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SAINT: Interview mit Josh Kramer

01.01.1970 | 01:00

Nachdem ich bereits mit Richard Lynch (Bass) ein Interview geführt hatte, wollte ich euch nicht vorenthalten, was Josh Kramer (Gesang) noch zu sagen hat! Mir persönlich hat das Interview mit diesem sehr netten und interessanten Typen jedenfalls viel Spaß gemacht.


Stefan:
Hi Josh! Zunächst erzähle uns mal bitte, was dir so durch den Kopf ging, als Richard dich nach so langer Zeit anrief und schließlich fragte, ob du auf einer neuen SAINT-CD singen würdest?

Josh:
Das war ein etwas längerer Prozess, bis es schließlich zur Reunion kam. Mir kam es wie ein Schicksalsschlag vor. Ich wurde geboren für diesen Job und Gott hat mir die Türen weit geöffnet. Rich begann damit, mir einige Soundfiles von dem neuen Material zu schicken, das auch schon die Texte beinhaltete. Dee´s (Harrington – der Verf.) Gitarrenspiel war wie immer wunderbar und Rich grunzte die Texte für mich, damit ich die Struktur durchschauen konnte. Der Umzug nach Nashville TN. war etwas Wunderbares. Ein Freund, der vom Westen wegzog, ließ mich meinen Truck an seinen Umzugswagen zum Abschleppen befestigen und ich packte alle meine Sachen in den Wagen. Was ich nicht mehr brauchen konnte, inklusive meiner alten Wohnung, gab ich an meine Ex-Frau, Studenten, Nachbarn und Freunde und so beendete ich meinen Lebensabschnitt in Nashville TN.
Dann verbrachte ich noch viel Zeit bei meiner Familie und schließlich machte ich mich auf nach Salem OR.

Stefan:
Wie hat sich dein Leben noch verändert, seitdem SAINT wieder zusammen sind?

Josh:
Mein Leben dreht sich im Kreis! Hast du dich auch schon einmal gefragt: “Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich das oder jenes anders gemacht hätte?“ Wenn ich in Salem geblieben und nicht in den Süden gegangen wäre wie damals, um mit Pastor Bob (Beeman) und dem Rest der Sanctuary(-Metal)-Gemeinde abzuhängen, mit Jim Laverde (Ex-BARREN CROSS – der Verf.) und Scott Sifton – ein unglaublicher Gitarrist! (spielte bei CONTAGIOUS –der Verf.), dann hätte ich nicht die Frau geheiratet, die ich heiratete. Ich wäre nicht nach Nashville umgezogen und hätte nicht die Lebenserfahrungen gesammelt, die “Nicolas“ (Hörspiel von Josh Kramer, dazu später mehr – der Verf.) entstehen ließen, mit den gleichen wunderbaren Schreibern, Musikern, Mitarbeitern, Akteuren und Schauspielern. Ich liebe es, wieder zurück bei SAINT zu sein. Richard Lynch und ich sind zwei total andere Typen, als wir es vor 20 Jahren waren. Stabiler, reifer, besser eingestellt auf das, was Gott mit unserem Leben und der Musik anfangen möchte.

Stefan:
Warum lösten sich SAINT damals überhaupt auf und war das nicht kurz bevor ein viertes Album herauskommen sollte?

Josh:
1988 gingen alle SAINT-Mitglieder getrennter Wege. Ich brauchte mehr Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen wollte, da ich diese für acht Jahre nicht gesehen hatte. Und ich wollte mich der Sanctuary-Gemeinde, an der Südküste von Kalifornien, anschließen. Dort blieb ich eine Zeit hängen und Rich brauchte einen Sänger. “The Perfect Life” war geboren. Ich wurde durch Tim Lamberson ersetzt, der ein guter Sänger und feiner Gentleman ist und ebenso ein frommer Mann. Ich hätte ihn wahnsinnig gerne in der Band als Schlagzeuger (er ist exzellent), als Backgroundsänger und auch als Sänger für seine Lieder, was mir ab und zu eine Pause verschaffen würde.

Melodischer christlicher und säkularer Metal kroch 1989 langsam dahin und so endete mein Lebensweg mit SAINT zu dieser Zeit. Wie schon zuvor erwähnt, heiratete ich einige Jahre später und wurde der Gitarrist und Backgroundsänger meiner Frau. Wir gingen zunächst in Los Angeles ihrer säkularen Pop-Richtung nach und zogen dann nach Nashville, um ihre Karriere als Country-Sängerin und schließlich als christliche (Pop) Künstlerin voranzubringen. Ich stand immer hundertprozentig hinter ihr.
2001 trennten wir uns und Rich Lynch und ich besprachen die Möglichkeiten über ein SAINT-Comeback. Ich hatte überhaupt keine Idee, wie bekannt wir noch waren auf der Welt. Meine Hörspiel-Rock-Oper “Nicolas” entstand im Jahre 2000, inspiriert von einem durchgedrehten, wilden und lebensverändernden Team.

