiatsu-Massage verpassen lassen oder im Keller eine Soba-Ya-Suppe schlürfen. Mich gelüstet es mehr nach Sushi, dass an einer kleinen Theke vor dem Kino-Eingang frisch zubereitet wird. Noch ein japanisches Bier dazu und auf eines der sehr bequemen Sitzkissen zu meinen FR-Kollegen gepflanzt. Die zieht es kurz darauf in den Eröffnungsfilm "World's End / Girl Friend", während ich noch etwas auf den Start von Nippon-Digital warte.
(Carsten Praeg)



NIPPON-CINEMA

VITAL

Bei einem Auto-Unfall hat der Medizinstudent Hiroshi sein Gedächtnis und seine Freundin verloren. Um seine Erinnerung wieder zu erlangen, stürzt er sich in die Anatomie-Vorlesungen und lernt wie besessen, ohne dabei jedoch eine Mine zu verziehen. Das bleibt auch so, als sich eine Kommilitonin für ihn interessiert. Als die beiden eine Leiche sezieren, kehren Hiroshis Erinnerungen langsam zurück - denn der Leichnam ist seine Freundin. Zunehmend vermischen sich düstere Gegenwart und glücklichere Vergangenheit zu einer Operette bizarrer Bilder. Einem Kollegen von mir wird das ganze schon nach 10 Minuten zuviel. "Vital" ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, wurde aber von Regisseur Shinya Tsukamoto sehr detailliert in Szene gesetzt. Außerdem brilliert Hauptdarsteller Tadanobu Asano in einer wortkargen und depressiven Rolle.

Zum ausführlichen Review
(Carsten Praeg)


NIPPON-DIGITAL

EIGA BANCHO: LOVE KILL KILL

Hinter "Eiga Bancho" verbirgt sich ein Wettbewerb, bei dem renommierte Regisseure gegen Newcomer antreten. Dabei müssen sie mit der gleichen DV-Kamera und dem selben Budget drehen. Das japanische Publikum entscheidet dann in den Kategorien Comedy, Horror und Eros - meist zugunsten der Jungspunde von der Film-School of Tokyo. "Love Kill Kill" von Shinya Nishimura entstammt dem Eros-Genre: Satoshi arbeitet in einem Jobcenter, sammelt brutale Porno-Videos und filmt heimlich Pärchen in ihrem Schlafzimmer. Eines Tages verliebt er sich in die schöne Sayuri und sucht Hilfe bei der jungen Noa. Die etwas mopselige Jugendliche hat ihn mal auf dem Heimweg von einem Sex-Shop verfolgt, sich mit ihm "Sex Violence 2" reingezogen und soll nun Details über Sayuri herausfinden. Doch dabei verliebt sie sich selbst in die Schönheit, wodurch sich eine Art Dreiecksbeziehung entwickelt, die auf eine Katastrophe hinauszulaufen scheint.
Anschließend an den Film stellt sich die anwesende Eiga-Bancho-Produzentin Atsuko Ohno den Fragen des Publikums. Interessanterweise erzählt sie, dass der durchgeknallte Charakter Satoshis durchaus die japanische Realität wiederspiegeln würde. Interessante Neuigkeiten aus dem Land der Automaten mit getragenen Slips. Dabei fällt mir einer der animierten Nippon-Trailer ein: Während vor manchen Filmen ein rosa Gozilla tanzt oder sich zwei Frauen mit ihren Einkaufstüten duellieren, sieht man in einem dritten Vorspann die Umrisse eines Selbstmörders vor einem solchen Automaten. Ein Robo-Hund kommt herbeigewackelt, schnappt sich das Schwert und läuft schwanzwedelnd aufs Publikum zu. Durchgeknallt.

Beim anschließenden "Vital" sind während der letzten Filmminuten schon etwas störende Bässe aus dem Erdgeschoss zu vernehmen: Im Café Koz legen die DJs Harlokk und Nikko Kasai zur Eröffnungslounge auf. Während aus den Boxen J-Pop dröhnt, schmeißt ein VJ bunte Farben an eine Leinwand. Die Stimmung ist eher sehr relaxt. Hier und da sitzen im Dunkeln ein paar Gestalten und lassen sich japanische Snacks schmecken. Das Highlight ist eine Butoh-Tanzperformance, von der ich allerdings nichts mitbekomme, da die Musik doch nicht meinen Geschmack trifft.
(Carsten Praeg)




DONNERSTAG, 14. April

Der erste Tag, an dem die POWERMETAL.de-Crew langsam vollzählig in Frankfurt eintrudelt. Bei NIPPON-CULTURE stehen heute ein Manga-Vortrag, die japanische Sprache und Neues von den Haustierrobotern auf dem Plan. Und wer abends in der Soba-Ya Soup Lounge neben Karaoke am besten seine Suppe schlürft, ohne zu kleckern, kann beim ersten internationalen Schlürfwettbewerb gewinnen. Den großangekündigten, wohl bisher teuersten Anime "Steamboy" verpasse ich leider, dafür zieht es mich später in den neuen Takashi Miike.



NIPPON-CINEMA

IZO

Selbst wer vor drei Jahren bei der Nippon-Connection den slashigen "Ichi the Killer" gesehen hat, hat nicht den blassesten Schimmer, was ihn in Miikes neustem Werk "Izo" erwartet. Hier jagt eine Metzel-Szene die nächste und lässt dem Zuschauer kaum Rast. Der getötete Samurai Izo erwacht zu neuem Leben und metzelt jeden nieder, der sich ihm in den Weg stellt. Dabei verliert er sich zunehmend in Raum und Zeit. Derweil philosophiert ein Rat von Gesellschaftsoberhäuptern (mit Multistar "Beat" Takeshi Kitano als Premierminister) über diese "Inkarnation des Irrationalen" als unbedeutenden Fehler im System. Regisseur Takashi Miike scheint auf dem absoluten Höhepunkt seiner blutigen, durchgeknallten Kreativität angekommen zu sein. "Izo" ist ein blutrünstiges Werk, welches das Publikum spaltet: Während die eine Hälfte schon nach kurzer Zeit entnervt den Kinosaal verlässt, spendet die andere Hälfte während des Nachspanns Applaus.
Zum ausführlichen Review
(Carsten Praeg)



