Oasen der Nostalgie 03/1986: KING DIAMOND - "Fatal Portrait"

23.03.2026 | 11:06

Schweres Erbe oder vielversprechender Neubeginn?

Herzlich Glückwunsch nachträglich, KING DIAMOND, zu Deinem Debütalbum, das je nach Quelle am 17. Februar oder am 14 . März via Roadrunner Records veröffentlicht wurde. Du hast mit MERCYFUL FATE bei vielen Fans für schaurige Wonnemomente gesorgt, mit Deiner Stimme einzigartige Markenzeichen gesetzt. Der Split von MERCYFUL FATE war ein Schock.

Unsere Therapeuten blicken vierzig Jahre zurück, einige von ihnen waren damals schon voll dabei, andere hören das Album aber erst die Tage das erste Mal. Wo steht "Fatal Portrait" zwischen all den Highlights des Mannes mit der "fünf Springerstiefel-Tritte in die Eier"-Stimme?


MERCYFUL FATE hatte seinerzeit den gleichen Rang für mich wie METALLICA, FATES WARNING (die Blauen!) und METAL CHURCH. Als der MERCYFUL FATE-Split bekannt gegeben wurde, war das keine gute Nachricht, denn solo hieß damals kommerzieller, Stadion, Marketing, US-Kompatibilität. KING DIAMOND änderte tatsächlich mehr als ich dachte: "Fatal Portrait" beinhaltete Vocals beinahe ausschließlich in hohen Lagen, was mir nicht so zusagte: Der Wechsel seiner dunklen Stimme zur mittleren (besten) und die hohen Passagen ergaben den Mix, der seinerzeit extrem innovativ und in unter anderem 'A Dangerous Meeting', 'Evil', 'Come To The Sabbath' oder 'Black Funeral' stilprägend und Vorbild für Epigonen war.

Insofern war ich zunächst etwas ernüchtert, denn der King trällerte, wie oben bereits angedeutet, unentwegt in höchsten Tönen, auch wenn die etwas dunkleren 'The Jonah' und 'Charon' stimmlich sich etwas abwechslungsreicher und zugänglicher erwiesen. Die Songs des Konzeptalbums waren dank Denner, der den King zunächst solo für einige Jahre begleitete, glücklicherweise ähnlich klassisch aufgebaut wie die von MERCYFUL FATE, allerdings fehlte ihnen die Wucht der Urband, die zahlreichen Breaks und einige Härtegerade. Der nach Klavierintro folgende Opener 'The Candle' war der Aufhänger, der abgefeiert wurde: Durchaus gut, wäre aber mit schweren Dunkelstimmen weit effektiver; das denke ich noch heute.

Mir persönlich gefiel dieses erste Soloalbum, allerdings waren der Nachfolger "Abigail" und "Them" dann um einiges aufregender, zumal die düsteren, anklagenden Stimmlagen wieder auftauchten, die immer die besonders dornigen Nieten im Gürtel des Kings abgegeben hatten.

Insgesamt drehte sich "Fatal Portrait" doch recht häufig bei mir, zu gut waren diese klassischen Soli und die musikalische Offenbarung, und das, was noch kommen sollte, schimmerte immer wieder durch die drommetenroten Vorhänge, hinter dem vage das sich windende Wesen mit Hörnern zu erahnen war.

Note: 9,0/10
[Matthias Ehlert]

 

Matthias, du sprichst mir aus der Seele. Wie konnte der Träller-Futzi einfach eine Solokarriere anstreben? Nach einem Meisterwerk wie "Don't Break The Oath"? Auch das Wechselbad der Gefühle  Denner ist dabei, aber warum kreischt der King jetzt nur noch?  war bei mir ganz genauso. Ja, das Riffing passte, die Soli waren gut, aber auch in einem anderen Punkt muss ich dir beipflichten: Wenn der Gesang in die tieferen Töne, also heraus aus den Frequenzen, bei denen Hunde jaulen, hin zu Wellenlängen, die auch normale Menschen noch verarbeiten können, ging, war der Herr Diamant immer der bessere Vokalist.