Stefan:
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Album “In The Battle“! It is really kickin´ ass! Ich habe von Richard erfahren, dass du an neuem Material arbeitest, für eine weitere SAINT-CD. Hast du noch weiteres, altes Material, wie das brillante `Full Armor`, oder arbeitest du an ganz neuem Material (wenn ja, wie wird es klingen)?

Josh:
Wie es zur Zeit ausschaut, wird das nächste Album einige Überraschungen hervorbringen (damit kann ich jetzt aber noch nicht herausrücken). Es wird so werden, wie wir waren: Schleifender, schwerer, aggressiver Heavy Metal. Jeder von uns wird zum Songwriting beitragen. Vielen Dank für deinen Kommentar zu `Acid Rain-Full Armor`. Komischerweise wurde die Musik zu beiden Stücken 1986 geschrieben und die Texte erst einige Wochen, bevor wir ins Studio gingen, um “In The Battle“ aufzunehmen. Ich schrieb den Text in der Mittagspause auf eine Serviette, die ich immer noch habe. Was meine neuen Sachen bisher angeht, so verarbeite ich gerade ein paar meiner alten Speed-Metal-Ideen aus den Achtzigern (Jaaaaaaaaaaa! – der Verf.), die es nie auf die Platten geschafft haben. Ich würze sie noch ein wenig. Rich, Jerry und die anderen mysteriösen Mitglieder (sehr interessant.. – der Verf.) haben einige Killer-Ideen, die sich bereits in der Vorproduktion befinden. Wir klingen besser als jemals zuvor! Ein paar Fans waren besorgt, dass ich nicht mehr so viel Schreie… Leute…es ist über 20 Jahre her…ich werde gerade erst wieder richtig warm!

Stefan:
Gibt es denn auch Plattenfirmen, die das neue Material veröffentlichen werden, oder sitzen die auf ihren Ohren???

Josh:
*LOL* !!! Das ist eine sehr gute Frage! So viele Plattenfirmen tragen ihre Köpfe so hoch, dass sie kein Tageslicht mehr sehen können, was mich verwundert. Ehrlich gesagt, vertraue ich Plattenfirmen so weit, wie ich sie werfen kann. Es ist das Gleiche wie in der Filmindustrie. Wie viele Filmproduktionsfirmen und Geldgeber haben Mel Gibsons “Passion“ die kalte Schulter gezeigt? ALLE!!! (Woran das wohl liegen mag. - Anm. d. Lektors) Garth Brooks lebte auf dem Rücksitz seines Gefährtes und hungerte, während er von jeder Plattenfirma in Nashville für eine sehr lange Zeit gemieden wurde. Solange, bis schließlich jemand dem revolutionären, rebellischen und jungen Rocker eine Chance gab. Was ist das mit diesen sogenannten Platten- und Filmexperten? Wer kann das schon wissen? Ich ganz bestimmt nicht.
Ehrlich gesagt, mache ich mich nicht mehr verrückt darüber, was die denken. Bisher ziehen wir das Ding für uns durch und wenn eine ehrliche und angesehene Plattenfirma mit uns arbeiten will, großartig. Ich bin für alles offen.
Richard hat jetzt Killer-Super-High-Tech Aufnahmesoftware und Aufnahmetechnik. Also werden wir unabhängige Aufnahmekünstler mit ihrem eigenen Label “Armor Records“.

Stefan:
Welche Art von Reaktionen hast du auf die neue CD erhalten, fühlst du, dass es nach wie vor einige SAINT-Fans da draußen gibt?

Josh:
Ich würde liebend gerne Tom Edmonson von “Critical Tom“ (criticaltom@juno.com ) erwähnen, der sagte: “Ich fühle mich wie ein schwindeliges, 12-jähriges, kleines Mädchen auf einem IN SYNC-Konzert mit diesem neuen Album “In The Battle“.“ Bisher haben wir viele großartige Kommentare und Reviews erhalten. Das ist ein sehr gutes Zeichen!
Mein Posteingang ist jeden Tag gefüllt mit neuen, alten und bereits bekannten Fans, die mir schreiben, dass sie unseren neuen, alten Sound lieben. Ich liebe unsere Fans so sehr. Manchmal finde ich in meiner Post Überraschungen mit Geldgeschenken und Briefen von Leuten, die uns einfach helfen wollen. Unsere Fans sind der Grund, warum wir das tun, was wir tun. Einige Fans sind mittlerweile meine besten Freunde, Berater, Webseitenberater, Prayer Warriors, Mitarbeiter und Brieffreunde.

