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von enemy-of-reality » Samstag 15. März 2014, 15:37
Siebi hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:... Es ist irgendwie schon witzig, wie sehr man die Uhr danach stellen kann, dass sich spätestens fünf Minuten nach einer stereotypen Nachricht der Hofberichterstattung aus dem Hause Manowar zig Leute demonstrativ darüber empören. Ich frag mich echt immer, wie es kommt, dass Leute, die von der Band so extrem genervt sind, offenbar immer als erste den neuesten Bullshit mitbekommen, um sich publikumswirksam drüber aufregen zu können. Das Licht zieht halt die Motten an...
So wie der Verteidigungseflex-Quark, genauso Super-Gähäääähn. Lemmingmäßiges oder nibelungentreues Fanverhalten kenne ich nicht. Im Gegenteil, von einigen meiner Jugendidole war ich nach persönlichem Kennenlernen vollkommen desillusioniert. Alk-Ace, Alk-Schenker Michi, Gamma Spray-Hansen und einige andere, naja.
Du kennst Ace persönlich? Erzähl doch mal bitte.
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von Siebi » Samstag 15. März 2014, 18:56
Erste Begegnung war 1980 in den ZDF-Studios in Unterföhring bei München zur Aufzeichnung zweier Songs für die Sendung Rock Pop. Paul und Gene waren Rockstars Deluxe, einfach nur igitt, Eric schüchtern aber sehr freundlich und Ace abgespaced neben der Spur, hat mir aber nach dem dritten Bettelversuch 2 Autogramme gegeben. Er machte einen ziemlich fertigen Eindruck, ich und 2 Kumpels waren geschockt. Ich meine, da triffst Du verabredet einen Deiner Helden und dann kommt ein Alkoholiker in Moonboots und lallt Dich an, dass er doch keine Kindermucke machen würde. Ähem...
Zweite Begegnung 2 Jahre später, gleicher Ort, dieses Mal zur Aufzeichnung von "I Love It Loud" für Vorsicht Musik. Der Mann lallte etwas Unverständliches, war gänzlich am Gackern und Kichern und interessierte sich ansonsten mehr für die weiblichen Kabelhilfen als uns picklige Kabelhilfen und Fans.
Das dritte Mal dann ein ziemlich nüchterner aber etwas angenervter Spatzen-Atze zur VÖ der 89er Scheibe "Trouble Walkin'". Da durfte ich einem Interview beiwohnen. Ich hatte natürlich auch ein paar Souvenirs dabei und einige Fragen, die ich eigentlich stellen sollte und natürlich wollte. Herr Frehley zog es aber vor, sich zu trollen, mich und die paar Fanhanseln, die extra nach Aufforderung da waren, nicht weiter zu beachten, da scheinbar ein hibbliges Mädel schon heiß auf ihn war. Naja, ein letztes Mal hatte ich es dann 1996 oder 1998 in München versucht, aber da kam ich nicht mal in die Nähe der Herren Rockstars. Dazu hatte ich keine förderlichen Businesskontakte mehr, die ein Ranpirschen ermöglichten. Irgendeiner aus dem Umfeld Doc McGhees beförderte uns schließlich nach draussen, u.a. auch Meet & Greet-Fans, die sauber tief in die Tasche gegriffen hatten. Der Heldenstern des Paul Daniel Frehley war endgültig hinterm Horizont verschwunden.
Schade alles deshalb, weil ich lange mit der Kiss Army in Kontakt war und als Solokünstler mit der späteren Fanclub-Leiterin regen Breifkontakt hatte. Von Ace gab es leider nie eine Antwort, nur jedesmal ein "I will pass your letter on to Ace" von Präsidentin Kathy. Der Stardome-Sockel war passé.
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Siebi
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von enemy-of-reality » Samstag 15. März 2014, 20:12
Sehr interessant, danke für deine Schilderungen!
Mein Eindruck von Ace war eigentlich immer ganz anders, ich dachte eigentlich, dass der relativ bodenständig und eher Fan-nahe wäre. Tja, da hab ich mich wohl getäuscht. Wenn das einmal passiert, ok, jeder hat mal 'nen schlechten Tag, aber du scheinst ja eigentlich nur negative Erfahrungen mit ihm gemacht zu haben.
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von Siebi » Samstag 15. März 2014, 20:23
Denke schon, dass er bodenständig war bzw. ist. Seine lesenswerte Autobiografie zeigt das. Aber sie schildert eben auch, dass er dank Kokain und Alkohol viele Gedächtnislücken hat und nicht alles Gold war, was glänzte.
Als Teenager war er einer meiner Lieblinge und man ist dann halt enttäuscht, wenn der Held eigentlich auch nur Mensch ist, der ohne Fassade begegnet, teilweise in meiner Situation für mich respektlos. Aber mei, andere Künstler haben Interviews abgesagt, weil sie zu besoffen waren, er war zumindest körperlich anwesend.
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