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SIDDHARTA: Interview mit Primož

29.11.2005 | 19:20

Man stelle sich eine Band vor, auf deren Konzerte die 10-jährige kleine Schwester, die gerade die Pop-Musik für sich entdeckt, zusammen mit dem 16-jährigen Metal-Bruder, dem 38-jährigen Rock-Papa und der 60-jährigen Oma, die einfach gerne mal wieder diese schöne Musik von diesen netten jungen Burschen hören möchte, anzutreffen sind. Gibt's nicht? Bei uns vielleicht, aber unsere kleinen, aber feinen slowenischen Nachbarn habe eine dort sehr große und feine Band am Start, die genau dies möglich macht. SIDDHARTA sind in Slowenien so etwas wie Nationalhelden, jeder scheint sie zu kennen und mögen. Trotzdem sind sie immer noch sehr höflich und bescheiden und bereit, hart am Erfolg außerhalb ihrer Heimat zu arbeiten. Das nötige Handwerkszeugen haben sie schon, denn das phantastische Album "Rh-", welches stilistisch gesehen genauso bunt wie das beschriebene SIDDHARTA-Publikum ist, begeistert jeden, der es zu hören bekommt. Gitarrist Primož B. zeigte sich im Interview zuversichtlich, dass sie bald noch sehr viel mehr Anhänger in Deutschland und anderswo gewinnen können.

Elke:
Ihr habt gerade bei MTV einen Preis gewonnen. Wofür war der genau?

Primož:
Im Rahmen des jährlich verliehenen MTV European Music Awards werden auch die regionalen Auszeichnungen verliehen, und wir haben bei MTV Adria, die unsere Region abdecken, als eine von fünf nominierten Bands den Preis als bester Künstler gewonnen. Was den Preis für uns so besonders macht, ist dass MTV Adria gerade erst gegründet wurde und wir somit den ersten Preis überhaupt in dieser Region erhalten haben.

Elke:
Ihr habt in eurem Online-Tagebuch begeistert von den vielen Prominenten, die ihr dort getroffen habt, berichtet.

Primož:
Wir haben uns aufgeführt wie Kinder, als wir diese ganzen großen Stars getroffen haben, die man Tag für Tag im Fernsehen sieht. Man flippt einfach aus, wenn man sie persönlich trifft. Wir haben im Pressebereich der Veranstaltung einige Interviews gegeben und uns gegenseitig darauf aufmerksam gemacht, wenn wir ein bekanntes Gesicht gesehen haben, zum Beispiel Skin von SKUNK ANANSIE. Und dann wurden wir plötzlich zu einem weiteren Interview gebeten, und es war Skin, die uns für MTV interviewt hat. Das war schon sehr aufregend! Später sind wir dann fast mit SYSTEM OF A DOWN und den FOO FIGHTERS zusammengestoßen, die uns alle sehr freundlich grüßten, nachdem sie unsere überraschten Gesichter gesehen haben. Es war auch phantastisch, solche großen Legenden wie MADONNA später während der Show auf der Bühne zu sehen. Es hat uns insgesamt sehr viel Spaß gemacht.

Elke:
Wie viele Preise habt ihr insgesamt in eurer bisherigen Karriere gewonnen?

Primož:
Es müssten so sechs oder sieben Preise allein für die Band gewesen sein, plus einige Design-Preise. Die Band-Preise hatten alle regionalen Bezug, aber der Preis für das Design der Special Edition von "Rh-" [Die CD wurde in Form einer Blutkonserve ausgeliefert - die Verf.] war international und hat uns viel Aufmerksamkeit beschert.

Elke:
"Rh-" war eure erste überregionale Veröffentlichung. Warum habt ihr bis zum dritten Album gewartet, um über die Landesgrenzen hinaus aktiv zu werden, und selbst das erst mit zweijähriger Verzögerung?