NIPPON-DIGITAL

PUSSYCAT GREAT MISSION

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie auf der Nippon-Connection war. Die positive Überraschung ist, dass es, für ein Underground-Filmfestival, recht professionell aufgezogen wurde. Viel Zeit für eine Besichtigungstour habe ich nicht, steht doch die Russ-Meyer-Hommage "Pussycat Great Mission" auf dem Programm: Ein genial-trashiger Film, in dem drei knackige Mädels in einem Lieferwagen rumfahren, und dabei jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, umlegen. Das Hauptaugenmerk legen sie jedoch auf einen älteren reichen Mann, der, als er vor einigen Jahren ein junges Mädchen aus dem Meer vor dem Tod rettete, ein Bein verlor, weil ein Hai ihm den linken Unterschenkel abgebissen hat.
Vorher werden jedoch ein paar Kurzfilme gezeigt, deren Grundthematik der aktuelle NIPPON CONNECTION "Exchanging Tracks"-Soundtrack war. Die drei CDs enthalten traditionelle japanische Songs und Melodien, die von internationalen DJs remixt wurden. Dabei haben sich verschiedene Regisseure dieser Thematik angenommen und mal passende, mal unpassende Kurzfilme gedreht. Besonders hervorzuheben ist das eine Filmchen, in dem, passend zu dem Beat, abgefahrene Farben gezeigt werden.
Zum ausführlichen Review
(Tolga Karabagli)




FREITAG, 15. April

Heute lassen sich die Mangaka Christina Plaka und zwei ihrer Kollegen beim Zeichnen über die Schulter schauen. Außerdem können die Besucher etwas über japanische Kalligraphie, Kurzgedichte und japanische Literatur lernen. Podiumsdiskussionen über verschiedene Filmstile folgen, während im Labsaal eine Naginata-Kampfsportvorführung stattfindet. Highlight im Kinosaal ist an diesem Nachmittag "The Taste Of Tea", und nach dem letzten Film des Abends steht noch ein Konzert auf dem Plan.
(Carsten Praeg)





NIPPON-CINEMA

THE LAST SUPPER

Freitag um 12:00 Uhr ist es eigentlich noch zu früh für das letzte Abendmahl. Dennoch läuft um diese Zeit der Film "The Last Supper", der für einige der Darsteller tatsächlich zum letzten Mahl wird, weil sie es nämlich sind, die verspeist werden. Es geht um Kannibalismus und das in einer ziemlich misslungenen Mischung aus Hannibal Lector und 70ies-Splatter-Trash, die auch noch sehr träge beginnt. Zum Schluss hin wird es besser, aber im Endeffekt ist der Film dennoch nichts wirklich Besonderes.
Zum ausführlichen Review
(Andreas Fecher)


THE TASTE OF TEA

Um 17:00 Uhr hat der neue Film von Katsuhito Ishii ("Shark Skin Man and Peach Hip Girl", 1999) seine Deutschlandpremiere und entpuppt sich als ein einfallreiches Familienportrait, das mit vielen guten Ideen und Innovationen inszeniert ist. Dabei erlebt man in knapp über 140 unterhaltsamen Minuten die ganze Bandbreite von Tragik, Liebe, Humor und Absurdität. Mir persönlich ist "The Taste of Tea" von allen Filmen, die ich bei der Nippon Connetion gesehen habe, der liebste.
Zum ausführlichen Review
(Andreas Fecher)


APPLESEED

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Nippon Connection ist definitiv "Appleseed" - der neue Anime aus der Feder von "Ghost in the Shell"-Zeichner Shirow Masamune. Am Freitag Abend feiert das mit Spannung erwartete Animationsfeuerwerk seine Deutschlandpremiere im Nippon-Cinema. Unnötig zu sagen, dass der große Kinosaal bis auf den letzten Platz ausverkauft ist und Leute sich in eine desillusionierend lange Schlange einreihen, um dieses wirklich großartige Meisterwerk, das ansonsten erst im Sommer 2005 in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, genießen zu können. Mein persönlicher Favorit der Nippon Connection 2005!
Zum ausführlichen Review
(Christian Debes)

Dem Lob kann ich mich nur anschließen. Vor allem die 3-D-Fahrten durch eine Sci-Fi-Stadt oder über zerbombte Hochhäuser sind atemberaubend und bis ins letzte Detail animiert. Einen kleinen Eindruck kann man sich auf der Filmhomepage durch ein paar 180¡-Kameras verschaffen. Leider fehlt mir der Vergleich zum ebenfalls gezeigten und wohl teureren "Steamboy", um beurteilen zu können, ob "Appleseed" tatsächlich DER Anime des Jahres ist.
(Carsten Praeg)


THE GLAMOROUS LIFE OF SACHIKO HANAI

Endlich kriegt man auf der Nippon Connection auch einmal einen der berühmt-berüchtigten 'Pink Movies' - in Japan beliebte Softsex-Streifen - zu Gesicht. In Anwesenheit des Regisseurs wird die Langfassung des Films "The Glamorous Life of Sachiko Hanai" gezeigt, der neben viel Sex vor allem allerhand Schräges zu bieten hat. Es geht um einen drohenden Nuklearkrieg, eine Kopie des Fingers von George W. Bush und die Titelheldin Sachiko, die durch eine Pistolenkugel im Kopf zur Intelligenzbestie mutiert. Sicherlich alles andere als Mainstream-Kino und für Fans abgedrehter Filme ein echter Leckerbissen.
Zum ausführlichen Review
(Andreas Fecher)

Anschließend stellt sich Regisseur Mitsuru Meike den Fragen des Publikums und albert dabei mit dem Micro herum, das er dem Dolmetcher ins Gesicht drückt (siehe Foto). Dann erklärt er, dass eben die ungekürzte Fassung seines Films zu sehen war und hofft, dass eines Tages auch das Publikum in seiner Wahlheimat New York diesen Film zu sehen bekommt. Ob seine Heimatstadt ein Indiz dafür ist, weshalb sich der Film gerade gegen George W. Bush richtet?
(Carsten Praeg)



NIPPON-DIGITAL

Planet Studyo +1

Das Planet Studyo +1 ist das kleinste Kino der Welt und steht in Osaka. Da man aber durch die begrenzte Kapazität ohnehin nicht mit einem Massenansturm auf dieses Kino zu rechnen braucht, ist das Programm der dort gezeigten Filme auch nicht auf kommerzielle Rentabilität ausgerichtet, sondern eher für Experimente jeglicher Art offen. So verwundert es auch nicht, wenn dort viele Perlen des japanischen Underground-Kinos zu sehen sind, die auch auf den dort stattfindenden Festivals gezeigt werden. Eine Auswahl der besten Filme, die auf diesen Festivals liefen, waren nun auch bei der Nippon Connection zu sehen.
(Andreas Fecher)

CO2
Das "Cineastes Organisation Osaka EX"-Festival - kurz CO2 -, das seit 2004 im Planet Studyo +1 stattfindet, präsentiert vorwiegend die Arbeiten junger Nachwuchsregisseure.