Warum wiederhole ich das Ganze denn eigentlich nochmal? Weil Matthias einfach irgendwo gegen Ende falsch abbiegt und eine inkorrekte Schlussfolgerung zieht. Der Anteil an Gekreische, das übrigens oftmals der große Unterschied zwischen MERCYFUL FATE und KING DIAMOND ist, weswegen ich auch alle MERCYFUL FATE-Scheiben, aber nur zwei wenig geliebte KING DIAMOND-Alben im Regal stehen habe, sorgt nämlich nicht dafür, dass man dieser Langrille eine Neun geben kann. Ich habe das mal hier richtig eingeordnet in die Kategorie "kann man kaufen, wenn sie billig ist; man könnte aber auch einfach mal wieder "Melissa" hören.

Note: 7,0/10
[Frank Jaeger]

 

Kann man ein Soloalbum von KING DIAMOND besprechen, ohne es mit dem Wunderwerk "Don't Break The Oath" von MERCYFUL FATE zu vergleichen? Wohl kaum. Meine Vorredner haben das ja auch getan, und es gibt tatsächlich gravierende Unterschiede zwischen letztgenanntem Album und "Fatal Portrait". Das Debüt des Diamantenkönigs ist schwerfälliger, weniger inspiriert und geradliniger im Schlagzeugspiel. Das Songwriting wirkt eigentümlicherweise nicht so ganz ausgereift. Es sind viele gute Ideen da, vor allem hinsichtlich der Gitarrenarbeit, aber der King sollte erst später zeigen, dass seine Kreativität wieder die alte Stärke erreichen konnte, die er bei MERCYFUL FATE bewiesen hatte.

Über die Jahre lief die CD aus guten Gründen deutlich seltener als die dann folgenden Großtaten "Abigail", "Them" und "Conspiracy", aber mir gefällt das Geburtstagskind auch mit vierzig trotzdem. Die brillante Einheit von Konzeptstory und Musik fehlt ein wenig, da ja auch nur vier Stücke eine zusammenhängende Geschichte bilden. 'The Candle' und 'Dressed In White' sind aber tolle Songs, bei denen es mich überhaupt nicht stört, dass Kim Bendix Petersen sich nahezu permanent im Falsett bewegt. Das erstklassige Bassspiel in 'Haunted' fällt mir komischerweise erst jetzt so richtig auf. Meine CD-Erstpressung enthält noch den Bonustrack 'The Lake', bei dem ich angesichts der Hooks nicht verstehe, warum der damals nicht Teil des regulären Albums war. Der Song ist übrigens auch auf der schicken 'Halloween' Picture Disc drauf, die den King als eine Art Horror-Hamlet in Betrachtung eines Schädels zeigt. Nicht so ganz überzeugend finde ich 'Charon', ein Song, dem ich aus heutiger Sicht einige PRIEST-Einflüsse attestieren würde.

"Fatal Portrait" ist sicherlich kein Überalbum, aber der Grundstein für die Solokarriere von KING DIAMOND war gelegt. Verkauft hat sich die Scheibe auch gut.

Note: 8,0/10
[Jens Wilkens]

 

Als sich meine damaligen Lieblings-Dänen MERCYFUL FATE nach den beiden Wunderalben "Melissa" und "Don't Break The Oath" in zwei Hälften teilte, war ich ziemlich verstört, hatte aber schnell die Hoffnung, in KING DIAMOND das musikalische Nachfolge-Methadon zu bekommen. Während klar war, dass ich mit dem AOR-Ableger FATE von Gitarrist Hank Shermann wenig anfangen können würde, sollte die Band der anderen drei Musiker – Drummer Kim Ruzz verschwand ja leider gänzlich aus der Musiklandschaft – eigentlich dort ansetzen, wo "Don't Break The Oath" aufgehört hatte.

Schon beim beinahe freundlichen Coverartwork war ich aber minimal irritiert. Wo war denn das mystisch-böse Element hin verschwunden? Gut, das Motiv an sich ist erneut höllisch heiß, aber die Umsetzung ist doch eher harmlos im Verhältnis zu den beiden ikonisch bösen Vorgängern. Nun gut, das muss sich ja musikalisch nicht fortsetzen. Leider, leider, ist aber genau dies der Fall. Auch wenn ich "Fatal Portrait" grundsätzlich gut finde, vermisse ich doch etliche Stilelemente der frühen MERCYFUL FATE-Werke.

