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HEAVEN SHALL BURN, AS I LAY DYING - Hamburg

05.12.2010 | 20:02

22.11.2010, Große Freiheit 36

Heute Abend hält der Tourtross der HEAVEN SHALL BURN- und AS I LAY DYING-Co-Headlinertour in der ausverkauften Großen Freiheit 36. Die Hamburger dürfen sich also auf einen heftigen Abend freuen.

Der Opener DEW-SCENTED kann seinen Thrash Metal direkt in eine sehr gut gefüllte Halle feuern. 'Soul Poison' oder 'Cities Of The Dead' werden gut aufgenommen, und die Band kann überzeugen. Leider wird das Konzert etwas von dem miesen Sound überschattet.

Dies ist auch bei der Deathcore-Band SUICIDE SILENCE (Foto) nicht anders. Kurz nach dem ersten Song muss die Band eine kleine Pause aufgrund von Soundschwierigkeiten machen. Danach entstehen auch die ersten Circle Pits in der Großen Freiheit, als Sänger Mitch Lucker wie behämmert über die Bühne wetzt und sich die Lunge aus dem Hals kreischt. Zwar grummelt der Bass noch extrem übersteuert, aber die Band kann die ersten Fans souverän zerhacken.

Bei AS I LAY DYING beginnt die Freiheit bereits nach wenigen Minuten zu kochen, 'An Ocean Between Us', 'Beyond Our Suffering' oder 'The Sound Of Truth' sorgen hier schnell für Betriebstemperatur innerhalb des Pits, der sich erstmal konsequent in der Wall Of Death selbst zerlegt.

Mittlerweile spielt die Technik auch wieder etwas besser mit. Zwar ist oftmals die Gitarrenfraktion nur leise zu hören, aber dennoch können AS I LAY DYING überzeugen und verbrannte Erde hinterlassen.

Als HEAVEN SHALL BURN kurze Zeit später den Gig mit 'The Omen' einleiten, bildet sich die erste Wall Of Death schon beim Intro. Danach gibt es hier auch kein Halten mehr, und HEAVEN SHALL BURN stacheln das Publikum mit 'Combat' oder 'Invictius' an. Die Band, die bei den Temperaturen sogleich pitschnass ist, dankt es mit einer perfekten Bühnenperformance und schmeißt noch so einige Brecher wie 'Voice Of The Voiceless', 'Endzeit' oder zum Ende den Gassenhacker 'Black Tears'. Sogar dem Aufruf zu einem Old-School-Pogo wird sogleich gefolgt, und die komplette Freiheit steht Kopf. Wer bis zum bitteren Ende um 0.30 Uhr noch vor Ort ist, ist sich gewiss, die beste Performance des ganzen Abends nicht verpasst zu haben.
[Gastautor: Birger Treimer]

Fotos: Toni Gunner

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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