Waiting for the Flood
(Teibou ha kouzui wo matteiru)
Japan 2005
Regie: Masafumi Yamada

Der Film handelt von der Beziehung zwischen dem Schweißer Yamazaki zu seiner Geliebten Airi. Diese Beziehung wird ohnehin vorwiegend relativ distanziert und emotionslos geführt, aber als Airi eines Tages vergewaltigt wird gleiten sie zusehends immer mehr in zwei verschiedene Welten ab, bis sich die gestauten Emotionen schließlich in einem finalen Gewaltausbruch ausbrechen. "Waiting for the Flood" besticht vor allem durch seine ruhigen, schön in Szene gesetzten Bilderwelten, in der er schwelgt und weiß dadurch eine eigenartige Stimmung aufzubauen. Allerdings nervt der Film gegen Ende ein wenig durch seine undurchschaubaren Symbole, die teilweise etwas plump geworden sind. Das ist dem Regisseur Masafumi Yamada bei dem ebenfalls bei Nippon Connection gezeigten Film "Tsuburo" (gezeigt in der Auswahl des Pia Film Festivals) besser gelungen.
(Andreas Fecher)

Red Restraint
(Akai Sokubaku)
Japan 2005
Regie: Masaki Karatsi

Asai ist ein Webdesigner, der einem durch und durch hippen Lebensstil mit wechselnden Bettbekanntschaften fröhnt. Doch eines Tages begegnet er dem Ehepaar Kenji und Shyoko, die eine ganz und gar klassisch-konservative japanische Ehe führen. Trotz der unterschiedlichen Lebenseinstellungen freunden sie sich gegenseitig an. Doch während Asai immer mehr dem Reiz von Shyoko erliegt, macht sich bei Kenji eine Geisteskrankheit breit.
Die Diskrepanz zwischen dem modernen Lebensstil der japanischen Jugend und den althergebrachten Werte der japanischen Familie sind das Thema von "Red Restraint", das zu Beginn eher noch heiter und teilweise komisch ist, aber zusehends mit dem Voranschreiten von Kenjis Geisteskrankheit ernster wird. Diese Krankheit dient Kenji zur Flucht vor der Realität mit den Beziehungsproblemen und den täglichen Sorgen, die das System der Ordnung aufzubrechen drohen. Ein beachtlicher kleiner Film, der zu Herzen geht, und vor allem durch die Leistung der Darstellerin der Shyoko, die bei dem CO2-Festival dafür den Darstellerpreis erhielt, zu gefallen weiß.
(Andreas Fecher)

Ochon-chan: Pussy's Adventures in Love and Revolution
(Ochanchan no ai to bouken to kamukei)
Japan 2005
Regie: Hiroshi Nishio

Die durch eine Vergewaltigung traumatisierte Hana lebt in einer etwas veschobenen Geisteswelt. Durch den Rat ihres Psychologen baut sie eine besondere Beziehung zu ihrer Vagina auf, an die sie Briefe schreibt. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch kommt sie bei einer Frau unter, die ihr durch allerlei Tricks wieder ein gesünderes Verhältnis zur Sexualität zu vermitteln versucht. Aber erst die Beziehung zu dem leicht gestörten Kobayashi kann sie ein wenig aus der Reserve locken. Doch dieser lebt in einer ganz anderen Welt; besteht sein Lebensinhalt doch aus dem Warten auf die Ankunft eines UFOs und dem Bau von kleinen Bomben.
"Dies ist ein bizarrer Film" stand als Warnung auf den Handzetteln, die der Regisseur als Werbemaßnahme für diesen Film auf dem Festival verteilte, und treffender ausdrücken kann man es eigentlich nicht. Schließlich wird man hier mit einer Unmenge an durchgeknallten Charakteren konfrontiert, die sich schon für sich genommen recht merkwürdig verhalten, in Kombination mit den anderen Charakteren aber noch für ein gesteigertes Sammelsurium an merkwürdig absurden Situationen sorgen. Aus diesem Grund kann man der Handlung des Films nicht immer haargenau folgen, wenn man sich aber darauf einlässt, ist der Film fast schon ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis.
(Andreas Fecher)

Most Dangerous Man Alive!
(Sono otoko. Kyoubou ni tsuki)
Japan 2003
Regie: Nobuhiro Yamashita

Ozaki arbeitet als Polizist, wobei ihm angeblich Hunderte an Beamten unterstellt sind. Weil ihn dieser Beruf nicht ausfüllt, obwohl er Tag und Nacht mit der Zentrale in Verbindung steht, will er sich als Pornodarsteller versuchen. Angeblich hat er es sexuell sehr gut drauf, und er will auch schon den in japanischen Pornos üblichen Job des 'Abspritzers' gemacht haben. Dem Filmteam jedoch kommt im Laufe des Drehs immer mehr der Verdacht, dass diese Behauptung in Wirklichkeit nur heiße Luft und Ozaki tatsächlich noch Jungfrau ist.
"Most Dangerous Man Alive!" ist eine sogenannte Fake-Doku, die aus Sicht der Pornofilmer über Ozaki berichtet. Dabei kommt es zwar mehrmals zu herrlich lustigen Szenen - etwa wenn Ozaki auf die Annäherungsversuche seiner Filmpartnerin mit Panik reagiert und nachher behauptet, dies wäre gar nicht wahr -, insgesamt ist der Film aber recht langatmig und eher merkwürdig als lustig.
(Andreas Fecher)

Cinetribe
Ähnlich wie das CO2 ist auch das Cinetribe ein Filmfestival im Planet Studyo +1, das sich ganz und gar jungen Nachwuchsregisseuren verschrieben hat.

Red Seed
(Aka wo miru)
Japan 2004
Regie: Makoto Asakawa

Die ältere Schwester von Haruka, zu der diese eine enge Beziehung hatte, hat Selbstmord begangen. Von da an verliert sie den Halt, weil sie diese Tat nicht begreifen kann und nun ihrerseits am Sinn des Lebens zweifelt. Nur eine ihrer Schulkameradinnen kann ihr in dieser Situation Halt geben und versucht, sie wieder zurück ins aktive Leben zu holen.
"Red Seed" ist ein beeindruckender, in Schwarzweiß gehaltener Film, der auf sehr gelungene Weise mit Assoziationen arbeitet, die die Vergangenheit Harukas mit ihrer Gegenwart verbinden und ein gutes Bild ihrer Stimmungen vermitteln. Ein echtes Highlight!
(Andreas Fecher)