Es beginnt beim Klang. Wo die Gitarren des Gespanns Denner/Shermann schneidend fies klingen, hören wir Michael Denner im Saiten-Duett mit Andy LaRocque nun auf deutlich sanfteren Pfaden sich schlängelnde Notenfolgen spielen. Wo Kim Ruzz rhythmisches Primzahlen-Ballett auf seinem Schlagzeug erzeugt hat, prügelt Mickey Dee kraftvoll gradlinige Takte in seine Felle. Und dann Timi Hansen: Wo sind die prägnanten Basslinien, die teilweise wie eine tiefer gestimmte dritte Gitarre, jeden Tiefton-Connaisseur feucht im Schritt werden ließen?

Nein, das war zwar allein aufgrund der unverkennbaren Gesangsstimme des Falsett-Großmeisters eine Fortsetzung von MERCYFUL FATE, aber eine deutlich melodischere Variante. Während die Band auf späteren Alben dann wieder deutlich an musikalischer Bösartigkeit zulegen konnte und auch das Storytelling bisweilen sensationell spannend war, ist "Fatal Portrait" eher ein zaghafter Versuch, das unerreichbare Erbe fortsetzen zu wollen. Ein gutes Album, aber eben schon ein paar Lichtjahre von den Vorgängern entfernt.

Note: 7,5/10
[Holger Andrae]

 

Grundsätzlich kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, jedoch erschloss sich mir die Qualität der Vorgängerband erst mit späteren Jahren. Zu sehr fühlte sich mein Hundegehör vom Falsett-Gesang entnervt. Erst mit "Abigail" traf mich die Faszination dieser Fledermausfrequenz mit voller Wucht und hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Während dieses und die späteren Großtaten (bis einschließlich "The Spider’s Lullabye") bei mir durchaus noch regelmäßig rotieren, wird das Erstlingswerk auch vierzig Jahre später noch eher stiefmütterlich behandelt.

Alle Punkte wurden bereits angesprochen: Die Musik ist sehr geradlinig, was aber auch weniger spannend und dynamisch ist. Der Gesang flirtet fast durchgehend in höchsten Sphären, die Melodien und die Grundatmosphäre variieren recht selten. Dadurch packen mich die gut vierzig Minuten nicht vollends. Für mich klingt "Fatal Portrait" weiterhin eher wie ein Übergangsalbum, eine Abgrenzung zum eher progressiveren Ansatz von MERCYFUL FATE.

Aus heutiger Sicht würde ich gar behaupten, dass es sich bei den Songs um die spartanischen Demos des Sängers handelt, zu denen die Herren Gitarristen nur wenig Essentielles beigetragen haben – oder (noch) nicht durften. Erst später spielte ein Andy LaRocque beispielsweise eine deutlich wichtigere Rolle im Gesamtkonzept. Trotzdem sind die Grundzutaten der folgenden Gruselstunden natürlich bereits vorhanden, die mich heute, mit einem Blick durch die nostalgische Fanbrille und mit gewisser Altersmilde, im Ansatz mit "Fatal Portrait" versöhnen.

Note: 7,0/10
[Chris Staubach]

 

Ach Chris, die Qualität der Vorgängerband hat sich mir bis heute nicht wirklich erschlossen, und auch mit dem Solowerk und dieser extremen Stimme tue ich mich bislang schwer, obwohl mich die konzeptionelle Ausrichtung als Horror-Fan eigentlich sehr interessiert. Entsprechend war ich bei "Fatal Portrait" schon auf einen regelrechten Verriss eingestellt, zumal auf dem Debüt noch keine durchgängige Konzeptgeschichte erzählt wird, sondern nur ein Teil des Albums einer zusammenhängenden Story folgt.