Primož:
Wir fühlten uns erst mit dem dritten Album reif genug, um uns einem internationalen Publikum zu stellen. Nach dem ersten oder zweiten Album waren wir noch nicht so weit, wollten erst noch mehr Shows spielen und mehr Fans in unserer Heimat gewinnen. Die Verzögerung zwischen dem Erscheinen der slowenischen und der internationalen Version hatte allein praktische Gründe. Wir veröffentlichten und promoteten "Rh-" 2003 in Slowenien, gingen dann auf Tour und nahmen uns anschließend eine einjährige Auszeit, um nach einem geeigneten Partner außerhalb Sloweniens zu suchen und zusammen die logistischen Vorbereitungen zu treffen.

Elke:
Seid ihr mit den Reaktionen außerhalb Sloweniens zufrieden?

Primož:
Soweit ich weiß, haben wir viele positive Kritiken in der Rock- und Metalpresse bekommen. Die Verkaufszahlen blieben allerdings unterhalb der Erwartungshaltung, so um die fünf- oder sechstausend Einheiten beispielsweise in Deutschland, wobei ich nicht weiß, ob das gut oder schlecht ist für einen Newcomer, der live noch kaum in Erscheinung getreten ist. Wir sind dennoch guten Mutes, denn wir wissen, dass wir uns erst noch eine Street Credibility aufbauen müssen, also touren, Shows spielen und SIDDHARTA als starken Live-Act präsentieren, denn - ohne uns selbst loben zu wollen - das sind wir. Wir haben zu Hause bereits viele Shows gespielt und hatten genug Zeit, Erfahrungen zu sammeln und uns für einen solch anspruchsvollen Markt wie Deutschland vorzubereiten. Denn hier gibt es viele gute Bands, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, und wir versuchen daher, uns von den anderen positiv abzuheben.

Elke:
Werden die ersten beiden Alben auch noch außerhalb Sloweniens veröffentlicht?

Primož:
Das wir möglicherweise eines Tages passieren, denn unser altes Label, das die Rechte an den ersten beiden Alben besitzt, hat Interesse daran, sofern es eine entsprechende Nachfrage gibt. Für "Rh-" besitzen wir als Band die Rechte, weil es selbst produziert haben. Die Veröffentlichung der ersten beiden Alben hat für uns jedoch keine große Priorität, weil wir uns jetzt lieber auf die Zukunft statt auf die Vergangenheit konzentrieren wollen.

Elke:
Ihr habt aber bereits englische Versionen von "Nord" und "Id" aufgenommen.

Primož:
Ja, aber sie wurden niemals veröffentlicht, sondern dienten eher dazu, für alle Fälle vorbereitet zu sein. Dass es bisher noch nicht dazu kam, liegt an uns, weil wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht um eine internationale Veröffentlichung gekümmert haben.

Elke:
Wie sehr unterscheiden sie sich von "Rh-"?

Primož:
Sie sind ziemlich anders, allerdings geben sie auch unsere musikalische Entwicklung wieder. Beim ersten Album waren wir erst um die 20 und hatten natürlich andere Einflüsse und weniger Erfahrungen. Die Alben waren zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Veröffentlichung das Beste, was für uns damals möglich war. Heute würden wir vermutlich vieles anders machen, aber wozu sollte man die Aufnahmen nachträglich verändern - das waren wir zu dem jeweiligen Zeitpunkt.

Elke:
In Slowenien spielt ihr in der Regel vor mehreren tausend Menschen. Auf eurer Deutschland-Tour im Mai/Juni dieses Jahres waren es lediglich 50 bis 100 Besucher pro Abend. Wart ihr enttäuscht?

Primož:
Nein. Wir waren glücklich, hier spielen zu können. Zu Hause haben wir die gleiche Entwicklung durchgemacht und anfangs nur die Spritkosten eingespielt. Wir wissen, dass man nur so eine langlebige Beziehung zu den Fans aufbauen kann, indem man einfach raus geht und spielt und sich auf die Mundpropaganda verlässt, dass wir eine gute Live-Band sind. Natürlich sind auch ein gutes Songwriting und tolle Songs nötig, um zu überzeugen. Wir waren nicht frustriert von der letzten Tour, denn wir wussten, dass es ein neuer Markt für uns ist, wo uns niemand kennt. Obwohl es im Vorfeld etwas Werbung gab, hatten wir mit diesem Ergebnis gerechnet. Aber die Menschen, mit denen wir nach den Shows gesprochen haben, gratulierten und ermutigten uns, weiterzumachen. Das ist es was zählt. Wenn man nur 20 Menschen überzeugen muss, arbeitet man sogar noch härter, als wenn man 20.000 überzeugen muss, denn wenn man bereits vor so vielen Menschen spielt, muss man sie eigentlich nicht mehr überzeugen.