New Year's Dolls
(New daizu no ningyou)
Japan 2004
Regie: Takanari Hasegawa

In der Zukunft ist es der Luftverschmutzung wegen notwenig saubere Luft in Dosen zu kaufen. Yoshiharu und Osamu brauen jenseits der staatlich kontrollierten Luftversorgung illegal saubere Luft. Als Osamu jemanden, der ihn um sein Geld berauben will, tötet, fliehen sie mit Osamus Schwester aufs Land, wo sie mit einem Leben konfrontiert werden, das sie nicht gewohnt sind. Man kann das Leben, das in "New Year's Dolls" dargestellt wird, als eine Metapher auf die Lebensunfähigkeit ansehen, da man nicht mehr für sich das zum Leben notwendige der Natur entnehmen kann, sondern selbst die Luft künstlich hergestellt wird. Das ganze wird vor allem in dem Hobby von Osamus Schwester offenkundig, die sich mit der Botanik beschäftigt, sich also dem Aufrechterhalten von Leben beschäftigt, das nicht mehr ohne Tricks möglich ist. Leider kann der Film kaum die Atmosphäre einer zukünftigen Welt vermitteln und kann daher sein Potential und seine Wirkung nicht voll entfalten.
(Andreas Fecher)

Mariko's 30 Pirates
Japan 2004
Regie: Tetsuya Mariko

Während er an seiner Uni-Abschluss-Arbeit schreibt, findet Tetsuya Mariko heraus, dass er von Piraten abstammt. Er kleidet sich von nun an als Pirat, versammelt 30 weiter Piraten um sich und startet einen Feldzug gegen die Universität, die ein ihm liebgewonnenes Gebäude abreißen will.
Yeah, Rebellion und Anarchie! Tetsuya Mariko erschafft mit "Mariko's 30 Pirates" eine experimentelle Fake-Doku, die sich den Kampf gegen den Untergang von althergebrachtem Liebgewonnen auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei mischt er hochgradig stilisierte Szenen, in denen etwa seine Mannschaft zu den klassischen Klängen des deutschen Liedes "Guten Abend, gute Nacht" aus den Fluten des Meeres steigt, mit Szenen, die wohl tatsächliche dokumentarisch bis zu einem gewissen Grad sind. So sind die Szenen, in denen er als Pirat verkleidet durch die Uni rennt, wohl authentisch - zumindest wenn man die doch befremdeten Reaktionen der Studenten dort als Maßstab nimmt. Eingebettet ist der ganze Film passender Weise in ein Traktat zur Erhaltung des Super8-Films. Der Fortschritt ist eben nicht immer nur positiv, aber zum Glück gibt es noch Kämpfer wie Mariko, die der Vergangenheit nicht nur nachtrauern, sondern auch aktiv werden.
(Andreas Fecher)


OPENART: SHORT FILMS

Hinter dem OpenArt-Projekt verbirgt sich eine Plattform im Internet, die Filmemachern die Möglichkeit bietet, Kurzfilme - gleich welcher Ausrichtung - einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Dabei kommen unbeholfen wirkende 30-sekündige Amateurbasteleien ebenso zum Zuge wie professionellere halbstündige Animes mit durchdachter Story und entsprechend dahinterstehendem Aufwand. Diese Kurzfilme - ein in Japan nur sehr wenig beachtetes Genre - können größtenteils auf der dazugehörigen Homepage in geringer Auflösung und eher mäßiger Qualität betrachtet und vom Zuschauer bewertet werden.
Das Team der Nippon Connection hat aus den vielen Hundert OpenArt-Filmchen eine Auswahl getroffen und zeigt diese in zwei jeweils zweistündigen Sessions: "OpenArt: ShortFilms" und "OpenArt: Animation". Hochauflösend und in bester Tonqualität präsentiert, lockt diese geballte Ladung japanischer Merkwürdigkeiten eine vergleichsweise hohe Anzahl an Zuschauern in den gemütlichen Nippon-Digital-Kinosaal. Was folgte, ist ein stellenweise durchwachsenes, insgesamt aber voll lohnendes Filmvergnügen, das zeigt, wie viel Kreativität, Fantasie und Können viele der gänzlich unbekannten Regisseure und Schauspieler vorweisen können. Zwar gibt es immer wieder Durchhänger, wie etwa die eher langweiligen, denn inspirierenden Mischungen aus Bildschirmschoner und Musikvideo, dem gegenüber stehen aber immer wieder großartige Werke wie "Lost Time Life" (eine absurde Geschichte über die letzten Minuten im Leben eines Mannes), "Textism" (ein experimentales Werk in drei Teilen, das hervorragend aufeinander gestimmte Bilder von Bäumen, Gebäuden und einer zerschmelzenden Uhr mit gesprochenem Text - mal verstörend, mal sehr philosophisch, meist beides gleichzeitig - in Einklang bringt) oder großartig auf die Leinwand gebannter Nonsens wie "The Lost Samurai", "Plug" (nach dessen Genuss man nie wieder einen Stromstecker betrachten kann, ohne innerlich zu grinsen) und "Asaka Wild Fellow" (eine Art Musikvideo mit Puppen, das eine wirre und recht zusammenhangslose Geschichte erzählt und von schneller Punk-Polka-Musik untermalt wird, die den Eindruck erweckte, die Leningrad Cowboys hätten mit den Toy Dolls gemeinsame Sache gemacht). Und so könnte ich noch seitenlang über alle 24 Kurzfilme reden. Über die Verbindung von Ninjas und Lolipops, über einen schwarzen Elefanten und seine Liebe zu dem Ei, aus dem er geschlüpft ist, über Trickfilme mit viel schwarzer Tinte und Mädchen, die aus Hochhäusern stürzen, über Hunde, die die Welt beherrschen, über...
Kurzum: OpenArt ist für mich einer der Höhepunkte der Nippon Connection, gerade weil man durch die Vielfalt und den Underground-Status der Kurzfilme viel mehr über das Land Japan, die manchmal etwas eigenartige Auffassung von Humor und die Mentalität der Menschen dort erfährt, als durch den x-ten Mainstream-Anime. Schade, dass man die OpenArt-Filme aller Wahrscheinlichkeit nach nie auf DVD veröffentlichen wird - so bleibt nur die Hoffnung, dass sie bei der Nippon Connection und anderen Filmfestivals ihren wohlverdienten Weg ins Programm finden werden. Die Möglichkeit, sich die Filme auf www.open-art.tv anzusehen ist zwar ein netter Appetizer, das richtige Feeling kommt allerdings erst durch die entsprechende Video- und Audioqualität, die bei den Online-Versionen leider nicht geboten werden können.
(Christian Debes)