An der Stelle muss ich Jens jedoch leicht korrigieren: Neben den ersten vier Tracks gehört auch das spätere 'Haunted' noch zu diesem erzählerischen Strang und ist in meinen Ohren auch ganz klar ein Highlight der Platte. Meine Kollegen haben außerdem bereits den Gesang des King himself erwähnt, der hier angeblich noch schriller ausfällt als auf den späteren Werken (really?). Für meine Ohren war das in der Vergangenheit stellenweise so extrem, dass sie automatisch in den Selbstschutzmodus schalteten und gedanklich auf andere Frequenzen auswichen. Wenn ich dann noch an das "Rockharz" 2025 zurückdenke, wo mich der Auftritt zunächst abrupt in die Nüchternheit zurückholte und anschließend wie ein Falsett-Hurrikan zum Zeltplatz fegte, waren die Voraussetzungen alles andere als ideal.

Nun ja. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Denn unterm Strich ist das Album durchaus in Ordnung und macht phasenweise sogar richtig Spaß. Klar, der Gesang bleibt anstrengend und wirkt in den besseren Momenten fast schon unfreiwillig komisch, was sich leider mit der düsteren Story beißt. Auch musikalisch gibt es auf diesem Planeten sicherlich Spannenderes zu entdecken, aber die ersten vier Songs plus das bereits erwähnte 'Haunted' erzeugen eine dichte Atmosphäre, die mich tatsächlich packt und trotz begrenzter Variationen im Songwriting eine stimmige, interessante Geschichte erzählt.

Mit 'Halloween' gibt es zudem einen kleinen Semi-Hit, der künftig auf keiner Playlist für meine Feiern rund um den 31. Oktober fehlen wird. Ich bin zwar noch lange kein Fan, aber definitiv positiv überrascht von "Fatal Portrait" und habe jetzt sogar wieder Lust, mich intensiver mit den anderen Alben zu beschäftigen.

Note: 7,0/10
[Stefan Rosenthal]

 

Generell ist diese Reihe einfach großartig, lang nicht berücksichtigte Platten noch einmal zu entstauben und sich an so mancher Perle zu erfreuen. So wie im vorliegenden Falle, liegt meine Erstberührung mit "Fatal Portrait" doch stolze zwanzig Jahre zurück, hat aber über all die Zeit definitiv nichts an Charme und Ausstrahlung verloren.

Ja, manche Alben haben mehr Hits, manche sogar eine bessere Produktion, aber dieses erste Album aus den Händen KING DIAMONDs strahlt eine unfassbare Magie aus, der ich mich schon damals schwer entziehen konnte. Mit LaRocque und Dee schuf der Diamantenkönig ein Werk, das viele Parallelen zu "Don't Break The Oath" aufzuweisen hat und auch ohne Shermann auch zumindest ansatzweise jene Klasse zu erreichen weiß. Ab der ersten Sekunde lehrt mich das Album das Fürchten  im durch und durch positiven Sinne  und versprüht eine geheimnisvolle Mystik. Es stellt mit 'Dressed In White' und 'Haunted' als krönendem Abschluss sowie mit 'Halloween' Türöffner in die Welt des Unheimlichen; und trotz des vermehrten, eintönigen Einsatzes des Falsettgesangs ist "Fatal Portrait" ein sehr abwechslungsreiches Erstlingswerk geworden. Klar, die richtigen Kracher kamen erst nach 1986 und am stärksten agierte KING DIAMOND ohnehin im zusammenhängenden Konzept, aber dieser Ausgangspunkt darf in keiner Sammlung fehlen und ist der Beginn von etwas ganz Großem.

Note: 8,5/10
[Marcel Rapp]

Wenn der King mit seinem neuen Album partout einfach nicht in die Pötte kommen will, besprechen wir halt einfach noch mal die ollen Kamellen, warum auch nicht? Vierzigjährigen Geburtstag feiern wir bekanntlich nämlich alle nur einmal. Im Gegensatz zu vielen Kollegen hat mich das Debüt seinerzeit, der späteren Geburt sei Dank, nicht so sehr "geschockt", wie das bei einigen meiner Vorschreiber anscheinend der Fall gewesen ist. Liegt aber auch daran, dass ich (MERCYFUL) FATE erst einige gute Zeit später für mich entdecken sollte.