Elke:
War es vielleicht ein Fehler, gleich eine Headliner-Tour zu starten?

Primož:
Jetzt zeigt sich, dass es damals nicht die beste Idee war, aber aus Erfahrung wird man klug. Nächstes Mal werden wir vermutlich als Support-Band für eine etablierte Band auf Tour gehen, um so viele Shows vor so vielen Menschen wie möglich zu spielen und dann darauf aufzubauen.

Elke:
Auf dem Konzert in Berlin hattet ihr von einer weiteren Tour Ende des Jahres gesprochen.

Primož:
Das war damals auch so geplant, aber leider stehen besonders in diesem Geschäft Pläne oft auf wackligen Beinen. Das lag vermutlich auch daran, dass die Tour nicht so gut lief, wie erhofft. Aber wie ich schon sagte, bedauern wir nichts, denn wir haben damals unser Bestes gegeben. Vielleicht mit etwas mehr Werbung, insbesondere in den Massenmedien, wäre die Tour erfolgreicher verlaufen, aber wir werden sicher noch Gelegenheit dafür bekommen. Wir haben keine Angst vor Fehlern, wenn man es überhaupt einen Fehler nennen kann. Beim nächsten Mal werden wir einfach besser vorbereitet bei verschiedenen Tourpaketen dabei sein, um gleichzeitig von vielen Seiten angreifen zu können.

Elke:
Mich haben die Reaktionen der slowenischen Fans auf dem Konzert sehr überrascht. Wie darf man sich ein Konzert in Slowenien vorstellen - flippen da alle kollektiv aus?

Primož:
Ja, das ist dort die Regel. Unsere Fans kennen jeden Song, nicht nur die Singles oder die Videos, sondern wirklich alle. Wenn man die Fans fragt, welches der jeweilige Lieblingssong ist, bekommt man so viele verschiedene Antworten, wie wir Songs haben. Wir versuchen unsere Konzerte aber auch mit einer gewissen Dramatik, fast wie in einem Theater, zu versehen. Erst kommt ein Intro, dann baut sich die Story auf und am Ende kommt die Auflösung. Dadurch versuchen wir, die Aufmerksamkeit der Besucher während der ganzen Show auf uns zu lenken. In Deutschland war das einfacher, weil wir dort kürzere Sets gespielt haben mit vielleicht 15 Songs, aber in Slowenien spielen wir um die 25 Songs pro Set und die Shows dauern bis zu zwei Stunden. Da ist es schon schwieriger, die Aufmerksamkeit kontinuierlich zu halten, weil man sich bei solchen langen Shows leichter ablenken lässt. Aber unsere slowenischen Fans sind es mittlerweile gewohnt, auch ein langes Konzert zu genießen, und wollen danach immer noch mehr.

Elke:
In welcher Sprache singt ihr dort?

Primož:
In slowenisch. Manchmal spielen wir aus Spaß ein paar Songs auf Englisch, zumal einige Fans auch das englische Album besitzen und die Texte kennen. Aber für gewöhnlich singen wir in unserer Sprache.

Elke:
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass viele Menschen mit sehr unterschiedlichem Musikgeschmack von SIDDHARTA begeistert sind. Ihr scheint also ein sehr breit gefächertes und demzufolge großes Publikum anzusprechen.