DEKA MATSURI RELOADED

Das Deka Matsuri - oder Cop Festival - entstand eigentlich nur aus einer Notwendigkeit. Als nämlich ein Tokioter Kino eine Lücke in ihrem Programm aufwies, kam der Regisseur und Kritiker Makoto Shinozaki auf die Idee dieses Festivals. Er bat einige Kollegen um einige Kurzfilme, die die maximale Länge von zehn Minuten nicht überschreiten sollen und zudem von Polizisten handeln. Außerdem sollte pro Minute mindestens eine verrückte und unerwartete Sache passieren. Gerade diese letzte Anforderung an diese Filme macht natürlich das Besondere an diesem Festival aus.
Schon im letzten Jahr zeigte die Nippon Connection eine Auswahl dieser Festivalfilme und das war anscheinend so erfolgreich, dass das Deka Matsuri dieses Jahr auch wieder vertreten ist - mit Deka Matsuri Reloaded. Gezeigt werden insgesamt sieben mehr oder weniger durchgeknallte Filme. Besonders in Erinnerung bleiben dann auch die Filme, die jegliche Scham- und Ekelgrenze und die Grenzen des gesunden Menschenverstandes verletzen - in diesem Fall ein Film mit dem schönen Titel "The Cop Who Has No Sixth Sense", bei dem es sich um eine parodistische Splatter-Groteske mit übersinnlichem Einschlag handelt und der garantiert auf mehr als eine Verrücktheit pro Minute kommt, und "Barfing Cop", in dem eine Zombie-Seuche um sich greift, die nur durch die Kotze eines bestimmten Mannes eingedämmt werden kann.
Aber auch unter den harmloseren Filmen mangelt es nicht an Ideen. So handelt "Detective Q" von einem Polizisten, der mit einem riesigen Manko leben muss - denn immer, wenn er in die Öffentlichkeit tritt, fangen alle Leute an, hinter ihm Schlange zu stehen. Nicht immer wirklich praktisch, wenn man auf Verbrecherjagd ist. Und bei "Snatches" geht es um das bei Komödien nicht ganz unbekannte Thema des plötzlichen Körpertausches, das hier bis zum Exzess zelebriert wird. Insgesamt ist diese Zusammenstellung des Deka Matsuri sehr abwechslungsreich geworden, und auch wenn nicht wirklich alle der Filme uneingeschränkt zu begeistern wissen, so ist dennoch für ein herrlich trashiges Vergnügen gesorgt.
(Andreas Fecher)



NIPPON-CULTURE

AFRIRAMPO

Als ich aus dem Kino komme, watscheln schon die drei Mädels von AFRIRAMPO durch die Menge in Richtung Café KoZ, in das sich rund 200 Zuschauer drängen. Also nix wie hinterher, am Tresen noch schnell ein Bier geholt und beim bulligen Türsteher Michael eine Kippe geschnorrt. AFRIRAMPO sind schon am Schrubben und bieten einen recht skurrilen Anblick: Auf der kleinen Bühne befindet sich nur die Gitarristin am Mikro, begleitet von der Schlagzeugerin. Die dritte im Bunde steht indes links auf dem DJ-Pult und macht extatische Bewegungen. Dabei trägt sie einen roten Kimono und eine Maske, die wie eine Mischung aus Alien und Tier aussieht. Ihre ebenfalls rotgekleideten Kolleginnen spielen teils jazzige, teils punkige, teils einfach nur komplett durchgeknallte Rockmusik, während in der Mitte des Café ein paar jugendliche Punks einen kleinen Pogo wagen. Und wenn ich durchgeknallt sage, dann meine ich beispielsweise die Sängerin, die sich minutenlang auf den Kopf klopft und dabei Glucksgeräuche von sich gibt. Oder die Drummerin, die ein paar Kissen auf ihr Schlagzeug wirft und auf diesen rumprügelt. Nach einer Stunde verschwindet das Trio von der Bühne, gefolgt von lauten Zugaberufen. Unter Applaus kommen die Mädels wieder auf die Bühne, freuen sich wie kleine Kinder und hüpfen lachend umher. "Sssank jou very much" ruft die Sängerin und gibt noch einmal Gas. Die Tänzerin, die zwischendurch ihre Maske auch mal abgelegt hat, krallt und räkelt sich derweil an der Rückwand der Bühne entlang. Abgefahren, sehr abgefahren das Ganze.
(Carsten Praeg)




SAMSTAG, 16. April

An diesem Nachmittag wird kulturell aus den Vollen geschöpft, schließlich schwingt der japanische Generalkonsul Junichi Kosuge höchst persönlich den Kochlöffel und verrät seine Lieblingsrezepte. Nicht den Kochlöffel, dafür aber die Trommelstöcke schwingen später zwei Taiko-Spielerinnen und bieten den Rest des Tages mehrere Workshops an. Dabei präsentieren sie eine Synthese aus Rhythmus und Bewegung, wie sie klassisch auf Festen, Schlachtfeldern oder als Gebet an die Götter gespielt wurde. Derweil läuft "Turn Over", den das Publikum tags drauf zum Gewinner des erstmals verliehenen NIPPON CINEMA AWARD wählt.
(Carsten Praeg)



NIPPON-CINEMA

TURN OVER - AN ANGEL IS COMING ON A BICYCLE

Sehr amüsant. Die Verhaltensregeln vom Band im Kino (Nicht rauchen, Handys ausschalten, etc.) werden von einer Japanerin vorgetragen, die offensichtlich der deutschen Sprache nicht so mächtig ist. Deshalb kichert sie ab und zu und kommentiert das Ganze auf japanisch. Doch kommen wir zum Film: Eine Liebestragödie, in der ein in seinen Traditionen verkrusteter Ehemann die Liebe zu seiner Frau erst dann zu schätzen weiß, als sie an multipler Sklerose erkrankt und im Sterben liegt. Nicht ganz unschuldig an dieser Tatsache ist ein junger Student, der in seiner Freizeit zaubert und den der Ehemann engagiert, um seiner Frau ein bisschen Abwechslung zu bieten.
Wie bei den meisten anderen Filmen des Festivals ist der Regisseur und der Hauptdarsteller zugegen. Die beiden ziehen vor Beginn des Filmes einige Lacher auf ihre Seite, indem sie bei der Vorstellung unisono das selbe sagen, was in diesem Fall heißt, dass sie beide aus Kyoto angereist sind und sehr froh darüber sind, den Film, der so wahrscheinlich in keinem Kino in Europa anlaufen wird, mit englischen Untertiteln im Gepäck zu haben.
Für Regisseur Keiichi Nomura ist dieser Film eine Hommage an einen Freund, der wie die Protagonistin an multipler Sklerose erkrankt ist. Gedreht wurde der Film im "Studio", das eine ganze Zeit lang so etwas wie das japanische Hollywood war. Dabei stand für ihn nicht die Krankheit im Vordergrund, sondern die Liebe des Ehepaares. Er wollte einen Film kreieren, bei dem man sowohl lachen, als auch weinen kann. Was den Ehemann angeht, so ist er ein typischer Japaner, denn die japanischen Männer sprechen sehr wenig und die Männer aus Kyoto noch weniger. Das Thema ist jedoch international, weshalb der Film überall auf der Welt verstanden werden kann.
Der Hauptdarsteller war noch nie verheiratet, weshalb er zuerst nicht wusste, ob er überhaupt die Rolle spielen kann. Einen weiteren Lacher verursacht die Dolmetscherin, die meint, dass der Hauptdarsteller "noch nie eine Ehe hinter sich gehabt hat!" Ohne wenn und aber der Brüller des Festivals.
Zum ausführlichen Review
(Tolga Karabagli)


