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JUROJIN: Interview mit Nicolas Rizzi

18.03.2011 | 09:56

Die Engländer von JUROJIN haben mit "The Living Measure Of Time" ein zwar kurzes, aber sehr starkes Album in der Schnittmenge von KARNIVOOL, TOOL & A PERFECT CIRCLE veröffentlicht, ohne dabei ihre eigene Note zu vergessen. Grund genug, um sich Gitarrist Nicolas Rizzi für ein Interview zu schnappen.

Da den meisten von Euch JUROJIN wohl noch gänzlich unbekannt sind, gibt Nicolas erst mal einen kurzen Abriss über die Historie JUROJINs bisher. "JUROJIN wurden Anfang des Jahres 2008 gegründet, als James (Alper - PK) und ich uns trafen und damit begannen zusammen Songs zu schreiben. Simran (Ghalley - PK) kannte ich bereits vorher, da ich schon mal mit ihm gejammt hatte und so haben wir ihn einfach mal dazugeholt, um zu sehen, ob die Chemie stimmt. Und sie stimmte sofort. Ein Jahr brauchten wir dann um Yves (Fernandez - PK) zu überzeugen, in einer Metalband zu spielen. In dieser Zeit haben wir schon langsam begonnen an Songs zu arbeiten. Ein Song nach dem anderen in einem Zeitraum von zwei Jahren. Als wir mit den Aufnahmen fertig waren, haben wir dann das fehlende Puzzlestück in Form unseres Drummers Francesco Lucidi gefunden, der im März 2010 zu uns stieß.", erzählt Nicolas wie sich JUROJIN gefunden haben. "Wir haben dann zum Release unseren ersten Albums im Sommer 2010 unser eigenes Label Majestic Elder Records gegründet und unser Album in Großbritannien mit Warner/ADA als Vertrieb veröffentlicht. Wir haben also bei Null angefangen uns Aufmerksamkeit zu verschaffen, was natürlich ein fortwährender und niemals endender Prozess ist. Zu diesem Zeitpunkt haben wir dann auch begonnen ernsthaft live zu spielen und konnten schon zwei Tourneen spielen und waren zudem bei einem Festival in Polen auf den Brettern. In 2011 wird unser Album jetzt über verschiedene Vertriebspartner weltweit veröffentlicht, was für uns der nächste logische Schritt ist. Und was daraus dann wird, werden wir sehen.", lacht der sympathische Gitarrist.

Dass es so lange mit der Veröffentlichung von "The Living Measure Of Time" außerhalb Großbritanniens gedauert hat, hat einen einfachen und sehr einleuchtenden Grund, wie Nicolas erzählt: "Der Hauptgrund war schlicht und einfach das Geld. Wir konnten uns nicht gleich eine gute Promotion in allen wichtigen Ländern leisten und wir wollten das Album in einem so wichtigen Markt wie Deutschland nicht ohne Promotion veröffentlichen.", erzählt Nicolas. "Das wäre sinnlos gewesen und hätte unsere Chancen auf Aufmerksamkeit deutlich geschmälert. Es ist schon sehr schwer mit einem Label etwas zu erreichen, du kannst dir also vorstellen wie schwierig es ist, wenn man alles selbst macht." Allerdings lohnen sich diese Mühen bisher schon, wie Nicolas erfreut zu Protokoll gibt: "Ja, wir sind sehr dankbar für das viele positive Feedback, das wir bekommen haben. Das ist wirklich super."


Auch dass "The Living Measure Of Time" mit 30 Minuten ziemlich kurz ausgefallen ist, liegt am Geld. "Ja, es ist schon sehr traurig, aber unglücklicherweise konnten wir es uns einfach nicht leisten, mehr Musik aufzunehmen. Da wir auch nicht noch länger warten wollten, ist es nun mal so kurz geworden. Da wir uns in den vergangenen zwei Jahren aber auch entwickelt haben, ist es eigentlich ganz gut so, denn so beschließen wir mit dem Album auch das erste Kapitel von JUROJIN.", erzählt Nicolas.

Was den wichtigen Markt Deutschland angeht, haben JUROJIN keine haushohen Erwartungen, wissen aber die deutschen Fans sehr zu schätzen. "Wir alle wissen, dass die Deutschen Musik lieben und eine große Leidenschaft für Bands hegen, die auch wir lieben. Wir erwarten jetzt natürlich nichts, was unser Leben verändern wird, aber wenn Leute sich unsere Musik anhören und das Potential der Band erkennen, haben wir unsere Mission schon erfüllt. Eine Band aufzubauen, dauert Jahre und dies ist erst das erste Kapitel einer langen, harten und auch mal frustrierenden Reise, die noch vor uns liegt.", gibt sich Nicolas realistisch.

Die sicher häufig aufkommenden Vergleiche mit Bands wie KARNIVOOL, TOOL oder A PERFECT CIRCLE sind für die Band völlig okay. "Das sind alles drei großartige Bands und mit ihnen verglichen zu werden, ist für uns ganz klar eine Ehre.", freut sich Nicolas. "Im letzten Jahr sind wir mit KARNIVOOL getourt und es war großartig sie jeden Abend auf der Bühne zu sehen. Ich denke, jeder Fan von melodischer, intelligenter Musik, die dich auf eine Reise nimmt, kann "The Living Measure Of Time" mögen. Wir sind uns natürlich bewusst, dass wir nichts besonders Einzigartiges oder Bahnbrechendes aufgenommen haben, aber ich denke schon, dass wir das Potential haben, so etwas zu erreichen.", zeigt sich Nicolas selbstbewusst.

Und vielleicht kann man das schon auf dem nächsten Album erleben, an dem das Quintett schon fleißig arbeitet. "Wir haben bereits Ideen für ein ganzes Album und jetzt wird es Zeit, die einzelnen Teile zusammenzusetzen. Das wird wohl so sechs bis acht Monate dauern und gegen Ende des Jahres werden wir dann ins Studio gehen.", blickt Nicolas voraus. Die Ausrichtung ist auch ganz einfach: "Ich würde sagen, dass wir den Sound von JUROJIN einfach auf das nächste Level bringen. Und zwar in absolut jeder Hinsicht. Jedes Mitglied der Band hat nun eine eindeutige Stimme innerhalb der neuen Tracks und das wird auf das nächste Album sicher abfärben." Wir warten gespannt und vertreiben uns bis dahin die Zeit mit "The Living Measure Of Time".

Redakteur:
Peter Kubaschk

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