Stefan:
Bitte erzähle uns doch jetzt noch, was es mit der NICOLAS CD auf sich hat!

Josh:
Im Nobember 2000 begann die Sache als ein Tagtraum, den ich hatte und in den Kriegsgeschichten auf Track Nummer 6, Teil 2, beschrieben habe. Mein Traum wurde beeinflusst von dem Film “Der erste Ritter“. Mein Traum nährte meine Besessenheit, mehr über Nick zu erfahren, der vor über einem Jahr in einer Zeitschrift erschien, die zu einem Buch wurde, dann zu einem Script und schließlich zu einem Hörspiel.
Bevor ich diesen Traum hatte, hasste ich Weihnachten. Dann versuchte ich herauszufinden, wer Santa Claus wirklich war, und zwar im zweiten Teil, einem verwirrenden Teil, wo das rote Outfit und die Mütze generiert wird, wie die Legende es trägt (nicht wie wir meinen von der Coca Cola Gesellschaft viel später). Vielleicht ein Jahr danach wurde mein Buch zum Hörspiel und viele von uns verteilten es wie ein Demo, um für einige von uns als Künstler zu werben.
Mitlerweile kann man es erwerben unter http://www.saint777.net
(Am Ende des Interviews sind weitere Infos von Josh zu lesen)

Stefan:
Gibt es irgendetwas Aktuelles von Seiten der Band zu berichten?

Josh:
Im Moment sind meine Lippen verschlossen, was die aktuelle Bandbesetzung betrifft. Das gilt so lange, bis Rich etwas anderes sagt. Rich hat auch unsere Live-Pläne. Er ist also die beste Ansprechperson dafür.

Stefan:
Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Josh:
Ich versuche nicht zu sehr in die Zukunft zu blicken. Es verläuft nach Plan, wie sich meine Wege ändern. Hoffentlich finde ich eine göttliche Frau und bekomme ein oder zwei Kinder. [Das könnte bei einem Mann schmerzhaft sein. Anm. d. Lekt.] Ich komme nun in ein Alter, wo andere schon Großväter sind ;-)
Ich versuche, gesund zu bleiben und auf dem rechten Weg, der zur Ewigkeit führt.

Stefan:
Welcher ist dein Lieblingssong von SAINT und warum?

Josh:
Alle unserer Songs sind so etwas wie meine Kinder und ich denke, sie sind alle schön. Manche bewegen mich mehr als andere. Jeder Song bringt eine eigene Laune mit sich. Ich würde folgende Songs (dabei die Reihenfolge außer Acht) als meine Favoriten bezeichnen: `Holy Rollin`, `Sacrifice`, `Acid Rain – Full Armor`, `In The Battle`, `Times End`, `Phantom Of The Galaxy – Steel Killer`, `Warriors Of The Son`, `Plan 2`, `Abyss`, `Through The Sky`, `The Accuser`, `Too Late For Living`, `The War Is Over`, `The Path`, `Primed And Ready`,… (ach, wäre das eine göttliche Setlist! –der Verf.)… oh…ich finde gar kein Ende. Ich bin sicher, mir könnte noch mehr einfallen. Ich liebe Abenteuergeschichten und so viele von unseren Songs, besonders die von John Mahan, bringen mich auf diese kleinen Abenteuer in meinem Kopf, die mich in meiner Vorstellung in ferne Länder und Zeiten bringen.

Stefan:
Welche Musik hörst du heute so und was zählt zu deinen All-Time-Faves?