BLOOD AND BONES

Um 17:00 Uhr erwartet uns ein Einblick in japanische Geschichte, genauer: die Geschichte koreanischer Einwanderer in Japan. Der renommierte Regisseur Yoichi Sai inszeniert die Geschichte des Einwanderers Kim, der in Japan reich wird, worunter aber seine Familie und die Mitbewohner des Viertels, die er schikaniert und gnadenlos ausbeutet, zu leiden haben. In der Hauptrolle spielt niemand Geringeres als 'Beat' Takeshi Kitano, der hier beweist, warum er zu den Größen des japanischen Kinos zu zählen ist. Auch wenn die fehlenden historischen Hintergründe und die Vielzahl der Charaktere dem Großteil des westlichen Publikums Kopfschmerzen bereiten dürfte, so ist "Blood and Bones" doch ein fesselnder Historienfilm, der zu den Highlights des Festivals zu zählen ist.
Zum ausführlichen Review
(Andreas Fecher)

In der Tat werden die historischen Hintergründe wie die Besetzung Koreas durch Japan und die damit einhergehende Einberufung der Koreaner zum Weltkrieg nur knapp gestreift. Anscheinend wird Kim vor allem durch die Kriegsereignisse zum gefühlskalten Egoisten, was jedoch leider im Dunkeln gelassen wird. "Blood and Bones" ist ein Epos, dessen Gewalt jedoch viele Zuschauer erst mal verdauen müssen. Aber "Beat" Takeshi ist natürlich wieder ganz groß.
Leider ist der Weg nach draußen erneut echt ätzend. Denn während die eine Menschenmasse aus dem Kinosaal nach draußen drängt, stehen auf der schmalen Treppe schon wieder die nächsten an. Da sollten sich die Organisatoren mal etwas einfallen lassen. Vielleicht nächstes Jahr den Kartenvorverkauf ins Erdgeschoss verlegen und die Treppe mal für fünf Minuten absperren, bis der größte Schub draußen ist.
(Carsten Praeg)

Ein bisschen Kritik muss auch sein: Das Festival insgesamt ist inzwischen mit 16.000 Besuchern schon ziemlich groß geworden - und trotzdem hat man noch die selben Räume, die man wahrscheinlich von Anfang an hatte. Ganz extrem war es am Freitag und Samstag Abend, wo die AStA einfach aus ihren Nähten platzte. Eine elend lange Schlange von Menschen steht bis weit in das Erdgeschoss hinunter an, in der Hoffnung, noch Karten für längst ausverkaufte Filme zu kriegen. Ein einziges Chaos, in etwa so gemütlich und familiär wie ein Sommerschlussverkauf. Schade für die Leute, die trotz langem Anstehen keine Karten mehr kriegen konnten, und schade für die Atmosphäre. Wenn das Festival weiter wächst - wovon auszugehen ist - müssen hier neue Räumlichkeiten her. Oder zumindest ein weiterer Kinosaal auf dem Unigelände, so dass sich die Menschenmassen eher verteilen können.
(Christian Debes)



NIPPON-DIGITAL

THE BOTTLED FOOLS

Ein paar Stunden zuvor: Während Mittags draußen die Sonne scheint, erlebt der Kinosaal von Nippon Digital einen düsteren Alptraum, der auf den Namen "The Bottled Fools" hört. Es geht um eine Kolonie in der Zukunft, in der ein paar Leute zusammen mit Schwerverbrechern in einem Aufzug feststecken. Das ganze geht dann sehr in Richtung "Cube" (1997) in Videoclip-Ästhetik und weiß dank atemloser Spannung und vieler guter Ideen zu gefallen.
Zum ausführlichen Review
(Andreas Fecher)


VAUDEVILLIAN DOLLS DONT & NOT

Von der Kunststudentin Aki Funabiki stammen die "Vaudevillian Dolls Dont & Not" - kleine, kurzweilige Geschichten der beiden Knetfiguren Dont und Not. Ursprünglich nur Teil der japanischen Fernsehshow "Vermillion Pleasure Night", haben die beiden verrückten Charaktere nun eine eigene Serie bekommen, in der sie die Welt erkunden, kochen und vor allem ihrem Traum nachgehen, große Entertainer zu werden. Mit der nötigen Portion Brutalität und Sarkasmus ausgestattet, garantieren Dont und Not vor allem eins: Kurzweilige, unbeschwerte Unterhaltung. In einer halben Stunde werden auf der Nippon-Connection circa 15 Folgen gezeigt, die im vollbesetzten Kinosaal im Beisein von Produzent Yoshimasa Ishibashi eine erstklassige Anheizerfunktion haben. Es schleicht sich zwar so manche langatmige Folge in die Auswahl und insbesondere bei dem hohen Redefluss von Dont und Not fällt es auch mal schwer, den englischen Untertiteln hinterherzuhetzen. Insgesamt überwiegen aber die positiven Eindrücke und hinterlassen ein gutgelauntes Publikum. Nächstes Jahr gerne mehr davon!
(Christian Debes)