Als meine Plattensammlung noch gut unter ein Kopfkissen passte, konnte ich immerhin schon das eine oder andere Album vom Solo-King  natürlich stolz wie Bolle  mein Eigen nennen. Und es sind auch heute noch jene Platten ("Them", "Conspiracy", "The Eye") und gelegentlich mal ein Spätwerk, welche den Weg auf den heimischen Plattenteller finden, wenn ich mal wieder Bock auf geilen "fünf Springerstiefel-Tritte in die Eier"-Gesang habe.

Dabei ist das Erstlingswerk, das für mich ein perfektes Fate to King-Übergangsalbum darstellt, voll von grandiosen Nummern. Lediglich 'Lurking In The Dark' fällt hierbei meines Erachtens ein wenig ab. Dafür sind hier aber mit 'The Candle' (keiner schreibt so herrlich geile Horror-Intros wie der ehemalige Prince Denmark-Kettenqualmer), 'The Portrait', 'Charon' oder 'Halloween' Killergranaten vor dem Allmächtigen am Start, die es wohl ohne Wenn und Aber auch in meine persönlichen Top-15-Songs des Dänenkönigs schaffen würden.

Memo also an mich: Unbedingt wieder öfter mal die Erste auflegen, denn der Hybrid aus Theatralik, gestochen scharfen Riffs, ausgefeilten Harmonien, geilen Melodien und beklemmender King-Aura ist tatsächlich viel stärker und intensiver, als ich es ursprünglich in Erinnerung hatte.

Note: 6,66+2,34/10
[Stephan Lenze]

Blick zurück. Ich entdecke die metallische Musik Ende der 80er für mich. Mein erstes begleitendes Printmagazin ist der Metal Hammer. Dort wird "Conspiracy" von KING DIAMOND in höchsten Tönen gepriesen und die Schallplatte ohne Vorkenntnisse blind gekauft. Solche Dummheiten begehe ich eben und muss sehr schnell merken, dass sich mein Geschmack oft nicht mit dem dieser jubelschreibenden Kritiker deckt.

Nein, die Schallplatte hat mir nicht gefallen. Der Gesang schnitt mir ins Ohr, die Musik wirkte wirr und strukturlos. Von daher hat es sehr lange gedauert, bis KING DIAMOND und alles, was damit zu tun hat, wieder Hörthema für mich wurde. Vor einigen Jahren habe ich mir dann "Melissa" zugelegt und danach "Don't Break The Oath", für einige meiner Kollegen ja unsterbliche Metal-Klassiker; auch ein Livekonzert von MERCYFUL FATE stand zur neutralen Begutachtung an. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Ich habe gelernt, mit der Stimme des Kings und seiner Musik umzugehen, kann sie nun teilweise nicht nur gut anhören, sondern sogar genießen, zähle aber dennoch nicht zu den Fanboys.

Nun also, im Alter von 51 Jahren das erste Mal "Fatal Portrait". Also, von Schock kann hier keine Rede Rede sein. Ich weiß, was für ein Gesang hier kommt und heyhey, diese Songs sind ja alle total eingängig!? Was habe ich mit "Melissa" gekämpft, bis da endlich mal eine Melodie hängen geblieben ist ("Don't Break The Oath" läuft in dieser Hinsicht deutlich besser) und hier bei 'The Candle' kann ich ja schon beim zweiten Hör mitpfeifen.

Noch mehr heyhey, denn das Album hat noch mehr Hits. Einige Kollegen haben diese ja schon genannt und ich frage mich ob einer dieser Songs gar Inspiration für einen der prägnantesten Schlachtrufe des deutschen Metal war: "Aaaaaaaaaah...its Halloweeeeen". Ihr wisst schon.

Ja, ich hab komische Ohren, vielleicht mittlerweile so abgestumpft dass eh alles egal ist, doch mich stört des Kings Gesang auf diesem Album nicht mal mehr die Bohne. Ich find's ziemlich cool. Was ist denn hier los?

Note: 8,5/10
[Thomas Becker]

Credits: Wir danken Holger Andrae für die Bereitstellung von Fotos des "Fatal Portrait"-Shirts und von ihm in jungen Jahren in eben jenem.

Redakteur:
Thomas Becker

Login

Neu registrieren