Josh:
Ich mag vieles von OZZY und gerade habe ich “Pain Killer” von JUDAS PRIEST wiederentdeckt, zu dem ich mitsinge. Ich liebe BARREN CROSS als Brüder und ihre Musik. Ich hatte die Möglichkeit, Les Carlsen und David Zaffiro von BLOODGOOD kennenzulernen und verstehe die Probleme, die sie hatten. Ich liebe WHITECROSS und bin eines Tages Mitte der 90er in Nashville in Scott Wenzel (Sänger –der Verf.) gerannt. Wir trugen beide bunte, enge Jeans und dreckige, weiße T-Shirts voll mit Farbklecksen. Wir beide hielten an, betrachteten uns gegenseitig und Scott sagte: “Josh Kramer?“ Ich sagte: “Scott Wenzel?” Ich hatte zu dieser Zeit kurzes Haar und einen Vollbart. Er sagte: “Kerl, ich würde diese Augen von meilenweit her erkennen!“ Wir sprachen ein wenig und gingen zurück zur Arbeit. Sie bereiteten sich auf ihre Tour vor und das war das letzte Mal, dass ich ihn sah. Ich habe eine Menge Thrash Metal und verschiedene andere Stilrichtungen gehört, um ein Gefühl für die Musik zu entwickeln. Meine musikalischen Richtungen sind so breit gefächert, das würde Seiten füllen (Da bin ich ganz sicher, auf seiner Homepage war auch mal ein Ausschnitt zu lesen – der Verf.). Ich bevorzuge Musik, die leidenschaftlich ist, gut produziert, nicht depressiv, nicht Satan verherrlicht und nicht frauenfeindlich ist. Komischerweise stehe ich auf die Hymnen, die wir in der Kirche singen und die schon vor über 200 Jahren geschrieben wurden. Ich schätze, es ist gerade das Alte daran, was mich persönlich so berührt.

Stefan:
Noch irgendwas zum Abschluss?

Josh:
Kämpft den guten Kampf, behaltet uns in eueren Gebeten. Ich hoffe, euch alle einmal auf Tour zu sehen.


Infos zur Nicolas-CD:
Journey with us back to a time when the Earth was young in a 2 part audio story to Gothic lands and pilgrimages, Pirates, Villains, heroes, Romance, Comedy and lots of adventure.
Featuring Artists: Brent Lewis, Josh Kramer and Saint, Songs of Deep forest
3, Kenny Chesney, Brian Adams, Ravi Shankar, Phillip Glass, and more.
There is not much we know about Nick. His relics have been pilfered. Stolen, hidden, stolen again, supposedly shipped to America (Rumor), wowed over, then shipped back to Bari Italy, where they are to this day. A few of his bones are said to still be in Turkey. Who can accurately say what life was like for a rich, handsome, young prince and chose to live a life of abstinence for some reason? So far, no one can say. i've yet to find any experts on him and God knows I've looked feverishly. The mystery prevails. He was well educated, had servants as a youth, lived in a castle home, but there are no diaries or journals of his personal experience or family background. Why is that? I have some good guesses.The celibacy thing didn't start happening until several hundred years ago. What his personal reasons were, no one can say. For centuries the Roman Catholic Church enshrouded and omitted many articles and archives not fitting their purposes for controlling the people politically and religiously. I took creative liberty and gave Nick a life. The writers, actors and actresses became heart and soul of this production. Nicolas was one of the most venerated, coolest and most popular of Saints on that part of the globe at that very tumultuous time, when the earth was young, corrupt and very violent. People usually married in their early teens and lived to the ripe old age of about 35, unless they were a hermit, lived on farm land, wealthy, a monk or so remote that disease and thugs couldn't find them. Here's what we do know about Nick.. He was an only child born into an aristocratic family. Unbelievably Rich. Most likely betrothed from birth. A catch for every girl within reach. Probably good looking and even if he wasn't, I would imagine his money was. He was kind hearted and Caring. He was hard working, Dedicated, Honest, and he went the extra mile. He was known as "the wonder worker". He was most famous for coming to the aid of the falsely accused, rescuing lost mariners at sea, crashing pagan rituals, slapping Arius at the counsel of Nicaea for blasphemy, getting defrocked for it, performing miracles, helping the impoverished, and rescuing slaves. He was orphaned at some time in his teens, moved in with his uncle and Abbot, of whom no one is really sure what his name was. A popular belief is that it was Nicolas also. He became a priest, ordained as Bishop of Myra in the run down province Diocese of Palmyra in a most peculiar way at a very young age. He was tortured for his faith, and showed up in Technicolor in Constantine's dream. He was a Priest with an attitude! There has never been found any of his wealth, journals of him or his family of any kind. Well his Journals and family records were most likely destroyed somehow. As for his wealth, he gave it all away and I have a reason to believe it was over a period of time. Not all at once as we've been led to believe. He was a wise man who I'm sure knew the value of good stewardship. He must've realized that money is power and when used for good reasons, has
positive influence. As for the flying Reigndeer, that was a different time and place and not at all the same lad. There are supposed names of his parents but nothing absolute is certain. There was never any record of his Grand Parents so I gave him a really cool Grandma and Grandpa. Every one has a best friend growing up so I gave
him some pals.

Redakteur:
Stefan Lang

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