THE FUCCONS

Mein Gott, was war das? Wieviel Folgen der Fuccons wurden in diesen zuhöchst merkwürdigen 60 Minuten meines Lebens gezeigt? 50? 60? 70? Keine Ahnung. Nur eins ist sicher: Mein Verhältnis zu Schaufensterpuppen hat sich geändert. Und das nicht zum Guten.
Kurz die Fakten: Die "Fuccons" sind eine in Japan sehr beliebte Serie, die wie die "Vaudevillian Dolls Dont & Not" aus der japanische TV-Show "Vermillion Pleasure Night" entstanden ist. Die Folgen haben eine Dauer von ca. einer Minute, die Darsteller sind regungslose Schaufensterpuppen. Im Vordergrund steht die Familie Fuccon: Eine amerikanische Familie, die in Japan lebt. Vater James arbeitet, Mutter Barbara kümmert sich um den Haushalt und Sohn Mikey geht zur Schule. Neben diesen dreien treten natürlich Nebendarsteller auf, die den extrem kurzen Folgen über ihre Spieldauer hinweghelfen: Schulkameraden, eine angereiste Cousine, Mikeys schüchterner Lehrer und viele mehr begegnen einem hier. Was den Reiz der "Fuccons" ausmacht, ist die Art und Weise, wie eine 'typisch' amerikanische Familie mit japanischem Humor parodiert wird. Unnötig zu sagen, dass Regisseur Yoshimasa Ishibashi mit dieser Serie wenig Erfolg in den Vereinigten Staaten, dafür umso mehr in Kanada verbuchen konnte.
Genaugenommen sind "The Fuccons" natürlich nicht in die Welt der bewegten Bilder einzuordnen: Vielmehr handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Fotos, jeweils für eine Dauer von ca. drei bis fünf Sekunden eingeblendet, die synchronisiert wurden. Hastige Schnitte und schnell gesprochener Text komplettieren das hektische Flair dieser Serie, eine große Zielgruppe sind laut Regisseur Yoshimasa Ishibashi Leute, die sich als Zeitvertreib die ein oder andere Folge auf ihrem Mobiltelefon anschauen. Und hier liegt der Vorteil auch klar auf der Hand: Durch das Verwenden von regungslosen Schaufensterpuppen sind hohe Kompressionsraten und dementsprechend ein schneller Download auf das Mobiltelefon möglich; dank der kurzen Dauer von ca. einer Minute passt eine Folge einfach immer hinein: Beim Warten auf den Bus, in der U-Bahn oder wo auch immer man für die Zeit einer halben Zigarettenlänge nichts zu tun hat.
Der Hype, der in Japan um die "Fuccons" entstanden ist (mehrere DVDs und unzählige Merchandise-Artikel) lässt sich rational wohl kaum erklären. Fakt ist: Die Serie hat definitiv ihren Reiz und viele äußerst geniale Szenen und Ideen. In der auf der Nippon Connection präsentierten Form gibt es allerdings ebensoviel zu bemängeln: Eine Folge der Fuccons ist kultig, fünf hintereinander zumindest noch witzig. Aber schätzungsweise 50 Folgen direkt hintereinander zu zeigen, ist Folter! Eine erhebliche Anzahl der Zuschauer quittiert das mit dem frühzeitigen Verlassen des Kinosaals, die ganz Harten kämpfen sich durch, hoffen nach jeder beendeten Folge, es möge die letzte sein und bemühen sich, den schnell und kurz eingeblendeten, englischen Untertiteln mit den Augen hinterher zu rennen. Auch wenn sich gegen Ende noch die ein oder andere Perle versteckt, wird diese durch die aufgetretene Lethargie wohl kaum noch wahrgenommen. Kurzum: Es ist einfach zuviel. Eine Tatsache, die der anwesende Regisseur Yoshimasa Ishibashi schon zu Beginn angedeutet hat, als er das Publikum darum gebeten hat durchzuhalten...
(Christian Debes)




Pia Film Festival

Seit 1977 schon veranstaltet das Pia, ein bekanntes japanisches Unterhaltungsmagazin, das Pia Film Festival in Tokio, das dann durch insgesamt acht japanische Städte reist. Diese Filmfestival richtet sich an Nachwuchsautoren, die ein PFF Stipendium erhalten können, das ihnen den Dreh eines Spielfilms ermöglichen soll. Auf der Nippon Connection waren drei Filme zu sehen, die auf diesem Festival als Wettbewerbsfilme liefen.

382
Japan 2004
Regie: Yuko Kubota

Der Grundschüler Tadeshi sorgt sich um seine Mutter. Der ständige Blick auf den Kalender ruft dieser nämlich immer wieder einen wichtigen Krankenhaustermin in Erinnerung, an dem ihre schwere Krankheit behandelt werden soll. Sie versucht daher, das Haus für ihre längere Abwesenheit in Ordnung zu bringen, und gerät dabei öfters mit Tadeshi in Konflikt. "382" ist ein sehr trauriger Film, in dem eigentlich kaum etwas gesagt wird, sondern alle Informationen durch die Stimmung vermittelt wird. Man merkt Mutter und Sohn während der letzten Vorbereitung vor dem Krankenhausaufenthalt, dass beide irgendwie das gleiche denken oder zumindest befürchten: Dass dies nämlich das letzte Mal sein könnte, dass die sich sehen. Trotz der Bedrücktheit ob dieser Erkenntnis, die beide befällt, ist es ihnen nicht möglich, die Sorge um den jeweils anderen zu vermitteln. Ein schöner, ruhiger Film, der zu Herzen geht. (Andreas Fecher)

Sayonara, Sayo-nara
Japan 2003
Regie: Hiromasa Hirosue

Im Internet treffen sich auf einer Website Gleichgesinnte, die zusammen in den Tod gehen möchten. Auch ein gewisser John besucht regelmäßig die Site und verabredet sich mit Leute zu einem gemeinsamen Selbstmord. Allerdings nutzt er diese Treffen nur, um die Selbstmordwilligen zu verspotten und verhöhnen. Doch eines Tages schlägt einer der Website-Besucher zurück, nachdem aufgefallen ist, dass John von den Treffen immer wieder lebend zurückkommt. Eins vorneweg: Ich habe diesen Film nur mit Hilfe der Inhaltsangabe im Programmheft einigermaßen nachvollziehen können. Und selbst mit den darin enthaltenen Information fiel es mir schwer, dem Film und dessen Handlung zu folgen. "Sayonara Sayo-nara" ist eine sehr eigenwillige Mischung aus Internettexttafeln, durch die die Website-Besucher kommunizieren und Spielsequenzen, bei denen aber sehr undurchsichtig ist, wer da gerade warum was macht. Mehr kann ich aber dazu echt nicht schreiben. (Andreas Fecher)

Tsuburo
Japan 2003
Regie: Masafumi Yamada

In einer Zukunftswelt wacht die Krankenschwester Kaoru in einem Krankenhauszimmer auf, das ziemlich verwüstet ist. Sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist und weiß auch nicht, wie sie von dort fortkommen kann. In dem Zimmer befindet sich ein seltsamer Mann namens Tsuburo, der einen sehr verwirrten Eindruck macht. "Tsuburo" ist ein surrealistischer Alptraum in Schwarzweiß ? irgendwo zwischen "Tetsuo" (1988) und "Eraserhead" (1977) einzuordnen. Der Regisseur selbst nennt die filmischen Werke von Tarkovsky und die Gemälde von Dalí als Inspirationsquelle für seinen in der eigenen Garage gedrehten Film. Dabei beeindruckt vor allem die gelungene düstere Atmosphäre und das Set Design, dem man den tatsächlichen Drehort nicht im geringsten anmerkt. Auch die Metaphorik, die vor allem um Schnecken kreisen, die wie Tsuburo in sich eingeschlossen sind und sich bei Berührung zurückziehen, sind sehr schlüssig. Yamada ist mit Sicherheit ein Regisseur, von dem man noch hören wird ? das lässt sich nach diesem Werk durchaus prophezeien. (Andreas Fecher)