Primož:
Ja, das stimmt. SIDDHARTA wurden in Deutschland anfangs als Metal/Gothic-Band vorgestellt, was wir meiner Meinung nach nicht sind. Viele deutsche Pressevertreter haben uns erklärt, dass man bei euch dazu tendiert, Bands zu kategorisieren und entsprechend zu präsentieren. Vielleicht hast du die Fotos von uns gesehen, auf denen wir Matrix-ähnliche Mäntel tragen. Diese Fotos wurden auch für die slowenische Promotion vor zwei Jahren verwendet. Dort konnten wir es uns leisten, in eine andere Rolle zu schlüpfen, weil wir einen entsprechenden Status innehaben. Wir können also Fotos in Mänteln oder in Badeanzügen machen, und niemand würde sagen, dass wir Gothic oder cheesy sind. Wir sind einfach SIDDHARTA, egal was wir tun. Es war naheliegend, diese Fotos auch für die deutsche Veröffentlichung zu verwenden, nur dass sie mit dazu beigetragen haben, dass wir als Gothic/Metal-Band eingestuft wurden. Die Medien-Vertreter, mit denen wir längere Interviews geführt haben, sagten uns, dass die einzige Kategorie, in die wir reinpassen, "Rock" sei, und wir sind uns dessen auch bewusst. Anfangs in Slowenien fragten uns die Leute auch, welche Art von Musik wir spielen, und wir sagten, wir spielen SIDDHARTA-Musik, also Rock-Musik mit einigen modernen Elementen.

Elke:
Kommen eure Fans überwiegend aus einer bestimmten musikalischen Szene?

Primož:
In Slowenien nicht, dort ist das Publikum sehr bunt gemischt: von 10- bis 60-jährigen, von Metal- bis Popfans. Unsere Musik wird dort eher auf einer nationalen Ebene betrachtet. Die Menschen unterstützen uns einfach, weil wir Slowenen sind, und SIDDHARTA sind mittlerweile so etwas wie Nationalhelden. Da spielt die musikalische Schublade keine Rolle.

Elke:
Kannst du dir erklären, warum ihr dort so berühmt seid?

Primož:
Nein. Wir waren wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der richtigen Musik und Einstellung und dem richtigen System hinter all dem. Soweit ich mich erinnern kann, haben wir uns niemals auf den Zufall verlassen. Jede Bewegung war durchdacht und mehr oder weniger geplant. Wir lehnen zum Beispiel Angebote von bestimmten TV-Sendungen oder Radio-Stationen ab, von denen wir denken, dass sie nicht zu uns passen. Man muss ein gewisses Image aufrecht erhalten, und der Aufbau der Marke SIDDHARTA funktionierte in Slowenien sehr gut bis hin zu dem Punkt, wo wir einfach mit einer nationalen Band gleichgesetzt wurden. Genauso wie man automatisch zu einer slowenischen Fußballmannschaft hält, unterstützt man uns auch.
In Deutschland erreichen wir überwiegend ein Metal-Publikum, weil wir in den entsprechenden Magazinen beworben wurden. Andere Musik-Fans bekamen einfach noch nicht die Chance, uns kennenzulernen. Wir hoffen, dass auch hier immer mehr Menschen bemerken, dass wir mehr zu bieten haben als nur Metal, Pop oder Rock.

Elke:
Wie sieht die Szene in Slowenien eigentlich aus? Ihr habt ja seit zwei Jahren das von einem österreichischen Veranstalter organisierte Metal-Camp.

Primož:
Ich denke, Metal ist stark im Kommen. Und auch wenn das Metal Camp nicht von Slowenen organisiert wird - sobald solche Veranstaltungen in einem Land existieren, werden auch die einheimischen Bands stärker aktiv. Viele slowenischen Bands spielen dort vor vielen slowenischen Metal-Fans. Die Veranstaltung ist bisher sehr erfolgreich, zumal bereits Bands wie SLAYER und ANTHRAX dort aufgetreten sind.

Elke:
Habt ihr in der slowenischen Szene eine große Konkurrenz von anderen Bands?

Primož:
Es ist nicht so, dass es keine Konkurrenz gäbe, aber wir betrachten die anderen nicht wirklich als Konkurrenten. Wir suchen immer ein freundschaftliches Verhältnis zu anderen Bands, um mit vereinten Kräften etwas für die slowenische Rock-Szene zu tun. Es gab Mitte der 90er, als wir SIDDHARTA gründeten, keine nennenswerte Szene in Slowenien. Bis dahin war es die Ära der schlechten Pop-Musik und einiger verlebter altmodischer Rock-Helden der 70er und 80er, und wir haben gemerkt, dass mehr und mehr Menschen moderne Rock-Musik mögen. Die Rock-Szene in Slowenien ist heute sehr aktiv, wir haben etliche Bands, die sehr ambitioniert sind, und wir drücken jeder davon die Daumen.

Elke:
Ich finde es ziemlich beachtlich, dass eure einerseits sehr professionell gestaltete, andererseits auch sehr persönliche Web-Seite in sechs verschiedenen Sprachen verfügbar ist. Wer kümmert sich darum?

Primož:
Das macht Iztok Kurnik, unser Manager. Das Internet hat in den letzten Jahren derart rapide an Bedeutung gewonnen, dass man einfach eine lebendige und aktuelle Web-Seite benötigt. Sie dient nicht nur als Marketing- oder Medien-Tool, sondern ist auch ein Freund der Band. Jeder, der irgendwelche Informationen sucht, sollte sicher sein können, dass er sie dort finden kann. Und um diese Informationen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen, haben wir die Seite in verschiedenen Sprachen erstellt. Derzeit sind es nur sechs verschiedene Sprachen, obwohl die wenigsten Künstler oder Firmen derzeit so viele Sprachen auf ihrer Web-Seite anbieten. Aber jeder Markt, den wir erobern möchten, verdient eine Seite in seiner eigenen Sprache, damit die Fans von dort alles lesen oder im Forum diskutieren zu können.

Elke:
Was passiert bei euch im Moment? Arbeitet ihr am nächsten Album?

Primož:
Derzeit gibt es keine nennenswerte Aktivitäten. Wir haben beschlossen, Material für das neue Album zu schreiben. "Rh-" ist zumindest für uns ja schon zweieinhalb Jahre alt, und ein Künstler muss stetig kreativ sein. Wir sind derzeit regelmäßiger in Proberaum und wollen das neue Album Anfang nächsten Jahres aufnehmen. Dabei möchten wir auf eine große Vorproduktion verzichten, damit die Songs mehr live-orientiert klingen und man das Gefühl bekommt, dass da eine Band hinter ihren Instrumenten steht und den Hörer mit einer Gitarrenwand, die durch die Lautsprecher tönt, wegbläst, oder so in der Art. Je nachdem, wie sich die Dinge entwickeln, wird die neue Scheibe Mitte 2006 in Slowenien erscheinen und vielleicht mit einer kleinen, aber keiner erneuten zweijährigen Verzögerung, auch international erhältlich sein.

Elke:
Ihr habt, glaube ich, neben SIDDHARTA keine anderweitigen beruflichen Verpflichtungen.

Primož:
Ja, glücklicherweise können wir uns voll auf die Musik konzentrieren. Aber Musik ist ein hartes Geschäft, in dem man wenig finanzielle Sicherheiten hat.

Elke:
Pläne für die nächste Tour gibt es vermutlich noch nicht, oder?

Primož:
Wir haben in Berlin gerade mit unserer Plattenfirma das vergangene Jahr analysiert und etwas Manöverkritik betrieben. Dadurch haben wir jetzt einige Dinge auf unser Agenda, und eines davon ist natürlich, als Support für eine andere Band auf Tour zu gehen. Wir müssen allerdings noch die passende Gelegenheit dafür finden, um den bestmöglichen Effekt zu erreichen und nicht den Fehler der letzten Tour zu wiederholen. Eine Support-Tour ist derzeit der einzig logische Schritt für uns. Wenn man von den 500 Menschen, die wegen dem Headliner gekommen sind, 20 für sich gewinnen kann, hat man viel erreicht. Denn dann beginnt die Mund-zu-Mund-Propaganda und man gewinnt vielleicht noch mehr Fans dazu.

Redakteur:
Elke Huber

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