SONNTAG, 17. April

Das Festival neigt sich langsam dem Ende zu, und zum Filmfrühstück samt dem ach so liebenswerten "Waterboys" - ein paar Jungs versuchen sich als Synchronschwimmer - ist dann doch niemand von uns. Die Taikos trommeln immer noch, und neben ein paar letzten Podiumsdiskussion mit japanischen Gästen kann man sich in Reiki, der Heilkraft der Hände, einführen lassen. In die Welt des Kulreggisseurs Seijun Suzuki einführen lässt sich Andy, und zwar im Frankfurter Filmmuseum. Ins Hauptkino geht heute nur noch Tolga, ehe ich mit ihm zum BELPHEGOR-Konzert in die Live Arena bretter'.
(Carsten Praeg)



NIPPON-CINEMA

THE CALAMARI WRESTLER

Absolut trashiger, aber liebenswürdiger Film, bei der ein ehemaliger japanischer Profiwrestler als überdimensionale Calamari in den Ring steigt. Wer denkt, dass dies der einzige abgedrehte Charakter in dem Film ist, wird definitiv eines besseren belehrt. Oder um ein Zitat unmittelbar nach Ende des Filmes hinzu zu ziehen: "Was nehmen die in Japan für Drogen, um solche Filme herzustellen?"
Zum ausführlichen Review
(Tolga Karabagli)


NIPPON-RETROSPEKTIVE

Zeitgleich zur Nippon Connection findet im Frankfurter Filmmuseum eine Retrospektive über den Regisseur Seijun Suzuki statt. Schade ist eben nur, dass diese zusätzlich zum gut gefüllten und auch mit Gutem gefüllten Programm des Festivals läuft, was es schwer macht, sich mal Zeit zu nehmen, um einen der insgesamt zehn gezeigten Filme des vom Pop-Art beeinflussten Regisseurs mit dem eigenwilligen Stil anzuschauen. Gerade diese Eigenwilligkeit bescherte ihm aber in den 60er Jahren ernste Probleme. Nachdem er nämlich über 40 Filme für das Studio Nikkatsu abgedreht hatte, äußerte das Studio seinen Unmut gegen die immer abgefahreneren Filme Suzukis, die angeblich vollkommen unverständlich wären und auch kein Geld einbrachten. Dieser Streit mit dem Studio verschärfte sich durch seinen Gangsterfilm "Tokyo Drifter" im Jahre 1966 und nach dem Film "Branded to Kill" (1967) war für Suzuki erst einmal Schluss. Der Chef von Nikkatsu feuerte Suzuki und dieser konnte daraufhin für ungefähr zehn Jahre keinen Fuß mehr ins japanische Filmbusiness setzen, ehe er mit "Zigeunerweisen" 1980 wieder positiv von sich reden machte.
Auf der Retrospektive wird ein guter Querschnitt seines Schaffens gezeigt, wobei der Schwerpunkt natürlich auf seinen Werken bei Nikkatsu liegt, wo er ja den Großteil seiner Filme drehte - darunter der bekannte Film "Youth of the Beast" (1963) und natürlich die berüchtigten Filme "Tokyo Drifter" und "Branded to Kill", die Suzukis kurzzeitiges Aus, aber auch seinen Kultstatus zementierten. Und gerade für Fans des letzteren Films dürfte auch die Aufführung von "Pistol Opera" (2001) interessant sein, bei dem es sich um eine Fortsetzung oder ein Quasi-Remake dieses Klassikers handelt, der in einem ebenso surrealistisch-abgedrehten Stil mit einfallsreicher Montage inszeniert ist - nur diesmal in Farbe, was bei Suzukis Filmen auch eine stilistische Bereicherung darstellt.
Es fällt mir schwer, ein umfassendes Urteil über Suzukis Filme im allgemeinen und die Auswahl der Retrospektive im Besonderen zu treffen, da ich nur drei davon kenne ("Tokyo Drifter", "Branded to Kill" und "Pistol Opera"). Diese zeichnen sich aber durchweg durch Suzukis eisernen Stilwillen aus, der soweit geht, dass man ganz klar sagen kann, dass bei ihm die Form wichtiger ist als der Inhalt; oder sogar, dass die Form des Films eigentlich sein einziger Inhalt ist. Um so etwas zu erreichen, muss man natürlich mit den herkömmlichen Erzählkonventionen brechen, und das tut Suzuki auch zur Genüge. Weiterhin zeichnen sich seine Filme durch ein einfallsreiches Spiel mit Formen und Farben - hier sei vor allem "Tokyo Drifter" erwähnt - und eine innovative Art der Montage aus. Trotz zahlreicher guter Ideen und vieler Innovationen, kann es allerdings auch sein, dass die Filme auf Dauer etwas ermüdend sind, was sich vor allem bei Leuten bemerkbar machen dürfte, die vorwiegend an Mainstream-Filme gewöhnt sind. Für die sind Suzukis Filme letzen Endes aber auch nicht wirklich gedacht, sonst hätte er wohl nie derartige Probleme mit Nikkatsu bekommen. Für alle anderen sind seine Filme sicherlich eine Bereicherung, und aus der japanischen Film-Szene sind sie ohnehin nicht wegzudenken. Daher ist eine Retrospektive zu seinem Werk längst überfällig. Schade daran ist aber - wie bereits gesagt -, dass diese zeitgleich zu den Filmen im Nippon-Cinema laufen und ich einige Leckerbissen verpasse.
(Andreas Fecher)

An sich ist das Filmmuseum ja schon zentral, nur eben nicht grad in der Nähe des Festival-Zentrums. Vielleicht einer der wenigen Kritikpunkte, sieht man einmal von dem bereits erwähnten Gedränge zwischen den Filmen ab. Ansonsten hat mich die Nippon-Connection wieder vollends begeistert und in eine andere Kultur entführt. Mit etwas mehr Zeit hätte ich mir sicher auch noch die eine oder andere Veranstaltung mehr zu Gemüte geführt. Und dass Nippon-Retro weiter ab vom Schuss stattfindet, ist zwar schade. Andererseits zeigt es aber auch die wachsende Bedeutung der Nippon-Connection, wenn eine alteingesessene Institution wie das Filmmuseum ein junges Festival unterstützt. Auch nicht unerwähnt bleiben sollte NIPPON CONNECTION ON TOUR: Nach internationalen Anfragen wird ein Teil der Filme aus Frankfurt auch in Leipzig, beim "Barcelona Asian Film Festival" und in fünf niederländischen Städten gezeigt. So darf's gern weiter gehen. Und ganz nebenbei haben sich somit in Frankfurt bereits zwei Film-Festivals etabliert: Nach der Nippon-Connection steigt ab 10. August wieder das "Fantasy Filmfest", bei dem nicht nur Horror- und SciFi-Filme, sondern auch der eine oder andere Anime im Metropolis Premiere feiert.
Sayounara, mata jikai ni!
(Carsten Praeg)


Zurück


 
POWERMETAL.de präsentiert:


























Besuche
POWERMETAL.de bei










Mitmachweb

Add to Google